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Am 14. und 15. April findet zum 14. Mal in Zürich die
Personal Swiss statt. Gemeinsam mit der Parallel-Veran-
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sendungen hat in den letzten Jah-
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Expatriate-Management...
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BDAE: Was sind aus Ihrer Sicht die
wichtigsten Maßnahmen, die durchge-
führt werden sollten, um ausländische
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Geis: Das lässt sich gar nicht so einfach beantworten. Denn
prinzipiell ist die Einstellung der Entsandten relevant, bei...
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Geis: Einen besonders denkwürdigen Fall hatten wir vor un-
gefähr zwei Jahren. Da wurde uns von heute auf morgen
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Jede dritte Unternehmensgründung in der
Schweiz erfolgt durch einen Ausländer. Dabei
stammt die Hälfte aller Start Ups aus...
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Doch wer kann sich eigentlich ohne Weiteres in die Schweiz
begeben und sein eigenes Unternehmen gründen? Im ...
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Chinas einzigartige Kultur, die immense Größe sowie das
rapide Wirtschaftswachstum üben eine magische Anzie-
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Die Kinder deutscher Auslandserwerbstätiger werden of-
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EXPATRIATES
Die attraktivsten deutschen Unternehmen mit China-
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Die schweizer Lufthansa-Tochter Swiss wird ihren Flugbe-
trieb zum Sommerflugplan 2015 ausweiten und neu die
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Die lettische National-
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Baltic verbindet in der kom-
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VERMISCHTES
REISEN MIT BABYS UND KLEINKINDERN
Vor allem frisch gebackenen Eltern bereitet die Vorstel-
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INTERNATIONALE UNTERNEHMEN BIETEN ZU SELTEN SPRACHTRAININGS
70 Prozent der deutschen und britischen Führung...
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Jugendreisen stehen mehr denn je hoch im Kurs. Um einen
neuen Trend handelt es sich allerdings nicht. Bereits 1972
widm...
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Der Deutsche Fachverband für Jugendreisen hat erst vor Kur-
zem eine umfassende Broschüre herausgegeben, die sich aus-
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VERMISCHTES
Kein anderes europäisches Land packt so gerne die Kof-
fer wie Deutschland. Durchschnittlich 20 Tage möchte...
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GESUNDHEIT
FERNE URLAUBSREISEN: WIE SIE SICH IN PUNKTO GESUNDHEIT VORBEREITEN
Wer sich aktuell mit der Planung einer Au...
Thailand zählt unter Backpackern seit Jahrzehnten zu
einem der beliebtesten Reiseziele der Welt. Seine Haupt-
stadt Bangko...
3. Thailand-Spezialisten
Wer bloggt?
Michael Schaller (Jahrgang 1983) hat seinen Blog bereits
2010 gegründet und kooperier...
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WELTWEIT
Die Karibikinsel Kuba wurde im Jahr 2014 mehr als drei
Millionen Mal besucht – das sind sechs Prozent mehr
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IMPRESSUM
HERAUSGEBER:
Bund der Auslands-
Erwerbstätigen (BDAE) e.V.
Kühnehöfe 3
22761 Hamburg
Tel. +49-40-306874-0
WWW...
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Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" Februar 2015

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Die Februar-Ausgabe des BDAE-Newsletters "Leben und Arbeiten im Ausland" ist erschienen und steht unter https://www.bdae.com/de/downloads/Leben_und_Arbeiten_im_Ausland_Februar_2015.pdf zum kostenlosen Download bereit.

Darin lesen Sie unter anderem, einen Beitrag zum Thema Unternehmensgründung in der Schweiz, Sie erfahren, aus welchen Ländern Expats in China stammen und warum, deutsche Kindergärten im Ausland oftmals besser sind als hierzulande.Apropos Kinder: Wie man am besten mit den ganz Kleinen reist und weshalb Sprachreisen für Jugendliche so attraktiv sind, lesen Sie in zwei weiteren Fachbeiträgen.

Wer in ferne Länder reist, sollte sich in Sachen Gesundheit zum eigenen Schutz besonders gut vorbereiten. Was zu beachten ist, haben wir entsprechend aufbereitet. Und wen es demnächst nach Thailand zieht, für den haben wir in diesem Newsletter fünf hilfreiche Online-Blogs vorgestellt.

Aktuelle und ältere Newsletter-Ausgaben sowie das kostenlose Newsletter-Abo finden Interessierte unter www.bdae-ev.de/news/newsletter/.

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  1. 1. 1 LEBEN UND ARBEITEN IM AMIS AUSLANDFEBRUAR 2015 INTERVIEW RECHTLICHES WELTWEIT „INTEGRATION HÄNGT AUCH VON DER ENTDECKERFREUDE DER FAMILIEN AB.“ Über die Herausforderung bei der Integraton von Impatriates. BACKPACKING IN THAILAND: HILFREICHE BLOGS Eine Auswahl deutschsprachiger Blogs, auf denen Geheimtipps und praktische Hinweise zu finden sind. UNTERNEHMENSGRÜNDUNG IN DER SCHWEIZ: EINE KURZAN- LEITUNG Welche Schritte für eine Unter- nehmensgründung in der Schweiz notwenig sind. GÄRTENIM © phoopanotpics - Fotolia.com
  2. 2. 2 INTERN INTERVIEW RECHTLICHES EXPATRIATES AIRLINES VERMISCHTES WELTWEIT 10 Expats in China: Aus welchen Ländern sie stammen 11 Deutsche Kindergärten im Ausland oftmals besser als hierzulande 12 Attraktivste deutsche Unterneh- men mit Chinabezug 15 Reisen mit Babys und Kleinkindern 16 Internationale Unternehmen bieten zu selten Sprachtrainings 17 Was Jugendreisen so attraktiv macht 19 Deutsche sind Spitzenreiter im Verreisen und „Blaumachen“ 20 Ferne Urlaubsreisen: Wie Sie sich in punkto Gesundheit vorbereiten 21 Backpacking in Thailand: Hilfreiche Blogs 23 Kuba als Urlaubsziel 24 Schweden: Citymaut gilt jetzt auch für Pkw aus dem Ausland 24 Impressum GESUNDHEIT 13 BMI 13 Czech Airlines 13 Swiss International Air Lines 14 Korean Air 14 Air Baltic 14 Air Astana 5 „Integration hängt auch von der Entdeckerfreude der Familien ab.“ 3 Neue XING-Gruppe „Sozialversi- cherung International“ 3 BDAE wieder auf der Personal Swiss vertreten 3 Zahl des Monats 4 Kostenloses Dossier zum Thema „Einsatz ausländischer Mitarbeiter in Deutschland“ EDITORIAL 8 Unternehmensgründung in der Schweiz: Eine Kurzanleitung Liebe Leserin, lieber Leser, Deutschland ist laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes nach den Ver- einigten Staaten das beliebteste Einwandererland weltweit. Die Gründe dafür sind vielfältig. Einige neuen Mitbürger kommen aus beruflichen Gründen zu uns und bringen gleich ihre Familien mit. Bei einer schnellen Integration in die neue Heimat und auch in das neue Unternehmen, können Relocation-Agenturen unterstützen. Ab Seite 5 berichtet die Geschäftsführerin einer solchen Agentur in unserem Inter- view von ihren Erfahrungen bei der Betreuung von ausländischen Mitarbeitern und deren Fami- lien. Umgekehrt zieht es viele Deutsche ins Ausland – etliche davon in die Schweiz. 2013 gab es dort rund 3.600 deutsche Firmengründer, die mit eini- gen Hürden konfrontiert waren. Welche diese genau sind und wie Sie diese überwinden kön- nen, erfahren Sie ab Seite 8. In weiteren Berichten erfahren Sie zudem, wieso deutsche Kindergärten im Aus- land oftmals besser sind als hierzulande (ab Seite 11) und worauf Eltern bei Reisen mit Babys und Kleinkindern achten sollten (ab Seite 15). Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre und denken Sie immer daran: Der BDAE begleitet Sie mit Sicherheit ins Ausland! Herzlichst, Ihre Silvia Opitz
  3. 3. 3 Am 14. und 15. April findet zum 14. Mal in Zürich die Personal Swiss statt. Gemeinsam mit der Parallel-Veran- staltung Professional Learning bietet dieses Messe-Event Per- sonalentscheidern und Führungskräften einen umfassenden Marktüberblick über Dienstleistungen und Produkte im HR- Bereich. Begleitet wird die Veranstaltung mit etwa 300 Aus- stellern von 260 Fachvorträgen, Best-Practice-Präsentationen, Podiums- diskussionen und Gesprächsrunden. Auch dieses Jahr wird die BDAE GRUPPE auf der Fachmesse mit einem eigenen Stand (Halle 6, Stand M.22) vertreten sein. Daneben hält Omer Dotou, Leiter Unternehmensbera- tung Internationale Mitarbeiterent- sendung bei der BDAE GRUPPE, am 15. April von 11.30 Uhr bis 12.45 Uhr (Forum 1, Halle 5) einen Vortrag zum Thema Einsparpotenziale bei Mitarbeiterentsendungen. Der BDAE hat in dem beruflichen Netzwerk XING eine neue Gruppe gegründet, in der sich Personalverant- wortliche, Travelmanager, Expats und Forscher über das Thema internationales Sozialversicherungsrecht informieren können. Beitreten kann jeder Interessierte der Gruppe unter https://www.xing.com/communities/groups/sozialversiche- rungsrecht-international-3835-1075382. Der Einsatz von Mitarbeitern im Ausland hat in Zeiten der Globalisierung der Arbeitsmärkte wesentlich an Bedeutung gewonnen. Viele Unternehmen sind grenzüberschreitend tätig und entsenden ihre Mitarbeiter. Damit ergeben sich zwangsläufig Fragen zum anzuwendenden Sozialversiche- rungsrecht, denn auch während des Auslandseinsatzes soll den Arbeitnehmern ein umfassender Sozialversicherungs- schutz gewährleistet werden. Eine korrekte sozialversiche- rungsrechtliche Beurteilung ist für den Arbeitgeber ebenfalls wichtig, weil es bei einer Fehlbeurteilung für ihn zu erhebli- chen Nachzahlungsverpflichtungen kommen kann. Diese Gruppe informiert über aktuelle Sozialversicherungsabkom- men und deren korrekte Anwendung im Entsendeprozess. Die Mitglieder werden über Medienberichte, Gerichtsurteile und bemerkenswerte Fälle auf dem Laufenden gehalten. ZAHL DES Fluggäste sind 2014 welt- weit befördert worden. (Quelle: Internationaler Luft- verband (IATA)) 3,3MILLIARDEN MONATS INTERN BDAE WIEDER AUF DER PERSONAL SWISS VERTRETEN NEUE XING-GRUPPE „SOZIALVERSICHERUNG INTERNATIONAL“
  4. 4. 4 Die Bedeutung von Auslandsent- sendungen hat in den letzten Jah- ren stark zugenommen. Der Begriff Expatriate-Management ist in den Per- sonalabteilungen international agieren- der Unternehmen längst verankert. Doch nicht nur die Zahl der Mitarbei- terentsendungen ins Ausland nimmt stetig zu. Immer häufiger werden Mit- arbeiter ausländischer Tochtergesell- schaften in Deutschland eingesetzt. Dieser konzerninterne Einsatz von aus- ländischen Mitarbeitern stellt Personal- verantwortliche vor neue Heraus- forderungen: Die Etablierung eines ein- heitlichen Impat-Managements. Das Feld, auf dem sich Personalverantwort- liche bewegen müssen, ist sehr kom- plex, denn es greifen verschiedene Rechtsgebiete eng ineinander: Aufent- halts- und Zuwanderungsrecht sowie Steuer- und Sozialversicherungsrecht. Zu diesem Thema hat die BDAE GRUPPE ein Dossier mit dem Titel „Ein- satz ausländischer Mitarbeiter in Deutschland“ veröffentlicht, das für je- dermann kostenlos unter https://www.bdae.com/de/downlo- ads/Sondernewsletter_Impat-Manage- ment.pdf bereitsteht. In dem 26-seitigen Dokument erläutern meh- rere Experten die wesentlichen Aspekte der einzelnen Rechtsgebiete, die beim Einsatz von ausländischem Personal be- achtet werden sollten. Daneben wer- den Maßnahmen erörtert, die eine erfolgreiche Integration von ausländi- schen Mitarbeitern fördern. Dabei wer- den stets theoretische Ansätze mit praktischen Beispielen verknüpft, so dass ein anschauliches Gesamtbild ent- steht. Wer weiterführende Informationen be- nötigt oder den Austausch mit Speziali- sten auf diesem Gebiet sucht, kann sich zum gleichnamigen Seminar an- melden, das am 18. März 2015 bei der BDAE GRUPPE in Hamburg stattfindet. Nähere Informationen zu dieser Veran- staltung sind unter https://www.bdae.com/de/auslandsbe- ratung/seminar_einsatz_auslaendi- scher_mitarbeiter.htm abrufbar. INTERN KOSTENLOSES DOSSIER ZUM THEMA „EINSATZ AUSLÄNDISCHER MITARBEITER IN DEUTSCHLAND“ © david19771 - Fotolia.com
  5. 5. 5 BDAE: Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Maßnahmen, die durchge- führt werden sollten, um ausländische Mitarbeiter erfolgreich in Deutschland zu integrieren? Geis: Zunächst möchte ich gerne kurz auf das Wort „Integration“ und auf die Frage, was genau darunter zu verste- hen ist, eingehen. Das Wort wird im in- ternationalen Business anders definiert als beispielsweise bei Wikipedia. Aus unternehmerischer Sicht geht es zu- nächst eher um die betriebliche und erst im zweiten Schritt um die gesell- schaftliche Eingliederung. Wobei im Detail unterschieden wird, ob der aus- ländische Mitarbeiter nur für eine be- stimmte Dauer oder längerfristig im Unternehmen bleiben soll. In unserem Fall gehen wir von einer betriebli- chen Integration aus. Hierbei ist für mich das Thema Willkommens- kultur unumgänglich. Es ist wichtig, dass Un- ternehmen eine aktive Willkommenskultur leben. Hierzu gibt es auch eine sehr gute Broschüre von der BDA (Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände) und vom Bundesministerium für Wirt- schaft und Technologie. Darin werden verschiedene Maß- nahmen beleuchtet, denen ich mich anschließen kann. BDAE: Welche sind dies? Geis: Die Förderung von Sprachkursen ist unter anderem eine notwendige Maßnahme, um eine erfolgreiche Integration zu erzielen. Hier muss allerdings unterschieden werden, ob es sich bei dem ausländischen Mitarbeiter um einen Impat han- delt, der nur für ein oder zwei Jahren in Deutschland für ein internationales Unternehmen arbeitet, wo per se schon viel auf Englisch kommuniziert wird oder ob es sich um einen Mit- arbeiter handelt, der längerfristig in einem mittelständischen Unternehmen arbeiten wird, wo vorwiegend Deutsch gespro- chen wird. Sehr wichtig ist aus meiner Sicht auch der interkulturelle Aus- tausch im Unternehmen. Eine gegenseitige Wertschätzung zu erlernen ist unerlässlich. Und hierbei geht es nicht nur darum, dass der Impat interkulturell gestärkt wird, denn dieser hat vielleicht schon in drei unterschiedlichen Ländern gelebt und gearbeitet und ist somit entsprechend sensibilisiert. Vielmehr geht es darum, die interkulturelle Kompetenz der Stammbe- legschaft zu stärken, um eine gute Integration des Impats zu fördern. Dies lässt sich sehr gut umset- zen, indem beispielsweise Interessen- gruppen wie Sportkreise oder ähnliches mehr gebildet werden. Solche Modelle gibt es bereits in vielen größeren Unter- nehmen. Aber auch kleinere Unterneh- men sollten sie einführen. Ein weiterer entscheidender Punkt: Inte- gration beginnt bereits bei der Personal- suche, denn oft passen die eingestellten ausländischen Fachkräfte nicht auf die Stellen und daran scheitern viele Ein- sätze. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass kulturelle und religiöse Besonder- heiten respektiert werden. Dies gilt so- wohl für den Impat als auch für die Stammbelegschaft. Hilfreich sind zudem Mentoring-Programme, bei denen bei- spielsweise international erfahrene Mitarbeiter den Impat be- gleiten und unterstützen. Zu guter Letzt spielt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ebenso eine Rolle bei der Integration. BDAE: Mit welchen Schwierigkeiten beziehungsweise Hür- den sind die Impats in den ersten Wochen nach ihrer Ankunft in Deutschland konfrontiert? Geis: Hier muss unterschieden werden zwischen Impats mit Relocator und Impats ohne Relocator-Agent. Der Impat, der einen Relocation-Service in Anspruch nehmen kann, wird weitaus weniger Schwierigkeiten haben als der Impat, dem dieser Service nicht angeboten wird. Ein Relocation-Unter- nehmen begleitet den Impat insbesondere in der ersten Zeit in Deutschland und unterstützt ihn bei sämtlichen wichtigen Erledigungen wie beispielsweise bei der Wohnungssuche, bei Behördengängen, bei der Kindergartensuche, bei der Bean- tragung von Telefon- sowie Internetanschlüssen, bei der Erle- digung von Bankangelegenheiten und vielem mehr. Vor diesen Hürden findet sich der Impat ohne Relocation-Service alleine wieder und muss sie überwinden. Das kann wie- derum zur Überforderung und zur Isolierung führen, wenn sich die Impats etwa aus Scham nicht trauen, ihre Kollegen um Hilfe zu bitten. Unternehmen sind hier gefordert zu handeln. Wenn die Ver- antwortlichen ihre Impats nicht unterstützen, spricht sich das herum und das Unternehmen wird für ausländische Mitar- beiter unattraktiv. BDAE: Gibt es in Bezug auf die Herkunft, den Familienstand oder der demographischen Merkmale unterschiedliche Schwierigkeiten bei den Impats? Haben beispielsweise Im- pats aus China mit anderen Dingen zu kämpfen als Impats aus Frankreich? INTERVIEW „INTEGRATION HÄNGT AUCH VON DER ENTDECKERFREUDE DER FAMILIEN AB.“ Die Zahl der Entsendungen nimmt stetig zu und auch nach Deutsch- land kommen verstärkt ausländische Mitarbeiter. Damit sich diese schnell im deutschen Unternehmen und in ihrer neuen Heimat integrieren, beauftragen deutsche Unternehmen häufig Reloca- tion-Agenturen. Wir sprachen mit Ka- talin Geis, Inhaberin und Geschäfts- führerin von KaleidosGlobe relocation services - training & consulting, über die Herausforderungen bei der Integra- tion von Impats. Foto: Michael Zapf
  6. 6. 6 Geis: Das lässt sich gar nicht so einfach beantworten. Denn prinzipiell ist die Einstellung der Entsandten relevant, bei der Frage ob und in welcher Form es Schwierigkeiten gibt und nicht das Alter oder die Herkunft. Pauschal lässt sich sagen, wenn jemand entdeckungsfreudig ist, wird er weniger Pro- bleme haben als jemand, der es nicht ist. Und es hängt auch sehr stark von den früheren Erfahrungen des Impats ab. Ein Mitarbeiter asiatischer Herkunft kann sich beispielsweise sehr schnell gut zurecht finden, wenn er möglicherweise in den USA studiert und bereits in Südafrika tätig war. Hingegen tut sich vielleicht ein amerikanischer Mitarbeiter älteren Baujahrs schwer, wenn er vor seiner ersten Auslandsentsendung steht. Generell hat jedoch ein Europäer bei einem Einsatz in Deutschland weniger Schwierigkeiten als ein Asiat, der erst- mals in Deutschland eingesetzt wird. Das liegt daran, dass sich die Standards der europäischen Länder ein wenig äh- neln, auch wenn es dennoch viele Unterschiede gibt. BDAE: Die mitreisenden Familienangehörigen haben oft- mals größere Schwierigkeiten sich in Deutschland einzuleben als die Impats selber. Einige Entsendungen sind aufgrund dieser Probleme bereits gescheitert. Welche Tipps können Sie diesbezüglich Unternehmen geben? Was muss für die Fa- milienangehörigen getan werden? Geis: Das wird oft behauptet und ebenso, dass viele Ehen aufgrund von Entsendungen zerbrechen. Aber ich kann das persönlich nicht bestätigen, allerdings möchte ich es auch nicht grundsätzlich ausschließen. Ich kenne keine alarmie- renden Zahlen oder Statistiken, die diese Theorie stützen. Aus meiner eigenen Erfahrung würde ich sogar das Gegen- teil behaupten, nämlich, dass die Erfahrungen einer Entsen- dung den Familienzusammenhalt sogar stärken. Klar: Wenn eine Familie ständig neu umziehen muss, kaum dass ihr Um- zugsgut angekommen und ausgepackt ist, belastet das frü- her oder später jede familiäre Harmonie und vor allem auch die leidtragenden Kinder. Auch das Bild der nörgelnden Ehefrau, die zuhause sitzt und sich langweilt, kann ich nicht bestätigen. Alles unterliegt einem Wandel. Heutzutage kommt es nicht selten vor, dass der Impat-Partner sich ebenso eine Tätigkeit in einem inter- nationalen Unternehmen in Deutschland sucht oder virtuell weiterhin bei dem Unternehmen im Heimatland arbeitet. BDAE: Können Sie sich an einen besonders denkwürdigen Fall erinnern, den Sie betreut haben? INTERVIEW Bild: Mihai Tufa für die BDAE GRUPPE
  7. 7. 7 Geis: Einen besonders denkwürdigen Fall hatten wir vor un- gefähr zwei Jahren. Da wurde uns von heute auf morgen eine Führungskraft mit Familie avisiert, die man unbedingt in Hamburg haben wollte. Diese saß zu diesem Zeitpunkt be- reits im Flieger auf dem Weg nach Deutschland. Es handelte sich hierbei um eine Familie aus Südamerika, die erst vor neun Monaten in die USA entsandt worden war und nun nach Deutschland sollte. Das war sehr kurzfristig und unsere Terminkalender waren bereits sehr voll. Dennoch nahmen wir den Auftrag selbstverständlich an. Wir haben geprüft, welche Termine umgelegt werden konnten, um uns das be- nötigte Zeitfenster freizumachen. Der Fall gestaltete sich sehr schwierig, da es wenig Vorlauf- zeit für Organisatorisches gab. So sollte und wollte die Fami- lie beispielsweise sofort nach Ankunft mehrere Häuser sehen. Gewünschtes Ziel des Unternehmens war es, inner- halb von zwei Tagen das ideale Haus zu finden und Ham- burg mitten im Winter „sunny“ zu präsentieren. Als wir letztendlich Besichtigungen arrangiert hatten, mussten alle Termine abgesagt beziehungsweise verschoben werden, weil eines der Kinder kränkelte und die Familie vorsorglich in ein Krankenhaus wollte. Wenn dann auch noch im allgemeinen Hospital-Housing- Chaos der Parkzettel verlegt wird und der Impat in seinem Aktionseifer auf der Suche nach dem verlegten Parkzettel nicht nur die eigene Handtasche, sondern auch die der Relo- catorin durchwühlt, sollte man das nicht persönlich nehmen … und statt dessen freundlich fragen „Excuse me, can I help you?“. Genau das macht einen guten Relocator-Consultant aus, dass man über ein dickes Fell verfügt und Dinge nicht per- sönlich nimmt. Darüber hinaus muss man sehr flexibel sein, um auch kurzfristig auf Unvorhersehbares lösungsorientiert zu reagieren. Am Ende des zweiten Tages haben wir dann das Traumhaus gefunden. Apropos: Die Familie blieb knapp über ein Jahr in Hamburg und wurde dann wieder – aus betrieblichen Grün- den – in ein anderes Land versetzt. BDAE: Zuletzt interessiert es uns, wie aus Ihrer Sicht die ideale Integration beziehungsweise Eingliederung aussieht. Geis: Internationale Unternehmen können heutzutage auf- grund von hohen Fluktuationen eine ideale Eingliederung ohne Relocation gar nicht mehr durchführen. Dafür haben die Unternehmen entweder eigene Abteilungen im Haus oder sie engagieren externe Dienstleister. Wichtig ist eine laufende Unterstützung des ausländischen Mitarbeiters, ins- besondere bei den ersten Hürden. Daneben sollte Transpa- renz zwischen Auftraggebern und –nehmern bestehen. Relocator sollten die Personalabteilungen kontinuierlich über den Status Quo informieren. Aber auch die Personalabteilun- gen sind gefordert: Eine genaue Analyse des Soll- und Ist-Be- darfs sollte vorzugsweise im Vorwege geklärt sein. Wichtig ist, dass Auftraggeber und Auftragnehmer Hand in Hand arbeiten. INTERVIEW KALEIDOSGLOBE relocation services – training & consulting Katalin Geis Große Bergstraße 261 22767 Hamburg Telefon: +49-40-38 61 07 85 E-Mail: info@kaleidosglobe.de Web: http://www.kaleidos- globe.de/ © Y. L. Photographies - Fotolia.com
  8. 8. Jede dritte Unternehmensgründung in der Schweiz erfolgt durch einen Ausländer. Dabei stammt die Hälfte aller Start Ups aus den Schwei- zer Nachbarländern. Das hat kürzlich eine Studie der Wirtschaftsberatungsgesellschaft Bisnode D&B ergeben. Die gründungswilligste Nation ist mit einem An- teil von 6,5 Prozent aller Neugründungen Deutschland. Unmittelbar darauf folgen die Ita- liener (6,3 Prozent), denen sich die Franzosen (rund vier Prozent) anschließen. Kantone Genf, Tessin und Basel besonders beliebt für Unternehmensgründung Die meisten ausländischen Firmengründer siedeln sich in den Kantonen Genf, Tessin, Basel, Zug und Waadt an. Bemerkenswert: In Genf geht mehr als die Hälfte (50,4 Prozent) der Firmen- gründungen auf Ausländer zurück. Im Tessin sind es 47,8 Prozent und in Basel 43,5 Prozent. Der beliebteste Kanton für Neugründungen durch Deutsche war Nidwalden, wo sich 16 Prozent der Bundesbürger mit ihrer eigenen Firma niederlie- ßen. Insgesamt ließen sich 2013 exakt 36.187 Unter- nehmen als Einzelfirma, Gesellschaft mit be- schränkter Haftung (GmbH) oder Aktiengesellschaft (AG) im beliebten Alpenland nieder. UNTERNEHMENSGRÜNDUNG IN DER SCHWEIZ: EINE KURZANLEITUNG RECHTLICHES Online-Umsatz 2012-2015 (in Mrd. Euro) 8 Tabelle: Bisnode D&B
  9. 9. 9 RECHTLICHES Doch wer kann sich eigentlich ohne Weiteres in die Schweiz begeben und sein eigenes Unternehmen gründen? Im Prin- zip hat jeder ausländischer Staatsbürger die Möglichkeit, in der Schweiz ein Unternehmen zu gründen, allerdings sind die Hürden je nach Nationalität unterschiedlich hoch. Perso- nen aus den EU- oder EWR-Staaten sind den Schweizer Bür- gern durch das europäische Freizügigkeitsabkommen gleichgestellt. Diese haben grundsätzlich ein Niederlassungs- und Erwerbstätigkeitsrecht – und zwar als Angestellte wie als Selbstständige. Um als Unternehmer in der Schweiz durchzu- starten, bedarf es zunächst lediglich einer Aufenthaltsbewilli- gung (B-Bewilligung). Der Antrag muss beim Amt für Wirtschaft und Arbeit in demjenigen Kanton eingereicht werden, in dem die eigene Firma gegründet werden soll. Passende Gesellschaftsform wählen Firmengründer sollten sich zunächst die Frage stellen, welche Gesellschaftsform ihr Unternehmen haben soll. Grundsätz- lich unterscheiden die Schweizer zwischen Personengesell- schaften (Einzelunternehmen, Kommandit- und Kollektiv- gesellschaft) sowie Kapitalgesellschaften – also Aktienge- sellschaften (AG) und Gesellschaften mit beschränkter Haf- tung (GmbH). Für eine GmbH ist ein vergleichsweise geringes Startkapital von mindestens 20.000 Franken (etwa 18.500 Euro) nötig. Zudem muss es mindestens einen Gründer geben (bis 2008 mussten es noch zwei sein), der in der Schweiz wohnhaft ist. Wer eine AG gründen möchte benötigt schon etwas mehr Kleingeld: Mindestens 100.000 Franken sind erforderlich. Der Vorteil einer AG: Unternehmer haben keine Publizitäts- pflicht, können nur beschränkt haftbar gemacht werden und müssen ihre Investoren nicht nennen. Dafür muss die Mehr- heit des Unternehmensvorstands ihren Wohnsitz in der Schweiz haben. Für welche Gesellschaftsform sich Unterneh- mer schlussendlich entscheiden, hängt maßgeblich von der strategischen Ausrichtung des Geschäfts sowie von den steu- errechtlichen Rahmenbedingungen ab. Folgende Schritte sind nach Wahl der Gesellschaftsform bei der Unternehmensgründung zu beachten: • Organisation der notariellen Beglaubigung und der Grün- dungsdokumente, • Einrichten eines Sperrkontos für das Startkapital, • Vorlegen der beglaubigten Gründungsdokumente beim Schweizer Handelsregisteramt, • Klärung, ob das Unternehmen mehrwertsteuerpflichtig ist (bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung des jeweiligen Kantons), • Abschluss einer Alters- und Hinterbliebenenversicherung (AHV) bei der entsprechenden kantonalen Stelle, • Wenn erforderlich: Entrichten der Stempelsteuer (wird fäl- lig, wenn das Gesellschaftskapital mehr als eine Million Franken beträgt). Es ist ratsam, sich von auf Schweizer Unternehmensrecht spezialisierten Juristen bei der Firmengründung beraten zu lassen. Die Kosten betragen je nach Aufwand zwischen 5.000 und 10.000 Franken. Wer auf diese Ausgaben verzich- ten möchte, kann sich aber auch bei staatlichen Einrichtun- gen Unterstützung holen. So bietet etwa das Portal des Staatssekretariats für Wirt- schaft für kleine und mittlere Betriebe (KMU) hilfreiche Tipps zur Gründung von Einzelfirmen, Kollektiv- und Kommandit- gesellschaften. Weitere Informationen für Investoren und Angaben zum Gründen von Unternehmen finden Interessierte zudem auf der Website von Switzerland Global Enterprise, die für die Standort-Promotion und Investitionsförderung zuständig ist sowie auf der Website des Schweizer Portals ch.ch. Abschließend noch ein paar praktische Tipps: • Studieren Sie bei der Standortwahl Ihrer Firma die stark va- riierenden Steuersätze der einzelnen Kantone. • Informieren Sie sich bei der Suche nach einem geeigneten Büro über Immobilienpreise und Top-Lagen. • Befassen Sie sich mit dem Schweizer Dialekt, um Verständigungsproblemen vorzubeugen. Hierfür gibt es beispielsweise eine App für Schwyzerdütsch speziell für Neu-Schweizer. • Informieren Sie sich frühzeitig über das Schweizer Sozialversicherungs- system und klären Sie, ob sie krankenversicherungspflichtig sind. © daboost - Fotolia.com
  10. 10. 10 Chinas einzigartige Kultur, die immense Größe sowie das rapide Wirtschaftswachstum üben eine magische Anzie- hungskraft auf ausländische Besucher aus. Seit mehr als 20 Jahren hat vor allem die ökonomische Entwicklung eine Welle von Ausländern nach China gespült, die dort Karriere machen wollen. Das Leben als ausländischer Angestellter in China verläuft allerdings nicht immer reibungslos, vor allem in Anbetracht des sich kontinuierlich ändernden Marktes und dessen Regelwerks. In den letzten Jahren hat sich die Zusammensetzung der Ex- pats in China zweifelsohne geändert. Der Grad der Qualifika- tion der einheimischen Bevölkerung wächst stetig; Führungsrollen werden immer öfter mit chinesischer Arbeits- kraft besetzt, die in Übersee studiert haben und anders als die vorherigen Generationen nicht von ihrer Kultur separiert sind. Dadurch hat sich auch die Rolle der Expats geändert. Früher begrenzten sich die Tätigkeiten der globalen Konzerne auf Produktion und Export – inzwischen sind diese in China en- gagiert, um Zugang zum großen chinesischen Konsumenten- markt zu erhalten. Die primären Tätigkeitsbereiche verschieben sich dabei auf Logistik, Lagerung und Vertrieb. Die Gesamtzahl der in China arbeitenden Expats hat sich seit dem Beginn der „Reform- und Öffnungspolitik“ im Jahr 1978 extrem erhöht. Laut Chinas aktuellstem Zensus aus dem Jahr 2010 – der erste, der überhaupt in China lebende Ausländer berücksichtigt – leben mindestens 600.000 Expats in chinesischen Städten. Quelle: http://www.china-briefing.com/news/2015/ 01/15/nali-lai-de-woher-die-expats-china-kommen.html EXPATRIATES EXPATS IN CHINA: AUS WELCHEN LÄNDERN SIE STAMMEN TOP 10 der Expat-Nationalitäten in China Insgesamt: 600.000 (HK, Macau und Taiwan nicht berücksichtigt) Es ist keine Überraschung, dass die meisten Expats in den 1 Städten und der hochentwickelten Küste Chinas leben. Der hohe Anteil von Vietna- mesen und Burmesen in den Grenz- gebieten erklärt die Aufnahme Yunnans und Guangxis in diese Grafik. Verwunderlich ist, dass es keine Russen in den Top 10 gibt. Laut einer Umfrage von “The Guar- dian” arbeiten über 85% der Expats in internationalen Unternehmen. Die Top 3 Bereiche sind: Marketing (30%), Finanzwesen (25%), Ingenieurswesen (15%).
  11. 11. 11 Die Kinder deutscher Auslandserwerbstätiger werden of- fenbar in deutschsprachigen Kindergärten im europäi- schen Ausland besser betreut als hierzulande. Dies legt eine Studie des Verzeichnis Deutscher Kindergärten im Ausland (VDKA) nahe. Für die Erhebung wurden insgesamt 100 deut- sche Kindergärten außerhalb der Bundesrepublik angeschrie- ben, von denen sich 49 an der Umfrage beteiligten. Demnach besuchen durchschnittlich 60 Kinder einen deut- schen Kindergarten im EU-Ausland und werden im Mittel von sieben Erziehern (männlich wie weiblich) und zwei Prak- tikanten betreut. Folglich ist der Kinder-Erzieher-Schlüssel mit 8,5 wesentlich besser als der Schlüssel in Deutschland (10) beziehungsweise der OECD-Schnitt (12). Hinzu kommt, dass die Aufnahme der Kinder chancenreicher als hierzulande ist, denn mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Kindertagesstätten (Kitas) betreuen Kinder ab zwei Jahren und jede dritte Einrichtung verfügt über eine gesonderte Gruppe für diese Altersstufe. Zudem müssen sich Eltern keine Sorgen über die Entwick- lung der Deutschkenntnisse ihrer Zöglinge machen: 82 Pro- zent der Kitas kooperieren mit einer deutschen Schule vor Ort oder sind sogar in eine solche eingebunden. Diese orien- tieren sich überwiegend an deutschen Bildungsstandards, so dass die Kleinen bei der Eingliederung in Deutschland keine nennenswerten Bildungsrückstände kompensieren müssen. Hinzu kommt, dass 78 Prozent der Kindergärten Erzieher be- schäftigen, deren Mutterspra- che Deutsch ist. Der Besuch einer Kindertagesstätte im Ausland kostet der Studie zu- folge durchschnittlich rund 4.684 Euro pro Jahr und je Kind. Was den EU-weiten Kindergartenausbau angeht, ist die Ent- wicklung der Kindertageseinrichtungen nicht so positiv wie die der deutschsprachigen Kitas im europäischen Ausland. Das hat eine Erhebung der Europäischen Kommission her- ausgefunden. So haben die meisten Mitgliedstaaten die Ziele bislang verfehlt, wonach 90 Prozent der Kinder zwischen drei Jahren und dem Schulpflichtalter und 33 Prozent der Kinder unter drei Jahren einen Betreuungsplatz garantiert bekommen sollen. Dieses Ziel erreicht haben bislang nur acht Staaten: Belgien, Dänemark, Spanien, Frankreich, Nieder- lande, Schweden, Slowenien und Großbritannien. In vielen Ländern fehle es der Kommission zufolge an Geld, Personal und an der Qualifikation der Betreuer. Oftmals gebe es nicht einmal Bildungsrichtlinien für die Erzieher. Auch Deutschland stelle noch nicht ausreichend Betreuungs- plätze zur Verfügung, weshalb viele Eltern die Initiative er- greifen und selbstständig Kindergärten gründen. Oft wählen sie hierfür als Rechtsform den eingetragenen gemeinnützi- gen Verein (e.V.) – eine kostengünstige Unternehmung. So- bald das Projekt jedoch eine gewisse Große übersteigt, registrieren die Finanzämter die Einrichtung als wirtschaftli- chen Verein, wodurch die Steuerlast steigt. Um einen sol- chen Fall zu vermeiden, empfehlen Rechtsexperten den Verein in eine Kita gGmbH umzuwandeln beziehungsweise diese Rechtsform von Vornherein zu wählen. Dies müsse al- lerdings im Einzelfall betrachtet werden. Deutsche Expats und Auswande- rer, die sich mit dem Gedanken tragen, auch im Ausland einen privaten Kindergarten zu gründen, sollten sich eben- falls Expertenrat einholen, um nicht die jeweiligen juristi- schen Bestimmungen vor Ort zu unterwandern. EXPATRIATES DEUTSCHE KINDERGÄRTEN IM AUSLAND OFTMALS BESSER ALS HIERZULANDE © Mr Doomits - Fotolia.com
  12. 12. 12 EXPATRIATES Die attraktivsten deutschen Unternehmen mit China- Bezug sind Adidas (hinsichtlich des Faktors Marke), Sie- mens (beste Kommunikation) und Volkswagen (höchste Internationalität). Dies hat eine Umfrage des ICC Portals ergeben. Dessen Leser haben drei Top 10 deutschen Unternehmen vorgeschlagen, aus denen im Laufe des Januars 2015 die attraktivsten Unter- nehmen gewählt werden konnten. Insgesamt wurden 4.015 Stimmen abgegeben. ATTRAKTIVSTE DEUTSCHE UNTERNEHMEN MIT CHINABEZUG DEUTSCHE UNTERNEHMEN IN CHINA MIT TOP-MARKE Platz 1: Adidas (168 Stimmen) Nicht jeder in China weiß, dass Adi- das aus Deutschland kommt, doch fast jeder kennt diese Marke. Adidas gehört auch im Reich der Mitte zu den größten Sportmarken und punktet u.a. mit sehr gelungenen Werbespots. Platz 2: BMW (156 Stimmen) Der BMW gilt auch in China als Traumauto, die Marke gehört dort zu den bekanntesten aus Deutsch- land. Bei der jüngeren Käuferschaft setzen sich die Münchener u.a. mit ansprechenden Social Media-Kam- pagnen in Szene. Platz 3: Zwilling (154 Stimmen) Zwilling ist eine der wenigen deut- schen Marken, die es in China ohne vier Räder zu Berühmtheit gebracht haben. Ihre Küchen- und Beauty- Produkte erfreuen mehr und mehr chinesische Kunden, die nicht an guter Qualität sparen wollen. DEUTSCHE UNTERNEHMEN IN CHINA MIT TOP-KOMMUNIKATION Platz 1: Siemens (173 Stimmen) Siemens gehört zu den bekanntes- ten deutschen Unternehmen in China. Mit über 30.000 Mitarbei- tern zählt Siemens zu den größten ausländischen Arbeitgebern und hält führende Positionen in den Sektoren Energy, Healthcare, Indu- stry sowie Infrastructure & Cities. Platz 2: Adidas (164 Stimmen) Platz 3: WMF (158 Stimmen) Als einer der führenden Premium- hersteller für Besteck, Tisch- und Küchenprodukte sowie für profes- sionelle Kaffeemaschinen will WMF auch in China stärker expandieren. In 2014 wurde dafür eine Koopera- tion mit dem führenden Marktex- pansionsdienstleister mit Schwerpunkt Asien angekündigt. DEUTSCHE UNTERNEHMEN IN CHINA MIT TOP-INTERNATIONALITÄT Platz 1: Volkswagen (178 Stimmen) Der Konzern aus Wolfsburg setzt seit jeher wie kaum ein anderer er- folgreich auf das Reich der Mitte – und anders als bei vielen Konkurren- ten kennen die meisten Chinesen auch das Heimatland dieses welt- weit berühmten Automobilherstellers. Platz 2: Haribo (163 Stimmen) Lange Zeit das perfekte Mitbringsel für Schleckermäuler in China, will Haribo jetzt direkt den Markt er- obern. In 2015 werden die Bonner einen zweistelligen Millionenbetrag investieren, um ihre Produkte über einen Vertriebspartner in chinesische Supermärkte zu bringen. Platz 3: Wempe (161 Stimmen) Auf Deutschland- und Europareisen haben sich bereits zahlreiche chine- sische Touristen von der Qualität des deutschen Juweliers überzeugen können, dessen Grundstein 1878 gelegt wurde. Seit Februar 2013 ist Wempe mit einer eigenen Boutique in Peking vertreten. © nickylarson974 - Fotolia.com © nickylarson974 - Fotolia.com © nickylarson974 - Fotolia.com
  13. 13. Die schweizer Lufthansa-Tochter Swiss wird ihren Flugbe- trieb zum Sommerflugplan 2015 ausweiten und neu die Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle anfliegen. Ab dem 29. März dieses Jahres finden bis zu zwei tägliche Flüge auf der Strecke zwischen Dresden und Zürich statt. Von Leipzig/Halle geht es ab dem 18. April dieses Jahres täglich in die schweizer Hauptstadt. Die Zahl der deutschen Abflughä- fen steigt damit von neun auf elf an. 13 BMI CZECH AIRLINES Die britische Regionalfluggesell- schaft BMI baut ihr Streckennetz weiter aus und startet ab dem 1. März dieses Jahres ihre neue Direktverbin- dung von Frankfurt am Main nach Jön- köping in Småland. Immer montags bis freitags startet ein Flieger um 7.35 Uhr und um 16.05 Uhr in Südschweden mit Ankunft im Rhein- Main-Gebiet um 9.20 Uhr beziehungs- weise um 18.30 Uhr. Nach einem 30- minütigen Aufenthalt in der größten Stadt Hessens hebt die Maschine um 9.50 Uhr und um 18.30 Uhr für den Rückflug ab und landet um 11.35 Uhr und 20.15 in der Heimat Astrid Lind- grens. Sonntags findet nur der Spät- flug statt. Bedient wird die Strecke mit einer Embraer 145, die 45 Passagieren Platz bietet. Die zweitgrößte tschechische Flug- gesellschaft Czech Airlines nimmt die Verbindung von Stuttgart nach Prag wieder auf, die 2013 eingestellt wurde. Ab dem 26. Mai dieses Jahres verbindet die Airline dreimal wöchent- lich die baden-württembergische mit der tschechischen Hauptstadt. Zusätzlich fliegt die Fluggesellschaft mit Beginn des Sommerflugplans von Stuttgart nach Bologna, Genf sowie Marseille. Genf und Marseille werden ab Stuttgart fünfmal wöchentlich di- rekt angeflogen, Bologna dreimal wö- chentlich. Ab dem 25. Februar gilt bei Czech Air- lines zudem eine neue Tarifstruktur mit den drei Preisstufen Standard, Flexi und Business. Umbuchungen werden gegen eine Gebühr von 60 Euro auch in den günstigen Buchungsklassen möglich. Wer 100 Euro zahlt, kann sogar bis 72 Stunden nach dem ge- planten Abflug seinen Flug noch um- buchen. Für Mitglieder des Vielfliegerprogramms OK Plus erhöht sich zudem die Freigepäckgrenze. AIRLINES SWISS INTERNATIONAL AIR LINES © denk creative - Fotol ia.com © Maximiliano Alfaro - Fotolia.com © magann - Fotolia.com
  14. 14. Die lettische National- fluggesellschaft Air Baltic verbindet in der kom- menden Sommersaison zum ersten Mal zwei Ziele, die außerhalb des baltischen Staates liegen. Ab dem 9. Mai fliegt die Airline je- weils einmal wöchentlich ab Frankfurt am Main sowie ab Dortmund nach Heringsdorf auf der Ostseeinsel Use- dom. Einzeltickets sind ab 149 Euro für die Strecke Dort- mund-Heringsdorf sowie ab 159 Euro für die Strecke Frankfurt-Heringsdorf er- hältlich. Fluggäste erhalten kostenlose Getränke und Snacks an Bord. Mehr über die neuen Routen erfahren Inter- essierte unter www.airbaltic.com. 14 AIR BALTICKOREAN AIR AIR ASTANA Air Astana, die nationale Fluggesellschaft Ka- sachstans, hat eine neue Be- förderungsklasse auf Flügen von Frankfurt und Paris nach Astana eingeführt, die ihren Gästen ab dem 29. Mai dieses Jahres zur Verfü- gung steht. Die neue Eco- nomy Sleeper Class bietet Flugreisenden mehr Platz und mehr Privatsphäre. Eine gesamte Sitzreihe mit drei Plätzen der Economy Class steht Passagieren der neuen Klasse zur Verfügung, die für die Nachtruhe mit einer Matratze sowie Decke und Kissen vom Bordpersonal hergerichtet werden. Die neue Reiseklasse ist ab- getrennt von den Business- und Economy-Class-Kabinen und verfügt über 12 Plätze pro Flug. Daneben erhalten Reisende der Economy Sleeper Class weitere Leistungen, wie etwa freien Zugang zur Business Lounge der Airline am Astana International Air- port, eine erhöhte Freige- päckgrenze von 30 Kilogramm, Priority Check- in, Priority Boarding sowie bevorzugter Ausstieg und ein Amenity Kit an Bord. Weitere Informationen fin- den Interessierte unter https://airastana.com. AIRLINES Die südkoreanische Flug- gesellschaft Korean Air stattet ihre Flotte mit neuen Sitzen für die Business Class aus. Die neuen „Prestige Suites“ werden nach Anga- ben der Airlines zunächst in einen Airbus A330-300 auf den innerasiatischen Verbin- dungen nach Guangzhou, Singapur und Hanoi einge- baut. Weitere Flugzeuge sol- len folgen. Die neuen Sitze optimieren den Platz an Bord und bie- ten somit maximalen Kom- fort und Raum. So gleitet etwa die Armlehne automa- tisch herunter, wenn der Sitz in den Flachbett-Modus ge- stellt wird, um so eine brei- tere Liegefläche zu erhalten. Jeder Sitz ist zudem mit einem gepolsterten Fußhok- ker ausgestattet, auf dem neben den Füßen auch Mit- reisende Platz finden, um zu arbeiten oder zu plaudern. Gleichzeitig ermöglichen die „Prestige Suites“ bei Bedarf eine absolute Privatsphäre. So befinden sich zwischen den Sitzen Sichtschutz-Pa- neele, die an den Gangplät- zen bei Bedarf höher ge- stellt werden können. Neu ist auch die Anordnung der Sitze. Fluggäste auf dem Fensterplatz können nun auf den Gang gelangen, ohne den Passagier auf dem Gangplatz zu stören. Ebenso hat sich durch diese neue Anordnung auch der Abstand zwischen den Sit- zen auf der Fensterseite um 30 Zentimeter auf insge- samt 221 Zentimeter ver- größert. Auch die Monitore des Bordunterhaltungssystems wurden verbessert. Sie verfü- gen eine höhere Auflösung, eine größere Bildschirmdiago- nale sowie einen kapazitiven Touchscreen, über den sich Reisende mit einfachen Be- rührungen Filme, Musik, Spiele oder Informationen zum Flug anzeigen lassen können. Mehr Informationen finden Interessierte unter www.ko- reanair.com. © valentint - Foto lia.com © Michael Brown - Fotolia.com
  15. 15. 15 VERMISCHTES REISEN MIT BABYS UND KLEINKINDERN Vor allem frisch gebackenen Eltern bereitet die Vorstel- lung, mit dem Baby oder Kleinkind zu verreisen, Sorgen. Was beim Verreisen mit Säugling und Kleinkind zu beachten ist, weiß Hebamme Jana Friedrich (www.hebammenblog.de). Sie hat hilfreiche Anregungen und Tipps rund um dieses Thema zusammengefasst, damit der Vorfreude auf den ge- meinsamen Urlaub nichts mehr im Weg steht. Das optimale Reisealter: Wenn das Wochenbett vorbei ist, alle gesund sind und Lust dazu haben, kann es losgehen. „Mit meiner eigenen Tochter bin ich, als sie acht Wochen alt war, das erste Mal verreist. Ich fand das Reisen mit einem noch sehr kleinen Kind fast leichter als mit einem größeren, da es ja noch sehr viel schläft“, so Friedrich. Die Reiseplanung: Länder mit extremen Wetterverhältnissen sollten zunächst gemieden werden. Auch Länder, für die spezielle Impfun- gen vorgeschrieben sind, sollten nicht unbedingt an oberster Stelle stehen. Wer dennoch in exotische Länder verrei- sen möchte, sollte sich mit dem Kinderarzt abstimmen. In diesem Zusammenhang ist das Alter des Babys ein limitie- render Faktor. Ansonsten hängt die Dauer eher von der eigenen Abenteuerlust und dem Geldbeu- tel ab. Dem Baby selbst ist es egal, wo es ist, sofern es seine Bezugsper- son/en um sich hat. Die Vorbereitung: Als allererstes sollten sich Eltern Gedanken um die Art des Urlaubs machen. Es ist ein großer Unterschied, ob man das Rund-um-sorglos-Kinderhotel innerhalb Deutsch- lands bucht oder ob man durch Asien trampen möchte. Für die erste Variante ist wenig Vonnöten, da die Familie rundum verpflegt wird. Bei der zweiten Variante wird es schon span- nender. Zu den üblichen Vorbereitungen wie Visum, Reise- pass fürs Kind, Auslandskrankenversicherung und eventuellen Impfungen sollten sich Eltern folgende Fragen stellen: • Was mache ich, wenn das Baby krank wird? • Erreiche ich innerhalb von einem halben Tag eine Klinik? • Welche Transportmittel nutzen wir vor Ort? Zu bedenken: Im Ausland sind beispielsweise Babyschalen bei Taxifah- rern noch absolut unüblich. • Tipp fürs Fliegen: unbedingt die erste Reihe reservieren. Denn nur da lässt sich das – oft nur auf Reservierung vor- handene – Babybettchen anbringen. Sicherheit in einer fremden Umgebung: „Manche Kinder brauchen einen sehr geregelten Tagesab- lauf, in so einem Fall sollte man versuchen, den Rhythmus im Urlaub so gut es geht beizubehalten. Ansonsten sind Babys ja in der Regel noch sehr unkompliziert. Da wo die Eltern sind, da ist zuhause“, sagt Hebamme Friedrich. Viel Körper- kontakt gibt dem Baby Geborgenheit. Eine Trage, oder ein Tragetuch ist dafür ideal. Darin kann ein Baby auch schlafen, wenn man doch etwas länger als geplant unterwegs ist. Wie sich Eltern Auszeiten verschaffen können: Sich Auszeiten zu nehmen, geht im Urlaub am allerbesten. Mama und Papa können sich abwechseln und mal für zwei oder mehr Stunden trennen – oder eben so lange, wie die Stillabstände das zulassen. Viele Hotels haben auf Klein- kinder spezialisierte Angebote, bei denen man das Baby stundenweise in eine Kinderbetreuung abge- ben kann. Alternativ kann die junge Familie auch mit Eltern zusammen verreisen. Ferien bei Oma und Opa können aus demselben Grund sehr ent- spannt sein. Reisebegleiter für Säuglinge und Kleinkin- der: Eine Trage wie die Manduca oder ein Tra- getuch beziehungsweise ein gut zu transportierender Kinderwagen oder Buggy sind unverzichtbar. Ein großes Tuch ist grundsätz- lich sehr praktisch: als Zu- decke, als Sonnenschutz, zum dahinter Stillen, zum Kuscheln und als Hängematte. Die Reiseapotheke: Bei Flügen darf das Nasenspray im Handgepäck nicht fehlen. Babys sollten bei Start und Landung möglichst trinken, um den Druckausgleich zu verbessern. Das Nasen- spray braucht man manchmal zusätzlich, um den Ohren- druck zu verringern. Außerdem sollten stets folgende Utensilien dabei sein: Fieberthermometer, Impfpass, Fieber- zäpfchen oder -saft (Achtung: Zäpfchen beginnen bei über 30 °C zu schmelzen) und bei Fernreisen in abgelegene Re- gionen ein Antibiotikum für alle Fälle. Je nach Reiseland auch Mückenschutz/Moskitonetz und Sonnencreme. Bei etwas größeren Kindern kommen noch Desinfektionsspray, Pflaster, Pinzette und Nagelschere hinzu sowie eventuell etwas gegen Reiseübelkeit. Tipp: Bei fieberhaften Infekten ist bei Säuglingen fast immer das Stillen das Beste. Nicht mehr gestillte Kleinkinder könn- ten Elektrolytlösungen vor dem Dehydrieren schützen. Im Notfall kann man bei größeren Kindern auch auf Salzstangen und Eistee zurückgreifen. © zea_lenanet - Fotolia.com
  16. 16. 16 VERMISCHTES INTERNATIONALE UNTERNEHMEN BIETEN ZU SELTEN SPRACHTRAININGS 70 Prozent der deutschen und britischen Führungskräfte sind der Ansicht, dass nicht genügend Sprachtraining für Mitarbeiter zur Verfügung stehe. Dabei ist es für 87 Prozent der Befragten sehr wichtig, dass ihre Angestellten über gute Fremdsprachenkenntnisse verfügen, da sie mit zwei oder mehr Unternehmenssprachen arbeiten. Das hat eine Um- frage der Agentur VansonBourne im Auftrag von Rosetta Stone unter 500 Führungskräften ergeben. Für 40 Prozent der Unternehmen ist Englisch die wichtigste Sprache – und zwar noch vor Deutsch. Inwieweit Fremdspra- chenkenntnisse für den Erfolg eines Unternehmens wichtig sind, gibt dabei die Branche vor. In folgenden Bereichen ist das Beherrschen einer zweiten Sprache besonders wichtig: • Unternehmensdienstleister (76 Prozent) • Computerdienstleistungen und IT (73 Prozent) • Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister (73 Pro- zent) Verbesserungsbedarf gibt es neben der englischen Sprache vor allem bei Französisch, Spanisch und Russisch. Besonders problematisch: Jeder vierte Mitarbeiter hat der Umfrage zufolge schon mal einen Job gekündigt, weil das Unternehmen keine ausreichenden Sprachtrainings oder Lehrmöglichkeiten zur Verfügung gestellt hat. Der Sonnenschutz: Grundsätzlich sollte man in sehr heißen Ländern die Mittags- sonne meiden und sich generell so viel wie möglich im Schatten aufhalten. Sonnenhüte und -mützen sind Pflicht. Auch dünne lange Bekleidung (gibt es sogar mit Lichtschutz- faktor) schützt vor Sonne und spart Sonnencreme. Diese tra- gen Eltern bei ihrem Kind an den Stellen auf, die nicht bedeckt werden können: im Gesicht, auf Handrücken und Füßen. „Bitte verwenden Sie spezielle Babysonnencreme und testen diese erst an einer kleinen Köperstelle auf Verträglich- keit“, rät Hebamme Friedrich. Erkrankung am Urlaubsort: „Grundsätzlich würde ich immer einen Arzt aufsuchen, wenn ein Kind keine Flüssigkeit mehr zu sich nimmt oder bei sich behält, da kleine Kinder wirklich schnell dehydrieren. Außerdem bei anhaltendem Fieber und bei Symptomen, die man nicht einordnen kann“, weiß die Expertin. Um nach dem Urlaub wieder im Alltag anzukommen, brau- chen alle Beteiligten sicherlich eine Weile. Die junge Familie sollte sich nach der Reise noch zwei bis drei Tage Zeitpolster für Zuhause einbauen, bevor die Arbeit wieder beginnt. Sprachen, bei denen es laut Top-Führungskräften Verbesserungsbedarf gibt Quelle: Rosetta Stone
  17. 17. 17 Jugendreisen stehen mehr denn je hoch im Kurs. Um einen neuen Trend handelt es sich allerdings nicht. Bereits 1972 widmete sich die Wochenzeitung Die Zeit in zwei Beiträgen zu diesem Thema (Teil I und Teil II) und wertete Destinationen wie Anbieter ausführlich aus. 2008 veröffentlichte das BundesForum Kinder- und Jugendrei- sen eine umfangreiche Studie, aus der hervorging, dass die Deutschen damals insgesamt 12 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendreisen ausgaben. 22,5 Millionen Reisen hatte es unter Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bis zum Alter von 26 Jahren gegeben – eine stattliche Zahl, die ebenso wie das Reisebudget inzwischen deutlich gestiegen sein dürfte. Und tatsächlich hat erst kürzlich eine Erhebung des Bundesmi- nisteriums für Wirtschaft (BMWi) ergeben, dass Reisen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein Brut- toumsatzvolumen von mehr als 50 Milliarden Euro (2013), circa 62 Millionen Übernachtungsreisen pro Jahr und rund 670 Millionen Tagesausflügen ausmachen. Außerordentlich hoch ist der Studie zufolge die Reiseerfah- rung und Reiseintensität bei Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren. Sie liegt im Schnitt bei 82,2 Prozent. Zahlreiche An- bieter haben sich auf die Gruppe der Jugendlichen speziali- siert, so dass es an Angeboten nicht mangelt. Den Reisever- anstaltern kommt dabei die relativ großzügige Gesetzeslage zugute, denn Jugendliche dürfen alleine reisen, wenn die Eltern es erlauben. Buchen die Eltern von Jugendlichen für diese eine Reise, dann übertragen sie ihre Aufsichtspflicht an den Veranstalter. Das geschieht unmittelbar, nachdem sie die Reise verbindlich ge- bucht und ihre minderjährigen Zöglinge in die Obhut des Rei- severanstalters übergeben haben. Der Reiseveranstalter überträgt dann die Aufsichtspflicht wiederum an die Jugend- reiseleiter oder Teamer. Die Übertragung dieser Pflicht erfolgt für gewöhnlich auch vertraglich, indem diese einen Honorar- vertrag oder Vergleichbares unterschreiben (siehe Abbildung). VERMISCHTES WAS JUGENDREISEN SO ATTRAKTIV MACHT DEFINITION JUGENDLICHER: Laut Paragraf 1 des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) ha- delt es sich bei Kindern um Personen zwischen 0 und 14 Jahren und bei Jugendlichen um Personen im Alter von 14 Jahren bis zur Volljährigkeit. deliktische Ansprüche, z.B. durch ungenügend gesicherte Einrichtung deliktische Ansprüche, z.B. bei Verletzung der Aufsichtspflicht Reise- veranstalter Eltern für den Jugendlichen Jugendlicher direkt mit Genehmigung der Eltern Vertrag zugunsten Dritter verbun- den mit Übertragung von Fürsorge- und Aufsichts- pflichten Beherberbung: Hostel, Hotel, Camping- platz, Jugendherberge Betreuer: Jugendleiter, Erzieher, Reiseleiter Dienstvertrag ggf. Ehrenam t RV = Reisevertrag = vertragliche Pflichten & vertragliche Ansprüche RV RV Kontingentver- trag/ Mietvertrag Quelle: www.reisenetz.org
  18. 18. 18 Der Deutsche Fachverband für Jugendreisen hat erst vor Kur- zem eine umfassende Broschüre herausgegeben, die sich aus- schließlich der aktuellen Rechtslage bei Jugendreisen für Jugendliche unter 18 Jahren im In- und Ausland widmet. Darin finden Eltern Informationen zu den rechtlichen Grundla- gen in punkto Jugendreisen, zur Aufsichts- und Fürsorge- pflicht der Reiseveranstalter, zu exemplarischen Problemfällen der Aufsichts- und Fürsorgepflicht und zur landesspezifischen Gesetzgebung in der EU sowie zum Reisevertragsrecht. Dass auch Jugendreisen persönlichkeitsbildend wirken, ist in- zwischen sogar wissenschaftlich belegt. Tatsächlich sorgt die erste Reise alleine ohne Eltern dafür, dass sich das Selbstwert- gefühl der jungen Menschen verbessert. Dies haben Psycholo- gen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) in einer aktuellen Studie nachgewiesen. Sie befragten mehr als 800 im Durchschnitt 16-jährige Schüler, die ein gesamtes Schuljahr im Ausland verbrachten – vor, während, direkt nach dem Aufenthalt sowie ein Jahr später. Als Vergleichsgruppe wurden mehr als 700 Schüler in die Studie aufgenommen, die während der gesamten Zeit in Deutschland blieben. Ein wich- tiges Ergebnis: Die Austauschschüler sahen sich nach dem Aufenthalt in einem positiveren Licht als vorher. Im Gegensatz dazu beobachteten die Forscher bei den Daheimgebliebenen keine Selbstwertveränderung. Kenner der Branche können dies aus ihren Erfahrungen schon lange bestätigen (siehe auch Interview mit YFU). So sei das Alter von 15 oder 16 Jahren am besten, um ohne Eltern ins Ausland zu gehen, denn dann sind Jugendliche bereits reif genug, um sich auf ein solches Abenteuer einzulassen und noch ausreichend jung, um offen für Neues zu sein. Anders als beispielsweise noch im Jahr 1972 als Jugendreisen begannen, ein flächendeckender Trend zu werden, können die jungen Touristen von heute ihre Erlebnisse auf vielfältige Weise festhalten und mit Eltern, Verwandten oder Freunden jederzeit teilen. Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram oder Youtube machen es möglich. Und auch das entspre- chende Equipment steht mittlerweile fast jedem jungen Men- schen zur Verfügung. Dabei bedarf es schon lange keiner teuren analogen Spiegelreflex-Kameras oder Videorekorder mehr, denn das Smartphone und entsprechende Apps bieten tolle Optionen, um den Auslandsaufenthalt filmisch-doku- mentarisch festzuhalten. Als derzeit sehr angesagt erweist sich beispiels- weise shakem – eine An- wendung, mit der Möglichkeit, aus Fotos und Videos individuelle Clips zu erstellen. Das Programm arbeitet über- dies mit mehreren Spu- ren und kann etwa mit Musik unterlegt werden. Die Vernetzung mit gän- gigen Social-Media-Ac- counts ist selbstver- ständlich gegeben. Auf diese Weise erhalten die Daheimgebliebenen einen Urlaubsgruß der besonderen Art. Quelle: www.reisenetz.org VERMISCHTES © Alex Koch - Fotolia.com
  19. 19. 19 VERMISCHTES Kein anderes europäisches Land packt so gerne die Kof- fer wie Deutschland. Durchschnittlich 20 Tage möchten die Bundesbürger dieses Jahr auf Reisen sein – mehr als die Spanier (19,5 Tage), Franzosen (19,4 Tage), Engländer (16,2 Tage) und Italiener (15 Tage). Das zeigt eine aktuelle europa- weite Studie zum Thema „Urlaub 2015“ von lastminute.de, für die insgesamt 6000 Personen befragt wurden, 1.000 davon in Deutschland. Insgesamt wollen die Deutschen gerne dreimal im Jahr verreisen. Und: Weit mehr als jeder Zweite (56 Prozent) will mehr Geld für Urlaub ausgeben als 2014. Sind die Deutschen im Verreisen absolute Spitzenreiter, müs- sen die Destinationen nicht immer in weiter Ferne liegen. Fast jeder zweite Befragte plant 2015 eine seiner Reisen im eigenen Land (47 Prozent), Platz zwei der Traumreiseziele be- legt Frankreich (17 Prozent) und 16 Prozent würden 2015 gerne England besuchen. USA und Italien komplettieren die Top 5. Den Urlaubsklassiker Spanien möchten 2015 14 Pro- zent der Deutschen besuchen. Und Griechenland könnte im Vergleich zu 2014 einen kleinen Aufschwung erleben, wenn es um Urlauber aus Deutschland geht: elf Prozent der Be- fragten möchten 2015 dorthin reisen (vs. zehn Prozent in 2014). Im Aufwärtstrend liegt ebenso Japan, das sieben Prozent der Deutschen 2015 gerne besuchen würden (vs. 2014 vier Prozent) sowie die Karibik (sechs Pro- zent 2014 vs. neun Prozent 2015). Obwohl Deutschland mit 28,4 Tagen Jahresurlaub über dem europäischen Durchschnitt von 27,6 liegt, wird hierzulande am ehesten „blau gemacht“. Zwei von fünf Befragten be- kennen sich dazu (40 Prozent vs. 25 Prozent in Europa) – weit mehr als in jedem anderen Land, in dem die Umfrage durchgeführt wurde. Für 60 Prozent ist es die Sonne, die einen Urlaub perfekt macht. Und wenn es möglich wäre, dafür eine Sonnengaran- tie zu buchen, würden deutsche Urlauber sich das durch- schnittlich 140 Euro pro Woche kosten lassen. Aber neben warmen Temperaturen darf auch 2015 die Entspannung bei über der Hälfte der Befragten auf keinen Fall zu kurz kom- men (57 Prozent), das hervorragende Essen kom- plettiert die Top 3 in Sachen „Traumurlaub“. DEUTSCHE SIND SPITZENREITER IM VERREISEN UND „BLAUMACHEN“ TOP 5 KRITERIEN „PERFEKTER URLAUB“ 2015 1. Sonne (60 Prozent) 2. Entpannung (57 Prozent) 3. Hervorragendes Essen (47 Prozent) 4. Zeit mit meinen Lieben (32 Prozent) 5. Neue Dinge sehen (30 Prozent) TOP 10 WUNSCHREISEZIELE DER DEUTSCHEN 2015 1. Deutschland (47 Prozent) 2. Frankreich (17 Prozent) 3. England (16 Prozent) 4. USA (16 Prozent) 5. Italien (15 Prozent) 6. Spanien (14 Prozent) 7. Österreich (13 Prozent) 8. Ägypten (13 Prozent) 9. Griechenland (11 Prozent) 10.Türkei (9 Prozent) © mozZz - Fotolia.com
  20. 20. 20 GESUNDHEIT FERNE URLAUBSREISEN: WIE SIE SICH IN PUNKTO GESUNDHEIT VORBEREITEN Wer sich aktuell mit der Planung einer Auslandsreise in „exotische“ Länder auseinandersetzt, stellt fest, dass vielerorts Gesundheitsrisiken bestehen. Besonders präsent ist etwa die Ebola-Epidemie, die sich seit März 2014 in West- afrika von Guinea ausgehend auf Sierra Leone und Liberia ausweitet und partiell auch in Nigeria und im Kongo auftritt. Hinzu kommen Hiobsbotschaften aus Madagaskar, wo der- zeit einzelne Fälle von Pest aufgetreten sind. In Belize und Samoa wiederum wurden Fälle von Chikungunya-Fieber gemeldet, das ähnlich wie das Dengue-Fieber von Moskitos übertragen wird. Tropenmedizinische Beratung in Anspruch nehmen Von Reisen in diese Länder rät das Auswärtige Amt nicht au- tomatisch ab, allerdings empfehlen die Experten den Reisen- den, sich vorab beispielsweise beim Robert-Koch-Institut (www.rki.de) tropenmedizinisch beraten zu lassen. Unter Umständen ist es hilfreich, eine so genannte Tropentauglich- keitsprüfung vorzunehmen, bei der untersucht wird, ob der Körper den veränderten Rahmenbedingungen (beispiels- weise höhere Temperaturen und Luftfeuchtigkeit) standhält. Was dabei untersucht wird, ist gesetzlich klar definiert (siehe Richtlinie des Bundesverwaltungsamts) und die Kosten für die Untersuchung werden in der Regel auch von den Kran- kenkassen erstattet. Als besonders bedrohlich galt lange Zeit Malaria. Auch wenn sich die Zahl der Malaria-Toten laut einem aktuellen Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit 2001 um 4,3 Millionen – und damit um 50 Prozent – verringert hat, so ist die Infektionsgefahr nach wie vor ernstzunehmen und eine entsprechende Vorsorge dringend geboten. Immerhin haben zahlreiche früher gefährdete Länder inzwischen Nullmeldun- gen abgegeben. Dazu gehören unter anderem Argentinien, Ägypten, Marokko, Oman und Paraguay. Häufigste Reisekrankheiten: Durchfall, Sonnenbrand und Mückenstiche Trotz aller Vorsicht geben Reisemediziner insgesamt Entwar- nung: Die Wahrscheinlichkeit, sich bei entsprechenden Vor- sichtsmaßnahmen mit einer Tropenkrankheit anzustecken, (siehe Broschüre des RKI) bleibt für Reisende relativ gering. Die häufigsten Reisekrankheiten sind nach wie vor Durchfall, Sonnenbrand und Mückenstiche. Und gegen diese Erkrankungen gibt es glücklicherweise wirksame Mittel, die in der Regel auch im Ausland mitge- führt werden können. Folgende Medikamente beziehungs- weise medizinischen Hilfsmittel sollten in keiner Reiseapotheke fehlen: • Insektenschutzmittel • Durchfall- und Verstopfungsmittel • Nasenspray • Hustensaft • Wunddesinfektionsspray • Ausreichender Sonnenschutz • Salbe gegen Prellungen und Verstauchungen • Pflaster, Mullbinden und Kompressen • Fieberthermometer • Kopfschmerzmittel • Mittel gegen Hals- und Ohrenschmerzen Welche medizinischen Mittel auf Reisen empfeh- lenswert sind, hat das Tro- peninstitut in einem kostenfrei downloadbaren Flyer zusammengestellt. Diese Medikamente sind überwiegend rezeptfrei in der Apotheke des Vertrau- ens und bei seriösen On- line-Apotheken wie https://www.aliva.de/ er- werbbar. Zur Sicherheit sollten sich Reisende aber stets über die Einfuhrbe- stimmungen von Arznei- mitteln im jeweiligen Reiseland erkundigen. DIE ZEHN HÄUFIGSTEN REISEKRANKHEITEN IM URLAUB 1. Magen-Darm- Erkrankungen 2. Schnupfen/Erkältungen 3. Lebensmittelvergiftung 4. Platzwunden, Knochen- brüche und Verstauchungen 5. Reisekrankheit (Übelkeit, Kopfschmerzen) 6. Sonnenbrand 7. Allergien 8. Sonnenstich 9. Insektenstiche 10.Verletzungen durch Verkehrsunfälle Quelle: Europäische Reisever- sicherung © evgenyatamanenko - Fotolia.com
  21. 21. Thailand zählt unter Backpackern seit Jahrzehnten zu einem der beliebtesten Reiseziele der Welt. Seine Haupt- stadt Bangkok wurde 2013 zum begehrtesten städtischen Reiseziel auf dem Globus gewählt. Zudem bietet sich das alte Siam als ideales Einsteigerland für Rucksacktouristen an, denn das Klima ist angenehm, die politische Situation stabil und besonders wichtig: Als buddhistisch geprägte Nation gelten die Thais als ausgesprochen freundlich und friedfertig. Das einem Elefantenkopf mit Rüssel ähnelnde Land ist aller- dings auch eine große Herausforderung für Reisende, denn es bietet eine schier unermessliche kulturelle und landschaft- liche Vielfalt, so dass potenzielle Rucksackurlaube oftmals nicht wissen, wo sie bei ihren Reisevorbereitungen anfangen sollen. Expat News stellt eine Auswahl an deutschsprachigen Reise- blogs vor, auf denen Interessierte hilfreiche Informationen, Geheimtipps und praktische Hinweise finden. 1. Backpacking in Thailand – die schönsten Inseln Insbesondere in entlegenen Regionen oder schwach entwik- kelte werden gar nicht erlernt oder verlieren sich nach weni- gen Jahren, was bei der Rückkehr nach Deutschland zu Problemen führt. Wer bloggt? Felicia beschreibt sich selbst als digitale Nomadin und hat be- reits vor zehn Jahren ihren Job aufgegeben, um die Welt zu bereisen. Sie wird unterstützt von Tina, die Australien, Neu- seeland und Kanada bereist hat und zurzeit in Laos lebt sowie von Barbara, die sich auf Weltreise befindet. Welche Thailand Tipps? Felicia schwärmt für Thailands Inseln. Leser finden eine Be- schreibung von Thailands schönsten Inseln und erfahren, wie sie am schnellsten und günstigsten von A nach B kommen. Felicia kennt sich aber auch bestens auf dem Festland aus und nennt lohnenswerte Routen und hat eine Backpacking- Packliste zusammengestellt. Zitat: „Tauchen sollte bei jedem Aufenthalt in Thailand ganz weit oben auf der „To Do“ Liste stehen, denn sowohl im Golf von Thailand als auch im Andamanischen Meer ist die Unter- wasserwelt sehenswert.“ 2. 101 Places Wer bloggt? Der 31-jährige Patrick ist ebenfalls digitaler Nomade und ver- dient sein Geld als selbstständiger Online-Marketer und Blogger, der seit Jahren die Welt bereist und seine Reiseer- fahrungen teilen möchte. Welche Thailand Tipps? Patrick kennt den Norden Thailands ebenso wie die touristi- sche Insel Phuket. Besonders angetan hat es ihm Chiang Mai. Leser finden zehn Gründe, warum man Chiang Mai lie- ben muss. Zitat: „Das Urteil ist aber eindeutig: Die schöneren Strände gibt es in Südostasien und vor allem gibt es davon unzählige. Selbst die für asiatische Verhältnisse weniger schönen Strände haben mir besser gefallen, als die meisten in Latein- amerika oder auch Florida.“ 21 WELTWEIT BACKPACKING IN THAILAND: HILFREICHE BLOGS
  22. 22. 3. Thailand-Spezialisten Wer bloggt? Michael Schaller (Jahrgang 1983) hat seinen Blog bereits 2010 gegründet und kooperiert mit thailändischen Reisespe- zialisten, vermittelt aber keine Pauschalreisen. Er selbst ist gelernter Tourismuskaufmann. Welche Thailand Tipps? Wer sich noch nicht traut, ohne externe Unterstützung durch Thailand zu reisen, ist hier genau richtig. Man kann sich indi- viduelle Reisen zusammenstellen lassen und erhält neben Reisetipps auch Hinweise zum kulturellen Background der Thais. Zitat: „Thais verzeihen die meisten Fehltritte und geben oft- mals vor, diese gar nicht wahrgenommen zu haben.“ 4. Koh Samui Blog Wer bloggt? Gunther Dihlmann lebt seit 1997 auf Koh Samui und liebt Landschaft sowie Flair der Insel. Welche Thailand Tipps? Wer sich speziell für die Insel Koh Samui interessiert, findet hier alles Wissenswerte von der Anreise über Sehenswürdig- keiten bis hin zu den schönsten Stränden. Zitat: „Um in die herrlichsten Ecken auf Koh Samui zu gelan- gen, muss man motorisiert sein.“ 5. Backpacking Asien Wer bloggt? Lara Möllring reist seit 2008 regelmäßig auf den asiatischen Kontinent und war abgesehen von Thailand auch schon in China, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Singapur und Vietnam. Welche Thailand Tipps? Leser finden neben einer von der Bloggerin selbst erstellten Karte über die Religionen in Thailand und Südostasien zahl- reiche authentische Fotos sowie einige Thailand-Videos. Alles zusammen vermittelt einen guten ersten Eindruck von Land und Leuten. Zitat: „Bangkok ist eine Stadt, die nie zu enden scheint und ist so riesig und vielfältig, dass viele Touristen zunächst mit ihrem Angebot überfordert sind.“ Hilfreich könnten überdies die Reisetipps für Thailand von 13 Bloggern sein, die auf dieser Seite zusammengefasst sind: http://www.phuketastic.com/2012/12/13-reiseblogger-verra- ten-ihre-thailand-geheimtipps/ Wer auf einen klassischen Reiseführer nicht verzichten mag, dem sei das Standardwerk zu Thailand vom Reiseautor Ste- fan Loose ans Herz gelegt. Updates zu dem Exemplar finden sich auf dessen Webseite: http://www.stefan-loose.de/up- dates/asien/thailand/ Potenzielle Backpacker, die es nach Thailand zieht, haben na- türlich die Möglichkeit, ihre Erfahrungen ebenfalls in einem Blog festzuhalten. Alles, was sie dafür benötigen, ist ein E- Mail-Account eines Anbieters, der dann eine persönliche Do- main zur Verfügung stellt und Tools bietet, eine individuelle Homepage zu gestalten. So offeriert beispielsweise GMX das komplette Web-Paket inklusive Hosting, so dass selbst weni- ger Web-affine Globetrotter auf denkbar einfache Weise ihren eigenen Blog einrichten können. 22 WELTWEIT
  23. 23. 23 WELTWEIT Die Karibikinsel Kuba wurde im Jahr 2014 mehr als drei Millionen Mal besucht – das sind sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Auch das Südamerika Reiseportal kann die hohe Nachfrage im Vergleich zu den vergangen Jahren be- stätigen und bietet entsprechend viele Reisen an, die Kuba auf vielfältige Art dem Besucher näherbringen. Eine beliebte Art, das Land zu bereisen, sind aktive Reisen, die Wanderungen oder Fahrradtouren beinhalten. Zum einen können Touristen dadurch Wege und Orte entdecken, die sie bei normalen Reisen nicht besucht hätten. Zum anderen lernt man eine andere Seite Kubas kennen, denn die Insel hat weit mehr zu bieten als weiße Sandstrände. Das aktive Reisen ist nicht nur für erfahrene Sportler ein Erlebnis, denn das Südamerika Reiseportal bietet auch für Unerfah- rene Wander- und Fahr- radreisen mit angepasstem Schwierig- keitsgrad an. Die Insel mit dem Mietwagen zu ent- decken, ist eine weitere Möglichkeit, da dabei ganz Kuba in flexiblen Etappen erkundet werden kann. Die Reisenden kön- nen selbst entscheiden, wie lange sie an einem Ort verweilen möchten. Auf Kuba befinden sich mehr als 8.000 Pflanzen- und 15.500 Tierarten, die man nicht zu Gesicht be- kommt, würde man seine Zeit nur am Strand verbringen. Ein beliebtes Ausflugsziel ist dabei der Alexander-von-Humboldt-Nationalpark, der zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde. Darin befinden sich bis zu 2.000 verschiedene Arten, darunter circa 80 Prozent endemi- sche, also Tiere und Pflanzen, die nur dort zu finden sind. Das macht den Park zu einem der artenreichsten Orte der Erde. Doch nicht nur auf dem Land gibt es eine Vielzahl von Tieren. Die Unterwasserwelt mit den über 900 Fischarten ist einzigartig und für Freizeittaucher sehr gut geeignet. Auch die Landschaft ist sehr abwechslungsreich und unterschied- lich. Hauptsächlich wird Kuba dabei von Flachland mit weni- gen Hügeln geprägt. Das Tal von Viñales ist hierbei ein weiteres beliebtes Ausflugsziel. Hier kann man die eindrucks- vollen „mogotes“, dicht bewachsene, bis zu 400 Meter hohe Kalksteinkegel betrachten. Das Tal vermittelt einen sehr idylli- schen Gesamteindruck. Auf der Insel gibt es jedoch nicht nur eine artenreiche Natur mit faszinierenden Landschaften, sondern auch eine außer- gewöhnliche Kultur. Ein Besuch der Weltkulturerbe-Städte Havanna, Santiago de Cuba oder Trinidad ist fast ein Muss für Kubarei- sende. In ihnen kann man die ehemalige Kolo- nialvergangenheit an- hand der Architektur gut nachvollziehen. Die kuba- nische Musik und der Tanz sind weitere kultu- relle Highlights, auf die der Urlauber auf jeder Reise nach Kuba trifft. Die vielfältige Musik wird durch verschiedene Tänze wie Salsa, Rumba oder auch Son begleitet. Ebenso ist die bedeut- same Revolutionsvergan- genheit rund um Fidel Castro und Che Guevara ein wichtiges Kulturgut und wird Reisenden immer wieder begegnen. Auch die kubanischen Zi- garren sind nicht nur wichtigstes Exportgut, sondern gehören fest zur kubanischen Kultur dazu. Die traditionelle Herstellung ist auch für Touris- ten interessant. Ein Besuch einer Zigarrenfabrik lohnt sich also auf jeden Fall. Artikel wurde bereitgestellt von: www.suedamerika-reisepor- tal.de KUBA ALS URLAUBSZIEL © Camp's - Fotolia.com
  24. 24. 24 IMPRESSUM HERAUSGEBER: Bund der Auslands- Erwerbstätigen (BDAE) e.V. Kühnehöfe 3 22761 Hamburg Tel. +49-40-306874-0 WWW.BDAE-EV.DE REDAKTION: Anne-Katrin Schulz (verantwortlich) akschulz@bdae.de Sanja Zivkovic LAYOUT: Esther Rudat LEKTORAT: Andrea Kraus COPYRIGHT: Die Beiträge im BDAE- Newsletter sind urheber- rechtlich geschützt und dürfen nicht ohne schrift- liche Genehmigung durch den Herausgeber repro- duziert werden. Die Beiträge des BDAE- Newsletters spiegeln die Meinung der Redaktion und nicht unbedingt die des BDAE wider. WELTWEIT AUCH AUF FOLGEN SIE UNS Seit dem 1. Januar 2015 sind im Ausland registrierte Pkw und Wohnmobile nun ebenfalls von der Citymaut in Stockholm und Göteborg betroffen. Bislang waren sie von der „Trängselskatt“ genannten Maß- nahme befreit. Das bedeutet: Wer nun mit seinem Fahrzeug zu bestimmten Zeiten eine Kontrollstation im jeweiligen Innenstadtbe- reich passiert („Betalstation“), wird automa- tisch mittels einer Fotografie des Kfz- Kennzeichens registriert. In Stockholm ist das montags bis freitags zwischen 06.30 Uhr und 18.29 Uhr der Fall, in Göteborg muss an diesen Tagen zwischen 06.00 Uhr und 18.29 Uhr gezahlt werden. Von dieser Regelung ausgenommen sind der gesamte Monat Juli, Feiertage sowie Werk- tage, die direkt vor einem Feiertag liegen. Dabei variieren die anfallenden Gebühren je nach Tageszeit. Bezahlt wird generell nicht direkt an Ort und Stelle. Stattdessen gibt es eine monatsweise Abrechnung, die per Post zugestellt wird – auch im Ausland. Die Rech- nung muss dann bis zum Ablauf des Folge- monats per Überweisung beglichen werden. Detaillierte Informationen zur Citymaut gibt es unter www.transportstyrelsen.se auch in deutscher Sprache. Weitere Informationen unter www.visitsweden.com. Quellen: www.cibt.de und www.tip.de SCHWEDEN: CITYMAUT GILT JETZT AUCH FÜR PKW AUS DEM AUSLAND © Sergii Figurnyi - Fotolia.com

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