Presentation technicians-v1-3

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Präsentationstechnik (nicht nur) für Techniker und Ingenieure.Praktischer Leitfaden zur Erstellung wirkungsvoller Präsentationen im Business-Umfeld

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  1. 1. Präsentationstechnik für Techniker und Ingenieure Seminarunterlagen Das Seminar ist als offenes Seminar oder als In-house-Schulung buchbar. Kontakt: Coaching38 – IBS Sprachschule GmbH info@coaching-38.de Telefon: 0531 7021 5708 www.coaching-38.de
  2. 2. 2 Inhaltsverzeichnis Soft Skills im Berufsleben ..................................................................................................3 Was ist Rhetorik?...............................................................................................................3 Die 5 Signale der Sicherheit..........................................................................................3 Die 4 Stufen der Kompetenz .........................................................................................4 Feedback-Regeln..........................................................................................................4 Lampenfieder ................................................................................................................5 Zielformulierung ............................................................................................................6 Das Publikum ....................................................................................................................7 Von der Präsentation zum Workshop............................................................................7 Beispiel für Rollenverteilungen im Publikum – Das Buying Center ................................7 Die Präsentation ................................................................................................................8 Der Hauptteil .................................................................................................................8 Die zentrale Idee.......................................................................................................8 Kreativität und Struktur .............................................................................................8 Brainstorming.......................................................................................................8 Die ERFOLG-Technik ..........................................................................................9 Den Vortrag lebendig gestalten.................................................................................9 Powerpoint.........................................................................................................10 Dramaturgie – die PULS (A) Technik......................................................................10 Pausen ...................................................................................................................11 Sprache..................................................................................................................11 Die Verpackung...........................................................................................................12 Formen der Einleitung ............................................................................................12 Abrundungstechniken.............................................................................................13 Hilfsmittel ....................................................................................................................13 Die Checkliste für Ihre Präsentation.................................................................................14 Das Fachgespräch / die Abschlussdiskussion .................................................................14 Fragen vom Allgemeinen zum Besonderen beantworten.............................................14 Machen Sie Ihre Präsentation zum wirklichen Fachgespräch......................................15 Literatur ...........................................................................................................................15 Der Trainer ......................................................................................................................16
  3. 3. 3 Soft Skills im Berufsleben Oft werden die sogenannten „Soft Skills“ wie zum Beispiel Teamverhalten oder verbale und nonverbale Kommunikation bei Weiterbildungen vergessen. Viele Mitarbeiter sehen in dieser Art Weiterbildung auch einen Angriff auf ihre Person bzw. ihre Persönlichkeit. Dabei geht es bei diesen Schulungen nicht um eine Gleichschaltung von Verhaltensmustern, sondern um das Erlernen von Techniken, die das tägliche Miteinander im Betrieb erleichtern und auch der eigenen Fortentwicklung dienen. Niemand ist als Ingenieur oder Controller zu Welt gekommen, sondern musste sich das zur Berufsausübung nötige Wissen erarbeiten. Genau wie fachspezifische Kurse erweitern Seminare im Bereich der Soft Skills die eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse. Für Coachingmaßnahmen gibt es gute Argumente: Die tatsächliche Wirkung der fachlichen Kompetenz im Berufsleben hängt stark von den Fertigkeiten im kommunikativen Bereich ab. Was nützen zum Beispiel einem EDV-Spezialisten die besten Computerkenntnisse, wenn er es nicht schafft, die Benutzer in die Benutzung der Systeme einzuweisen oder nicht einmal versucht, das Problem aus ihrer Perspektive zu sehen? Denken Sie daran, dass Verträge zwischen Unternehmen geschlossen werden, alle Geschäfte aber zwischen Menschen zustande kommen. Bleiben Sie authentisch, nutzen Sie die Möglichkeit, mit der Präsentation Vertrauen bei Ihrem Publikum aufzubauen. Was ist Rhetorik? Rhetorik ist die Harmonie von Inhalt und Form. Häufig verwenden wir einen Großteil der Vorbereitung darauf, Fakten zusammen zu tragen. So wird die inhaltliche Seite der Präsentation überbewertet. Die Form der Präsentation und die Vorbereitung der Vortragssituation sind aber auch wichtig, um die gewünschte Wirkung beim Publikum zu erzielen. Sicherheit beim Vortrag wertet den Inhalt auf. Die 5 Signale der Sicherheit - Gestik - Haltung - Stimme - Blick - Pausen
  4. 4. 4 70 % der Signale in einer mündlichen Kommunikation werden durch diese non-verbalen Signale übertragen! Wiederholtes Üben und das Feedback der Kursteilnehmer oder von Kollegen helfen Ihnen, Ihre kommunikativen Fähigkeiten zu erweitern. Die 4 Stufen der Kompetenz 1. Unbewusste Inkompetenz Wir wissen gar nicht, dass an einer bestimmten Stelle ein Defizit besteht 2. Bewusste Inkompetenz Wir werden uns bewusst, dass ein Defizit besteht, z.B. weil wir an einer Herausfor- derung scheitern 3. Bewusste Kompetenz Wir erwerben Fähigkeiten, um die Heraus- forderung in Zukunft besser zu meistern 4. Unbewusste Kompetenz Die Fähigkeit ist uns in Fleisch und Blut übergegangen und wir wenden sie „auto- matisch“ an Es dauert einige Zeit, bis wir sie unsere neu erworbenen Fähigkeiten so gründlich eingeübt haben, dass sie zu unserem natürlichen Verhaltensrepertoire gehören. Schreiben Sie wichtige Dinge auf Karteikarten und stellen Sie diese auf Ihren Schreibtisch, um sie vor Augen zu haben. Feedback-Regeln Es gibt einige Feedback-Regeln, die Sie beachten sollten, um Feedback möglichst effektiv sein zu lassen. Feedback ist im Kurs wichtig, aber auch im beruflichen Alltag. Frühzeitiges Feedback kann Ihnen helfen, Situationen zu entschärfen, ein Aufschaukeln negativer Emotionen zu vermeiden und zu einer angenehmeren Arbeitsatmosphäre beizutragen. Erbitten Sie Feedback in möglichst vielen Situationen und geben Sie aktiv Feedback. Beim Geben sollten Sie vorher die Genehmigung Ihres Gesprächspartners erbitten. Fragen Sie zum Beispiel am Ende von Gesprächen, ob die Teilnehmer ihre Gesprächsziele verwirklicht sehen, was ihnen gefallen hat und was verbessert werden kann. Machen Sie es sich zur Regel, mit positiven Punkten anzufangen, wenn Sie selbst Feedback geben.
  5. 5. 5 Feedback-Regeln Geber Empfänger - Erbeten - Beschreibend (nicht bewerten, interpretieren, Motive suchen) - Konkret: Ich-Botschaften, Wahrnehmungen - Hilfreich für die Entwicklung des Empfängers - Zeitnah - Positives zuerst - Ausreden lassen - Aufmerksam zuhören - Rückmeldung zur Kenntnis nehmen, zu verstehen versuchen - Nachfragen wenn etwas unklar ist - Rückmeldung wirken lassen, verarbeiten, bewerten - Schlüsse daraus ziehen - Wichtig: Keine Rechtfertigung Lampenfieber Es ist normal, vor Präsentationen Angst zu haben. Etwas Angst wirkt sogar leistungs- fördernd. Zuviel Angst jedoch bewirkt eine Angstblockade und das Leistungsniveau sinkt stark. Quelle: http://www.emotionale-kompetenz- seidel.de/Emotionspsychologie/Emotionen/emotionen.html Wenn wir vor Angst blockieren, stockt der Atem: Stockt der Atem, stocken die Gedanken. Fließt der Atem, fließen die Gedanken. Unsere Gedanken fließen mit Lichtgeschwindigkeit, sind also viel schneller als unsere Worte. Also: In Stresssituationen bewusst weiter atmen. Dann fließen auch die Gedanken und mit ihnen die Worte. Eines der besten Mittel gegen Lampenfieber ist eine gute und gründliche Vorbereitung.
  6. 6. 6 Zielformulierung Setzen Sie sich bei der Vorbereitung „smarte“ Ziele: S spezifisch M messbar A aktionsorientiert R realistisch T terminiert Formulieren Sie das Ziel Ihrer Präsentation genau: Nicht – Präsentation des Produktes XY ! Fragen Sie sich genau, was Sie mit dem Vortrag erreichen wollen:  Sollen die Kunden nach dem Vortrag genug Interesse haben, das Produkt zu kaufen?  Wollen Sie Nachfragen provozieren, um Details hinterher noch genauer in der Diskussion zu erläutern?  Sollen die Zuhörer hinterher in der Lage sein, mit dem Produkt zu arbeiten?  Brauchen Sie weitere finanzielle Mittel, um die Entwicklung des Produktes zum Abschluss zu bringen?  Benötigen Sie die Unterstützung von Zuhörern, um Hindernisse bei der Produktentwicklung zu überwinden? Notieren Sie sich das Ziel Ihres Vortrages. ! Setzen Sie sich nicht zu hohe Ziele, denn dies kann in der Präsentation zu Panik und Angstblockaden führen. Auch wenn Sie sich zuviel Stoff zumuten, kann dies zu Angst führen. Also: Zuerst einen Überblick verschaffen, mittels Kreativtechniken Gedanken entwickeln und dann das Ganze in Arbeitspakete aufteilen und diese planvoll abarbeiten (siehe SMART). Diese Schulung und die Unterlagen sollen Ihnen helfen, bei der Präsentation das Beste aus der Situation zu machen. Denken Sie daran: Alle kochen nur mit Wasser!
  7. 7. 7 Das Publikum Denken Sie daran, dass Sie den Vortrag für Ihr Publikum ausarbeiten, und nicht für sich selbst. Wer sitzt im Publikum, wie ist die Vorbildung, wie viele Leute sind anwesend, was sind die Interessen des Publikums? Von der Präsentation zum Workshop Wenn z.B. nur wenige Leute anwesend und Sie in Ihrem Thema sattelfest sind und sich in den vorbereiteten Materialien gut auskennen, können Sie die Präsentation eher zu einem Workshop machen, Fragen zulassen und schon während des Vortrags eine Diskussion beginnen. Wenn die Teilnehmer sich den Stoff selbst erarbeiten, bleibt er viel besser haften. Und Sie können die Schwerpunkte so setzen, dass sie den Interessen der Teilnehmer entsprechen. Überlegen Sie sich vorher, welche Themen Sie unbedingt bringen möchten und auf welche Themen Sie notfalls verzichten können, um andere Themen detaillierter abzuhandeln. Beispiel für Rollenverteilungen im Publikum – Das Buying Center Das Buying Center ist ein theoretisches Konzept aus dem Investitionsgütermarketing. In einem Unternehmen gibt es verschiedene Positionen, die an einem Kaufentscheidungs- prozess beteiligt sein können. Das Buying Center in einem Unternehmen – verschiedene Rollen, Interessen und Ziele Abteilung Interessen Unternehmensleitung – kaufmännisch und/oder technisch Betriebsabteilung (Produktion und Fertigung) Instandhaltung Arbeitsschutz DV-Abteilung Einkauf Projektabteilung Return on investment Referenzen Integration mit vorhandenen Ausrüstungen Wartungskosten Gefährdungen der Arbeiter Anbindung an DV-Systeme Preis, Konditionen Montagekosten und -zeit Siehe auch: A. Gröne Marktsegmentierung bei Investitionsgütern, Wiesbaden 1977
  8. 8. 8 Die Präsentation Der Hauptteil Die zentrale Idee Sie sind der Experte für Ihr Gebiet. Ihr Publikum hat meistens nicht den gleichen Wissensstand über Ihr Thema wie Sie: Für Ihre Vorgesetzten ist Ihr Thema ein Thema von vielen, um die sie sich kümmern. Für Ihre Kunden ist das Produkt so neu, dass sie nicht gleich alle Einzelheiten erfassen können. Deshalb ist Ihre zentrale Idee so wichtig. Sie können sich glücklich schätzen, wenn Ihr Publikum sich nach einiger Zeit noch daran erinnert, dass Sie da waren und ein Thema Ihres Vortrages behalten hat. Deshalb machen Sie sich genaue Gedanken, was Ihr Publikum mitnehmen soll. „Wenn Sie drei Dinge sagen, sagen Sie gar nichts“ – James Carville, Berater von Bill Clinton Kreativität und Struktur Mit Brainstorming und Mindmap entwickeln und strukturieren Sie Ihre Gedanken, mit der ERFOLG-Technik bringen Sie ihre zentrale Idee auf den Punkt, und mit der PULS-Technik strukturieren Sie Ihren Vortrag. Brainstorming 1. Fragestellung genau aufschreiben 2. Zeit wählen (z.B. 5 oder 10 Minuten) 3. Keine Bewertung, einfach die Gedanken fließen lassen 4. Quantität vor Qualität 5. Durchhalten bis zum Schluss 6. Ideen schnell aufschreiben, das wirkt ansteckend 7. Nach Abschluss: Ordnen und Bewerten
  9. 9. 9 Die ERFOLG-Technik Die beiden US-Autoren Chip und Dan Heath haben in Ihrem Buch Made to Stick untersucht, welche Faktoren dafür verantwortlich sind, dass eine Idee beim Publikum haften bleibt: E einfach R Roman, Erzählung, Geschichte F fassbar, konkret O originell, unerwartet L Leidenschaft, Gefühl, Emotionen G glaubwürdig Ein Beispiel hierfür ist die Geschichte von der Vogelspinne in der Yuccapalme. Niemals verifiziert, aber die Geschichte kennt jeder… Das wichtigste Stichwort hier ist das Wort Geschichte. Geschichten sind konkret, sie sind glaubhaft und emotional. Checkliste für Geschichten in einer Präsentation  Haben Sie selbst Erfahrungen mit dem Produkt?  Haben Sie Geschichten Ihrer Kollegen gehört über Erfahrungen mit dem Produkt?  Haben Sie – das wäre ideal – eine Geschichte auf Lager über Erfahrungen von Leuten aus dem Publikum mit dem Produkt?  Können Sie eine Geschichte bringen über das Problem, das Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung löst? Den Vortrag lebendig gestalten Um den Vortrag interessant zu gestalten sollten Sie zwischen abstrakten Sachverhalten und detaillierten Darstellungen wechseln. Helfen Sie dem Publikum, sich das Gesagte vorzu- stellen, indem Sie sprachliche und grafische Visualisierung nutzen. Beispiele für sprachliche Visualisierung:  Praktische Beispiele, wie das beschriebene Produkt eingesetzt wird  Geschichten  Vergleiche  Zahlen, Daten, Fakten (dosiert eingesetzt) Wenn Sie Gedanken entwickeln, ist es oft besser, Tafel und Flipchart zu nutzen, als mit Powerpoint zu arbeiten.
  10. 10. 10 Powerpoint Wenn Sie Powerpoint nutzen, sollten die Folien möglichst einfach aufgebaut und nicht überfrachtet sein. Lange Listen von Bulletpoints und komplizierte Diagramme lenken von Ihrem Vortrag ab. Nutzen Sie die Möglichkeiten, die Ihnen Ihre persönliche Anwesenheit bietet. Eine Powerpoint-Präsentation ist ein Hilfsmittel für Ihre Präsentation. Sie ist nicht die Präsentation selbst. Wählen Sie die Bilder und Grafiken sorgfältig im Hinblick auf ihre Wirkung in der Vortragssituation aus und denken Sie einfach. Für ein Handout gelten andere Gesetze als für eine Präsentation. Bauen Sie die Präsentation für die Vortragssituation auf und nicht mit dem Blick darauf, sie hinterher den Zuhörern ausgedruckt oder als PDF-Dokument mitgeben zu können. ! Perfektion ist erreicht, wenn nichts mehr wegzunehmen ist. Dramaturgie – die PULS (A) Technik Die PULS-Technik baut einen Spannungsbogen im Vortrag auf, indem Sie ein den Zuhörern bekanntes Problem darstellen und das Publikum über die Ursache zur Lösung führen. Die PULS-Technik kann mehrfach in einem Vortrag angewendet wenden: P Problem U Ursache L Lösung S Sonstiges / Alternativen (A) Aktionen Siehe: G. Richard Shell und Mario Moussa: The Art of Woo, Penguin Books, 2007, S. 164ff Der letzte Punkt ist wichtig, wenn Sie nach der Präsentation eine konkrete Handlung von dem Publikum erwarten, bzw. wenn Sie mit dem Publikum zusammen eine Aktion einleiten möchten.
  11. 11. 11 Pausen In Vortragssituationen kommt das Schweigen meist viel zu kurz: Bei Rhetorikseminaren erlebe ich immer wieder, wie die Teilnehmer geradezu durch ihre Präsentationen hindurch sprinten: Die gefühlte Zeit ist offenbar viel länger als die tatsächlich vergangene. Besonders am Beginn des Seminars sind die Teilnehmer meist lange vor der gesetzten Deadline fertig. Und sie sind häufig der Meinung, die Zeit überzogen zu haben. Dass die Seminarteilnehmer schon vor der gesetzten Zeit fertig sind hat weniger damit zu tun, dass sie zu wenig Stoff bringen. Es liegt vielmehr daran, dass die Pausen fehlen. Ohne Pausen wirkt der Vortrag ermüdend, weil wir irgendwann das Gesagte nicht mehr aufnehmen können und nicht mehr mitkommen.  Wohlgesetzte Pausen geben dem Zuhörer die Möglichkeit, den Vortrag zu verdauen und mitzudenken.  Und der Vortragende hat die Möglichkeit, seinen Blick über die Zuhörer schweifen zu lassen und zu prüfen, ob und wie das Gesagte bei ihnen angekommen ist. Wie bei so vielen Dingen im Leben macht auch hier Übung den Meister: Bei meinen Rhetorikseminaren sind die Redepausen einer der fünf Punkte, die nach jedem Vortrag beim Feedback der Gruppe abgefragt werden. Und am Ende der Fortbildung ist dann meistens ein erheblicher Fortschritt zu verzeichnen. Sprache Sprechen Sie, wie Ihnen der Schnabel gewachsen ist. Vermeiden Sie in der Präsentation zu viel Fachsprache, und vor allem Zungenbrecher. Vermeiden Sie auch Worthülsen. Kurze Sätze sind vor allem in der mündlichen Kommunikation viel besser verständlich als lange.
  12. 12. 12 Die Verpackung - Einleitung ist Einstimmung: Der erste Eindruck ist wichtig - Abrundungstechniken: Der letzte Eindruck bleibt. Formen der Einleitung - Episode - Aktueller Anlass - Rhetorische Frage - Zitat - In medias res Die letztgenannte Form der Einleitung ist gar keine – in medias res bedeutet, sofort in den Sachvortrag einzusteigen – „in die Mitte der Sache“. Diese Form bietet sich an, wenn wir am Anfang einen echten Knalleffekt bringen können, der sofort das Interesse der Zuschauer weckt. Zum Beispiel in einem Vortrag über Wale: „Der Wal ist das größte Tier der Erde.“ Die Episode oder Geschichte zur Einstimmung lässt das Kopfkino beim Publikum anlaufen und bindet die Zuhörer emotional ein. Der aktuelle Anlass zeigt, dass Ihr Thema praktische Relevanz hat. Durch die Verbindung zu einem aktuellen Anlass „ankert“ sich Ihr Vortrag besser beim Publikum. Der Mensch behält besser Zusammenhänge als losgelöste Fakten. Die rhetorische Frage lässt das Publikum sofort mitdenken: „Können Rauchmelder Menschenleben retten?“ Das Zitat verleiht dem jeweiligen Statement mehr Glaubwürdigkeit. Optimal ist es, wenn Sie ein Zitat von einem der Zuhörer einbauen können oder einem Mitarbeiter aus der Firma des Kunden: „Frau Schneider erwähnte bei meinem letzten Besuch, dass Sie häufig Probleme mit dem Produkt XY haben. Wir haben uns dazu eine Lösung überlegt, die ich Ihnen jetzt vorstellen möchte.“
  13. 13. 13 Abrundungstechniken - Appell - Blick in die Zukunft - Zirkelschluss Die Stimme folgt dem Spannungsbogen des Vortrages. Wir senken die Stimme stufenweise zum Ende ab und machen den Zuhörern so auch non-verbal klar, dass unser Vortrag dem Ende entgegengeht. Beim Appell fordern wir die Zuhörer auf, etwas zu tun: „Wie wir gesehen haben, sind Rauchmelder sehr nützlich. Gehen Sie also am besten noch heute los und kaufen Sie sich welche für jedes Zimmer Ihrer Wohnung.“ Beim Blick in die Zukunft stellen wir dar, welche Konsequenzen aus dem dargestellten Sachverhalt entstehen (können): „Wenn zukünftig in allen Wohnungen Rauchmelder installiert sind, können viele der 600 Menschen, die jedes Jahr in Deutschland bei Wohnungsbränden sterben, gerettet werden.“ Beim Zirkelschluss kommen wir auf unsere Einleitung zurück: „Retten Rauchmelder Menschenleben? Wir wir gesehen haben, können wir diese Frage mit einem klaren Ja beantworten.“ Hilfsmittel Foto: Amazon.de Ein hervorragendes Hilfsmittel für die Präsentation ist ein Wireless Presenter, eine Fernsteuerung für den PC, mit der Sie in der Präsentation navigieren können. Die Fernsteuerung wird per USB-Anschluss drahtlos mit dem PC verbunden. Günstige Geräte ohne Zusatzfunktionen sind völlig ausreichend. Mit dem Wireless Presenter können Sie in den Folien vor und zurück springen. Die Geräte haben außerdem einen Laserpointer sowie eine Taste für einen schwarzen Bildschirm. So können Sie sich während der Powerpoint- Präsentation frei im Raum bewegen und besser mit dem Publikum interagieren. Kosten: Ab 40 Euro.
  14. 14. 14 Die Checkliste für Ihre Präsentation Nr. Inhalt Bemerkung 1 Ziel der Präsentation definieren 2 Wer ist das Publikum Ziele, Vorbildung,… 3 Inhalte entwickeln Brainstorming, Mindmap 4 Zentrale Idee entwickeln 5 Wie hilft die zentrale Idee dem Publikum, seine Ziele zu erreichen? -> PULS (A) beachten 6 ERFOLG beachten 7 Einleitung ausarbeiten 8 Abrundung ausarbeiten 9 Visualisierung einbauen 10 Sicherheit ausstrahlen 5 Punkte der Sicherheit Das Fachgespräch / die Abschlussdiskussion Fragen vom Allgemeinen zum Besonderen beantworten So können Sie auch mit unerwarteten Fragen umgehen: Gehen Sie die Antwort vom Allgemeinen zum Besonderen an. Kreisen Sie bei einer unerwarteten Frage das Thema ein, wiederholen die Frage und assoziieren Sie Begriffe damit. Gleichzeitig denken Sie über das Thema nach und wenn Sie eine schlüssige Argumentation gefunden haben, formulieren Sie eine These, folgen der Gedankenkette und fassen sie diese in Worte. Es empfiehlt sich auch bei Themen, die Sie gut beherrschen, zunächst die groben Kategorien zu erläutern und dann sukzessive ins Detail zu gehen. Insbesondere bei Fragen, die nicht mit einem Wort zu beantworten sind, sondern ein breites Thema berühren, ist diese Herangehensweise empfehlenswert.
  15. 15. 15 Machen Sie Ihre Präsentation zum wirklichen Fachgespräch Werfen Sie selbst Fragen auf und nutzen Sie die Fragen des Publikums dazu, Ihr Wissen anzubringen. Beschränken Sie sich nicht auf Kurzantworten. Werden Sie aber auch nicht zu ausschweifend (Reaktionen beobachten). Literatur Nancy Duarte, Resonate – Present visual stories that transform your audiences, Hoboken NJ, 2010 Regina Först, Ausstrahlung – wie ich mein Charisma entfalte, München, 5. Auflage, 2007 Chip Heath, Made to Stick – why some ideas survive and others die, New York NY, 2007 Mogens Kirckhoff, Mind Mapping, 12. Auflage, Offenbach, 1997 Garr Reynolds, Presentation Zen: Simple ideas on presentation design and delivery, Berekeley CA, 2008 G. Richard Shell und Mario Moussa: The Art of Woo, Penguin Books, 2007
  16. 16. 16 Der Trainer Bernd Stolte  Geboren 1963 in Braunschweig  Studium der Betriebswirtschaftslehre in Braunschweig und Göttingen  Fortbildungen im Bereich Rhetorik, Unternehmensführung, Personalführung, Marketing  Über 10 Jahre Erfahrung im Technischen Vertrieb  Seit 2001 als Führungskraft tätig  2006 – 2009 Auslandsaufenthalt in den Niederlanden  Seit 2010 als freiberuflicher Coach  Seit 2012 Geschäftsführer der inlingua IBS Sprachschule GmbH in Braunschweig und Wolfsburg Feedback Ihre Ergänzungen, Kommentare, eigenen Erfahrungen oder Fragen können Sie uns gern per E-Mail oder auf unserer Facebookseite zusenden. Für Ihr Feedback danken wir Ihnen schon jetzt. Das Seminar Neugierig geworden? Schulungen in Präsentationstechnik bieten wir als offenes Seminar oder als In-house-Schulung an. Umfang und Inhalt stimmen wir gern mit Ihnen ab, um die Anforderungen Ihres Unternehmens umzusetzen. Version 1.2 vom 05.12.2012

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