Familie und soziologische Theorie<br />Rational Choice I<br />Referenten:  Susen Stahl, Tobias Schmidmair, Sabrina Schrein...
Gliederung<br />1.  Theoretische Grundlagen2.  Entscheidung zur Elternschaft -    Theoretische Überlegung3.  Ressourcenthe...
<ul><li> rational Choice Ansatz hat in den Sozialwissenschaften eine lange Tradition
 überträgt ökonomische Betrachtungsweisen auf verschiedene Bereiche wie Politik, </li></ul>   Kriminalität und Konflikte, ...
<ul><li> Forschungsrichtungen sind u.a.: </li></ul> -&gt; Entscheidungs-und Spieltheorie<br />-&gt; Austauschtheorie<br />...
 dies ist eine sozial issenschatliche Orientierung, welche bei der Erklärung von sozialen </li></ul>   Phänomenen (Bsp:Dem...
Menschenbild – Homooeconomicus<br /><ul><li>handelt autonom
Nutzenmaximierer (Wählt die Handlungen, welche ihm dem größten Nutzen verspricht)
 Abwägung aller Entscheidungskriterien
 Abwägung aller Alternativen
 Voraussicht aller Handlungsfolgen</li></li></ul><li>Zur Erklärung + Vorhersage sozialen Phänomenen spielt in Rational-Cho...
Entscheidung zur Elternschaft – Theoretische Überlegungen<br />
Elternschaft als Entscheidung- Elternschaft als Risiko<br /> Übergang in die Elternschaft als Ergebnis einer Entscheidung ...
	„(…) klar gegen eine eigene Familie, d.h. also auch gegen eigene Kinder, und zugunsten alternativer gesellschaftlich gebo...
 Entscheidungen sind mit Risiken verbunden<br />Elternschaft wird als biographisches Risiko angesehen, denn sie ist vor al...
Das Handlungsproblem von Nichteltern<br />Wenn man Entscheidungen als  Lösungen von Handlungsproblemen ansieht, <br />- we...
<ul><li>Befreien sich von Erwartungsdruck, denn zur Normalbiographie gehört Elternschaft bis heute
Bedürfnis die eigene Identität bis über den Tod hinaus zu sichern, wird gestillt
Zur Beseitigung biographischer Probleme wie
Fehlende Anerkennung
Einsamkeit
Unzureichender Lebenssinn etc.</li></li></ul><li>Soziale und biographische Entscheidungsbedingungen<br /><ul><li>Ergebnis ...
Ob Kinderlosigkeit, Familie mit Doppelkarriere oder privater Kinderbetreuung etc., sind nicht für alle Gesellschaftsmitgli...
Bildungssystem, Arbeitsmärkte, legitime kulturellen Vorstellungen</li></li></ul><li>Zahlreiche Faktoren bestimmen die Ents...
Ist die Entscheidung für / gegen Kinder rational?<br />
	Die grundsätzliche Frage Elternschaft oder Kinderlosigkeit ist einer rationalen Entscheidung nicht zugänglich.<br />	Es i...
	Die Wahl des „richtigen“ Zeitpunkts kann eine rationale Entscheidung sein, in Erwägung biographischer Faktoren<br />	Jedo...
Weiteres Entscheidungsproblem: Soll ein weiteres Kind kommen?<br />	Die Frage der endgültige Kinderzahl ist am ehesten ein...
Biographische Entscheidungsverläufe<br /><ul><li>Zeitpunkt selbstverständlich / abhängig von Ereignissen, auf die man nur ...
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Interaktionsprozess und Paar-Entscheidung<br />Entscheidung für / gegen Kinder KEINE eine einsame biographische Entscheidu...
Elternschaft als Entscheidung?<br />	Entscheidungsbegriff ist anwendbar auf die biographische Problemsituation des Übergan...
Im Normalfall handelt es sich nicht um rational choice
Entscheidungen hängen häufig vom biographischen und sozialen Kontext ab</li></li></ul><li> - Entscheidungsbedarf vor allem...
Resultat biographischer Zwangsläufigkeit </li></li></ul><li>Empirische Befunde<br />
 Amerikanische Studien <br /><ul><li>Leone 1990: Zwischen den eigenen, legitimen Interessen und denen anderer Beteiligter ...
Gerson 1985: Es gibt Bedingungen, welche Frauen entweder in Kinderlosigkeit oder Mutterschaft treiben
Frauen entscheiden in gewisser Weise, aber ihre Entscheidungen sind nicht frei von sozialen Zwängen
Es bestehen also Zusammenhänge zwischen sozialen Bedingungen und individuellem Handeln</li></li></ul><li>Kinderlosigkeit: ...
Vermehrte Erwerbstätigkeit
Autonomie
Normative Unterstützung der Bezugsgruppen</li></li></ul><li>Houseknecht 1986: Kinderlosigkeit mit Kosten-Nutzen-Terminolog...
Ökonomischer Nutzen durch Berufstätigkeit
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Rational+Choice+PräSi

  1. 1. Familie und soziologische Theorie<br />Rational Choice I<br />Referenten: Susen Stahl, Tobias Schmidmair, Sabrina Schreiner, Franziska Salewski<br />
  2. 2. Gliederung<br />1. Theoretische Grundlagen2. Entscheidung zur Elternschaft - Theoretische Überlegung3. Ressourcentheorie ehelicher Machtstrukturen4. Ökonomische Theorie der Heirat- Gary S. Becker<br />
  3. 3. <ul><li> rational Choice Ansatz hat in den Sozialwissenschaften eine lange Tradition
  4. 4. überträgt ökonomische Betrachtungsweisen auf verschiedene Bereiche wie Politik, </li></ul> Kriminalität und Konflikte, Umwelt und Gesundheit, Familie usw.<br /><ul><li> Zentrales Ziel der Rational Choice Theorie ist die Erklärung sozialer, ökonomischer </li></ul> oder politischer Sachverhalte <br /><ul><li> R.C Theorie ist eine Handlungstheorie, weil sie gesellschaftliche Phänomene durch die </li></ul> Handlungen von Individuen erklärt<br />
  5. 5. <ul><li> Forschungsrichtungen sind u.a.: </li></ul> -&gt; Entscheidungs-und Spieltheorie<br />-&gt; Austauschtheorie<br />-&gt; die neue politische Ökonomie<br />-&gt; „Ökonomie des Alltags“ <br /><ul><li> soziologische Vertreter: James Coleman, Hartmut Esser, Siegward Lindenberg, Klaus- Dieter Opp, JonElster; Anthony Downs; Gary S. Becker; Bruno Frey</li></li></ul><li><ul><li> Grundlegend für die Rational-Choice-Theorie ist der methodologische Individualismus
  6. 6. dies ist eine sozial issenschatliche Orientierung, welche bei der Erklärung von sozialen </li></ul> Phänomenen (Bsp:Demonstrationen, Revolutionen usw.) beim individuellen Akteur <br /> ansetzt<br /><ul><li> demnach sind alle sozialen Phänomene das Resultat von individuellen Handlungen und </li></ul> Entscheidungen<br /><ul><li> bei der Rational Choice Theorie wählt das Individuum aus den vorliegenden </li></ul> Handlungsalternativen diejenige Handlung aus, welche ihm den größten Nutzen <br /> verspricht<br />
  7. 7. Menschenbild – Homooeconomicus<br /><ul><li>handelt autonom
  8. 8. Nutzenmaximierer (Wählt die Handlungen, welche ihm dem größten Nutzen verspricht)
  9. 9. Abwägung aller Entscheidungskriterien
  10. 10. Abwägung aller Alternativen
  11. 11. Voraussicht aller Handlungsfolgen</li></li></ul><li>Zur Erklärung + Vorhersage sozialen Phänomenen spielt in Rational-Choice-Analysen der strukturell-individualistische Ansatz eine Rolle<br />Makro-Ebene<br />kollektives Explanandum<br />Soziale Situation<br />LOGIK DER SITUATION<br />LOGIK DER AGGREGATION<br />Mikro-Ebene<br />Akteur<br />Handlung<br />LOGIK DER SELEKTION<br />Makro-Mikro-Verknüpfung: Logik der Situation-&gt; welche Handlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung<br />Mikro-Mikro-Verknüpfung: Logik der Selektion-&gt; Nach welchem Handlungsgesetz findet die Handlung statt-&gt; in rational-Choice –Analysen nach dem Gesetz der Nutzenmaximierung<br />Mikro-Makro-Verknüpfung: durch die Aggregation der Handlungen wird ein kollektiver Effekt hergestellt<br />
  12. 12. Entscheidung zur Elternschaft – Theoretische Überlegungen<br />
  13. 13. Elternschaft als Entscheidung- Elternschaft als Risiko<br /> Übergang in die Elternschaft als Ergebnis einer Entscheidung wird häufig unterstellt<br />z.B. „Die Frage `Kinder ja oder nein?` stellt das junge Ehepaar vor eine Entscheidung, die für ihre weitere individuelle und partnerschaftliche Entwicklung von erheblicher Bedeutung ist (Schneewind et al. 1992).“<br />
  14. 14. „(…) klar gegen eine eigene Familie, d.h. also auch gegen eigene Kinder, und zugunsten alternativer gesellschaftlich gebotener Optionen ausspricht (Huinick 1989).“<br /> Eltern zu werden ist eine Entscheidung, „die, die Menschen vergleichsweise selbstbestimmt fällen können. Kinder bekommt man heutzutage und hierzulande zumeist `freiwillig` “(Thomä 1992).<br />
  15. 15. Entscheidungen sind mit Risiken verbunden<br />Elternschaft wird als biographisches Risiko angesehen, denn sie ist vor allem heute eine riskante Festlegung, mit der andere Optionen ausgeschlossen werden<br />&<br />Immer weniger sind bereit dieses Risiko einzugehen<br />
  16. 16. Das Handlungsproblem von Nichteltern<br />Wenn man Entscheidungen als Lösungen von Handlungsproblemen ansieht, <br />- welches Problem lösen Nichteltern, indem sie sich entscheiden, Eltern zu werden?<br />- Welchen Erwartungen folgen sie?<br />
  17. 17. <ul><li>Befreien sich von Erwartungsdruck, denn zur Normalbiographie gehört Elternschaft bis heute
  18. 18. Bedürfnis die eigene Identität bis über den Tod hinaus zu sichern, wird gestillt
  19. 19. Zur Beseitigung biographischer Probleme wie
  20. 20. Fehlende Anerkennung
  21. 21. Einsamkeit
  22. 22. Unzureichender Lebenssinn etc.</li></li></ul><li>Soziale und biographische Entscheidungsbedingungen<br /><ul><li>Ergebnis des Entscheidungsprozesses hängt von den zugänglichen Optionen ab
  23. 23. Ob Kinderlosigkeit, Familie mit Doppelkarriere oder privater Kinderbetreuung etc., sind nicht für alle Gesellschaftsmitglieder gleichermaßen verfügbar.</li></li></ul><li> Die Optionen sind abhängig von:<br />- Milieu- und Schichtzugehörigkeit, mit erworbenem Bildungskapital, sozialen Unterstützungs-Netzwerken, biographischer Position<br /><ul><li>Strukturellen Bedingungen:
  24. 24. Bildungssystem, Arbeitsmärkte, legitime kulturellen Vorstellungen</li></li></ul><li>Zahlreiche Faktoren bestimmen die Entscheidung für / gegen Kinder<br /> Der Wert (Nutzen) der Elternschaft muss gegen die Nachteile (Opfer, Kosten) der Kinderlosigkeit abgewogen werden.<br /> Je höher das Ausbildungsniveau, desto höher ist die Opfer der Elternschaft, besonders für die Frau (Opportunitätskosten, entgangenes Einkommen und Verzicht auf Entfaltungsmöglichkeiten)<br />
  25. 25.
  26. 26. Ist die Entscheidung für / gegen Kinder rational?<br />
  27. 27. Die grundsätzliche Frage Elternschaft oder Kinderlosigkeit ist einer rationalen Entscheidung nicht zugänglich.<br /> Es ist unwahrscheinlich, dass Paare in der Lage sind, in ihren berufsbiographischen und alltagsweltlichen Kontext, eine rationale Entscheidung zu treffen.<br /> Entscheidung sind zwar möglich, aber im Normalfall nichtrational<br />
  28. 28. Die Wahl des „richtigen“ Zeitpunkts kann eine rationale Entscheidung sein, in Erwägung biographischer Faktoren<br /> Jedoch tritt hier häufig das Problem der strukturellen Überforderung auf<br />
  29. 29. Weiteres Entscheidungsproblem: Soll ein weiteres Kind kommen?<br /> Die Frage der endgültige Kinderzahl ist am ehesten einem rationalen Kalkül zugänglich<br />- Die „Kosten“ für das 2. Kind sind ungleich kleiner als die für das erste<br />- Mehr als drei Kinder stellen eine enorme finanzielle und soziale Belastung dar <br /><ul><li>Hohe Kosten, geringer Nutzen</li></ul> Desweiteren unvereinbar mit kultureller Wertmustern<br />
  30. 30. Biographische Entscheidungsverläufe<br /><ul><li>Zeitpunkt selbstverständlich / abhängig von Ereignissen, auf die man nur bedingt Einfluss nehmen kann
  31. 31. Mit Erwartungen konfrontiert, welche sich auf biographische Selbstverständlichkeiten von Elternschaft mit Altersnormen / biographische Übergänge beziehen</li></li></ul><li>Entscheidungskette FÜR Elternschaft:<br />Intensivierung Sexualleben<br />Günstiger Zeitpunkt für Befruchtung bestimmen<br />Schafft optimale Bedingungen für die Geburt<br />Wenn Bemühungen nicht fruchten  Adoption<br /> Entscheidungsprozess kann also sehr komplex sein, mit rationalen/nichtrationalen, technischen oder moralischen Momenten<br />
  32. 32.
  33. 33. Interaktionsprozess und Paar-Entscheidung<br />Entscheidung für / gegen Kinder KEINE eine einsame biographische Entscheidung, sondern  eine Entscheidung des Paares <br />  Ergebnis eines komplexen, diffusen Interaktionsprozesses<br />- Wünsche und Lebenspläne beider Partner müssen bei der rationalen Entscheidung berücksichtigt werden<br />
  34. 34. Elternschaft als Entscheidung?<br /> Entscheidungsbegriff ist anwendbar auf die biographische Problemsituation des Übergangs in die Elternschaft, ABER<br /><ul><li>Häufig nur formal sinnvoll
  35. 35. Im Normalfall handelt es sich nicht um rational choice
  36. 36. Entscheidungen hängen häufig vom biographischen und sozialen Kontext ab</li></li></ul><li> - Entscheidungsbedarf vor allem in zwei Fällen:<br />ungewollt eintretende Schwangerschaft & bei der Frage um weitere Kinder<br /><ul><li>Häufig liegt keine Entscheidung vor, sondern ein biographischer Übergang
  37. 37. Resultat biographischer Zwangsläufigkeit </li></li></ul><li>Empirische Befunde<br />
  38. 38. Amerikanische Studien <br /><ul><li>Leone 1990: Zwischen den eigenen, legitimen Interessen und denen anderer Beteiligter (Partner, Kinder) wird abgewägt, mit dem Ziel ausgewogen zu entscheiden
  39. 39. Gerson 1985: Es gibt Bedingungen, welche Frauen entweder in Kinderlosigkeit oder Mutterschaft treiben
  40. 40. Frauen entscheiden in gewisser Weise, aber ihre Entscheidungen sind nicht frei von sozialen Zwängen
  41. 41. Es bestehen also Zusammenhänge zwischen sozialen Bedingungen und individuellem Handeln</li></li></ul><li>Kinderlosigkeit: Entscheidung oder Schicksal?<br /> Anstieg von gewollter Kinderlosigkeit aufgrund von:<br /><ul><li>Stärkerer Bildungsbeteiligung von Frauen
  42. 42. Vermehrte Erwerbstätigkeit
  43. 43. Autonomie
  44. 44. Normative Unterstützung der Bezugsgruppen</li></li></ul><li>Houseknecht 1986: Kinderlosigkeit mit Kosten-Nutzen-Terminologie<br />Nutzen:<br /><ul><li>Vermeidung ökonomischer Kosten der Erziehung
  45. 45. Ökonomischer Nutzen durch Berufstätigkeit
  46. 46. Soziale Anerkennung durch den Beruf</li></ul>Kosten:<br /><ul><li>Fehlen der sozialen Anerkennung, welche für Kindererziehung entgegengebracht wird</li></li></ul><li>Deutsche Studien<br />Lengsfeld/Pohl 1979: <br /><ul><li>Wunsch nach dem ersten Kind scheint schon unreflektiert und rational nicht begründbar zu sein
  47. 47. Gründe/Motive für den Kinderwunsch meist wenig rational</li></ul> Entscheidung für Kinder nicht aus rationalem Kalkül, sondern unbewusst steuernde Motive & situative Momente<br />
  48. 48. Nave-Herz<br /><ul><li>Ungeplante Schwangerschaft schafft einen Entscheidungszwang
  49. 49. Situation zwischen Abtreibung, Kind oder/und Partner entscheiden zu müssen – unter diesem situativen Entscheidungsdruck kann das Partnersystem zerbrechen
  50. 50. Somit die Lebensform „alleinerziehende, ledige Mutter“ selten geplant</li></li></ul><li>Späte erste Mütter (Engstler / Lüscher)<br />Gründe:<br /><ul><li>„Wiederholtes Abwägen“ = wiederholter, beabsichtigter Aufschub
  51. 51. „Konversion“ = berufliche Entwicklung, uneingeschränkte Lebensgestaltung & Selbstverwirklichung
  52. 52. „Schicksal“ = aufgrund vorübergehender Infertilität</li></li></ul><li><ul><li>Hier kann das RC-Modell, nicht einmal der Entscheidungsbegriff angewendet werden
  53. 53. „Entscheidung unter Risiko und Unsicherheit?“ Formal ja, aber kaum jemand kalkuliert irgendwelche Risikowahrscheinlichkeiten
  54. 54. Steigender Druck durch das Älterwerden beseitigt häufig die Zweifel</li></li></ul><li>Kinderlosigkeit als Ausdruck weiblicher Autonomie?<br />
  55. 55. <ul><li>Zunehmende Kinderlosigkeit:
  56. 56. Steigende Bedeutung von Werten wie Selbstverwirklichung / Autonomie
  57. 57. Hauptgrund: Berufsorientierung der Frauen
  58. 58. Scheinbar freiwillige Kinderlosigkeit, bedingt durch medizinisch-psychologische Zwänge</li></li></ul><li>Ressourcentheorie ehelicher Machtstrukturen<br />Ressourcentheorie ehelicher Entscheidungsmacht<br />Ausgangspunkt: die Macht des Ehemannes ist in bäuerlichen, älteren, wenig gebildeten, katholischen oder eingewanderten Familien ungleich höher als in den jeweiligen Vergleichsfamilien<br />Korrelationen zwischen gesellschaftlichen Status des Mannes, seinem Einkommen, seinem Berufsprestige und seiner Schulbildung einerseits und seiner Entscheidungsmacht innerhalb der Familie andererseits<br />
  59. 59. Nachteil: Beschränkung nur auf externe Ressourcen<br />Gültige Prognosen können nur durch zusätzliche Annahmen über die jeweiligen Vergleichsmaßstäbe getroffen werden<br />Verknüpfung ressourcen- und austauschtheoretischerIdeen<br />
  60. 60. Prinzip des geringsten Interesses<br />Ressourcentheorie ehelicher Machtstrukturen nur in modernen Industriegesellschaften anwendbar<br />Theorie des Austausches von Ressourcen im kulturellen Kontext<br />
  61. 61. Entscheidungs- und Austauschtheorien familiärer Beziehungen<br />Allgemeines Prinzip ist ein rational-handlungstheoretisches<br />Familien stellen Sonderfall von Austausch-Interaktionen dar, können aber im Rahmen allgemeiner Handlungstheorien behandelt werden<br />
  62. 62. Wert-Erwartungs-Theorie<br />Akteure bilden Produkte aus Erwartungen und Bewertungen, welche subjektive Nutzenerwartung einer Handlung ergeben<br />Kognitive Komponente der subjektiv definierten Kosten- und Nutzen-Erwartung wird stärker betont<br />Vorteil: Person-Umgebungs-Relation wird simultan behandelt<br />
  63. 63. Beziehungen von Akteuren gehen explizit in die Erklärung ein<br />Nachteile der Ressourcentheorie<br />Rational-Choice-Modelle wurden vorwiegend für Reinterpretation bereits vorhandener Ergebnisse verwendet<br />
  64. 64. Ökonomische Theorie der Heirat-Gary S. Becker<br /><ul><li> Begründet von Gary S. Becker
  65. 65. Warum heiraten Frauen und Männer?
  66. 66. ledige Frauen + Männer -> Tauschpartner
  67. 67. heiraten dann, wenn erwarteter Nutzen einer Ehe größer ist als der erwartete </li></ul> Nutzen für das Ledig sein<br /><ul><li> Gewinn einer Ehe basiert darauf, dass beide Partner unterschiedliche </li></ul> Ressourcen anzubieten haben <br /><ul><li> in Gesellschaften mit ausgeprägter geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung </li></ul> investieren Frauen und Männer in unterschiedliches Humankapital<br />
  68. 68. <ul><li>Humankapital der Männer: versuchen durch schulische und berufliche Bildung </li></ul> ihre Produktivität auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen<br /><ul><li> Humankapital der Frauen: versuchen ihre Produktivität im Haushalt zu steigern </li></ul> -&gt; lernen Fertigkeiten die für Führung eines Haushalts/Erziehung der Kinder von <br /> Bedeutung sind <br />-&gt; geschlechtsspezifische Arbeitsteilung + die damit verbundene gegenseitige <br /> Abhängigkeit der Geschlechter können als die Hauptanreize für eine Heirat <br /> gesehen werden<br />

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