Glücksmaximierung statt
Nachhaltigkeit
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• Was ist das Ziel grüner Politik?
• Wo besteht der grösste Handlungsbedarf?
• Wie sehen die grünen Lösungen aus?
• Initia...
5 Thesen:
1. Glücksmaximierung ist präziser als Nachhaltigkeit.
2. Grösstes Potential für Glücksbilanz liegt im
ökologisch...
Agenda
• Was ist das Ziel grüner Politik?
• Wo besteht der grösste Handlungsbedarf?
• Wie sehen die grünen Lösungen aus?
•...
1. These:
Glücksmaximierung ist präziser als
Nachhaltigkeit.
Glücksmaximierung
Nachhaltigkeit
„..eine Entwicklung, welche die Bedürfnisse der
Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, ...
Glücksfaktoren
1. Materieller
Wohlstand
2. Arbeit
3. Soziales Umfeld
4. Selbst- und
Mitbestimmung
5. Gesundheit
6. Ideale ...
Glücks-Tretmühlen
• Anspruchs-
• Status-
• Zeit-
• Multioptions-
Binswanger 2006 Tretmühlen des Glücks, Herdern Verlag.
Girod 2010
Girod 2010
Agenda
• Was ist das Ziel grüner Politik?
• Wo besteht der grösste Handlungsbedarf?
• Wie sehen die grünen Lösungen aus?
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2. These:
Grösstes Potential zur Verbesserung
der Glücksbilanz liegt in der globalen
Gerechtigkeit und im ökologischen
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Jared Diamond 2005 Kollaps: Warum Gesellschaften überleben oder untergehen
Girod 2010
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Ein gesellschaftlicher Kollaps
macht unglücklich..
Binswanger 2006 Tretmühlen des Glücks, Herdern Verlag.
1962, Dominikani...
Agenda
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3. These:
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Konsums und Erhöhung des sozialen
und ökologischen Ausgleich.
Degrowth, Decroissance,
Schrumpfen: Macht unglücklich
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sozialer Umbau der Wirtschaft
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deshalb braucht es Nudges.
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5. These:
Radikale Umwelttechnologien
brauchen staatliche Unterstützung.
Radikale Technologien holt man nicht
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• Was ist das Ziel grüner Politik?
• Wo besteht der grösste Handlungsbedarf?
• Wie sehen die grünen Lösungen aus?
•...
Gründe für die Initiative
• Wirtschaftliche Notwendigkeit:
Abhängigkeit von natürlichen Ressourcen
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Ziel
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1 Bund, Kantone und Gemeinden streben eine nachhaltige und ...
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• Renommierte US Studie (NREL) zeigt,
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umweltfreundlich p...
Gegenvorschlag ist ungenügend
Im Vergleich zur Initiative fehlen in der Revision:
• Quantifiziertes Ziel mit klarem Zeitho...
Gesunde & faire
Lebensmittel
www.20min.ch/schweiz/news/story/20890023
Danke für Aufmerksamkeit!
Thesen:
1. Glücksmaximierung ist präziser als Nachhaltigkeit.
2. Grösstes Potential für Glücksbi...
Glücksmaximierung statt Nachhaltigkeit, 2014
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Glücksmaximierung statt Nachhaltigkeit, 2014

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Infoveranstaltung zum Thema Grüne Wirtschaft mit Bastien Girod, Grüne Oberrieden, 09. April 2014

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Glücksmaximierung statt Nachhaltigkeit, 2014

  1. 1. Glücksmaximierung statt Nachhaltigkeit Implikation der Erkenntnisse von Glücksforschung und Verhaltensökonomie für Grüne Politik Bastien Girod
  2. 2. • Was ist das Ziel grüner Politik? • Wo besteht der grösste Handlungsbedarf? • Wie sehen die grünen Lösungen aus? • Initiative für eine Grüne Wirtschaft Agenda
  3. 3. 5 Thesen: 1. Glücksmaximierung ist präziser als Nachhaltigkeit. 2. Grösstes Potential für Glücksbilanz liegt im ökologischen Wandel und globaler Gerechtigkeit. 3. Es braucht Stabilisierung des Konsums und Erhöhung des sozialen und ökologischen Ausgleich. 4. Grosses Potential für grünen Konsum, deshalb braucht es Nudge. 5. Radikale Umwelttechnologien brauchen staatliche Unterstützung.
  4. 4. Agenda • Was ist das Ziel grüner Politik? • Wo besteht der grösste Handlungsbedarf? • Wie sehen die grünen Lösungen aus? • Initiative für eine Grüne Wirtschaft
  5. 5. 1. These: Glücksmaximierung ist präziser als Nachhaltigkeit.
  6. 6. Glücksmaximierung Nachhaltigkeit „..eine Entwicklung, welche die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können“ Brundlandt, 1987 Glücksmaximierung „Das Glück der grössten Zahl“ Jeremy Bentham (1748–1832) und John Stuart Mill (1806–1873) Begriff Glück als Synonym von Wohlbefinden, positiven Emotionen, Abwesenheit von menschlichem Leid
  7. 7. Glücksfaktoren 1. Materieller Wohlstand 2. Arbeit 3. Soziales Umfeld 4. Selbst- und Mitbestimmung 5. Gesundheit 6. Ideale und Kooperation 7. Natur und Landschaft 8. Stabilität 9. Fairness + Persönliche Faktoren Girod 2010 Green Change – Strategien zur Glücksmaximierung, Zytglogge Verlag.
  8. 8. Glücks-Tretmühlen • Anspruchs- • Status- • Zeit- • Multioptions- Binswanger 2006 Tretmühlen des Glücks, Herdern Verlag.
  9. 9. Girod 2010
  10. 10. Girod 2010
  11. 11. Agenda • Was ist das Ziel grüner Politik? • Wo besteht der grösste Handlungsbedarf? • Wie sehen die grünen Lösungen aus? • Initiative für eine Grüne Wirtschaft
  12. 12. 2. These: Grösstes Potential zur Verbesserung der Glücksbilanz liegt in der globalen Gerechtigkeit und im ökologischen Umbau der Wirtschaft und.
  13. 13. Girod2010GreenChange–StrategienzurGlücksmaximierung,ZytgloggeVerlag.
  14. 14. Jared Diamond 2005 Kollaps: Warum Gesellschaften überleben oder untergehen
  15. 15. Girod 2010
  16. 16. Girod 2010
  17. 17. Ein gesellschaftlicher Kollaps macht unglücklich.. Binswanger 2006 Tretmühlen des Glücks, Herdern Verlag. 1962, Dominikanischen Republik: Diktator Trujillo ermordet. Gefahr dass die ohnehin zutiefst undemokratische Situation in ein noch grösseres politisches Chaos münden würde. Tiefste je gemessenen Lebenszufriedenheit von 1.6 auf einer Skala von 0 bis 10.
  18. 18. Agenda • Was ist das Ziel grüner Politik? • Wo besteht der grösste Handlungsbedarf? • Wie sehen die grünen Lösungen aus? • Initiative für eine Grüne Wirtschaft
  19. 19. 3. These: Es braucht Stabilisierung des Konsums und Erhöhung des sozialen und ökologischen Ausgleich.
  20. 20. Degrowth, Decroissance, Schrumpfen: Macht unglücklich Einflussfaktor Glücksindex Haushaltseinkommen erhöht sich 50% über den Durchschnitt 1.0 Haushaltseinkommen fällt um 33% unter den Durchschnitt -1.0 Arbeitslosigkeit -3.0 Jobunsicherheit -1.5 Layard 2005 Die glückliche Gesellschaft, Campus.
  21. 21. Stabilisierung des Konsums und öko- sozialer Umbau der Wirtschaft Konsum 205020402010 öko-sozialer Umbau 20302020 Wirtschaftswachstum 2% - davon 0.5% für Konsum
  22. 22. 4. These: Grosses Potential für grünen Konsum, deshalb braucht es Nudges.
  23. 23. Girod et al. 2014 Climate policy through changing consumption choices. Global Environmental Change. In allen Konsum Kategorien (Nahrungsmittel, Gebäude, Mobilität, Güter, Dienst- leistungen) bestehen Optionen die mit dem 2 Grad Ziel kompatibel sind. 14 1 9 5 0 32 21 2 1.0 1.8 protein- rich veg. vegetal 1:52 2.1 by air or heated greenhouse ruminants 14.4 dairy 0.4 21.9 non- ruminants 10 0 110 100 90 40 30 50 20 29 10 retrofit eff. & renew. 1:32 22 new eff. & renew. 50 95 old new eff.new retrofit eff. 3 450 200 150 100 50 0 400 18 1:12 bike & E-bike 17 foss. bus & train 137 airplane 75 230 RE elec. car 121 fossil car RE train 0.5 0.3 0.2 0.0 0.1 0.6 1.9 0.7 0.4 education 1:11 catering & hotel taxis 0.2 health 0.5 0.2 leisure 0.4 rental (e.g. video) 1.9 0.6 2 12 25 26 4 28 5 3 0 27 1 1.3 plastics toys 1:22 2.3 metal tools 4.7 wood & jute toys computers 1.2 25.2 cotton clothes 27.1 recycled materials 0 1100 150 50 100 200 5 1:170 hydro (RE)wind (RE) 13 solar (RE) 67 869 gas, oil, coal bio-energy 149 183 fossil & CCS Food [gCO2e/kcal] Shelter [kgCO2e/m2 yr] Travel [gCO2e/pkm] Goods [kgCO2e/kg] Service [kgCO2e/USD] Power supply[gCO2e/kWh] fossil CO2 upper RCP2.6 target lower RCP2.6 targetother GHGe
  24. 24. homo economicus
  25. 25. Eingeschränkte Lernfähigkeit: Peak-End Regel Kahnemann 2011 Schelles denken, langsames denken, Macmillan. Schmerzen Patient A Schmerzen Patient B
  26. 26. Beeinflussbare Präferenzen
  27. 27. Kognitive Leichtigkeit wiederholte Erfahrung klare Darstellung gute Laune erscheint wahr fühlt sich vertraut an fühlt sich gut an erscheint mühelos kognitive Leichtigkeit Kahnemann 2011 Schelles denken, langsames denken, Macmillan.
  28. 28. homo sapiens E kurzsichtige beeinflusste un-
  29. 29. Schönau im Schwarzwald Öko-Strom Grau Strom Abstimmung, 1991 52% 48% Default 2006 (8 Jahre nach Marktöffnung) >99% <1% Pichert, D., Katsikopoulos, K. V., 2008. Green defaults: Information presentation and pro-environmental behaviour. J. Environ. Psychol. 28, 63–73.
  30. 30. 5. These: Radikale Umwelttechnologien brauchen staatliche Unterstützung.
  31. 31. Radikale Technologien holt man nicht [allein] mit CO2 Steuer in den Markt
  32. 32. Agenda • Was ist das Ziel grüner Politik? • Wo besteht der grösste Handlungsbedarf? • Wie sehen die grünen Lösungen aus? • Initiative für eine Grüne Wirtschaft
  33. 33. Gründe für die Initiative • Wirtschaftliche Notwendigkeit: Abhängigkeit von natürlichen Ressourcen und Ökosystemen reduzieren • Wirtschaftliche Chance: Frühzeitig Innovationen fördern und neue Märkte erschliessen • Rolle des Staates: Rahmenbedingungen für Wandel zur Grünen Wirtschaft schaffen
  34. 34. Ziel 20502012
  35. 35. Gerechtigkeit
  36. 36. Wegwerfwirtschaft Resourcen AbfallWirtschaft Umwelt
  37. 37. Kreislaufwirtschaft 100% Umwelt- verträglich 100% Recycling Resourcen Resourcen“Abfall”Wirtschaft Umwelt
  38. 38. Art. 94a (neu) Nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft 1 Bund, Kantone und Gemeinden streben eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft an. Sie fördern geschlossene Stoffkreisläufe und sorgen dafür, dass die wirtschaftlichen Tätigkeiten das Potenzial natürlicher Ressourcen nicht beeinträchtigen und die Umwelt möglichst wenig gefährden und belasten. 2 Zur Verwirklichung der Grundsätze nach Absatz 1 legt der Bund mittel- und langfristige Ziele fest. Er verfasst zu Beginn jeder Legislatur einen Bericht über den Stand der Zielerreichung. Falls die Ziele nicht erreicht werden, ergreifen Bund, Kantone und Gemeinden im Rahmen ihrer Zuständigkeiten zusätzliche Massnahmen oder verstärken die bestehenden. 3 Der Bund kann zur Förderung einer nachhaltigen und ressourceneffizienten Wirtschaft namentlich: a. Forschung, Innovation und Vermarktung von Gütern und Dienstleistungen sowie Synergien zwischen wirtschaftlichen Aktivitäten fördern; b. Vorschriften für Produktionsprozesse, Produkte und Abfälle sowie für das öffentliche Beschaffungswesen erlassen; c. Steuer- oder Budgetmassnahmen ergreifen; insbesondere kann er positive steuerliche Anreize schaffen und eine zweckgebundene oder haushaltsneutrale Lenkungssteuer auf den Verbrauch natürlicher Ressourcen erheben. Übergangsbestimmungen: Bis ins Jahr 2050 wird der «ökologische Fussabdruck» der Schweiz so reduziert, dass er auf die Weltbevölkerung hochgerechnet eine Erde nicht überschreitet.
  39. 39. Potential zur Reduktion wurde unterschätzt Energie -33% zusätzlich Fussabdruck -0,3 Importe -0,8 Fussabdruck 2,0 0,2 1,0 0,8 -0,5Inland 0,6 -0,2 -0,5 Ausland CH- Wirtschaft -0,3 3,0 -1,0 -40% REFF Studie
  40. 40. Grosses Potential für saubere Zulieferung • Renommierte US Studie (NREL) zeigt, Angebot an nachweislich umweltfreundlich produzierten Produkten • Unternehmen wie Swisscom, Coop, Migros teilweise aktiv bei der Reduktion der Umweltbelastung in der «Supply chain» • Bleiben ohne Verbesserung der Marktregeln Nischenprodukte • Solche Massnahmen in Beurteilung gemäss Botschaft nur marginal berücksichtigt Beispiele:
  41. 41. Gegenvorschlag ist ungenügend Im Vergleich zur Initiative fehlen in der Revision: • Quantifiziertes Ziel mit klarem Zeithorizont • Ökologische Steuerreform (Lenkungsabgaben) • Förderung des Ökodesigns und der Wiederverwendung • Berücksichtigung von Dienstleistungen und der öffentlichen Beschaffung • Verbindlichkeit der Bestimmungen
  42. 42. Gesunde & faire Lebensmittel www.20min.ch/schweiz/news/story/20890023
  43. 43. Danke für Aufmerksamkeit! Thesen: 1. Glücksmaximierung ist präziser als Nachhaltigkeit. 2. Grösstes Potential für Glücksbilanz liegt im ökologischen Wandel und globaler Gerechtigkeit. 3. Es braucht Stabilisierung des Konsums und Erhöhung des sozialen und ökologischen Ausgleich. 4. Grosses Potential für grünen Konsum, deshalb braucht es Nudge. 5. Radikale Umwelttechnologien brauchen staatliche Unterstützung.

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