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Für eine Entscheidung zur Rückkehr nach Deutschland spie-
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Skandinavien und Frankreich sind die besten Auslandsdes-
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Im Rahmen eines Forschungsprojekts im Bereich des inter-
nationalen Personalmanagements beschäftigt sich da...
Die größte portugiesische Fluggesellschaft – TAP Portugal
– ermöglicht ihren Kunden in Deutschland, Luxemburg
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ZAHLUNGSMITTEL BEI AUSLANDSREISEN: WAS ZU BEACHTEN IST
Zur Vorbereitung von Reisen ins Ausland gehört auch,...
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GEN Y – POTENZIAL ODER RISIKO
Generation Y. Die Generation der zwischen 1980 und
1999 Geborenen besticht di...
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Die Gen Y ist perfekt vernetzt
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Die Gen Y erwartet Work-Life Balance
Karriere und Erfolg um jeden Preis? Das war einmal! 37%
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INVESTITIONS-BOOM BEI “GRÜNEN ENERGIEN“
Fast die Hälfte der Investitionen, die im Laufe des vergan-
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GESUNDHEIT
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KOSTEN FÜR DIABETES BREMSEN ENTWICKLUNGSLÄNDER
Diabetes senkt nicht nur die Karrie...
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CHROMAT IM LEDERSCHUH: DIE UNTERSCHÄTZTE GESUNDHEITSGEFAHR
Eine aktuelle Änderung der Chemikalien-Verordnung...
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FRÜHGEBURT – ANDERE LÄNDER, ANDERE RICHTLINIEN
In Europa werden jährlich 500.000 Babys zu früh geboren.
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GESUNDHEIT
Unter 22 SSW
Frühgeborene, die vor der 22. vollendeten Schwanger-
schaftswoche (SSW) auf die Welt kommen, üb...
Die Frage „Wie zufrieden sind Sie derzeit mir Ihrem
Leben insgesamt?“ wurde Menschen in der gesamten
Europäischen Union (E...
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WELTWEIT
In Deutschland hält allmählich der Frühling Einzug und
damit fällt auch der Startschuss für die Reisezeit. Ein...
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IMPRESSUM
HERAUSGEBER:
Bund der Auslands-
Erwerbstätigen (BDAE) e.V.
Kühnehöfe 3
22761 Hamburg
Tel. +49-40-306874-0
WWW...
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Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" April 2015

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Die April-Ausgabe des BDAE-Newsletters "Leben und Arbeiten im Ausland" ist erschienen und steht unter https://www.bdae.com/de/downloads/Leben_und_Arbeiten_im_Ausland_April_2015.pdf zum kostenlosen Download bereit.

Darin erfahren Sie unter anderem, warum Menschen auswandern, welche Länder besonders familienfreundlich sind und wie zufrieden die Bevölkerung EU-weit ist.Darüber hinaus berichten wir darüber, wieso Lederschuhe gefährlich sein können und was die EU dagegen tut sowie was bei einer Kuba-Reise zu beachten ist.

Zudem haben wir ein aufschlussreiches Interview mit Omer Dotou, Sozialversicherungsexperte und Leiter Unternehmensberatung Internationale Mitarbeiterentsendung bei der BDAE GRUPPE, über die Herausforderungen der Mitarbeiterentsendung nach China geführt.

Aktuelle und ältere Newsletter-Ausgaben sowie das kostenlose Newsletter-Abo finden Interessierte unter www.bdae-ev.de/news/newsletter/.

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  1. 1. © bluebay2014 - Fotolia.com 1 AUSLANDAPRIL 2015 LEBEN UND ARBEITEN IM ERWARTUNGEN MOTIVEN © FreedomMan - Fotolia.com ENTSEN- DUNGEN INTERVIEW VERMISCHTES WELTWEIT „DIE PROZESSE FÜR CHINA-ENT- SENDUNGEN MÜSSEN REGEL- MÄSSIG ANGEPASST WERDEN“ Über die Herausforderungen der Mitarbeiterentsendung nach China. WIE ZUFRIEDEN MENSCHEN IN DER EU SIND Wo europaweit die zufriedensten Menschen leben. GEN Y – POTENZIAL ODER RISIKO? Wieso es auch bei der Generation Y trotz einer hohen Mobilität, Flexi- bilität und Weltoffenheit in Entsendefäl- len zu Schwierigkeiten kommen kann.
  2. 2. 2 INTERN INTERVIEW RECHTLICHES EXPATRIATES AIRLINES VERMISCHTES WELTWEIT 9 Studie: Warum viele Deutsche auswandern 11 Mit Kindern im Ausland: Die famili- enfreundlichsten Länder der Welt 13 Umfrage zu Motiven und Erwartungen von Auslands- entsendungen 16 Zahlungsmittel bei Auslandsreisen: Was zu beachten ist 18 Gen Y – Potenzial oder Risiko 21Investitions-Boom bei „Grünen Engergien“ 22 Kosten für Diabetes bremsen Entwicklungsländer 23 Chromat im Lederschuh: Die unterschätzte Gesundheits- gefahr 24 Frühgeburt – andere Länder, andere Richtlinien 26 Wie zufrieden Menschen in der EU sind 27 Reiseziel Kuba: Die wichtigsten Tipps 28 Impressum GESUNDHEIT 14 Air China 14 SAS Scandinavian Airlines 14 TAP Portugal 15 WIZZ Air 15 Vueling Airlines 15 Germania 5 „Die Prozesse für China- Entsendungen müssen regelmäßig angepasst werden.“ 2 Zahl des Monats 3 Neues Seminar zu den Heraus- forderungen der Mitarbeiter- entsendung nach China 4 BDAE erneut auf der PERSONAL Nord 4 Neu dabei EDITORIAL 7 Geänderte Visaregelung für die Einreise nach Ägypten 8 Lkw-Kontrollen in Schweden: Verstöße können teuer werden Liebe Leserin, lieber Leser, wir kümmern uns täglich um Menschen, die ihr Heimatland verlassen. Die Gründe für Weg- beziehungsweise Zuzüge sind vielfältig. Eine aktuelle Studie hat sich nun erstmals mit den Beweggründen von Aus- und Rückwanderern auseinanderge- setzt. Die aufschlussreichen Ergebnisse wollen wir Ihnen nicht vorenthalten, Sie finden diese ab Seite 9. Viele Auswanderer entscheiden sich als Familie zum Schritt für ein Leben im Ausland. Dabei stellt der Umzug in die Fremde nicht nur für die Eltern eine große Herausforderung dar. Welche Länder besonders familienfreundlich sind, lesen Sie ab Seite 11. Was ebenfalls einen großen Einfluss auf die Wahl des Ziellandes haben kann, ist die Zufriedenheit ihrer Bewohner. Das Statistische Amt der Europäi- schen Union hat hierzu kürzlich Ergebnisse einer europaweiten Studie veröffentlicht, die Sie ab Seite 26 finden. In weiteren spannenden Beiträgen erfahren Sie, wieso die Kosten für Diabetes Ent- wicklungsländer bremsen (Seite 22), welche neuen Visaregelungen es für die Ein- reise nach Ägypten gibt (Seite 7) und was bei Zahlungsmitteln im Ausland zu beachten ist (Seite 16). Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre und denken Sie immer daran: Der BDAE begleitet Sie mit Sicherheit ins Ausland! Herzlichst, Ihre Silvia Opitz ZAHL DES kostet im Schnitt eine Mit- fahrgelegenheit von Athen nach Patras. (Quelle: mitfahrgelegenheit .de) 14,25 EURO MONATS
  3. 3. 3 Um Personalverantwortliche deutscher Unternehmen mit Chinabezug bei der Entsendung ihrer Mitarbeiter nach China zu unterstützen, veranstaltet die BDAE GRUPPE am 24. Juni ein Fachseminar zum Thema „Herausforderungen der Mitarbeiterentsendung nach China“. Haftungsrisiken minimieren Die Zahl der Mitarbeiterentsendungen nach China steigt ste- tig. Personalverantwortliche, die bereits erste Erfahrungen mit der Planung und Umsetzung einer solchen Entsendung gesammelt haben wissen, dass die Entsendung nach China so zu gestalten ist, dass unternehmerische Ziele erreicht und gleichzeitig die Erwartungen des Mitarbeiters erfüllt werden. Die derzeit größte Herausforderung für ausländische Unter- nehmen in China: Um den Expat-Markt stärker zu kontrollie- ren, verschärft Chinas Regierung zunehmend die Gesetze hinsichtlich der Beschäftigung von ausländischen Mitarbei- tern. Die besondere Schwierigkeit liegt neben den sich häu- fig ändernden Bedingungen auch darin, dass diese Gesetze innerhalb Chinas unterschiedlich interpretiert werden und deshalb in den einzelnen Provinzen verschiedene Verfahrens- weisen angewendet werden. Personalverantwortliche, die ihre Mitarbeiter nach China entsenden, sollten diese neuen Bestimmungen jedoch kennen und einhalten. Bei Verstößen drohen neben empfindlichen Geldstrafen zudem Landesver- weise sowie Einreiseverbote und schlimmstenfalls Haftstra- fen. Lösungen aufeinander abstimmen Vor einer Entsendung sollten die Verantwortlichen alle kriti- schen Punkte klären. Dazu zählen Fragen wie: Was sollte bei der Beantragung des Arbeitsvisums bereits im Vorfeld beach- tet werden? Wird ein lokaler Vertrag oder ein Entsendever- trag für die Erteilung der Arbeitsgenehmigung benötigt? Welche Auswirkungen haben steuerrechtliche Entscheidun- gen auf die Sozialversicherung des Mitarbeiters? Wie wirkt sich das deutsch-chinesische Sozialversicherungsabkommen aus? Welche Vorgaben müssen hinsichtlich der Steuerpflicht sowohl vom Unternehmen als auch vom Expat erfüllt wer- den? Welche Neuerungen gibt es durch das im März letzten Jahres unterzeichnete Doppelbesteuerungsabkommen zwi- schen China und Deutschland? Diese und weitere Fragen will die BDAE GRUPPE gemeinsam mit Spezialisten unterschiedlicher Rechtsgebiete klären. Ziel ist es, den Teilnehmern ausreichend Fakten an die Hand zu geben, um Haftungsrisiken und Entsendeabbrüche zu ver- meiden. Während des Seminars erhalten die Teilnehmer: • einen ganzheitlichen Überblick über die Herausforderun- gen von Entsendungen nach China, • hilfreiche Tipps zur bestmöglichen Absicherung der Mitar- beiter und • vielfältige Anregungen, um Entsendungen effektiv zu ge- stalten. Daneben werden viele Praxisbeispiele und ein Erfahrungsaus- tausch mit Kollegen geboten. Details zur Veranstaltung (Anmeldeunterlagen und Seminar- programm) finden Interessierte unter: https://www.bdae.com/de/downloads/Seminarprogramm_Ch inaentsendung.pdf. INTERN NEUES SEMINAR ZU DEN HERAUSFORDERUNGEN DER MITARBEITERENTSENDUNG NACH CHINA WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN Veranstaltungsort: BDAE GRUPPE Kühnehöfe 3 22761 Hamburg Teilnahmegebühr: 890 Euro zzgl. MwSt. (inkl. Verpflegung) Termin: 24. Juni 2015 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr Kontakt: Sanja Zivkovic szivkovic@bdae.com +49-40-30 68 74-39
  4. 4. 4 Am 6. und 7. Mai öffnet die PERSONAL Nord, eine Fach- messe für Personalmanagement, zum fünften Mal ihre Tore. Dieses Mal mit einer Premiere: Zum ersten Mal findet die Veranstaltung in den Hamburger Messehallen statt. Auch dieses Jahr bietet das Messe-Event Personalentscheidern und Führungskräften einen umfassenden Marktüberblick über Dienstleistungen und Produkte im HR-Bereich. Begleitet wird die Veranstaltung von etwa 90 Vorträgen zu unterschiedli- chen Personal-Themen. BDAE informiert am Stand B.22 in der Halle A4 Auch in diesem Jahr wird der Auslandsexperte BDAE GRUPPE mit einem eigenen Stand (Halle A4, Stand B.22) auf der Fachmesse vertreten sein und zu Neuerungen bei der BDAE GRUPPE sowie zum Expatriate-Management informieren. „Seit der letzten PERSONAL Nord in 2014 hatten wir viele positive Entwicklungen und Veränderungen innerhalb unse- rer Gruppe. Wir arbeiten kontinuierlich daran, Lösungen zu entwickeln und Kundenbedürfnisse zu erfüllen“, sagt Claus- Helge Groß, Firmenkundenberater bei der BDAE GRUPPE. „Wir laden bestehende und potenzielle Kunden herzlich an unseren Stand auf die Personal Nord ein, um über Produkte und aktuelle Entwicklungen des BDAE zu informieren“, so Groß weiter. Mehr Infos: http://www.personal-nord.com/content/index_ger.html INTERN BDAE ERNEUT AUF DER PERSONAL NORD Seit September 2014 ist Simone Richter als Young Profes- sional im Bereich Unternehmensberatung Internationale Mitarbeiterentsendung des BDAE tätig. Sie unterstützt Omer Dotou, Leiter der Abteilung, maßgeblich bei der Bera- tung von Personalabteilungen und deren Mitarbeiter zu Fra- gen rund um die Mitarbeiterentsendung. Die gebürtige Hamburgerin hat eine besondere Affinität zum Ausland. Bereits wäh- rend ihrer Schulzeit ver- brachte sie ein Jahr als Austauschschülerin in der französischsprachigen Schweiz. Später lebte und arbeitete Sie im Rahmen eines Praktikums drei Mo- nate in England und stu- dierte ein Semester in Italien. Auch ihre Bachelor-Thesis widmete sie dem Thema Ausland und zeigt auf, wie die Reintegration von Expats op- timiert werden kann. Dieses setzte sie dann in ihrer Master- arbeit fort, die sich mit den Problemen der Integration von Impats in Deutschland befasst und Lösungsansätze für Per- sonalabteilungen veranschaulicht. In ihrer Freizeit engagiert sich Simone Richter sehr für Kin- der und Jugendliche und gibt Nachhilfeunterricht vorzugs- weise in Mathematik und Französisch. Daneben ist sie ehrenamtlich für den Verein „Bildung durch Begeisterung e.V.“ tätig, der sich für die Finanzierung und Förderung von Projekten für Jugendliche einsetzt. Als ein großes Ziel für dieses Jahr hat sich die begeisterte Läuferin vorgenommen, einen Halbmarathon mitzulaufen, daher trainiert sie derzeit mehrmals in der Woche. Für die ferne Zukunft kann sich die Weltenbummlerin sehr gut vorstellen, selber einmal außer- halb des europäischen Auslands entsandt zu werden. Sie erreichen Simone Richter bei Fragen zum Expat- sowie Impat-Management telefonisch (+49-40-30 68 74-46) und per E-Mail (srichter@bdae.com). NEU DABEI
  5. 5. 5 BDAE: Wieso ist ein Seminar, das sich speziell mit der Mitarbeiterentsendung nach China befasst, Ihrer Meinung nach notwendig? Dotou: Das Thema Auslandseinsatz ist generell von großer Bedeutung. Aus unseren Erfahrungen wissen wir, dass viele Unternehmen ihre Mitarbeiter ver- stärkt nach China entsenden. Nach wie vor hat das Land eine große Bedeu- tung in der Weltwirtschaft, und immer noch wagen viele deutsche Unterneh- men den Markteintritt ins Reich der Mitte oder bauen ihre bestehenden Aktivitäten aus. Etwa 80 Prozent unse- rer Beratungsfälle haben einen China- bezug. BDAE: Worin liegen die größten Schwierigkeiten bei der Vorbereitung einer Entsendung nach China? Dotou: Eine große Schwierigkeit verursa- chen die sich kontinu- ierlich ändernden Gesetze. Chinas Regie- rung hat erkannt, dass immer mehr Ausländer ins Land kommen und versucht über die Ver- schärfung von Geset- zen, auf den Expat- Markt Einfluss zu nehmen. Dass bedeutet jedoch auch: Die Entsendefälle müssen diesen Änderungen ständig angepasst werden. Im April können schon ganz anderer Maßnahmen nötig sein als es etwa im Januar der Fall war. Beachtet ein Un- ternehmen die aktuellsten Gesetze nicht, kann es zu gravierenden Folgen für das Unternehmen und den entsand- ten Mitarbeiter kommen. BDAE: Was für Folgen sind das kon- kret? Dotou: Bei Verstößen gegen geltende Bestimmungen muss das Unternehmen in der Regel mit Geldstrafen rechnen. Nicht selten kommt es für betroffene Mitarbeiter zu Landesverweisen sowie Einreiseverboten und im schlimmsten Fall zu Haftstrafen. BDAE: Gibt es darüber hinaus noch weitere Herausforderungen bei einer Entsendung nach China? Dotou: Um eine Mitarbeiterentsen- dung erfolgreich zu gestalten ist es wichtig, insbesondere wenn es sich um einen Einsatz in China handelt, vier Rechts- gebiete parallel zu beachten: Aufenthalts- und Arbeitsrecht sowie Sozialversicherungs- und Steuerrecht. Eine Einzelbe- trachtung dieser Rechtsgebiete kann bei Chinaentsendungen nicht funktionieren, weil sie miteinander verzahnt sind. Bei- spielsweise entscheidet die richtige Vertragsart darüber, ob der entsandte Mitarbeiter ein passendes Arbeitsvisum erhält oder nicht. Erschwert wird das Ganze dadurch, dass die entspre- chenden Bedingungen von Provinz zu Provinz unterschiedlich sind. Ist ein lokaler Vertrag für die Beantragung des Arbeitsvi- sums notwendig, kann dies jedoch auch sozialversicherungs- rechtliche Auswirkungen für den Arbeitnehmer in Deutschland haben. BDAE: Wann genau kann es zu solchen Auswirkungen kom- men und welche wären das? INTERVIEW „DIE PROZESSE FÜR CHINA-ENT- SENDUNGEN MÜSSEN REGEL- MÄSSIG ANGEPASST WERDEN.“ Obwohl sich das Wirtschaftswachs- tum der Volksrepublik China im Vergleich zu den Vorjahren verlang- samt hat, expandieren nach wie vor viele Firmen in das Land der Mitte. Und auch die Zahl der Entsendungen nach China nimmt weiterhin zu. Personalver- antwortliche stehen dabei vor einigen Hürden, denn Mitarbeiterentsendun- gen nach China sind besonders kom- plex. Welche Aspekte es zu berück- sichtigen gilt, erläutert Omer Dotou, Sozialversicherungsexperte und Leiter Unternehmensberatung Internationale Mitarbeiterentsendung bei der BDAE GRUPPE.
  6. 6. 6 Dotou: Das wäre beispielsweise dann der Fall, wenn der Mitarbeiter neben seinem Arbeitsvertrag in Deutschland zu- sätzlich einen lokalen Arbeitsvertrag in China hätte. Denn in diesem Fall würde der Mitarbeiter einen Teil seines Gehaltes aus Deutschland und einen weiteren Teil aus China bezie- hen, was sozialversicherungsrechtlich eine Entsendung aus- schließt. Im entsprechenden Gesetz heißt es ganz klar: Eine Entsendung besteht nur dann, wenn sich der Anspruch auf Arbeitsentgelt zu 100 Prozent gegen das deutsche Unter- nehmen richtet. Die Folgen für den Mitarbeiter: Der Verbleib im deutschen Sozialversicherungssystem ist nicht mehr mög- lich. Für das Unternehmen bedeutet es, dass es seine Fürsor- gepflicht verletzt hat und mit Konsequenzen rechnen muss. BDAE: Können Sie weitere Probleme aus Ihrer Praxis nen- nen, mit denen Sie häufig konfrontiert sind? Dotou: Sehr häufig gibt es Konflikte mit dem Steuerrecht, denn hier ist genau definiert unter welchen Voraussetzun- gen die Gehaltskosten eines Expats als Betriebskosten erfasst werden dürfen. Ganz generell kann man sagen, dass die Ge- sellschaft, die von der Tätigkeit der eingesetzten Person pro- fitiert, auch wirtschaftlich dessen Kosten tragen muss. Ich möchte dazu ein Beispiel aufführen: Ein Mitarbeiter wird nach China entsandt, um dort eine Tochtergesellschaft auf- zubauen. Der Mitarbeiter hat einen Arbeitsvertrag mit der deutschen Muttergesellschaft und bezieht von ihr auch das Gehalt. Grundsätzlich könnte man hier laut dem Sozialversi- cherungsrecht von einer Mitarbeiterentsendung ausgehen. Doch steuerrechtlich gestaltet sich der Fall anders. Durch den Aufbau der Tochtergesellschaft profitiert in erster Linie das Unternehmen in China. Daher muss das Unternehmen in Deutschland steuerrechtlich das Gehalt des Mitarbeiters an die chinesische Tochter weiterbelasten. Durch diese Weiter- belastung kommt es allerdings sozialversicherungsrechtlich zu einer entscheidenden Wende: Es liegt nun keine Entsen- dung mehr vor. Der Mitarbeiter fällt folglich aus dem deut- schen Sozialversicherungssystem. BDAE: Wie lassen sich solche Klippen umschiffen? Haben Sie Tipps für Verantwortliche entsendender Unternehmen? Dotou: Ich behaupte immer: Das A und O ist es, dass Per- sonalverantwortliche mit den zuständigen Steuerberatern sprechen. Erst wenn geklärt ist, dass das deutsche Unterneh- men die Gehaltskosten als Betriebsausgabe im Inland steuer- rechtlich geltend machen kann, kann der Antrag zur Prüfung der Entsendung bei den Krankenkassen gestellt werden – vorher nicht. BDAE: Was passiert, wenn das Gehalt schließlich dem Un- ternehmen in China weiterbelastet werden muss? Dotou: Dann finden wir trotzdem eine zufriedenstellende Lösung, damit der Mitarbeiter weiterhin im deutschen Sys- tem verbleiben kann und keine Nachteile entstehen. Die Kunst besteht darin, auch wenn sich die vier Rechtsgebiete nicht zusammenfügen lassen, trotzdem einen gangbaren Weg zu finden. Deshalb bieten wir ausschließlich Lösungen, die auf die vier relevanten Rechtsgebiete abgestimmt sind. INTERVIEW © bluedesign - Fotolia.com © beugdesign - Fotolia.com
  7. 7. Laut Informationen der ägyptischen Botschaft in Berlin ist zu Mitte Mai eine Änderung der Visabestimmungen für Individualreisende geplant. Die CIBT VisumCentrale emp- fiehlt, ein herkömmliches Touristenvisum vorab zu beantra- gen. Alle Reisenden, die nicht Teilnehmer einer Gruppenreise sind, sollen demnächst ein vorab in ihrem Heimatland bean- tragtes Visum benötigen. Nur Reisegruppen bestimmter Rei- severanstalter können weiterhin die Möglichkeit eines ‚Visums bei Ankunft‘ am Flughafen nutzen. Internationale Presseagenturen haben gemeldet, dass die neuen Bestim- mungen laut ägyptischem Außenministerium am 15. Mai 2015 in Kraft treten sollen. Ob die Änderungen in vollem Umfang umgesetzt werden, ist jedoch noch nicht abschlie- ßend geklärt. Aktuelle Situation Die aktuellen Bestimmungen für Deutsche und andere EU- Bürger sowie für viele andere Nationalitäten erlauben zurzeit zwei Möglichkeiten. Erstens gibt es die Möglichkeit eines ‚Vi- sums bei Ankunft‘. Hierzu können Pauschal- sowie Indivi- dual-Touristen bei Ankunft auf dem Flughafen gegen eine Gebühr von 35 US$ ein Visum für einen Aufenthalt bis zu 30 Tagen er- halten. Dabei müssen Reisende im Besitz ihres mindestens noch sechs Monate gültigen Reise- passes und der erforderli- chen Rück- oder Weiterreise-Tickets mit bestätigter Flugbuchung sein. Bei Ankunft auf den internationalen Flughäfen Sharm El-Sheich, Saint Ca- therine und Taba ist außer- dem ein kostenloses Kurzvisum für einen Aufenthalt bis zu 14 Tagen erhältlich. Ein mindestens noch sechs Mo- nate gültiger Reisepass ist erforderlich. Dieses Visum berechtigt nur zum touristischen Aufenthalt im Süd- Sinai. Die zweite Möglichkeit stellt ein vorab beantrag- tes herkömmliches Touristenvisum dar. Dieses Visum für Ägypten kann auch jetzt schon vorab bei der CIBT beantragt werden. Zukünftige Situation Individualreisende, die nicht Teilnehmer einer Gruppenreise sind, müssen ab voraussichtlich Mitte Mai 2015 ein vorab in ihrem Heimatland beantragtes herkömmliches Touristenvi- sum für Ägypten vorlegen. Sie können dann nicht mehr wie bisher das ‚Visum bei Ankunft‘ nutzen. Daher empfiehlt CIBTvisas Individualreisenden, die nicht Teilnehmer einer Gruppenreise sind, schon jetzt ein herkömmliches Touristen- visum zu beantragen. Vom Gebrauch des ‚Visum bei An- kunft‘ wird aufgrund der Tatsache, dass die geplante Änderung der Visaregelung noch nicht abschließend geklärt ist, abgeraten. Es ist daher nicht absehbar, welche Risiken Reisende eingehen, wenn sie ohne ein herkömmliches Tou- ristenvisum in Ägypten einreisen. Gegenüber dem ‚Visum bei Ankunft‘ bietet die Einholung eines herkömmlichen Touristenvisums für Ägypten vor Reise- antritt für Reisende entscheidende Vorteile. Einerseits hat der Reisende die Sicherheit, sein Einreisedokument schon vor Reiseantritt in den Händen zu halten und spart sich zusätz- lich die Zeit, am Zielflughafen den entsprechenden VoA- Schalter ausfindig zu machen und das ‚Visum bei Ankunft‘ in Empfang zu nehmen. GEÄNDERTE VISAREGELUNG FÜR DIE EINREISE NACH ÄGYPTEN RECHTLICHES 7 © topor - Fotolia.com
  8. 8. 8 RECHTLICHES © christophe BOISSON - Fotolia.com Laut der deutsch-schwedischen Handelskammer dürfen Polizei und Zoll seit Kurzem Lkws und ganze Lastzüge vorübergehend an der Weiterfahrt hindern, wenn diese er- hebliche Sicherheitsmängel aufweisen, überladen sind oder die Lenk- und Ruhezeiten nicht eingehalten wurden. Ursäch- lich dafür ist eine Gesetztesänderung, die seit dem 1. März dieses Jahres in Kraft getreten ist. Bei Verstößen dürfen die Behörden Fahrzeugschlüssel und –papiere sowie Kennzei- chen beschlagnahmen. In Ausnahmefällen kann sogar eine Autokralle angebracht werden, um die Weiterfahrt zu ver- hindern. Transportunternehmen, die sogenannte „Sanktions- abgaben“ nicht geleistet haben, können ebenfalls mit einer Beschlagnahmung rechnen. Im Gesetz wurde allerdings ebenso festgehalten, dass die Maßnahmen verhältnismäßig sein müssen und die Zwangspause nicht länger als 24 Stun- den dauern darf. Bußgeld muss sofort bezahlt werden Bereits seit Jahresanfang gelten zudem neue Regeln für Ka- botage, also für Transporte innerhalb Schwedens, die von ausländischen Transportunternehmen durchgeführt werden. Wer in Schweden gegen die geltenden EU-Vorschriften ver- stößt, kann mit einer Sanktionsabgabe in Höhe von 40.000 Schwedischen Kronen (knapp 4.250 Euro) belegt werden. Das Bußgeld darf die Polizei direkt bei der Kontrolle erheben, und es muss vom Transportunternehmer auch umgehend gezahlt werden. Schwarze Schafe im Visier Ziel der Gesetzesverschärfungen ist es laut der schwedischen Regierung, schlechte Arbeitsbe- dingungen, ungesunde Konkurrenzverhältnisse und reine Wirtschaftskriminalität im Transport- gewerbe zu unterbinden. Die schwedische Regierung will es seriösen Speditionen so leichter machen, auf dem hart umkämpften Markt zu bestehen. Zudem sollen mehr Jobs mit guten Arbeitsbedingungen geschaffen wer- den, was laut schwedischem Verkehrsministerium nur über die Einhaltung der Vorschriften im Güterverkehr funktioniert. City-Maut auch für ausländische Fahrzeuge Neben schärferen Sanktionen bei Verstößen gegen die Si- cherheits- und Sozialvorschriften ist zum Jahreswechsel eine weitere Neuregelung in Kraft getreten, die Lkws auf schwe- dischen Straßen betrifft: Seit dem 1. Januar wird auch für Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen die City-Maut fäl- lig, die in den Innenstädten von Stockholm und Göteborg er- hoben wird. Wer dort mit Lkw, Bus oder auch Pkw unter- wegs ist, muss bis zu 60 Schwedische Kronen (etwa 6,35 Euro) pro Fahrzeug und Tag bezahlen. Die genaue Gebüh- renhöhe ist abhängig von der Tageszeit, der Länge der Fahrtstrecke und davon, wie häufig eine Bezahlstation pas- siert wird. Ausführliche Informationen stehen unter http://www.handelskammer.se/de zur Verfügung. LKW-KONTROLLEN IN SCHWEDEN: VERSTÖSSE KÖNNEN TEUER WERDEN
  9. 9. 9 Seit Jahren wandern mehr deutsche Staatsangehörige aus als nach Deutschland zurückkehren. Zwischen 2009 und 2013 wurden rund 710.000 Fortzüge registriert, dem stan- den nur etwa 580.000 Zuzüge gegenüber. Nach Einschät- zung des Bund der Ausland-Erwerbstätigen (BDAE) e.V. dürften jährlich weit mehr – rund eine Million Deutsche – aus privaten oder beruflichen Gründen ihre Heimat temporär oder gar für immer verlassen. Die registrierten 710.000 Weg- züge beziehen sich nämlich vorrangig auf die Wohnsitzab- meldungen in den Einwohnermeldeämtern. „Viele Bundesbürger behalten allerdings ihren Wohnsitz bei, unter anderem aus steuerlichen Gründen oder weil sie bereits wis- sen, dass sie in ein paar Jahren nach Deutschland zurückkeh- ren werden“, weiß BDAE-Pressesprecherin Anne-Katrin Schulz. Eine aktuelle Studie namens „International Mobil. Motive, Rahmenbedingungen und Folgen der Aus- und Rückwande- rung deutscher Staatsbürger“ hat nun erstmals Aus- und Rückwanderer in größerem Umfang nach ihren Beweggrün- den für die (temporäre) Auswanderung befragt und deren Sozialstruktur erhoben. Bei der Studie handelt es sich um ein Projekt des SVR-Forschungsbereichs, des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden und der Universi- tät Duisburg-Essen. Gefördert wurde die Erhebung von der Stiftung Mercator. Jobchancen Hauptmotiv für Auswanderer Demnach verlassen die meisten Deutschen aus beruflichen Gründen (66,9 Prozent) das Land, neue Erfahrungen zu machen, ist für 72,2 Prozent das wichtigste Motiv. 41,4 Pro- zent der Befragten nennen Unzufriedenheit mit dem Leben in Deutschland als Beweggrund für eine Auswande- rung. Ein höheres Einkommen im Ausland erhoffen sich 46,9 Prozent. Tatsächlich führt die Auswanderung für die meisten international mobilen Deutschen zu einer Erhöhung des Einkommens, und zwar unabhängig von Bildungsniveau oder Berufsqualifikation. Doch das hat seinen Preis. So gaben 43,5 Prozent an, dass sich die Auswanderung negativ auf ihren Freundes- und Bekanntenkreis ausgewirkt habe. „Auswanderung aus Deutschland hat ambivalente Folgen für die Wandernden: Sie erzielen oft ein höheres Einkommen und haben einen höheren Berufsstatus, aber sie erfahren vielfach auch eine Art sozialer Desintegration durch den Ver- lust von Freunden und Bekannten“, sagte Prof. Dr. Norbert F. Schneider, Direktor des Bundesinstituts für Bevölkerungsfor- schung. Wichtigste Gründe für Auswanderung Insgesamt wurden Antworten von 1.700 Personen ausgewer- tet, darunter knapp 800 Aus- und rund 900 Rückwanderer. Die Ergebnisse liefern aussagekräftige und belastbare neue Erkenntnisse zur Frage, wer auswandert und welche Motive dabei eine Rolle spielen. Sie sind aber nicht repräsentativ für die Gesamtheit der deutschen Aus- und Rückwanderer. Auswanderer haben in der Regel ein hohes Bildungsni- veau Die Studie gibt auch Aufschluss über die Sozialstruktur der international Mobilen: Die befragten Aus- und Rückwande- rer sind deutlich jünger als die deutsche Wohnbevölkerung, überproportional viele stammen aus einem bildungsnahen Elternhaus und haben deutlich höhere Bildungsabschlüsse. Akademiker und Führungskräfte sind unter den Auswande- rern stark überrepräsentiert. Bei den Auswanderern liegt der Anteil der Hochqualifizierten bei 70 Prozent. Aber auch bei den Rückwanderern ist ihr Anteil mit 64,1 Prozent sehr hoch. Eine weitere wichtige Erkenntnis: Etwa 41 Prozent der im Ausland lebenden Deutschen geben an, dass sie nach Deutschland zurückkehren möchten. Rund ein Drittel möchte lieber im Zielland bleiben. Unentschlossen ist gut ein Viertel der Befragten (26 Prozent). EXPATRIATES STUDIE: WARUM VIELE DEUTSCHE AUSWANDERN Hauptmotive für die Auswanderung nach Häufigkeit Bildungsniveau der Auswanderer
  10. 10. 10 Rückkehr aus familiären Gründen Für eine Entscheidung zur Rückkehr nach Deutschland spie- len ähnliche Motive eine Rolle wie bei der Abwanderung, es zeigen sich aber deutliche Unterschiede bei der Häufigkeit der Nennung: Auch für Rückkehrer spielen berufliche Gründe mit 56,5 Prozent eine zentrale Rolle. Am häufigsten werden aber partnerschaftsbezogene und familiäre Gründe genannt (63,9 Prozent). Insgesamt zeigt die Studie, dass sich das Wanderungsverhalten nach Geschlecht unterscheidet: Sowohl bei den Auswanderern als auch bei den Rückwande- rern gaben Männer als Migrationsmotiv deutlich häufiger be- rufliche Gründe an, Frauen dagegen häufiger partnerschaftsbezogene und familiäre Gründe. „Eine Erklä- rung hierfür bietet das nach wie vor wirkungsstarke Modell des ‚männlichen Familienernährers‘: Danach ist die Aus- und Rückwanderung von Männern eher beruflich bzw. wirt- schaftlich motiviert, während Frauen eher aus familiären Gründen wandern“, stellt Forscher Schneider fest. Viele Deutsche auch im Ausland unzufrieden Die Unzufriedenheit mit dem Leben im Ausland geben 40,4 Prozent an – ein Wert, der fast genauso hoch ist, wie der Wert der Unzufriedenheit mit dem Leben in Deutschland. Eine Rückwanderung führt für die meisten international mo- bilen Deutschen zu spiegelbildlichen Effekten der Auswande- rung: Sie nehmen in der Regel eine deutliche Verbesserung der sozialen Lebensbedingungen wahr, müssen gegenüber dem Leben im Ausland jedoch finanzielle Einbußen hinneh- men. Insbesondere bei Personen mit geringeren Berufsquali- fikationen wirkt sich eine Rückkehr im Durchschnitt deutlich negativer auf das Einkommen aus, während sich die Aus- landserfahrung vor allem bei Hochqualifizierten auch finan- ziell auszahlt. Wohin die Deutschen auswandern Das Fazit der Studie: Es gebe derzeit keine Anzeichen für einen dauerhaften Weggang Hochqualifizierter aus Deutsch- land. Ihre Abwanderung hat eher temporären Charakter. „Dies können wir bestätigen. Berufliche Mobilität gehört mittlerweile zum Lebenslauf insbesondere von potenziellen Führungskräften dazu“, sagt BDAE-Sprecherin Anne-Katrin Schulz. Insofern handele es sich bei den Auswanderern von heute überwiegend um so genannte Expatriates, also Aus- landserwerbstätigen. Viele Expats haben Migrationshintergrund Die Studie fand weiter heraus: Als hochgradig mobil erwei- sen sich deutsche Staatsangehörige mit Migrationshinter- grund. Sie stellen einen überdurchschnittlich hohen Anteil der Aus- und Rückwanderer: Ein Viertel der befragten Aus- und Rückwanderer hat einen direkten oder indirekten Migra- tionshintergrund. Sie wandern aber nicht zwangsläufig in das eigene Herkunftsland bzw. das ihrer Eltern, sondern sind generell mobiler. EXPATRIATES Wichtigste Zielstaaten deutscher Auswanderer 2004 - 2013 Bestand von Auswanderern aus Deutschland 2013
  11. 11. 11 Skandinavien und Frankreich sind die besten Auslandsdes- tinationen für Familien mit Kindern. Der Mittlere Osten, China, Brasilien und Indien schneiden hingegen am schlech- testen ab. Die meisten Kinder, die mit ihren Familien im Aus- land leben, besuchen eine internationale oder eine öffentliche Schule vor Ort und sprechen zwei oder mehr Sprachen. Das geht aus einer internationalen Umfrage unter im Ausland wohnhaften Eltern hervor, die im Auftrag des Expatriate- Netzwerkes InterNations durchgeführt wurde. Eine internationale Umfrage unter im Ausland wohnhaften Eltern präsentiert die besten Auslandsdestinationen für Fami- lien: Skandinavien und Frankreich führen die Liste an, wäh- rend der Mittlere Osten, China, Brasilien und Indien am schlechtesten abschneiden. Die meisten Kinder, die mit im Ausland leben, besuchen eine internationale oder eine öf- fentliche Schule vor Ort und sprechen zwei oder mehr Spra- chen. Die Daten stammen aus der InterNations Expat Insider Studie, eine Untersuchung weltweit zur Lebenssituation von Personen, die im Ausland leben und arbeiten, mit Themen- bereichen wie Lebensqualität, finanzielle Situation, Familien- leben, Arbeitstätigkeit im Ausland sowie Freundschaft und Beziehung. Die familienfreundlichsten Länder Ein Umzug ins Ausland ist nicht nur für Eltern, sondern auch für mitreisende Kinder eine große Herausforderung. Die Länge des Auslandaufenthalts hängt hierbei nicht nur von den Karrierechancen und Lebenskosten ab, sondern genauso von der Gesundheit und Sicherheit der Kinder sowie dem Angebot an Schulen und Kinderbetreuung. Laut den Umfra- geergebnissen sind fast alle befragten Expatriates in Schwe- den (97 Prozent), Dänemark (97 Prozent) und Frankreich (93 Prozent) mit der Gesundheit ihrer Kinder zufrieden, während der globale Durchschnitt bei 85 Prozent liegt. Schulen auf der ganzen Welt Mehr als ein Drittel der Auslandsfamilien (35 Prozent) schik- ken ihre Kinder auf eine internationale Schule. Rund 30 Pro- zent entscheiden sich für eine öffentliche Schule, während zwei von zehn Familien (19 Prozent) ihre Kinder in lokale Pri- vatschulen schicken. Öffentliche Schulen sind in Nordamerika und Europa besonders beliebt. In Südamerika, Südafrika, den Philippinen und in der Türkei entscheiden sich Eltern nach dem Umzug ins Ausland hingegen eher für Privatschulen. Kinder von Expatriates in Asien und dem Mittleren Osten be- suchen am häufigsten eine internationale Schule. Vier der fünf führenden Länder im Bereich “Bildungsquali- tät” sind europäisch. Die Schweiz wird hierbei am besten be- wertet. Die meisten Auslandsfamilien in der Schweiz entscheiden sich für öffentliche Schulen (53 Prozent). Ein Viertel (27 Prozent) der Kinder besuchen eine internationale Schule. Singapur, die einzige führende außereuropäische Stadt, schafft es in der Kategorie “Bildungsqualität“ auf den zweiten Platz. Dort sind die meisten Kinder in internationalen Schulen (51 Prozent), gefolgt von öffentlichen Schulen mit 22 Prozent. Die Plätze drei bis fünf in der Kategorie gehen an Belgien, Deutschland und die Niederlande. EXPATRIATES MIT KINDERN IM AUSLAND: DIE FAMILIENFREUNDLICHSTEN LÄNDER DER WELT Education Choices among Expat Parents - global (multiple answers possible)
  12. 12. 12 EXPATRIATES Früh übt sich, wer ein Sprachgenie werden will In der Schule und bei Freizeitaktivitäten lernen Kinder im Ausland meist mehr Sprachen als deren Eltern zuhause spre- chen. Jedes zweite Kind, das im Ausland lebt, wächst zwei- sprachig auf und 36 Prozent lernen sogar drei oder noch mehr Sprachen. Im Vergleich zu ihren Eltern ist die Wahr- scheinlichkeit bei Expat-Kindern weit größer, dass sie die lo- kale Sprache sehr gut (33 versus 27 Prozent) oder sogar als Muttersprache (18 versus 10 Prozent) beherrschen. Mit 95 Prozent ist der Anteil an Eltern, die besonders hohen Wert auf die Mehrsprachigkeit ihrer Kinder legen, in Mexiko, den Philippinen und in China besonders hoch. Die Kinder, die im Ausland leben und nur eine Sprache spre- chen (14 Prozent), sind häufig in englischsprachigen Regio- nen wie etwa Australien, USA und Kanada anzutreffen. Da viele der Expatriates in englischsprachigen Ländern selbst aus englischen Regionen stammen, muss daher meist keine Zweitsprache gelernt werden. In Indien, Hong Kong, Malay- sia, den Vereinigten Emiraten und im Oman ist der Anteil der Kinder, die die lokale Sprache beherrschen, am niedrigsten. In diesen Ländern werden Kinder meist in eine internationale Schule oder eine Privatschule mit einem ausländischen Fokus wie beispielsweise die Deutsche Internationale Schule einge- schult. Wo sich Familien nicht wohl fühlen Rund 19 Prozent der Elternteile, die im Ausland leben, lassen ihre Kinder in der Heimat zurück. Davon sind 84 Prozent männlich und leben am häufigsten im Mittleren Osten ( Ver- einige Arabische Emirate, Saudi Arabien und Katar). Die Gründe hierfür sind häufig darin zu finden, dass viele Expatria- tes von ihren Arbeitgebern nur für kurze Zeit in diese Des- tinationen geschickt werden und sich deshalb entscheiden, die Familie nicht mitzunehmen. Darüber hinaus ist die Ver- fügbarkeit und Kostenstruktur des Bildungssystems in Katar besonders schlecht, während Saudi Arabien vor allem bei der Bildungsqualität und beim Wohlbefinden von Familien große Abstriche macht. Andere Länder wie Brasilien, Kenia, Nige- ria, Indien und Ägypten werden aufgrund der Sicherheitslage und der gesundheitlichen Versorgung von im Ausland leben- den Familien negativ bewertet. Dies überrascht nicht, da die genannten Länder von Expatriates generell als unsicher und politisch instabil eingeschätzt werden. Details zur Studie Die Umfrageergebnisse stammen aus der Expat Insider Stu- die, für die jährlich rund 14.000 im Ausland lebende und ar- beitende Expatriates mit 165 Nationalitäten in 169 verschiedenen Ländern zu Themen wie Lebensqualität, Inte- grationsmöglichkeiten, Arbeit und Finanzen, Familie, Lebens- kosten sowie Geschlecht, Alter und Nationalität befragt werden. Die Bewertungen aus diesen Einzelkategorien wur- den dann in unterschiedliche Themenfelder aufgeteilt, um daraus die zehn besten Destinationen der Welt abzuleiten. 2014 waren dies Ecuador, Luxemburg, Mexiko, die Schweiz, die Vereinigten Staaten, Singapur, Spanien, die Philippinen, Australien und Hong Kong. Education Choices among Expat Parents - global (multiple answers possible)
  13. 13. 13 EXPATRIATES Im Rahmen eines Forschungsprojekts im Bereich des inter- nationalen Personalmanagements beschäftigt sich das Team um Prof. Dr. Benjamin Bader von der Leuphana Univer- sität Lüneburg mit Motiven von Auslandsentsendungen und den damit verbundenen Erwartungen. Dabei werden explizit sowohl Erfahrungen während als auch nach der Entsendung betrachtet. Die gesuchte Zielgruppe sind daher Personen, die entweder gerade einen beruflichen Auslandsaufenthalt ab- solvieren oder vor bis zu drei Jahren von einem solchen zu- rückgekehrt sind. Online-Umfrage Ziel der kurzen Online-Umfrage ist es, eine möglichst breite Datenbasis zu generieren, die eingehende Analysen zu den Beweggründen, eine Auslandsentsendung zu absolvieren, er- möglichen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Entsendung vom Unternehmen initiiert wird (klassische Expatriation), oder ob sich die/der Entsandte selbst um eine Stelle im Aus- land bemüht. Es gibt auch keine “richtigen” oder “falschen” Antworten, die Studie erfasst Ihre individuellen Erfahrungen und trägt dazu bei, die Ausgestaltung zukünftiger Entsen- dungen besser an die Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die letztlich ins Ausland gehen, anzupassen. Die Ergebnisse der Studie werden ab Mitte 2015 auf www.expat-news.com zusammengefasst dargestellt. Die Umfrage ist komplett anonym, Sie benötigen lediglich ca. drei Minuten Zeit für das Ausfüllen des Online-Fragebogens. Zur Umfrage gelangen Sie über diesen Link: http://survey.expat-research.org/index.php/549757/lang-de UMFRAGE ZU MOTIVEN UND ERWARTUNGEN VON AUSLANDSENTSENDUNGEN © Karen Roach - Fotolia.com LEUPHANA Prof. Dr. Benjamin Bader Institute of Corporate Development Leuphana University of Lüneburg Scharnhorststraße 1, C6.404 21335 Lüneburg Fon +49.4131.677-1950 mailto:benjamin.bader@ leuphana.de www.leuphana.de
  14. 14. Die größte portugiesische Fluggesellschaft – TAP Portugal – ermöglicht ihren Kunden in Deutschland, Luxemburg und Österreich ab dem dritten Quartal 2015 in ihren Online- Buchungssystemen das mobile Bezahlen. Um dies zu ermöglichen, hat die Airline eine Kooperation mit Yapital, einem Anbieter für bargeldlose Bezahlsysteme, ge- schlossen. Um das Ticket mit dem Smartphone oder anderem mobilen Endgerät zu bezahlen, benötigt der Reisende eine entspre- chende Yapital-App. Mit ihr wird während des Bestellprozesses ein QR-Code eingescannt und anschließend bestätigt. Alle Tik- ketkäufe werden sofort in einer Transaktionsübersicht inner- halb der Yapital-App aufgeführt. 14 AIR CHINA SAS SCANDINAVIAN AIRLINES Air China, die zweitgrößte Flugge- sellschaft der Volksrepublik China, fliegt ab dem 1. Mai dieses Jahres zwi- schen China, Weißrussland und Un- garn. Die neue Verbindung von Peking via Minks nach Budapest wird viermal wö- chentlich – montags, mittwochs, frei- tags und sonntags – bedient. Der Flieger startet jeweils um 13.00 Uhr in der Hauptstadt Chinas, erreicht um 16.50 Uhr die Hauptstadt Weißruss- lands und um 18.20 Uhr die Metropole an der Donau. Nach einer 40-minüti- gen Pause hebt der Airbus A330-200 um 19.00 Uhr für den Rückflug ab. Ebenso bietet Air China ab dem 1. Juni eine zweite tägli- che Verbindung von Peking nach Paris. Bisher wurde die Strecke einmal am Tag bedient. Die neuen Flugnummern auf dieser Verbindung lauten CA875 und CA876. Auf dem Hinflug verlässt der Airbus A330-200 um 02.06 Uhr das Reich der Mitte und erreicht Frank- reich um 7.25 Uhr. Um 14.10 Uhr ver- lässt die Maschine wieder die Stadt der Liebe und erreicht um 6.30 Uhr des Folgetages ihren Heimatflughafen in Peking. (Alle Zeiten sind Lokalzeiten.) Die skandinavische Flug- gesellschaft SAS Scan- diavian Airlines hat kürzlich ihre Kabinen modernisiert. Interessierte können ab so- fort eine virtuelle Tour durch den Innenraum eines neu ausgestatteten Langstrek- kenflugzeugs machen. Möglich macht das Google Street View. Der virtuelle Rundgang, der unter http://www.flysas.com/en/us/t ravel-info/onboard/interconti- nental-flights/new- cabin/New-Cabin-Street-View/ aufrufbar ist, führt durch die verschieden Serviceklassen der Airline sowie durch wei- tere Teile der Kabine, wie Küche und Toilette. Bis 2016 soll in sieben Flug- zeugen des Typs Airbus A330 beziehungsweise A340 in allen drei Service- klassen die Innenausstat- tung erneuert werden. AIRLINES TAP PORTUGAL © ARNICA - Fotolia.co m © macrovector - Fotolia.com
  15. 15. Die Berliner Fluggesell- schaft Germania hat eine neue Verbindung von Erfurt nach Zypern in ihren Flugplan aufgenommen. Seit dem 1. April dieses Jah- res können Flugreisende ein- mal wöchentlich – immer am Mittwoch – vom Flugha- fen Erfurt-Weimar ins süd- lich gelegene Paphos fliegen. Der Hinflug startet um 10.25 Uhr in Thüringen und erreicht Zypern um 15.00 Uhr. Zurück geht es nach einem kurzen Aufenthalt um 15.45 Uhr mit Ankunft in Deutschland um 18.30 Uhr. Ebenso neu ist die Strecke von Hamburg nach Beirut. Ab dem 1. Juli dieses Jahres soll die neue Route einmal wöchentlich bedient wer- den. Immer mittwochs star- tet der Flieger um 22.25 Uhr in der Hansestadt und er- reicht nach etwa viereinhalb Stunden die libanesische Hauptstadt. Um 17.45 Uhr des Folgetages hebt der Flie- ger für seinen Rückflug nach Deutschland ab. Weitere Informationen sind unter http://www.flygerma- nia.de/de abrufbar. 15 GERMANIAWIZZ AIR AIRLINES Die Niedrigpreis-Flugge- sellschaft Wizz Air bie- tet künftig jedem Passagier einen festgelegten Sitzplatz. Bei Buchungen werden Rei- senden für Flüge ab dem 4. Mai vorerst auf ausgewähl- ten Strecken und ab 19. Mai auf allen Verbindungen Sitz- plätze zugewiesen. Wer ge- meinsam bucht, erhält nach Möglichkeit nebeneinander liegende Sitzplätze. Passagiere können den ihnen vorbestimmten Sitz bis zu drei Stunden vor Ab- flug kostenpflichtig gegen einen Wunschplatz tau- schen. Für Sitzplätze in der ersten Reihe oder mit mehr Beinfreiheit müssen Rei- sende zwischen fünf und 23 Euro bezahlen. Die genaue Gebühr ist abhängig von der Nachfrage. Weitere Informationen ste- hen unter https://wizzair.com/de- DE/Search zur Verfügung. VUELING AIRLINES Die spanische Niedrig- preis-Fluggesellschaft Vueling Airlines verbindet seit April dieses Jahres Sach- sen mit Barcelona. Ab Dresden startet die Air- line bis zu dreimal wöchent- lich – dienstags, donnerstags und sonntags – und ab Leipzig jeweils mon- tags und freitags in die zweitgrößte Stadt Spaniens. Die versetzten Flugtage er- möglichen Reisenden in Sachsen eine größere Flexi- bilität bei ihrer Reisepla- nung. Zudem haben Passagiere ab dem Vueling Drehkreuz in Barcelona zahlreiche An- schlussmöglichkeiten auf die Balearen, die Kanaren oder auf das spanische Festland. In Afrika stehen Ziele wie Marrakesch, Fez, Banjul, Dakar, Ghana und Djerba zur Auswahl. Das Gepäck kann bereits beim Abflug di- rekt bis zur Enddestination aufgegeben werden. Mehr Informationen stehen unter http://www.vueling.com/de zur Verfügung. © senohrabek - Fotolia.com © Alex White - Fotolia.co m
  16. 16. 16 VERMISCHTES ZAHLUNGSMITTEL BEI AUSLANDSREISEN: WAS ZU BEACHTEN IST Zur Vorbereitung von Reisen ins Ausland gehört auch, sich über geeignete Zahlungsmittel zu informieren, denn ohne Geld wird auch der schönste Urlaub zu einem Desaster. Je nach Reiseziel bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten an: Bargeld, Karten, Reiseschecks. Experten der Verbraucher- zentrale Nordrhein-Westfalen raten Reisenden jedoch, sich nicht auf ein alleiniges Zahlungsmittel zu verlassen, sondern zu einer auf Urlaubsort und -dauer abgestimmte Kombina- tion der Möglichkeiten. Bargeld überall auf der Welt akzeptiert Bargeld wird selbst in den entlegensten Winkeln der Welt akzeptiert und ist daher am unkompliziertesten. Zugleich ist dies jedoch auch die unsicherste Methode, Geld im Urlaub mit sich zu führen. Nahezu in jedem Land gibt es Taschen- diebe, die es auf Touristen abgesehen haben. Gestohlenes Bargeld wird zudem von kaum einer Versicherung ersetzt. Daher sollten Reisende grundsätzlich darauf achten, nie das gesamte Bargeld am Körper zu tragen. Besser ist: Den Geldvorrat – falls möglich – auf mehrere Reisende aufzuteilen sowie einen Teil im Hotelsafe oder an anderen sicheren Orten zu deponieren. Ebenso beachtet werden sollte, ob und wieviel Bargeld in das Urlaubsland eingeführt werden darf. Bei Reisen außer- halb der Eurozone besorgen sich viele Urlauber bereits im Heimatland die jeweilige Fremd- währung. Wichtig ist vorab zu prüfen, ob die Deviseneinfuhr in das Urlaubsland beschränkt ist. In- formationen dazu stellt das Auswär- tige Amt auf seiner Webseite zur Verfügung. Karten unkompliziert im Ausland nutzen In fast allen Ländern dieser Erde kann Bargeld heutzutage unkompliziert an Geldautomaten abgehoben werden bezie- hungsweise können Rechnungen bargeldlos bezahlt werden. Dafür stehen Reisenden gleich mehrere Karten zur Verfü- gung: Bankkundenkarte, Kreditkarte, Sparkarte oder Pre- paid-Kreditkarte. Was früher die so genannte EC-Karte war ist heute die Bankkundenkarte, die häufig auch als Giro- oder Maestro- Karte bezeichnet wird. Mit diesen Karten können Urlauber an den entsprechenden Akzeptanzstellen bargeldlos bezah- len. Auch Geldabheben am Automaten ist möglich. Unter Umständen fallen hierbei jedoch Gebühren an. Diese liegen EU-weit in der Regel zwischen 3,50 und 6,50 Euro, häufig wird aber auch ein Prozent vom Abhebungsbetrag berech- net. Generell gilt: Die Gebühren innerhalb der Europäischen Union dürfen nicht höher sein als die Gebühren, die anfallen, wenn bei einer fremden Bank im Inland Geld abgehoben wird. Außerhalb der EU-Länder kann es teurer werden. Neben Abhebungsentgelten wird hier in der Regel noch eine Währungsumrechnungsprovision fällig. Wie hoch die Gebüh- ren im Einzelnen sind, legt nicht die ausländische Bank fest, sondern jene im Heimatland. Idealerweise informieren sich Urlauber vor Reisebeginn bei ihrem Geldinstitut. Ebenso sollten Urlauber sich vor der Reise erkundigen, ob eventuell ein begrenzter Verfügungsrahmen oder gar eine Sperre für das Urlaubsziel bestehen. Einige Banken haben in bestimmten Ländern den Verfügungsrahmen ihrer Karten auf Null gesetzt oder limitiert. Bei anderen Banken, wie etwa der Norisbank, müssen Kunden für bestimmte Länder ihre Bankkarte vor dem Auslandsaufenthalt freischalten und Zeit- raum sowie Limit festlegen. Mit sol- chen Maßnahmen möchten Banken Betrugsfälle im Ausland verhindern und so ihre Kunden schützen. Auch Kreditkarten können im Ausland sehr praktisch sein. Man kann mit ihnen ebenso wie mit der Bankkarte an Au- tomaten Geld abheben und Rechnungen bargeldlos be- gleichen. Die weltweite Ak- zeptanz von Kreditkarten ist laut Zentralem Kredit- ausschuss sogar größer als die von herkömmli- chen Bankkarten. Aber auch hier sollten Urlauber sich auf Gebühren vorberei- ten. Die Gebühr beim Geldabheben innerhalb der Euro- zone liegt bei der Kreditkarte häufig zwischen zwei bis vier Prozent vom abgehobenen Betrag, meistens jedoch mindes- tens bei fünf bis 7,50 Euro. Die genaue Höhe variiert von An- bieter zu Anbieter. Außerhalb der Europäischen Union liegt der Prozentsatz oft noch um ein bis zwei Prozent höher. Die großen Vorteile von Kreditkarten: Sie ermöglichen problem- los das Hinterlegen einer höheren Kaution beispielsweise bei Autovermietungen. Im Verlustfalle werden Kreditkarten sogar im Urlaub schnell ersetzt. © Roman Sigaev - Fotolia.com
  17. 17. 17 VERMISCHTES Als Alternative zu Kredit- und Bankkundenkarten bieten ei- nige Banken kostenlose Sparkarten an. Damit sind Geldab- hebungen im Ausland möglich, nur bargeldlos bezahlen kann man damit nicht. Die Besonderheit dieser Karte liegt darin, dass nur über ein zuvor aufgebautes Guthaben ver- fügt werden kann. Somit ist bei Abhandenkommen der Karte jedoch auch der Verlust beschränkt. Je nach Bank un- terscheiden sich die Akzeptanzstellen im Ausland und die ge- nauen Bedingungen sowie Gebühren. Ähnliche Möglichkeiten bietet auch die sogenannte Pre- paid-Kreditkarte. Auch hier kann nur das Guthaben ausge- geben werden, was vorher auf die Karte geladen wurde. Der Unterschied zur klassischen Sparkarte liegt darin, dass mit der Prepaid-Kreditkarte alle Funktionen einer herkömmlichen Kreditkarte möglich sind. Neben Geldabhebungen im Aus- land ist auch das Bezahlen von Rechnungen möglich. Die Gebühr für Geldabhebungen ist ähnlich hoch wie bei her- kömmlichen Kreditkarten: Innerhalb des Euroraumes sind zwei bis vier Prozent des Abhebungsbetrages, meist minde- stens 2,50 bis fünf Euro fällig. In der übrigen Welt erhöht sich der Satz nochmal um weitere ein bis zwei Prozent. Haben Reiseschecks an Bedeutung verloren? Ein fast vergessenes Zahlungsmittel auf Reisen ist der Reise- scheck. Aber dennoch werden sie nach wie vor angeboten. Der Grund: Sie sind eine relativ sichere Alternative zu Bargeld und Karten und werden zudem auf der ganzen Welt aner- kannt. Allerdings gilt: In einigen Ländern zählen nur Banken und Wechselstuben zu den Akzeptanzstellen. Daher sollten sich Urlauber vor ihrem Auslandsaufenthalt erkundigen, wie hoch die Annahmebereitschaft von Reiseschecks im Zielland ist. Reiseschecks können bei Banken, Sparkassen oder auch di- rekt beim Aussteller in der gewünschten Währung und Stük- kelung gekauft werden. Allerdings kann es bis zu mehreren Wochen dauern, bis die Schecks da sind. Deshalb sollten Rei- sende sich rechtzeitig um den Kauf kümmern und eine Bear- beitungszeit einkalkulieren. Die Verkaufsstellen berechnen hierbei in der Regel eine Provision in Höhe von einem Pro- zent des Verkaufspreises. Der Vorteil von Schecks ist ihre relativ hohe Sicherheit. Der Käufer erhält eine Quittung, auf denen die Seriennummern der einzelnen Schecks aufgeführt sind. Außerdem müssen die Schecks beim Empfang unterschrieben werden. Möchte man einen Scheck einlösen oder damit bezahlen, muss dieser erneut unterschrieben werden und ein Ausweisdokument vorgelegt werden. Kommen Schecks abhanden, erhält der Urlauber in der Regel innerhalb von 24 Stunden vor Ort kos- tenlosen Ersatz. Dafür muss jedoch die passende Quittung vorgelegt werden Der Nachteil: Beim Einlösen oder Bezahlen im Urlaubsland fallen nochmals Gebühren an. Banken berechnen beim Kauf der Reiseschecks beispielsweise ein bis zwei Prozent des Wer- tes. Um an Bargeld zu kommen, müssen Reisende jedoch nicht zwingend zur Bank. Viele Annahmestellen, wie etwa Tankstellen oder Supermärkte, nehmen Reiseschecks ohne Gebühr an und geben das Wechselgeld bar in der jeweiligen Landeswährung heraus. © dmitrimaruta - Fotolia.com
  18. 18. 18 VERMISCHTES GEN Y – POTENZIAL ODER RISIKO Generation Y. Die Generation der zwischen 1980 und 1999 Geborenen besticht die Arbeitswelt seit einigen Jahren durch hohe Flexibilität, Weltoffenheit, einem ganz selbstverständlichen Umgang mit jeder Art digitaler Techno- logien und vor allem ihre scheinbar grenzenlose Mobilität. Oder sie bringt Personalverantwortliche überall auf dem Glo- bus mit ihrer ungewohnt selbstbewussten und fordernden Art zur Verzweiflung. Was passiert, wenn internationale Un- ternehmen zukünftig mehr und mehr dieser sogenannten „Millenials“ für ein paar Jahre ins Ausland schicken möchten – oder sogar müssen? Die Gen Y macht laut destatis.de derzeit 30% der erwerbstä- tigen Bevölkerung aus. Schon in fünf Jahren wird sie 50% der weltweiten Workforce darstellen (Quelle: PWC). Schaut man sich die Auswirkungen auf das Entsendungs- Management internationaler Arbeitgeber an, ist auch dort vor allem in den letzten zwei Jahren ein deutlicher Anstieg dieser Altersgruppe zu verzeichnen. Laut Brookfield GRTS 2013 betrug der Anteil der 20- bis 39-Jährigen vor zwei Jah- ren 40% der gesamten Expatriates Population – im letzten Jahr sind es bereits 43% gewesen. Es ist also davon auszuge- hen, dass der Anteil der Generation Y in der Expat-Demogra- phie auch in den nächsten Jahren kontinuierlich steigen wird. Großartige Voraussetzungen für Auslandsentsendun- gen Das im letzten Jahr erschienene Buch „Die heimlichen Revo- lutionäre – Wie die Generation Y unsere Welt verändert“ er- fasst erstmalig repräsentativ die typischen Eigenschaften dieser Generation aus soziologischer Perspektive. Dabei fällt auf, dass ihre Vertreter per Definition schon jede Menge Ei- genschaften besitzen sollen, die in vielen HR-Abteilungen als ideale Voraussetzungen für einen gelungenen Auslandsauf- enthalt gelten: Die Gen Y ist hervorragend ausgebildet Ein möglichst hoher Bildungsabschluss ist in unserer globalen und schnelllebigen Welt Basis für ein freies und selbstbe- stimmtes Leben. Eine im letzten Jahr veröffentlichte Studie des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie fand heraus, dass 60% der Young Professional möglichst schnell eine Füh- rungsposition anstreben – 2002 waren es nur knapp 50%. Bildung und Ehrgeiz bringen sie also mit, die Millenials – und qualifizieren sich allein dadurch schon für das anspruchsvolle Unterfangen einer Fach- oder Führungsaufgabe am anderen Ende der Welt. Die Gen Y ist auslandserprobt Der überwiegende Großteil aller Angehörigen der heute 20 bis 40-Jährigen hat außerdem im Vergleich zu früheren Ge- nerationen bereits jede Menge Auslandserfahrungen gesam- melt – sei es durch Studien- oder Au-Pair- Aufenthalte, Work & Travel oder auch weltweite Fernreisen in der Kindheit. Die Welt wird zum Dorf – das Fremde ist irgendwie schon so ver- traut. Die Zusammenarbeit in multikulturellen Teams ist längst unverzichtbarer Bestandteil der Arbeitsrealität in welt- weit agierenden Konzernen und besonders die jüngere Ge- neration scheint sich in diesem Umfeld pudelwohl zu fühlen. Die Gen Y ist im ständigen Wandel Sie ist aufgewachsen in einer Zeit weltweiter Krisen und poli- tischer Ungewissheiten. Anschläge und Terror gehören zu ihrer Realität seit diese Generation denken kann. Sie hat sehr früh gelernt, sich nicht irritieren oder gar beunruhigen zu las- sen von Situationen, die nur schwer kontrollierbar sind, son- dern stattdessen auf die eigene Selbstwirksamkeit zu vertrauen. Unsicherheiten und Ambiguitäten gehören zu ihrer Lebensplanung dazu – Veränderungen bedeuten keine Bedrohung, sondern Raum für Kreativität. Und selbst der ty- pisch deutsche Hang zu guter Planung und maximaler Vor- hersehbarkeit scheint immer mehr an Bedeutung zu verlieren – um Platz zu machen für mehr Flexibilität und Spontaneität. © Krasimira Nevenova - Fotolia.com
  19. 19. 19 VERMISCHTES Die Gen Y ist perfekt vernetzt Besonders für die unter Dreißigjährigen passiert jede Se- kunde des Lebens sowohl on- als auch offline. Das Internet, soziale Netzwerke, Youtube, Dropbox, Skype. Die virtuelle Welt ist für sie Selbstverständlichkeit – sie hat keine Öff- nungszeiten, keine geografischen Beschränkungen. Die Ver- bindung zu Menschen in beinahe jedem Winkel der Erde ist in sekundenschnelle hergestellt, Informationen mit einem Klick überall und jederzeit verfügbar. Virtuelle Zusammenar- beit ist keine Wunschvorstellung mehr, sondern selbstver- ständlicher Teil des Jobs – und damit ist die Gen Y ihren Vorgängern gerade während eines Auslandseinsatzes bereits einen Riesenschritt voraus. Die Generation Y wirkt also bestens ausgestattet, um im Abenteuer Ausland einerseits eine völlig selbstverständliche Etappe ihrer beruflichen Entwicklung zu sehen und anderer- seits die Herausforderungen einer solchen Auslandsentsen- dung mit Links zu bewältigen. Genau das prognostizierte Brookfield Global Relocation Ser- vices schon 2012 in seiner Studie Millennials and Their Im- pact on International Mobility und weckte in den Unternehmen die große Hoffnung, dass Auslandsentsendun- gen rund um den Globus zukünftig praktisch wie ganz von allein funktionieren würden… Zumindest für deutsche Unternehmen scheint das bis dato jedoch nicht der Fall zu sein. Im Gegenteil. Der Trendence Ticker interviewte 2014 über 7.000 deutsche Young Profes- sionals und fand heraus, dass für 40% aller Befragten eine Stelle im Ausland definitiv nicht in Frage käme. Noch überra- schender sind die Ergebnisse einer Umfrage des Relocation- Dienstleisters ICUnet – dort bezeichneten gerade einmal 25,7% der weltweit Befragten einen Auslandsaufenthalt von mindestens einem Jahr als erstrebenswert. Anders als erwartet ist die Devise deutscher Nachwuchsfüh- rungskräfte offensichtlich: Global handeln ja, aber wenn möglich bitteschön von Zuhause aus. Die Deutsche Gesell- schaft für Karriereberatung bestätigt: War ein Auslandsauf- enthalt vor ein paar Jahren noch ein attraktives Zugpferd um qualifizierte Nachwuchsführungskräfte zu ködern, wird es für viele Unternehmen plötzlich immer schwieriger, ihre Mit- arbeiter von einer längerfristigen Entsendung zu überzeu- gen. Arbeitgeber müssen auf individuelle Bedürfnisse einge- hen Das „Gütesiegel Generation Y“ ist noch lange kein Garant für internationale Mobilität. Stattdessen erwarten die zu- künftigen Expatriates des Einundzwanzigsten Jahrhunderts, dass Arbeitgeber punktgenau auf ihre individuellen Bedürf- nisse eingehen. Die Gen Y erwartet echten Mehrwert Während Unternehmen vor ein paar Jahren noch mit groß- zügigen Entsendungs-Packages, finanziellen Vorteilen und statusorientierten Zusatzleistungen punkten konnten, ist das für die neue Expat-Generation nicht mehr das alleinige Ent- scheidungskriterium. Mehr als je zuvor möchte sich die Gen Y mit dem identifizieren, was sie tut – also zu allererst mit den Werten des Arbeitgebers und den Inhalten ihrer Arbeit. Sie will überzeugt werden, dass das, was sie tut einen größe- ren Sinn hat, Mehrwert schafft und nachhaltig ist. Und sie möchte eine Auslandserfahrung als Baustein sehen – und zwar nicht unbedingt mit Nullen auf dem Gehaltskonto, son- dern vielmehr in der langfristigen persönlichen und berufli- chen Entwicklung.
  20. 20. 20 VERMISCHTES Die Gen Y erwartet Work-Life Balance Karriere und Erfolg um jeden Preis? Das war einmal! 37% aller Auslandsentsendungen werden aus familiären Gründen abgelehnt (Brookfield GRTS 2014) – damit ist die Familie für Mitarbeiter internationaler Unternehmen der häufigste Grund, nicht ins Ausland zu gehen. Im Gegensatz zu frühe- ren Generationen steht bei den Millenials die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wesentlich höher im Kurs als noch vor einigen Jahren – und das bekommen auch die Personalver- antwortlichen zu spüren. Wer seine jungen Talente also in die asiatische Pampa schicken möchte, muss mehr bieten als nur die vage Aussicht auf ein paar Stufen in der Karrierelei- ter. Die Gen Y erwartet Dual Career A propos Karriere: ein weiteres Fünftel der Entsendungsan- gebote werden abgelehnt, weil der potenziell mitreisende Partner die eigene Karriere nicht gefährden möchte (Brook- field GRTS 2014). Die sog. Dual Career Couples – also Dop- pelverdiener-Partnerschaften – dominieren heute die Arbeitswelt. Betrachtet man darüber hinaus, dass 82% aller mitreisenden Partner über einen Hochschulabschluss verfü- gen (The Economist), wird die Herausforderung für entsen- dende Unternehmen mehr als offensichtlich. Wer die Gen Y zu einem langfristigen Auslandsaufenthalt überzeugen möchte, muss ganzheitliche Unterstützung bieten – und zwar auch für die berufliche Entwicklung des mitreisenden (Ehe-)Partners. Die Gen Y erwartet flexiblen Service Sie ist fit im Umgang mit neuen Medien. Sie ist in der Lage, eigenständig notwendige Informationen zu finden und sich schnell in ungewohnten Situationen zurechtzufinden. Sie reagiert flexibel, schnell und unbürokratisch. Und genau das erwartet die Gen Y auch von einem guten Entsendungs-Ma- nagement. Ein interkulturelles Seminar, das vor ein paar Jah- ren noch das Highlight jeder Entsendungsvorbereitung gewesen ist, kann per se kaum auf die individuelle Situation ganzer Familien eingehen. Stattdessen brauchen Unterneh- men, die ihre Mitarbeiter bedarfsgerecht unterstützen möch- ten, zukünftig maßgeschneiderte Konzepte, die den Bedürfnissen aller Beteiligten gerecht werden. Um Auslandsentsendungen auch langfristig erfolgreich zu gestalten, werden internationale Unternehmen also nicht vermeiden können, ihren entsendeten Familien zukünftig fle- xible, maßgeschneiderte Lösungen anzubieten. Eine dieser Lösungen – nicht nur für die Gen Y – heißt www.How-To- Create-My-Life-Abroad.com – Das E-Coachingprogramm für ExpatPartner. Das online-basierte Coachingprogramm beglei- tet seine Teilnehmer in allen entscheidenden Phasen ihrer Entsendung. Dabei erhalten mitreisende Partner nicht nur gezielte Unterstützung für ihr persönliches Wohlbefinden und die Eingewöhnung in der neuen Kultur, sondern auch in Fragen der eigenen Karriereplanung und in familiären Belan- gen. Gen Y – Potenzial oder Risiko? Beides. Dass die Gen Y weniger mobil ist als zunächst pro- gnostiziert, scheint unbestreitbar. Trotzdem können Arbeit- geber die vielgelobten typischen Eigenschaften dieser Generation gezielt für den Unternehmenserfolg nutzen. Je besser sie die Gründe ihrer Mitarbeiter für oder gegen eine Auslandsentsendung kennen, desto einfacher können sie junge Fach- und Führungskräfte überzeugen, ihr Leben in Deutschland für eine Zeit hinter sich zu lassen, um am ande- ren Ende der Welt etwas zu bewegen – für sich, die Familie und das Unternehmen. AUTORIN Constance Grunewald-Petschke ist ausgebildete Wirtschaftsromani- stin und interkultureller Coach und lebt zur Zeit mit ihrer Familie in Istanbul/Türkei. Als Expertin für in- terkulturelle Kooperation beschäftigt sie sich seit über 15 Jahren mit kul- turübergreifender Zusammenarbeit – seit sie selbst als mitreisende Part- nerin im Ausland lebt, konzentriert sie sich hauptberuflich auf die Un- terstützung von ExpatPartnern auf der ganzen Welt.
  21. 21. 21 VERMISCHTES INVESTITIONS-BOOM BEI “GRÜNEN ENERGIEN“ Fast die Hälfte der Investitionen, die im Laufe des vergan- genen Jahres global gesehen im Energiesektor getätigt worden sind, entfielen auf erneuerbare Energiequellen. Als Antriebsmotor des Booms im Bereich der “grünen Energien” entpuppten sich dabei vor allem die Entwicklungsländer, wie ein aktueller Bericht der Vereinten Nationen (UN) http://un.org erkennen lässt. Demnach legte das Investitions- volumen bei den Erneuerbaren 2014 weltweit gerechnet um lediglich 17 Prozent zu, während es in den Entwicklungslän- dern im selben Zeitraum um satte 36 Prozent nach oben ge- klettert ist. “Ein Schlüsselfaktor im Zusammenhang mit dem gegenwär- tigen Boom bei erneuerbaren Energien ist der kontinuierliche Preisverfall von entsprechenden ‘grünen’ Technologien”, zi- tiert der “NewScientist” Udo Steffens, Vorsitzender der Ge- schäftsführung der Frankfurt School of Finance & Management (FS) http://fs-unep-centre.org und Co-Autor des Vorworts des vorgelegten Berichts. Der sinkende Ölpreis habe mit diesem Trend hingegen eher wenig zu tun. “Öl wird hauptsächlich im Transportwesen verwendet und nicht, um Elektrizität zu generieren”, meint Steffens. “Öl und Er- neuerbare sind also nicht zwangsläufig in unmittelbarer Kon- kurrenz zueinander zu sehen”, so der Experte. China vor den USA und Japan Nach Ländern, Regionen und Investitionsbereichen gerech- net ging der größte Teil des Investitionskuchens im Jahr 2014 an Solaranlagen in Asien und an Windturbinen in der Nord- see. Weltweite Nummer eins in der Nationenwertung ist China, das seine Ausgaben im Bereich erneuerbarer Energie um 37 Prozent auf insgesamt 83,3 Mrd. Dollar (rund 77 Mrd. Euro) ausweitete. Auf Rang zwei folgen die USA mit einem Anstieg von sieben Prozent und Gesamtausgaben von 38,3 Mrd. Dollar (rund 36 Mrd. Euro). An dritter Stelle findet sich Japan mit einem Zuwachs von zehn Prozent und Investitio- nen von insgesamt 35,7 Mrd. Dollar (rund 33 Mrd. Euro). Europa nur bei Windanlagen top Interessant ist, dass die Investitionsbilanz in Europa – einst der große Vorreiter in Sachen erneuerbare Rohstoffe – groß- teils eher bescheiden und recht einseitig ausgefallen ist. Großbritannien und Deutschland finden sich in der Länder- wertung zwar auf den guten Rängen vier und fünf wieder, wirklich dominiert hat man aber offensichtlich nur im Bereich von Offshore-Windanlagen. Insgesamt sieben derartiger Pro- jekte mit einem Investitionsvolumen von einer Mrd. Dollar oder mehr wurden im Laufe des Vorjahres von europäischen Ländern realisiert. Darunter findet sich unter anderem eine Anlage vor der niederländischen Küste, die bislang als größte ihrer Art auf der ganzen Welt gilt. Quelle: www.pressetext.com © Romolo Tavani - Fotolia.com
  22. 22. 22 GESUNDHEIT © niroworld - Fotolia.com KOSTEN FÜR DIABETES BREMSEN ENTWICKLUNGSLÄNDER Diabetes senkt nicht nur die Karrierechancen und die damit verbundenen Verdienstmöglichkeiten der Betrof- fenen, sondern verursacht darüber hinaus enorme globale Kosten. Höhere Investitionen in die Prävention könnten die Kostenspirale jedoch eindämmen. Das haben Forscher der University of East Anglia http://www.uea.ac.uk in Zusam- menarbeit mit dem University College London http://ucl.ac.uk sowie dem Centre for Health Economics at the University of York http://york.ac.uk/che ermittelt. China, Indien und Co. betroffen Mit geschätzten 283.000 Dollar pro Person und Lebenszeit sind die diabetesbezogenen Kosten in den USA höher als in vergleichbaren Ländern. Weltweit trifft die Krankheit am här- testen die Armen – mit einer hohen Kostenlast für Menschen in Niedriglohnländern. Zwei Drittel aller neuen Diabetesfälle stammen aus Ländern mit niedrigen oder mittleren Einkom- men, wie China, Indien, Mexiko oder Ägypten. Neben den hohen Kosten zeigt die aktuelle Studie außer- dem, dass auch die Einkommen der betroffenen Zuckerkran- ken durch die Krankheit massiv leiden. Männer mit Diabetes haben schlechtere Möglichkeiten am Arbeitsmarkt. Bei Frauen ist der Einfluss von Diabetes weniger nachteilig – mit Ausnahme der USA, wo sich die Chancen am Arbeitsmarkt mit Diabetes drastisch um 50 Prozent verringern. 592 Mio. Diabetes-Fälle bis 2035 Weltweit leiden rund 382 Mio. Menschen an Diabetes. Die Zahl wird sich laut den Forschern bis 2035 auf 592 Mio. er- höhen. “Die wachsende Verbreitung von Diabetes in Län- dern wie China oder Indien ergibt sich durch die schnelle Urbanisierung sowie den sich ändernden Essgewohnheiten und dem sesshafter gewordenen Lebensstil”, meint Till Seu- ring, einer der führenden Forscher dieses Projekts. Die Aufteilung der ökonomischen Last ist von Land zu Land unterschiedlich und abhängig von der Qualität des Gesund- heitssystems. In einkommensstarken Ländern wird die Ko- stenlast meist vom Staat sowie den öffentlichen Gesundheitsbudgets getragen, während in ärmeren Ländern ein großer Teil der Kosten auf die Erkrankten zurückfällt, da dort die Menschen nur sehr begrenzte Versicherungsleistun- gen erhalten. Die Kostenlast von Diabetes steigt mit der Zeit jedoch an. Eine frühe Investition ins Präventionsmanagement würde massiv Kosten einsparen helfen, sind sich die Experten einig. Zudem sollte den Ökonomen und Politikern in den Entwick- lungsländern klar werden, dass Diabetes der Wirtschaft einen großen Schaden zufügen kann. Quelle: www.pressetext.com
  23. 23. 23 GESUNDHEIT CHROMAT IM LEDERSCHUH: DIE UNTERSCHÄTZTE GESUNDHEITSGEFAHR Eine aktuelle Änderung der Chemikalien-Verordnung der EU (Anhang XVII der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 des Europäischen Parlaments und Rates zur Registrierung, Be- wertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe – REACH) regelt neue Beschränkungen von Chrom-Verbindun- gen in Leder, um gesundheitliche Schäden zu verhindern. Bei der Herstellung von Ledern für Schuhe, Jacken, Hosen sowie Handtaschen wird durch den Prozess der Gerbung Tierhaut geschmeidiger und haltbarer gemacht. Für die Ger- bung können einerseits traditionelle, allerdings etwas auf- wändigere und zeitintensivere Verfahren mit pflanzlichen Gerbstoffen zum Einsatz kommen oder mineralische bzw. synthetische Gerbstoffe verwendet werden. Chromat-Entstehung im Leder und Konsequenzen der Chromgerbung Am schnellsten und preiswertesten führen konventionelle Verfahren mit dem Schwermetall Chrom zum Ziel. Gut 85 bis 90 Prozent der weltweiten Lederproduktion erfolgt über Chromgerbung. Für diesen Gerbprozess werden bestimmte Chromverbindungen, sogenanntes Chrom III, verwendet. Werden beim Gerbprozess Fehler gemacht, beispielsweise durch zu hohes Erhitzen, kann aus dem unbedenklichen Chrom III gesundheitsschädliches, giftiges Chromat, soge- nanntes Chrom VI werden. Dieser Stoff gilt als krebserzeu- gend und als eines der häufigsten Kontaktallergene und stellt daher nicht nur für Lederträger, sondern auch für Arbeiter in den weltweiten Ger- bereien ein Gesundheitsrisiko dar. Chromat als bedeutendes Allergen und potenzielles Karzinogen So eine Überreaktion der körpereigenen Abwehr gegen Chrom VI kann zur Schädigung der Haut in Form von Irrita- tionen, Ekzemen und schlimmstenfalls Geschwüren führen. Problematisch ist die Verwechslungsgefahr mit einem Fußpilz in der ersten Phase, so dass die Allergie nicht gleich als sol- che erkannt wird. Bei längerer Einwirkung auf die Haut kann Chromat auch krebserregende Wirkung entfalten. Experten gehen davon aus, dass noch immer rund 20 Prozent der in Deutschland verkauften Lederschuhe signifikante Mengen Chromat ent- halten, obwohl es in Deutschland längst verboten ist. Da Chrom-VI-Rückstände geruchlos sind, sind zum Nachweis aufwändige Laboruntersuchungen nötig. Rechtliche Grundlagen und die Verantwortung der Händler Die EU hat am 26. März 2014 eine Verordnung veröffent- licht, wonach das seit Langem bestehende deutsche Regle- ment bezüglich Chrom VI in Lederwaren auch in der gesamten Europäischen Union zu übernehmen ist. Laut REACH-Verordnung dürfen Unternehmen in der EU nur noch Ledererzeugnisse, die mit der Haut in Berührung kom- men, herstellen, importieren oder in Verkehr bringen, die un- terhalb des gesetzlichen Grenzwertes liegen: Lederartikel mit Hautkontakt, deren Gehalt an Chromat über drei Milli- gramm pro Kilogramm liegt, gelten demnach ab dem 1. Mai 2015 als nicht mehr verkehrsfähig. Händlern, deren Waren diesen Grenzwert überschreiten, drohen immense Reputations- und Finanzschäden. © Andreas Mueller - Fotolia.com
  24. 24. 24 GESUNDHEIT FRÜHGEBURT – ANDERE LÄNDER, ANDERE RICHTLINIEN In Europa werden jährlich 500.000 Babys zu früh geboren. Die Behandlung der Frühgeborenen ist dabei länderabhän- gig. Wann ist ein Baby lebensfähig, wann nicht? Eine nicht nur ethisch sehr schwierige Frage, die Mediziner internatio- nal unterschiedlich beantworten. Während in Deutschland Frühchen mitunter schon in der 22. Woche am Leben gehal- ten werden, behandeln die Niederländer und Schweizer zu früh geborene Babys erst ab der 24. Woche. Gewöhnlich dauert eine Schwangerschaft 40 Wochen. Doch in Europa kommen bei insgesamt sinkender Geburtenrate immer mehr Kinder viel zu früh zur Welt. Die Gründe sind vielfältig: Mehrlingsschwangerschaften aufgrund künstlicher Befruchtungen, späte Elternschaft sowie Krankheiten wie Übergewicht und Bluthochdruck. Die kleinsten Frühchen wiegen oft nicht mehr als 500 Gramm. Folgen für Frühgeborene Je früher ein Kind geboren wird, desto unreifer sind seine Or- ganfunktionen. Vor allem das unreife Gehirn sowie die un- reife Lunge bereiten Frühgeborenen oft Probleme. Extreme Frühchen tragen ein erhöhtes Risiko für Missbildungen: Es kann zu geistigen Beeinträchtigungen und Behinderungen kommen, zu Lähmungen, Probleme mit Lungen- und Magen-Darm-Trakt sowie mangelndes Seh- und Hörvermö- gen. Ob bei Frühchen Maßnahmen zur Lebenserhaltung und Wie- derbelebung eingeleitet werden sollen oder nicht, ist eine schwierige Entscheidung. Ärzte befinden sich hierbei im Grenzbereich intensiv-medizinischen Handelns. Das Problem ist, dass Kinder durch den Einsatz von Intensivmedizin kurz- oder langfristig überleben können, doch die Maßnahmen können unter Umständen erhebliches Leiden verursachen. Bei der ethischen Beurteilung geht es somit darum, den Er- halt des Lebens gegenüber einer vielleicht aussichtslosen Therapie abzuwägen. Ein Frühgeborenes unter 22 Wochen gilt bis heute als nicht lebensfähig, aber zwischen der 22. und 24. Woche besteht eine Chance. Doch jedes Kind ist anders. Es gibt immer wie- der Kinder, die nachweislich den vorzeitigen Start ins Leben unbeschadet meistern. Daher können Ärzte in Deutschland jeweils im individuellen Fall entscheiden, was das Beste für ein Kind ist. Regelungen für Deutschland In Deutschland gilt: Ab der 22. Schwangerschaftswoche dür- fen Frühchen intensiv-medizinisch betreut werden. Die Ent- scheidung trifft der Arzt in Abstimmung mit den Eltern. Bei einer Geburt nach der 24. Woche sollen die Ärzte alles nur Mögliche für das Leben des Säuglings tun. Die aktuellen Empfehlungen für Deutschland laut einer Leitli- nie der wichtigsten Gesellschaften von Gynäkologen und Kinderärzten in Deutschland, darunter die Deutsche Gesell- schaft für Kinder- und Jugendmedizin sowie die Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin, lauten: © nickylarson974 - Fotolia.com
  25. 25. 25 GESUNDHEIT Unter 22 SSW Frühgeborene, die vor der 22. vollendeten Schwanger- schaftswoche (SSW) auf die Welt kommen, überleben nur in Ausnahmefällen. Diesbezügliche medizinische Maßnahmen sind daher in der Regel als aussichtslos einzustufen. Innerhalb von 22 SSW Frühgeborene, die innerhalb der 22. SSW geboren werden, haben zwar eine Überlebenschance, aber die Gefahr von er- heblichen Behinderungen und Beeinträchtigungen im weite- ren Leben ist sehr hoch. Diese Babys sollten daher nur auf ausdrücklichen Wunsch der Eltern intensiv-medizinisch ver- sorgt werden. Die Eltern müssen auch über die hohen Risi- ken aufgeklärt worden sein. Innerhalb von 23 SSW Frühchen, die innerhalb der 23. SSW geboren werden, über- leben in rund 50 Prozent der Fälle, wenn sie intensiv-medizi- nisch behandelt werden. Allerdings leidet ein Teil der überlebenden Kinder an schwerwiegenden Gesundheitsstö- rungen. Da die Gesamtprognose von weiteren Faktoren wie fetale Lungenreifung abhängt, kann nur im individuellen Fall entschieden werden, ob eine lebenserhaltende oder pallia- tive Therapie sinnvoll ist. Ab 24 SSW Frühgeborene, die ab und innerhalb der 24. SSW auf die Welt kommen, haben eine so hohe Überlebenschance, dass in der Regel intensiv-medizinische Therapien gerechtfertigt sind. Jeder Tag, den die Frühchen länger im Mutterbauch bleiben können, verbessert die Entwicklungschancen. Regelungen in anderen Ländern Doch nicht alle Länder handhaben dies so. Ähnlich ist die Re- gelung bei unseren Nachbarn, den Österreichern: Eine inten- siv-medizinische Betreuung der Frühchen ist ab der 22. SSW erlaubt. In Italien sollen Ärzte sogar nach Möglichkeit jedem Kind helfen – egal, wann es zur Welt kommt. Japan ist weltweit absoluter Vorreiter, was die Versorgung von Frühgeborenen anbelangt. Selbst wenn ein Baby in der 22. SSW auf die Welt kommt, versuchen japanische Ärzte mit allen Mitteln, das Kind zu retten. Dazu sind sie per Ge- setz sogar verpflichtet. Den Frühchen kommt die beste Tech- nik und bestmögliche medizinische Versorgung zugute. Es wird an nichts gespart. In der Schweiz, den Niederlanden und Frankreich sieht man das ganz anders: In diesen Ländern werden Frühchen frühe- stens nach der 24. SSW behandelt. Das bedeutet: Kinder, die vorher auf die Welt kommen, werden nicht intensiv-medizi- nisch betreut. Bei ihnen stehen palliative Maßnahmen wie etwa die Verabreichung von Morphium zur Schmerzlinde- rung im Vordergrund. Damit sind die Schweiz, die Nieder- lande und Frankreich die Länder in Europa, in denen am spätesten intensiv-medizinisch bei Frühchen eingegriffen wird. Schon häufiger reisten daher in grenznahen Gebieten Schwangere mit drohender Frühgeburt nach Deutschland, um ihr Baby intensiv-medizinisch versorgen zu lassen. Quellen: LMT Medical Systems GmbH und Hellwig PR © Lava Lova - Fotolia.com
  26. 26. Die Frage „Wie zufrieden sind Sie derzeit mir Ihrem Leben insgesamt?“ wurde Menschen in der gesamten Europäischen Union (EU) gestellt. Das Statistische Amt der Europäischen Union – Eurostat – hat kürzlich Ergebnisse einer europaweiten Studie veröffentlicht, die Antworten auf diese Frage geben. Größte Lebenszufriedenheit in den nordischen Mit- gliedsstaaten Demnach sind die glücklichsten Europäer in den nördlichsten Mitgliedstaaten zu finden. Die Einwohner Dänemarks, Finn- lands und Schwedens bewerteten ihre durchschnittliche Le- benszufriedenheit auf einer Skala von 0 (vollkommen unzu- frieden) bis 10 (vollkommen zufrieden) mit einem Wert von 8,0. Danach folgten die Bewohner Islands und Norwegens (jeweils 7,9), dicht gefolgt von der Niederlande und Öster- reichs mit einem Wert von 7,8. Auch die Bewohner Deutsch- lands bewerteten ihr Wohlbefinden mit einem Wert von 7,3 positiv. Die mit großem Abstand unglücklichsten EU-Bewohner fin- den sich in Bulgarien, die auf einen Wert von 4,8 kamen. Gefolgt wurden sie von den Einwohnern Griechenlands, Zy- perns, Ungarns und Portugals, die ihre Lebensqualität mit 6,2 bewerteten. Junge Menschen in der Regel zufriedener Betrachtet man verschiedenen Altersgruppen, so ist die Le- benszufriedenheit bei der jungen EU-Bevölkerung höher als bei den älteren Menschen. In der Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen wurde ein Wert von 7,6 ermittelt. Hingegen lag dieser Wert bei Menschen ab 75 Jahren nur noch bei 6,8. Auf EU-Ebene sinkt die Lebenszufriedenheit tendenziell mit zunehmendem Alter, außer in der Altersgruppe von 65 bis 74 Jahren, was bei den meisten Menschen dem Lebensab- schnitt „unmittelbar nach dem“ Eintritt in den Ruhestand entspricht. Männer und Frauen gleichermaßen zufrieden Bei der geschlechterspezifischen Betrachtung der Zufrieden- heit konnten nur geringe Unterschiede festgestellt werden. Die in der EU lebenden Männer kamen auf einen Wert von 7,1 und die Frauen auf 7,0 womit die Lebenszufriedenheit im Schnitt fast gleich hoch ist. . Einkommen nicht am wichtigsten Doch was macht die Menschen eigentlich glücklich? Auch darauf gibt die Studie Antworten. Einer der wichtigsten Fak- toren wurde bei denjenigen verzeichnet, die ihren Gesund- heitszustand mit „sehr gut“ angaben. Demzufolge hat die Gesundheit die größten Auswirkungen auf die Zufriedenheit (7,9). Faktoren wie die finanzielle Lage wirkten sich ebenfalls positiv aus: Das reichste Drittel der Befragten kam auf ein durchschnittliches Wohlbefinden von 7,5. Aber auch die so- zialen Beziehungen sind ausschlaggebend für das Glücklich- keits-Empfinden. Bei den Personen, die sich im Notfall auf jemanden verlassen können und diejenigen, die in Haushal- ten mit unterhaltsberechtigten Kindern leben, wurde ein Wert von 7,2 ermittelt. 26 WELTWEIT WIE ZUFRIEDEN MENSCHEN IN DER EU SIND Grafiken: Eurostat Lebenszufriedenheit in der EU nach Altersgruppen, 2013 (auf einer Skala von 0 „vollkommen unzufrieden“ bis 10 „vollkommen zufrieden“) Lebenszufriedenheit in der EU nach bestimmten Faktoren, 2013 (auf einer Skala von 0 „vollkommen unzufrieden“ bis 10 „vollkommen zufrieden“) Lebenszufriedenheit in der EU nach Geschlecht, 2013 (auf einer Skala von 0 „vollkommen unzufrieden“ bis 10 „vollkommen zufrieden“)
  27. 27. 27 WELTWEIT In Deutschland hält allmählich der Frühling Einzug und damit fällt auch der Startschuss für die Reisezeit. Ein be- sonders beliebtes Reiseziel der Deutschen ist Umfragen zu- folge Kuba. So wurde der karibische Inselstaat 2014 laut Angaben des Fremdenverkehrsbüros der kubanischen Bot- schaft in Berlin mehr als drei Millionen Mal besucht - Ten- denz steigend. Dies nicht zuletzt, weil US-Präsident Barack Obama im Dezember letzten Jahres angekündigt hat, das Kuba-Embargo zu lockern. Neben der Wiederaufnahme von diplomatischen Beziehungen wird es den amerikanischen Touristen demnach wieder gestattet sein, offiziell nach Kuba zu reisen. Bisher ist dies nur in Ausnahmefällen möglich, wie etwa für Familienbesuche, sportliche Wettkämpfe oder Zwi- schenstopps mit Kreuzfahrtschiffen. Es ist also davon auszu- gehen, dass man zukünftig mehr US-Amerikaner auf der Insel sehen wird. Kubas Besonderheiten Die größte Antilleninsel bietet viele Sehenswürdigkeiten, unter anderem eine faszinierende Natur mit mehr als 8.000 Pflanzen- und 15.500 Tierarten, wovon einige ausschließlich dort beheimatet sind. Dieser Artenreichtum spiegelt sich auch in der Unterwasserwelt wider: Kuba verfügt über eines der größten Korallenriffe der Welt, in denen zahlreiche Fisch- arten angesiedelt sind. Auch landschaftlich ist Kuba viel- seitig: Die Nordküste ist felsig und teilweise steil, die Südküste hingegen flach und sumpfig und Zentralkuba wird dominiert von weiten Ebenen. Neben der vielseitigen Natur und Landschaft liefert Kuba aber auch viele historische Sehenswürdig- keiten, die immer noch einiges über vergangene Zeiten Kubas erzählen. Daher wurden gleich mehrere Städte zum UNESCO-Welt- kulturerbe er- nannt, so etwa die Kolonialstädte Havanna und Santiago de Cuba. Zu den klassischen Mitbringseln aus Kuba zählen Rum und Zigarren, die zum festen Bestandteil der kubanischen Kultur dazugehören. „Havanna Rum“ hat sich inzwischen zu einer Rum-Marke etabliert, die weltweit über viele Anhänger ver- fügt. Mindestens genauso bekannt sind die so genannten Havannas, die von vielen als beste Zigarre der Welt und in Kuba als „Habanos“ bezeichnet werden. Vor Ort lässt sich der Einkauf von Havannas am besten mit einem Besuch in einer der vielen Zigarrenfabriken kombinieren, wo Besucher deren traditionelle Herstellung besichtigen können. Zigarren werden in Kuba auch häufig auf der Straße zum Kauf ange- boten, allerdings handelt es sich in der Regel um Fälschun- gen, was sich beim Rauchen durch einen unangenehmen Geschmack bemerkbar macht. Eine Reise nach Kuba ist aller- dings nicht nötig, um an diese landestypischen Genussmittel zu gelangen. Beides bekommt man in gut sortierten Fach- handlungen und Onlineshops wie neblego.de und rum-on- line-shop.de.. REISEZIEL KUBA: DIE WICHTIGSTEN TIPPS © KaYann - Fotolia.com
  28. 28. 28 IMPRESSUM HERAUSGEBER: Bund der Auslands- Erwerbstätigen (BDAE) e.V. Kühnehöfe 3 22761 Hamburg Tel. +49-40-306874-0 WWW.BDAE.COM REDAKTION: Anne-Katrin Schulz (verantwortlich) akschulz@bdae.com Sanja Zivkovic szivkovic@bdae.com LAYOUT: Esther Rudat LEKTORAT: Andrea Kraus COPYRIGHT: Die Beiträge im BDAE- Newsletter sind urheber- rechtlich geschützt und dürfen nicht ohne schrift- liche Genehmigung durch den Herausgeber repro- duziert werden. Die Beiträge des BDAE- Newsletters spiegeln die Meinung der Redaktion und nicht unbedingt die des BDAE wider. WELTWEIT AUCH AUF FOLGEN SIE UNS Was bei Kuba-Reisen zu beachten ist Wer nach Kuba reisen möchte, sollte die aufenthalts- und zollrechtlichen Bestimmun- gen beachten. Die Einreise für Touristen ist mit einem noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass und der so genannten „Touristenkarte“ möglich. Die Aufenthalts- dauer ist jedoch auf maximal 30 Tage be- schränkt, eine einmalige Verlängerung um weiter 30 Tage ist aber möglich. Die Touris- tenkarten müssen vor Einreise etwa bei der kubanischen Botschaft erworben werden. Reisende, die aus anderen als touristischen Zwecken nach Kuba möchten – Geschäfts- reisende, Journalisten oder Studenten – be- nötigen ein Visum, das bei der kubanischen Botschaft beantragt werden muss. Daneben sollten Reisende wissen, dass Bankkunden- karten wie EC-, Maestro- sowie Postbank- karten in Kuba nicht angenommen werden – auch nicht an Geldautomaten. Kreditkar- ten deutscher Bankinstitute werden hinge- gen in vielen größeren Hotels und Restaurants als Zahlungsmittel akzeptiert, nicht jedoch die von US-amerikanischen In- stituten wie American Express und Diners Club. Daher ist es ratsam, sich ausreichend Bargeld in Euro mitzunehmen. Aber Ach- tung: Die Ein- und Ausfuhr der Landeswäh- rung Pesos ist verboten. Zudem muss jeder Kuba-Reisende seit dem 1. Mai 2010 bei Einreisen ins Land einen für Kuba gültigen Krankenversicherungsschutz nachweisen. Als Beleg sollten Versicherungs- police, Versicherungsschein oder –karte der Reisekrankenversicherungen mitgeführt wer- den. Bei länger bestehenden Versicherungs- verträgen ist es außerdem ratsam, eine aktuelle Versicherungsbestätigung mitzu- nehmen. Informationen zu Auslandskran- kenversicherungen finden Auslandsreisende unter anderem bei der BDAE GRUPPE. Des Weiteren sollten nur Dinge, die für den persönlichen Bedarf bestimmt sind, mit ins Reisegepäck, denn wer zu viel mitnimmt, muss damit rechnen, dass der Zoll Sachen beschlagnahmt, weil diese als unerlaubte Geschenke angesehen werden können. Ebenso verboten ist aus gesundheitlichen Gründen grundsätzlich die Einfuhr frischer Lebensmittel. Bei der Ausreise sollten keine Gegenstände in dem Koffer landen, bei denen es sich um kubanisches Kulturgut handeln könnte. Ebenso gelten Restriktionen bei der Ausfuhr von Zigarren. Diese Ein- schränkung liegt ohne Nachweis bei bis zu 20 losen Zigarren. Bis zu 50 Zigarren können nur in einer verschlossenen, versiegelten und mit einem offiziellen Hologramm versehen Originalverpackung ausgeführt werden. Wer mehr als 50 Zigarren mitnehmen möchte, benötigt zudem eine Originalrechnung, die von den offiziellen und genehmigten staatli- chen Geschäften ausgestellt ist. Detaillierte Informationen über die kubanischen Ein- und Ausfuhrbestimmungen stehen auf der Webseite des kubanischen Zolls zur Verfü- gung. © markusrenner - Fotolia.com

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