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AUSLANDMÄRZ 2015
LEBEN UND ARBEITEN IM
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11 HR & Salary Report 2015:
Wie deutsche Expats in...
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Die BDAE GRUPPE hat ihren Ursprung im Bund der Aus-
lands-Erwerbstätigen (BDAE) e.V., der im Jahre 1995
gegründet wurde....
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BDAE: Was waren Ihre Beweggründe,
vor nahezu zehn Jahren nach Schwe-
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Susann: Wir hatten tatsächlich ke...
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Susann: Das trifft zu. Sicherlich war das nicht immer so,
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BDAE: Inwieweit würde sich Ihr Leben nach der Rückkehr
nach Deutschland von dem in Schweden unterscheiden?
Susann: Unser...
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Viele europäische Unternehmen beschäftigen für ein-
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Ein deutscher Staatsangehöriger, der
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mittelpunkt in Tschechien hat und dort
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UNFÄLLE BEIM HOCHSCHULSPORT SIND AUCH IM AUSLAND VERSICHERT
Studenten an Hochschulen stehen
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KANADA: ETA-VERFAHREN VORAUSSICHTLICH AB NOVEMBER 2015
Wie bereits Ende 2014 angekündigt, müssen sich in Zu...
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Der rasante strukturelle Wandel sowie das Zusammen-
treffen von Menschen aus über 200 Nationen machen
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Increasing workforce productivity
Driving culture and behavioral change in the organisation
Succession planning
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Marktgerechte Gehaltspakete und Benefits
Marktgerechte Vergütungssysteme stellen besonders in der
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Oft stoßen solche oder ähnliche Re-
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entsendung im heimischen Umkreis auf
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Berufliche und soziale Unterstützungssysteme zur Hilfe
Bei der Frage nach Abhilfe in solchen Situationen werden
zwei Sy...
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VLM AIRLINES
TURKISH AIRLINES
Die belgische Regional-
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und startet ab Apr...
Die Lufthansatochter Germanwings wei-
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VERMISCHTES
SCHÜLERAUSTAUSCHPROGRAMME: TEILNEHMER SIND ÜBERWIEGEND WEIBLICH
Rund 65 Prozent aller deutschen Teilnehmer ...
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VERMISCHTES
GESCHÄFTSREISEN: NICHTS GEHT ÜBER DAS PERSÖNLICHE KENNENLERNEN
Jeder zweite Geschäftsreisende ist der Meinu...
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VERMISCHTES
SO GENANNTE GAP-YEAR-PROGRAMME WERDEN IMMER BELIEBTER
Über 300.000 junge Erwachsene werden auch in diesem
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VERMISCHTES
TIPPS FÜR EINEN REIBUNGSLOSEN UMZUG INS AUSLAND
Jedes Jahr kehren Tausende Deutsche ihrer Heimat den
Rücken...
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VERMISCHTES
Umzug mit Kindern
Vergessen Sie nicht, auch die jüngsten Familienmitglieder
miteinzubeziehen. Die folgenden...
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VERMISCHTES
WELCHE WÄHRUNG IN BELIEBTEN URLAUBSLÄNDERN GÜNSTIG IST
Die beliebtesten Reiseziele der Deutschen zu Ostern ...
Europaweit leiden mehr als 17 Mil-
lionen Menschen an Allergien.
Dabei tritt am häufigsten eine Lebens-
mittelallergie auf...
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WELTWEIT
Wenn an Ostern auf Mallorca die Saison beginnt, kom-
men wieder tausende von deutschen Touristen per
Flugzeug ...
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WELTWEIT
Mietwagen-Checkliste – Worauf bei der Anmietung von
Leihwagen zu achten ist
Buchung: In den Hauptreisezeiten e...
Europäer, die im Ausland
leben und arbeiten
möchten, finden im neuen
EURES-Leitfaden „Lust auf
Veränderung“ nützliche Rat-...
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Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" März 2015

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Die April-Ausgabe des BDAE-Newsletters "Leben und Arbeiten im Ausland" ist erschienen und steht unter https://www.bdae.com/de/downloads/Leben_und_Arbeiten_im_Ausland_April_2015.pdf zum kostenlosen Download bereit.

Darin erfahren Sie unter anderem, wie deutsche Expats in den Vereinten Arabischen Emiraten eingesetzt und warum Depressionen bei Auslandsentsendungen häufig unterschätz werden.

Darüber hinaus berichten wir darüber, wieviel Geld die Deutschen für ihren Urlaub ausgeben wollen und zeigen auf, welche Währung in beliebten Urlaubsländern günstig ist.

Zudem haben wir ein spannendes Interview mit Suann geführt, die nach ihrem Studium mit Mitte 20 gemeinsam mit ihrem Lebenspartner die Zelte in Deutschland abgebrochen hat und nach Schweden ausgewandert ist.

Aktuelle und ältere Newsletter-Ausgaben sowie das kostenlose Newsletter-Abo finden Interessierte unter www.bdae-ev.de/news/newsletter/.

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  1. 1. 1 AUSLANDMÄRZ 2015 LEBEN UND ARBEITEN IM FÜR IN © twixx - Fotolia.com INTERVIEW EXPATRIATES VERMISCHTES „VIELE DEUTSCHE HABEN EINE ROMANTISIERTE VORSTELLUNG VON SCHWEDEN“ Über eine erfolgreiche Integration in Schweden und Heimweh. TIPPS FÜR EINEN REIBUNGSLO- SEN UMZUG INS AUSLAND Vom Umzugsunternehmen bis hin zu benötigte Serviceleistungen: Worauf bei der Auswahl geachtet wer- den sollte. DEPRESSIONEN BEI AUSLANDS- ENTSENDUNGEN – EIN UNTER- SCHÄTZES PHÄNOMEN Wie eine Entsendung zur Belas- tungsprobe werden kann und wie man sie erfolgreich meistert.
  2. 2. 2 INTERN INTERVIEW RECHTLICHES EXPATRIATES AIRLINES VERMISCHTESWELTWEIT 11 HR & Salary Report 2015: Wie deutsche Expats in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) eingesetzt werden 14 Depressionen bei Auslandsent- sendungen – ein unterschätzes Phänomen 18 Schüleraustauschprogramme: Teil- nehmer sind überwiegend weiblich 19 Geschäftsreisen: Nichts geht über das persönliche Kennenlernen 19 Wie viel Geld die Deutschen für ihren Urlaub ausgeben wollen 20 So genannte Gap-Year-Programme werden immer beliebter 21 Tipps für einen reibungslosen Umzug ins Ausland 23 Welche Währung in beliebten Urlaubsländern günstig ist 25 Jeder zweite Leihwagen auf Mallorca hat Sicherheitsmängel 27Leitfaden für Jobsuche in Schweden 27 Impressum GESUNDHEIT 24 Lebensmittelallergie: Rund 17 Millionen Europäer betroffen 24 Cholera in Haiti sorgt für Trink- wasserknappheit 16 VLM Airlines 16 Turkish Airlines 14 Airberlin 17 WOW Air 17 Germanwings 17 Mehr Flugpassagiere auf deutschen Flughäfen 4 „Viele Deutsche haben eine romantisierte Vorstellung von Schweden“ 2 Zahl des Monats 3 Mitglied im BDAE e.V. werden und viele Vorteile sichern 3 BDAE mit Fachvortrag auf der Personal Swiss EDITORIAL 7 Grenzgänger in der EU: Eine kurze Definition 8 Kindergeld auch für in Tschechien lebende Eltern 8 Kinder im Ausland haben Anspruch auf Hartz IV 9 Unfälle beim Hochschulsport sind auch im Ausland versichert 10 Kanada: ETA-Verfahren voraus- sichtlich ab November 2015 Liebe Leserin, Lieber Leser, Ostern steht vor der Tür und viele nutzen die Feiertage für die erste Urlaubsreise des Jahres. Aktuelle Studien haben bestätigt, dass Urlaubsreisen bei Deutschen nach wie vor hoch im Kurs stehen und weiterhin ein Aufwärtstrend zu beobachten ist. Dabei belegt Deutschland im internationalen Vergleich den Spitzenplatz was die Reisehäu- figkeit angeht. Ein beliebtes Reiseziel ist nach wie vor Schweden. Unserer Interview- partnerin Susann hat Schweden sogar so gut gefallen, dass sie nach ihrem Studium dorthin ausgewandert ist. Was sie an Land und Leuten schätzt, erzählt sie in unserem Interview ab Seite 4. Wenn es Sie nun auch reizt in Schweden zu leben und zu arbei- ten, finden Sie in dem neuen Leitfaden von EURES nützliche Ratschläge zur Umset- zung dieses Vorhabens (Seite 27). Ein Job im Ausland bedeutet nicht gleich, dass man auch im Ausland wohnen muss. Schätzungen zufolge gibt es etwa 1,2 Millionen Personen in den EU-Mit- gliedstaaten, die in einem Nachbarland arbeiten und weiterhin im Heimatland leben und wohnen – so ge- nannte Grenzgänger. Was Grenzgänger sozialversiche- rungs- und steuerrechtlich beachten müssen, finden Sie auf der Seite 7. Darüber hinaus erfahren Sie, was Expats in den Vereinigten Arabischen Emiraten ver- dienen (Seite 11) und warum Depressionen bei Auslandsentsendungen häufig unter- schätzt werden (Seite 14). In weiteren spannenden Beiträgen lesen Sie zudem auf Seite 8, dass auch in Tschechien lebende Eltern Anspruch auf Kindergeld haben und Kinder, die im Ausland leben, wiederum berechtigt sind, Hartz IV zu bekommen . Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre und denken Sie immer daran: Der BDAE begleitet Sie mit Sicherheit ins Ausland! Herzlichst, Ihr Andreas Opitz 1,6 ZAHL DES Tage werden die Deutschen im In- und Ausland 2015 schätzungsweise auf Rei- sen sein. (Quelle: BTW Tourismuswirt- schaft) MONATS MILLIARDEN
  3. 3. 3 Die BDAE GRUPPE hat ihren Ursprung im Bund der Aus- lands-Erwerbstätigen (BDAE) e.V., der im Jahre 1995 gegründet wurde. Seit nunmehr 20 Jahren unterstützt der BDAE e.V. Expatriates, Auswanderer und Unternehmen, die ihre Mitarbeiter ins Ausland entsenden bei ihrem Auslands- vorhaben. Dabei bietet der Verein Informationen über politi- sche, soziale und kulturellen Bedingungen, die ein Auslands- aufenthalt mit sich bringt. Zudem entwickelt er Lösungen für individuelle Herausforderungen und berät fachkundig, wenn es um die optimale soziale Absicherung außerhalb und in der Heimat geht. Weltweite Vorteile für Mitglieder Die Mitglieder des BDAE e.V. profitieren durch Kooperatio- nen, die der Verein mit unterschiedlichen Partnern vereinbart hat. So können alle Mitglieder 24 Stunden lang telefonisch auf ein Notfall-Team zugreifen, das eine reibungslose und schnelle Abwicklung medizinischer Vorgänge auf der ganzen Welt gewährleistet. Daneben sind Mitglieder im Falle von rechtlichen Schwierigkeiten durch einen Basis-Rechtsschutz international abgesichert. Mitgliedern stehen weltweit über 250.000 Hotels in allen Preiskategorien zur Verfügung, die mit einem ganzjährigem Rabatt zwischen fünf und 30 Pro- zent über das Hotelportal HRS gebucht werden können. Ebenso gibt es weltweite Sonderkonditionen bei der Auto- vermietung Sixt, die ihr Stationsnetz stetig ausweitet. Erst Anfang des Monats vermeldete Sixt, ihre Dienstleistungen und Services nun auch im Senegal in Nordafrika anbieten zu können. Mitgliedsbeitrag nur 8,50 Euro pro Monat Der Beitrag für natürliche Personen beträgt 8,50 Euro im Monat (102 Euro pro Jahr). Schüler, Studenten und Prakti- kanten zahlen einen ermäßigten Beitrag in Höhe von 4,50 Euro im Monat (54 Euro pro Jahr). Der Beitrag für juristische Personen ist abhängig von der Anzahl der Mitarbeiter im Ausland und beträgt vier bis sechs Euro je Mitarbeiter pro Monat. Wie Sie Mitglied werden können, erfahren Sie unter http://www.bdae-ev.de/. Bei Fragen schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an mitgliedschaft@bdae.com. Wir unterstützen Sie gerne. INTERN MITGLIED IM BDAE E.V. WERDEN UND VIELE VORTEILE SICHERN © chris - Fotolia.com BDAE MIT FACHVORTRAG AUF DER PERSONAL SWISS Am 14. und 15. April findet zum 14. Mal in Zürich die Personal Swiss statt. Gemeinsam mit der Parallel-Veran- staltung Professional Learning bietet dieses Messe-Event Per- sonalentscheidern und Führungskräften einen umfassenden Marktüberblick über Dienstleistungen und Produkte im HR- Bereich. Begleitet wird die Veranstaltung mit etwa 300 Aus- stellern von 260 Fachvorträgen, Best-Practice-Präsentationen, Podiumsdiskussionen und Gesprächsrunden. Auch dieses Jahr wird die BDAE GRUPPE auf der Fachmesse mit einem eigenen Stand (Halle 6, Stand M.22) vertreten sein. Daneben hält Omer Dotou, Leiter Unternehmensbera- tung Internationale Mitarbeiterentsendung bei der BDAE GRUPPE, am 15. April von 11.30 Uhr bis 12.45 Uhr (Forum 1, Halle 5) einen Vortrag zum Thema Einsparpotenziale bei Mitarbeiterentsendungen. Auslandsentsendungen sind kostspielige Maßnahmen, die – abhängig von Faktoren wie etwa Entsendeland oder Familienstand des Mitarbeiters – bis zu fünfmal teurer sein können als der Einsatz einer lokalen Arbeitskraft. Der Vortrag zeigt, wo Unternehmen Potenzial zur Kosteneinsparung haben. Nur wer diese kennt und be- rücksichtigt, für den zahlt sich der Business Case (As- signment) betriebswirtschaftlich aus. Mehr Infos: http://www.personal- swiss.ch/content/index_ger.html © robodread - Fotolia.com © kaalimiesk - Fotolia.com
  4. 4. 4 BDAE: Was waren Ihre Beweggründe, vor nahezu zehn Jahren nach Schwe- den auszuwandern? Susann: Wir hatten tatsächlich kei- nen besonderen Plan gefasst und waren mit Mitte 20 auch noch sehr jung. Ich hatte gerade mein BWL-Stu- dium absolviert und mein Freund hatte Lust, sich beruflich neu zu orientieren. Dass wir uns für Schweden als „Aus- wanderungsland" entschieden, hatte in erster Linie pragmatische Gründe, denn ich hatte während meines Hochschulstudiums ein Aus- landssemester in Karlstad über die Erasmus-Organisation ge- macht und in dieser Zeit Freundschaften mit schwedischen Studenten geschlossen und somit Land und Leute intensiver kennenlernen können. Es spielten vor allem Abenteuerlust und Neugier eine Rolle. Von Vorteil war, dass wir über keinen besonderen Besitz ver- fügten und auch keine nennenswerten Verpflichtungen und vor allem noch keine Kinder hatten. Wir packten einfach unser Auto voll mit allem, was wir hatten und fuhren nach Schweden. Über Freunde hatten wir in der Stadt Örebro be- reits eine Wohnung organisiert bekommen. Mein Lebensge- fährte hatte neben seiner kaufmänni- schen auch eine hand- werkliche Ausbildung genossen und fand somit schnell einen Handwerksjob in Schweden. Ich arbei- tete eine gewisse Zeit unter anderem an der Volkshochschule und im Einzelhandel, bis ich schließlich mit einer Geschäftspart- nerin eine Boutique eröffnete, die wir seit vielen Jahren er- folgreich in Örebros Innenstadt betreiben. Rückblickend betrachtet, waren wir vielleicht ein wenig naiv, aber möglicherweise war genau das unser Vorteil, denn es klappte alles ziemlich gut. Heute mit Kind und Kegel würden wir sicherlich mehr über Vor- und Nachteile eines solchen Schrittes abwägen. BDAE: Gab es zu Beginn gewisse interkulturelle Schwierig- keiten zwischen Ihnen und den Schweden? Susann: Schwierigkeiten hatten wir keine, denn wir kannten durch schwe- dische Freunde die Mentalität bereits sehr gut und schätzen diese sehr. Da mein Partner und ich beide aus Nord- deutschland stammen, fühlten wir uns den Schweden ohnehin näher als bei- spielsweise den Bayern. Das Gemüt eines Mecklenburgers ist dem des Schweden gar nicht so unähnlich. Des- wegen ist es uns auch nicht schwer ge- fallen, uns schnell einzuleben. Hätten wir etwa den Kontinent gewechselt, wäre eine interkulturelle Vorbereitung sicherlich unumgäng- lich gewesen, aber dies war bei uns ja nicht der Fall. Zu wis- sen, dass es nicht weit weg ist, hat uns geholfen. Wir wollten den Kontakt zu Familie und Freunden in der alten Heimat nicht einfach abbrechen. BDAE: Gibt es dennoch typisch schwedische Eigenschaften, die Ihnen auffallen und die Sie auch schätzen? Susann: Es gibt schon einige Dinge, über die man schmun- zeln kann. So lieben die Schweden etwa ihre Festtagsbuffets, die sich zu allen Gelegenheiten - ob Mittsommer, Ostern oder Weihnachten - sehr ähneln. So dürfen beispielsweise niemals Köttbullar oder eingelegte Heringe fehlen, da sind die Schweden sehr traditionell. Was uns außerdem auffällt ist, dass es zwischen den Schweden weniger regional-kultu- relle Unterschiede gibt als beispielsweise zwischen einem Deutschen aus Berlin und einem aus Baden-Württemberg. Dies liegt sicherlich unter anderem an der geringen Einwoh- nerzahl. Zudem legt das Volk viel Wert auf Gleichheit, abge- sehen von den Großstädten sticht niemand besonders heraus, es dominiert eine gewisse Bescheidenheit. Die Gleichheit zeigt sich beispielsweise auch im Arbeitsleben, wo die Hierarchien allgemein sehr flach sind und man duzt sich überall. Zudem mag ich die Weltoffenheit der Schweden gerne, sie sind außerdem sehr tolerant Neuem gegenüber. BDAE: Schweden wird oft und gerne als mustergültig in Sa- chen Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann aufge- führt. Wie empfinden Sie dies? INTERVIEW „VIELE DEUTSCHE HABEN EINE ROMANTISIERTE VORSTELLUNG VON SCHWEDEN“ Vor fast zehn Jahren wanderten Susann und ihr Partner nach Schweden aus, wo sie inzwischen mit ihren beiden Kindern leben. Was sie an Land und Leuten schätzen und warum es sie manchmal in ihre alte Heimat zu- rückzieht, darüber sprachen wir im In- terview.
  5. 5. 5 Susann: Das trifft zu. Sicherlich war das nicht immer so, aber in den letzten Jahrzehnten hat sich diesbezüglich eine ziemlich klare und einheitliche Einstellung zu diesem Thema entwickelt. Dabei bezieht sich Gleichberechtigung nicht nur auf gleiche Chancen im Beruf, sondern auch auf die Familie. Hierzulande fühlen sich Männer wie Frauen gleich verant- wortlich für ihre Familie. Es ist normal, dass beide Elternteile Elternzeit in Anspruch nehmen - oftmals zu gleichen Teilen. Derzeit wird der dritte „Papamonat" eingeführt, das heißt, dass Väter künftig einen Rechtsanspruch auf mindestens drei Monate Elternzeit haben werden. Die Einbindung des Man- nes im Familienleben sieht man beispielsweise auch im All- tag, wo es zum natürlichen Bild gehört, Gruppen von Vätern mit Kinderwagen in der Stadt oder auf Spielplätzen zu erle- ben. Kürzlich wurde außerdem das geschlechtsneutrale Wort „hen" eingeführt, das weder eine weibliche noch männliche Zuordnung beinhaltet. Insbesondere in den Kindergärten – so erleben wir es jedenfalls – wird großen Wert auf eine ge- schlechtsneutrale Erziehung gelegt. Kinder sollen als Indivi- duen und nicht in erster Linie als Jungen oder Mädchen wahrgenommen und erzogen werden. Gleichberechtigung und Geschlechtsneutralität gilt in Schweden als derart selbst- verständlich, dass dies überhaupt nicht mehr zur Diskussion steht. BDAE: Sie und ihr Partner gehören zu den Auswanderern, die es geschafft haben, sich in Schweden zu integrieren und ein eigenständiges (Familen)Leben mit zwei Kindern aufzu- bauen. Können Sie sich dennoch vorstellen, nach Deutsch- land zurückzukehren? Susann: Tatsächlich ist dies ein Thema bei uns. Wir fühlen uns sehr wohl in Schweden und haben uns auch ein sehr gutes Netzwerk aufgebaut, dennoch vermissen wir Familie und Freunde in Deutschland, die Nähe zu unseren Eltern, Geschwistern und deren Kinder. Nach gut zehn Jahren mer- ken wir schon unsere deutsche Identität und wünschen uns für unsere in Schweden geborenen Kinder, dass diese nicht den Anschluss an ihre heimatlichen Wurzeln verlieren. Ir- gendwie fühlt sich für uns die Vorstellung seltsam an, wenn unsere Kinder ausschließlich zu Schweden heranwachsen. Wir wissen, dass man Herkunft und Identität später nicht nachholen kann. Entscheidend ist aber unser Wunsch, wieder die Familie um uns zu haben. Bisher hatten wir nur im Urlaub die Chance, diese zu sehen. Wir würden deshalb auch nicht irgendwo in Deutschland leben wollen, sondern in unserer alten Heimat Mecklenburg. Was uns auch manchmal fehlt ist das kultu- relle Leben - Theaterbesuche, Ausstellungen oder musikali- sche Events. Schweden ist eben ein recht kleines Land mit einer niedrigen Einwohnerdichte, so dass das kulturelle Frei- zeitangebot etwas geringer ausgeprägt ist als etwa in Deutschland. Sollten wir tatsächlich nach Deutschland zurückkehren, sind wir optimistisch, dass uns auch dieser Schritt gut gelingen wird. Die Auswanderung nach Schweden hat uns stark und zuversichtlich gemacht. Viele Schritte danach kamen uns nicht mehr so gewaltig vor. INTERVIEW Susann und ihr Lebenspartner Nico
  6. 6. 6 BDAE: Inwieweit würde sich Ihr Leben nach der Rückkehr nach Deutschland von dem in Schweden unterscheiden? Susann: Unsere Familie und Freunde würden zum Alltag dazu gehören. Das wäre ein riesiger Vorteil. Natürlich müss- ten wir uns neue Jobs suchen, aber das könnte uns ja auch jederzeit in Schweden so gehen. Sicherlich rechnen wir mit Schwierigkeiten, aber wir glauben als Familie so stark zu sein, dass wir diese bewältigen wer- den. Ich habe zum Beispiel Sorge, dass kleine Kinder in Deutschland bei der Jobsuche immer noch eher als Hindernis gesehen werden, aber da würde ich kämpfen, um zu belegen, dass dies nicht so ist. In Schweden ist die so genannte Work-Life-Balance sehr ausgeprägt, die Fa- milie spielt eine mindestens genau so große und wichtige Rolle wie die Arbeit. Wir schätzen die lan- gen Sommerferien - Schulkinder haben etwa ganze zehn Wochen Sommerferien - und Eltern können noch bis zum 8. Lebensjahr des Kindes Elterntage nehmen, sofern von den total 480 Tagen/Kind noch einige übrig sind. Das ist schon ein gewisser Luxus, der uns sicher feh- len würde. Ich könnte mir auch vorstellen, dass uns Schweden fehlen wird und wir mit einer anderen Art von Heimweh zu kämpfen haben würden, allerdings würden wir sicherlich sehr viel Urlaub dort machen, allein schon, um den Kon- takt zu unseren schwedischen Freun- den zu halten. BDAE: Für viele Menschen ist Schweden ein Traum-Auswanderer- ziel. Was raten Sie ihnen für einen erfolgreichen Start vor Ort? Susann: Meiner Beobachtung nach haben viele Deutsche ein romantisiertes Bild von Schweden, das rote Holzhäuser, Elche und Mittsommer einschließt. Erst neulich habe ich mit einer Behörde meiner alten Heimatstadt telefoniert, um mich über Formalitäten bei einer möglichen Rückkehr zu informie- ren. Als die Beamtin hörte, dass wir zurzeit in Schweden leben, seufzte sie und sagte „Ach wie schön, Schweden! Bleiben Sie doch bloß da, was wollen Sie denn hier?" Viele assoziieren mit diesem Land paradiesische Zustände, verges- sen aber, dass Urlaub und Alltag sich signifikant voneinander unterscheiden. Auch hier muss man sein alltägliches Leben meistern, die Familie versorgen und im Berufs- leben bestehen. Die Probleme, mit denen man konfrontiert wird, sind im Grunde dieselben wie in Deutschland - mit ein paar Ausnah- men vielleicht. Ich rate also dazu, sich ein realistisches Bild zu machen und sich nicht zu sehr mit den schönen Stereotypen zu be- fassen. Ganz wichtig ist es, die Spra- che zu beherrschen, sonst hat man kaum eine Chance, Teil der Gesell- schaft zu werden. Eine wichtige Vorausset- zung ist zudem die Neugier auf Land und Leute und vor allem Offenheit. Insofern ist es auch eine Typfrage, ob jemand für ein Leben in Schweden geschaffen ist oder nicht. INTERVIEW © Alois - Fotolia.com
  7. 7. 7 Viele europäische Unternehmen beschäftigen für ein- zelne Projekte Arbeitnehmer aus dem Ausland, um per- sonelle Kapazitätsengpässe zu überwinden. Dies gilt auch für deutsche Firmen – vor allem für jene, die erfolgreich in der Bau- und Instandhaltungsbranche tätig sind. Etliche Firmen sind hoch spezialisiert und stellen ein Know how zur Verfü- gung, das oftmals seinesgleichen sucht. Facharbeiter, die sol- chen Herausforderungen gewachsen sind, gibt es sicherlich nicht wie Sand am Meer. Es sind jene personellen Kräfte, deren Mangel seit Jahren in Deutschland beklagt wird und die zunehmend aus dem Ausland rekrutiert werden. Viele ar- beiten als so genannte Grenzgänger (auch Grenzpendler) in deutschen Unternehmen und entlasten ihre deutschen Kolle- gen. Wer als Chef Grenzpendler einstellt, wird allerdings mit oftmals ungeahnten steuer- und sozialversicherungsrechtli- chen Hürden konfrontiert, die für schlaflose Nächte sorgen. Unterschied Grenzgänger und Wanderarbeiter Allein eine sinnvolle Begriffsdefinition ist äußerst schwer zu finden. Die Europäische Kommission hat sich in einer Studie daran versucht, diesen komplexen Sachverhalt zu erörtern: Demnach unterscheidet sich ein Grenzgänger vom klassi- schen Wanderarbeitnehmer darin, dass er in einem Staat wohnt und in einem anderen Staat arbeitet. Der Wanderar- beitnehmer hingegen verlässt seine Heimat komplett, um in einem fremden Land zu wohnen und zu arbeiten. Nach Schätzungen der EU gehen mehr als 1,2 Millionen Per- sonen in den EU-Mitgliedstaaten einer grenzüberschreiten- den Beschäftigung nach. Allein die Schweiz verzeichnet rund 270.000 Grenzgänger (darunter 56.000 aus Deutschland). Es ist schier unmöglich, den Begriff der Grenzarbeit eindeutig anhand objektiver Kriterien zu klären. Hilfreich ist aber eine Zuordnung im Zusammenhang mit der sozialen Sicherheit oder mit bilateralen Doppelbesteuerungsabkommen (DBA). Beide Rechtsgebiete werden zur Definition herangezogen. Unterschied zwischen sozialversicherungs- und steuer- rechtlicher Definition Gemäß dem Europäischen Gemeinschaftsrecht meint der Be- griff “Grenzgänger” jeden Arbeitnehmer, der im Gebiet eines Mitgliedstaats beschäftigt ist und im Gebiet eines an- deren Mitgliedstaats wohnt (politisches Kriterium), in das er in der Regel täglich, mindestens aber einmal wöchentlich zurückkehrt (zeitliches Kriterium). Diese Begriffsklärung – die neben dem bedeutenden Aspekt der Fahrt vom Wohnsitz zur Arbeitsstätte über eine Grenze hinweg eben auch die zeitliche Bedingung der täglichen oder wöchentlichen Rück- kehr an den Wohnsitz einschließt – gilt jedoch nur für die Bestimmung der Sozialversicherungspflicht des betreffen- den Arbeitnehmers in der EU. In Sachen Steuerrecht sehen die zwischenstaatlichen Dop- pelbesteuerungsabkommen strenge Definitionen vor, die au- ßerdem ein räumliches Kriterium umfassen: Es zählt die Tatsache, dass jemand in einer Grenzzone im strengen Wort- sinn wohnt und arbeitet, wobei die Grenzzonen in den ein- zelnen Steuerabkommen unterschiedlich definiert sind, als konstitutives Merkmal der Grenzarbeit gilt. Was bedeutet das für die Steuerpflicht des Grenzgängers? Normalerweise gilt folgendes Prinzip: Der Arbeitslohn wird dort versteuert, wo die Arbeit ausgeübt wird. Anders sieht dies bei Grenzgängern aus. Diese werden nicht in jenem Land besteuert, in dem sie arbeiten, sondern in dem Staat, in dem sie wohnen. Entscheidend ist jedoch die Kompo- nente Zeit. Für gewöhnlich gilt: Der Grenzgänger wird (ver- einfacht dargestellt) im Wohnsitzland besteuert, wenn er sich nicht mehr als 183 Tage im Arbeitsland aufhält. Aller- dings gelten je nach Arbeitsland unterschiedliche Fristen be- ziehungsweise unterschiedliche Auslegungen der so genannten 183-Tage-Regelung. Eine Übersicht zu den Rege- lungen der EU allgemein, der Schweiz, Frankreichs und Österreichs finden Interessierte in diesem Artikel. GRENZGÄNGER IN DER EU: EINE KURZE DEFINITION RECHTLICHES © kasto - Fotolia.com
  8. 8. 8 Ein deutscher Staatsangehöriger, der mit seiner Familie seinen Lebens- mittelpunkt in Tschechien hat und dort sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist, hat Anspruch auf deutsches Kinder- geld – und zwar dann, wenn er in Deutschland einen Zweitwohnsitz bei- behält. Das geht aus einem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH; Az. III R 44/12) hervor. In dem zugrunde liegenden Fall hatte ein Vater mit deutscher Staatsbürger- schaft für seine zwei Kinder die ent- sprechende staatliche Unterstützung eingeklagt. Dieser bewohnt seit 1977 mit seiner Familie eine Einliegerwoh- nung im Hause seiner Eltern in Rhein- land-Pfalz. Nachdem er im Herbst 2005 arbeitslos geworden war, trat er am 1. Juni 2006 eine Beschäftigung im tsche- chischen Prag an. Dorthin zog er auch mit seiner Ehefrau und den beiden Kin- dern – die ältere Tochter besucht die deutsche Schule in Prag. Der Familien- vater verbringt jedoch weiterhin seine gesamte freie Zeit mit der Familie in seiner Wohnung in Deutschland – er selbst während seines Urlaubs und die Familie während der Schulferien. Die Nutzung der dortigen Wohnung geht somit nach den Feststellungen des Fi- nanzgerichts (FG) über eine übliche Nutzung als Ferienquartier deutlich hinaus. Als die Familienkasse vom Wohnort- wechsel erfuhr, stellte sie die Kinder- geldzahlung für die ältere Tochter, die in Prag zur Schule geht, ein und for- derte den überzahlten Betrag für die Monate Juli 2006 bis September 2008 in Höhe von 4.158 Euro zurück. Zu Unrecht, wie das Finanzgericht be- fand. Begründung: Um Anspruch auf Kindergeld zu haben, reicht es, in Deutschland einen Wohnsitz zu haben. EU-Bürger dürfen mehrere Wohnsitze haben – auch im um den Zweitwohn- sitz in Deutschland aufrecht zu erhal- ten, reichen unregelmäßige Aufenthalte aus, sofern es sich dabei nicht bloß um Besuche handelt. RECHTLICHES Für Kinder, die selbst noch nicht er- werbsfähig sind, ist der „gewöhnli- che Aufenthalt“ in Deutschland keine Voraussetzung für einen Anspruch auf Sozialleistungen. Das entschied kürz- lich das Bundessozialgericht in Kassel (BSG, Az.: B 14 AS 56/13 R). In dem zugrunde liegenden Fall woh- nen zwei Kinder mit deutscher Staats- angehörigkeit in Tunesien bei ihren Großeltern, während ihre Eltern in Deutschland leben und Harz-IV-Leis- tungen erhalten. Während der tunesi- schen Schulferien von Anfang Juli bis Ende September kamen die Sprösslinge für drei Monate zu ihren Eltern nach Bocholt in Nordrhein-Westfalen. Für diese Besuchszeit beantragten die El- tern für ihren Nachwuchs ebenfalls So- zialgeld, was die Stadt Bocholt ablehnte. Einen Anspruch auf Hilfeleis- tungen könnte es nämlich nur geben, wenn die Kinder ihren „gewöhnlichen Wohnsitz“ in Deutschland hätten. Die Eltern klagten gegen die Ableh- nung, denn ohne die staatliche Unter- stützung durch Sozialleistungen würde der Aufenthalt der Kinder bei den El- tern unmöglich gemacht. Das Bundes- sozialgericht entschied zugunsten der Familie. Denn nach dem Gesetz müss- ten nur die erwerbsfähigen Empfänger von Sozialleistungen ihren gewöhnli- chen Aufenthalt in Deutschland haben. Für deren Nachwuchs, der selbst noch nicht erwerbsfähig sind, fordere das Gesetz den „gewöhnlichen Aufent- halt“ in Deutschland gerade nicht. Ent- scheidend sei, ob die Kinder während ihres Aufenthaltes in Deutschland mit den Eltern in einer Bedarfsgemein- schaft lebten, so die ARAG-Rechtsex- perten. Das war hier eindeutig der Fall, da die Kinder bei ihren Eltern in der Fa- milie lebten. Quelle: ARAG – Rechtstipps und Urteile KINDER IM AUSLAND HABEN ANSPRUCH AUF HARTZ IV KINDERGELD AUCH FÜR IN TSCHECHIEN LEBENDE ELTERN © Imillian - Fotolia.com © Visual Concepts - Fotolia.com
  9. 9. 9 RECHTLICHES UNFÄLLE BEIM HOCHSCHULSPORT SIND AUCH IM AUSLAND VERSICHERT Studenten an Hochschulen stehen grundsätzlich auch dann unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallver- sicherung, wenn sie an einem von der Universität als Hochschulsport angebo- tenen Skikurs im Ausland teilnehmen. Auch während der Teilnahme mit der Universitätsmannschaft an einer Hoch- schulmeisterschaft besteht Unfallversi- cherungsschutz in der gesetzlichen Un- fallversicherung. Das hat das Bundes- sozialgericht (BSG) entschieden. Die Begründung: Zu den gesetzlichen Auf- gaben der Universitäten gehören neben der Bildung und Berufsvorberei- tung auch auf die Förderung der sport- lichen Betätigung der Studenten. Deshalb haben eingeschriebene Stu- denten, die am Hochschulsport teilneh- men, Versicherungsschutz, wenn dieser im organisatorischen Verantwortungs- bereich der Hochschule stattfindet. Der Entscheidung lagen die unabhängig voneinander eingereichten Klagen zweier Studenten zugrunde. Die Studentin des ersten Verfahrens (B 2 U 13/13 R) nahm über Silvester 2007/2008 an einem vom Hoch- schulsport ihrer Universität angebotenen und veranstalteten Sporttouren-Kurs in der Schweiz teil, der auch externen Teil- nehmern offenstand. Die Klägerin belegte mit anderen mit- gereisten Studierenden einen Skikurs für Anfänger, der von einem vom Hochschulsport der Universität gestellten Skileh- rer geleitet wurde. Während der Teilnahme an diesem Kurs wurde sie auf der Piste von einem Snowboardfahrer umge- fahren und erlitt Knochenbrüche. Der Unfallversicherungsträger wollte für den Schaden nicht aufkommen und begründete dies damit, dass es sich nicht um einen Arbeitsunfall handele. Weil die Sportausübung nicht innerhalb des organisierten Übungsbetriebs während fester Zeiten am Hochschulort stattgefunden habe und auch Nichtstudierende hätten teilnehmen können, stehe vielmehr der Freizeitcharakter im Vordergrund. In diesem Fall gab das Bundessozialgericht dem Versicherer Recht, al- lerdings mit einer grundsätzlichen Einschränkung: Ein von der Hochschule den Studierenden angebotener und von Skilehrern des Hochschulsports dieser Hochschule durchgeführter Skikurs steht prinzipiell auch dann unter dem Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallversiche- rung, wenn er im Ausland stattfindet. Voraussetzung ist jedoch, dass die Teilnahme im Wesentlichen nur Stu- dierenden offen steht. Eine Teilnahme an einer Sportver- anstaltung, die die Hochschule nicht nur Universitätsangehörigen anbietet, sondern an der unbe- schränkt auch sonstige Personen teilnehmen können, ist keine versicherte Tätigkeit. Denn Zweck der Studierenden- versicherung nach Paragraf 2 Abs 1 Nr. 8 Buchstabe c SGB VII ist es, die gemeinsame sportliche Betätigung der Studie- renden an der Hochschule als Teil der Aus- und Fortbildung in den Schutzbereich der gesetzlichen Unfallversicherung einzubeziehen. FALL 1: EXTERNE UND INTERNE TEILNEHMER AM HOCHSCHULSPORT
  10. 10. 10 RECHTLICHES KANADA: ETA-VERFAHREN VORAUSSICHTLICH AB NOVEMBER 2015 Wie bereits Ende 2014 angekündigt, müssen sich in Zu- kunft alle visumfreien Reisende vor ihrer Reise nach Kanada eine elektronische Einreisegenehmigung (ETA – elec- tronic Travel Authorization) besorgen. Der Online-Prozess soll binnen einiger Minuten geschehen und kostengünstig sein. Erforderlich sind verschiedene Angaben zur Person, diese werden mit Datenbanken der Behörden abgeglichen. Die Einreisegenehmigung soll fünf Jahre lang gültig sein und mehrere Einreisen erlauben. Wann das neue Verfahren ein- geführt werden soll, steht noch nicht fest, im Gespräch ist derzeit November 2015. Für touristische oder geschäftliche Aufenthalte bis zu sechs Monaten ist die Einreise nach Kanada visumsfrei. Bei der An- kunft im nordamerikanischen Staat erfolgt am Flughafen für gewöhnlich eine Einreisebefragung durch Beamte der Ein- wanderungsbehörde CBSA. Dabei müssen ausländische Bür- ger den Beamten überzeugend darlegen, dass sie über ausreichende finanzielle Mittel für den geplanten Aufenthalt verfügen, keine Arbeitsaufnahme beabsichtigen und den Staat nach Ende des Besuchs wieder verlassen. Ergeben sich bei der Befragung Zweifel, kann sich in Einzelfällen das Ver- fahren durch weitere Nachforschungen der Einwanderungs- behörde über mehrere Stunden erstrecken. Vor allem bei der Vermutung einer Beschäftigung sind die kanadischen Behör- den sehr streng. Näheres zu den kanadischen Einreisebestimmungen finden Interessierte unter: http://www.cic.gc.ca/english/visit/index.asp Quellen: VisumCentrale und Auswärtiges Amt Anders lag der Sachverhalt bei einem Studenten, der zur Basketball-Hochschulmannschaft seiner Universität ge- hörte und mit ihr an den Deutschen Hochschulmeisterschaf- ten teilnahm. Diese wurden vom Allgemeinen Deutschen Hochschulsport organisiert und fanden an einer anderen Universität statt. Während eines Spieles verletzte sich der Kläger am linken Knie. Auch hier argumentierte der Unfall- versicherungsträger, es handele sich nicht um einen Arbeits- unfall: Ebenso wie beim Betriebssport falle die Teilnahme an Wettkämpfen wie auch die Teilnahme an Sportfreizeiten nicht unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Darüber hinaus sei die Hochschulmeisterschaft nicht in dem organisatorischen Verantwortungsbereich der Universität des Klägers durchgeführt worden. Diesmal entschieden die Richter anders: Die Teilnahme an dem Basketballspiel der Deutschen Hoch- schulmeisterschaften gehörte zur Aus- und Fortbildung im Sinne von Paragraf 2 Absatz 1 Nr. 8 Buchstabe c SGB VII des studierenden Klägers. Zwar fand das Spiel weder auf dem Gelände der Universität des Klägers statt noch wurde es von dieser Universität unmittelbar, sondern vom Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband organisiert. Die Veran- staltung lag aber im organisatorischen Verantwor- tungsbereich der Hochschule, weil die Universität die Basketballspieler auswählte, die organisatorische Verantwor- tung für den Teilnehmerkreis trug und Fahrt, Unterbringung sowie Verpflegung während des Turniers organisierte. Durch die Mitgliedschaft in dem Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband, der als Dachverband des Hoch- schulsports fungiert, war der Universität des Klägers die Ver- anstaltung des Basketballspiels auch organisatorisch zuzurechnen. Dem Versicherungsschutz in der gesetzlichen Unfallversicherung stand auch nicht der Wettkampfcharak- ter der Hochschulmeisterschaften entgegen. Wettkämpfe sind ein wesentliches Element aller Sportarten und können daher nicht vom Versicherungsschutz für Studierende aus- genommen werden. FALL 2: NUR INTERNE STUDENTEN NEHMEN AM HOCHSCHULSPORT UND WETTKAMPF TEIL © Mirscho - Fotolia.com
  11. 11. 11 Der rasante strukturelle Wandel sowie das Zusammen- treffen von Menschen aus über 200 Nationen machen die VAE zu einer einzigartigen Region, die Orient und Okzi- dent miteinander verbindet. Für eine branchenübergreifende Vielzahl an Unternehmungen ist es mittlerweile unabdingbar, im Zuge ihrer global erfolgreichen Geschäftstätigkeit eben- falls auf dem emiratischen Markt zu agieren. Die besonderen Merkmale des schnelllebigen Drehkreuzes VAE setzen eine gute Kenntnis des lokalen Marktes voraus, um den Heraus- forderungen des internationalen Wettbewerbs erfolgreich begegnen zu können. Meist geschätzte Eigenschaften deutscher Unterneh- men in den VAE Unternehmen der deutschsprachigen Wirtschaft spielen seit den 70er Jahren eine entscheidende Rolle in der Diversifika- tion der arabischen Wirtschaft und agieren als strategischer Handelspartner der VAE. Eine aktuelle Umfrage, HR & Salary Report 2015, des Beratungsunternehmens Departer – The German Headhunter und der Deutsch-Emiratischen Indu- strie- und Handelskammer (AHK) hat ergeben, dass deutsch- sprachige Firmen eine ausgezeichnete Reputation in den Emiraten genießen. Mitarbeiter aller in Dubai vertretenen Nationalitäten gaben an, aus den folgenden Gründen für eines der über 1.000 deutschen Unternehmen in den VAE zu arbeiten: • Zuverlässige Zahlweise • Klar organisierte Strukturen • Hohes Verantwortungslevel • Respektvoller Umgang mit Kooperationspartnern • Transparente Kommunikation • Möglichkeit interner Schulungen Die Umfrage bestätigt die Vielfalt der Herkunftsländer der Mitarbeiter in Firmen der Privatwirtschaft: Es werden vor- nehmlich Inder, Pakistaner, Sri Lanker, Filipinos sowie Araber und zu 34 Prozent Personen aus der Region DACH beschäf- tigt. Der Report gibt ebenfalls Aufschluss darüber, welcher Nationalität die Personalentscheider mehrheitlich entstam- men und legt diesbezügliche Unterschiede dar. Fast 80 Prozent der deutschen Expats haben lokalen Ar- beitsvertrag in Dubai Die Ergebnisse bestätigen, dass sich Organisationen der deutschsprachigen Wirtschaft vornehmlich in den Freihan- delszonen der Metropolen Dubai und Abu Dhabi niederlas- sen. Das Land gilt weiterhin als Ballungsraum ambitionierter Ausländer, die als lokale Repräsentanten ihrer Stammhäuser vor Ort fungieren. Diese machen mittlerweile 80 Prozent der Bevölkerung aus und gestalten die Entwicklung eines der reichsten Länder der Welt (BIP: USD 44,771, 2014) entschei- dend mit. Als handlungsleitende Motive werden vor allem die beruflichen Entwicklungs- und Gehaltsmöglichkeiten ge- nannt, die ausländische Arbeitnehmer dazu veranlassen, in den Emiraten tätig zu sein. Geringe Chancen auf dem heimi- schen Arbeitsmarkt veranlassen vornehmlich Umfrageteil- nehmer aus den umliegenden arabischen Ländern zu einem Standortwechsel, um politischen Unruhen zu entkommen. 58 Prozent der Expatriates beabsichtigten, nach ihrer An- kunft zwei bis fünf Jahre in den VAE zu bleiben. Die tatsäch- liche Aufenthaltsdauer liegt im Durchschnitt hingegen bei 4,5 Jahren. Die Studie zeigt, dass ausländische Mitarbeiter zunehmend mit lokalen Arbeitsverträgen beschäftigt werden (78 Prozent). Im Gegensatz zu Expatverträgen sind diese oft- mals mit deutlich weniger Annehmlichkeiten verbunden und tragen zusätzlich dazu bei, dass Mitarbeiter sich mit hohen und stetig steigenden Lebenshaltungskosten konfrontiert sehen. Diese bedeuten durchschnittlich 44 Prozent der Wohn- und Nebenkosten und stellen für ein Drittel der Be- fragten somit die größte Herausforderung vor Ort dar. Mit durchschnittlich 40 bis 48 Wochenarbeitsstunden verteilt auf fünf Arbeitstage arbeiten die meisten Angestellten mehr als ihre Kollegen in Deutschland. Die Mehrheit der Befragten kann hingegen ebenfalls einen Urlaubsanspruch von 30 Tagen geltend machen. EXPATRIATES HGEHALTSSTUDIE VAE: WAS EXPATS IN UNTERNEHMEN DER DEUTSCHSPRACHIGEN WIRTSCHAFT VER- DIENEN REASONS FOR WORKING IN THE UAE (Multiple answers are permitted) 77%Career development Work experience abroad Salary Standard of living Culture / Weather / Country Private reasons Low employment prospects on domestic job marked 51% 50% 26% 17% 15% 8%
  12. 12. 12 Increasing workforce productivity Driving culture and behavioral change in the organisation Succession planning Retaining key talent Building leadership capability Acquiring key talent Encouraging organisational innovation 19% 23% 24% 30% 16% 15% 14% KMUs sind in Dubai am häufigsten vertreten Die Umfrageergebnisse von über 150 Geschäftsführern und Personalentscheidern zeigen, dass kleine und mittelständi- sche Unternehmen (KMUs) den Großteil der in den VAE an- sässigen Firmen ausmachen. In den Emiraten beschäftigen diese meist eine deutlich geringere Mitarbeiterzahl in ihren Vertriebs- und Servicegesellschaften. Die Tatsache, dass der Großteil der Personalentscheidungen für die Region im deutschsprachigen Raum getroffen wird (nur 44 Prozent der lokalen Tochtergesellschaften verfügen über eine lokale HR- Abteilung), führt dazu, dass Entscheidungsprozesse oftmals zu viel Zeit in Anspruch nehmen (31 Prozent) und sowohl lo- kale Gegebenheiten als auch Bedürfnisse keine angemessene Berücksichtigung finden. 44 Prozent der Befragten bewerten die Kooperation mit den Stammhäusern in der DACH-Region als unbefriedigend. Hieraus ergibt sich der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit und Entscheidungsfreiraum lokal täti- ger Mitarbeiter (25 Prozent), so dass Recruitingprozesse be- schleunigt und marktspezifischer durchgeführt werden können. Die Abbildung fasst die größten Herausforderungen des emiratischen Marktes für Personalentscheider zusammen und weist bestehende Schwierigkeiten auf. Passende Mitarbeiter sind entscheidender Wettbe- werbsfaktor Aufgrund der begrenzten Anzahl qualifizierten Personals in der Region, zählt die Rekrutierung geeigneter Mitarbeiter weiterhin zu den größten Herausforderungen der Personal- abteilungen. Die Studie veranschaulicht, dass die Offenheit und das Verständnis gegenüber Berufs- und Studienab- schlüssen nicht-europäischer Nationalitäten zukünftig wach- sen müssen, um dem Fachkräftemangel vor Ort entgegen- wirken zu können. Mitarbeiter aus dem deutschsprachigen Heimatland kennen zwar die Unternehmenskultur und sind mit den Produkten vertraut, verfügen jedoch nicht über die nötige Marktkenntnis und verbinden ihren Auslandseinsatz oftmals mit hohen Gehaltsvorstellungen. So gibt die Hälfte der Personalentscheider an, dass ihnen das zur Verfügung stehende Budget nicht erlaubt, adäquate Personalentschei- dungen zu treffen. Im Rahmen des sogenannten „Overseas Recruitment“ nutzen Unternehmen zunehmend weltweite Recruitingkanäle für die optimale Stellenbesetzung im In- und Ausland. Die Auswahl der richtigen Mitarbeiter stellt den entscheiden- den Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit der jeweiligen Un- ternehmung auf dem emiratischen Markt dar. Sowohl die hiesigen Personalabteilungen als auch die Verantwortlichen vor Ort bestätigen den Bedarf an unterstützendem Recrui- ting durch externe Berater, die über einen internationalen und regional erfahrenen Talentpool verfügen. Spezialisierte Headhunter suchen den direkten Kontakt zu Persönlichkei- ten, denen es zumeist aufgrund ihres aktuellen Arbeitspen- sums nicht möglich ist, auf Stellenanzeigen zu reagieren oder sich initiativ bei ihren Wunschunternehmen zu bewerben. „59 Prozent aller Fach- und Führungskräfte sind passive Be- werber – wir gewinnen gezielt international ausgerichtete Bewerber mit einem adäquaten und für sie attraktiven Ange- bot. Wichtig ist, dass beide Parteien umfassend hinsichtlich bestehender Marktbesonderheiten beraten sind und gemein- sam in dieselbe Richtung blicken, der HR & Salary Report ist ein optimales HR-Werkzeug für die Region,“ erläutert Bera- terin Jaana Schmitt, die bei Departer als Bindeglied zwischen den deutschen Unternehmenshauptsitzen und deren Aktivi- täten im Mittleren Osten fungiert. EXPATRIATES HR MANAGEMENT CHALLENGES (Multiple answers are permitted)
  13. 13. 13 Marktgerechte Gehaltspakete und Benefits Marktgerechte Vergütungssysteme stellen besonders in der dynamischen Wirtschaft der Golfstaaten einen entscheiden- den Bestandteil unternehmerischer Wettbewerbsfähigkeit dar. Lokal gezahlte Gehälter gelten aufgrund der entfallen- den Steuerbelastung weiterhin als besonders attraktiv. Der Report weist die relevantesten Branchen und Funktionen deutscher Firmen aus und berücksichtigt hierbei hinsichtlich der Gehaltsangabe drei verschiedene Karrierelevels. Der ge- botene Orientierungsrahmen unterstützt Arbeitgeber wie Ar- beitnehmer bei der Ermittlung ihres Marktwertes. Die Studie zeigt erneut, wie wichtig die Etablierung einer starken Arbeitgebermarke für vom Fachkräftemangel betrof- fene Unternehmen ist. Nur wenn eine Identifikation mit dem Arbeitgeber möglich ist, wird es diesem langfristig gelingen, der hohen Fluktuation zu begegnen und Mitarbeiter zu binden. Unter Berücksichtigung der zusammengetragenen Erkennt- nisse im HR & Salary Report 2015 können eine Effizienzstei- gerung der Personalwirtschaft in den VAE realisiert und die Möglichkeiten der Region optimal genutzt werden. Der vollständige Report steht Interessierten als kostenloser Download zur Verfügung: http://www.departer.de/hr-report/. Hintergrund: Das in Dubai gegründete Beratungsunterneh- men Departer – The German Headhunter und die Deutsch- Emiratische Industrie- und Handelskammer (AHK) haben mit dem HR & Salary Report 2015 aktuelle Kennzahlen sowie einen praxisorientierten Leitfaden für ein effizientes Human Resources (HR) Management in den Emiraten veröffentlicht. Er basiert auf den Umfrageergebnissen von Arbeitnehmern sowie Arbeitgebern aller Nationalitäten, welche mit regiona- lem Bezug und direkt vor Ort bei Unternehmen der deutsch- sprachigen Wirtschaft beschäftigt sind. Kontakt: Jaana Schmitt (HR Consultant) E-Mail: jaana.schmitt@departer.de Tel. +49 421 168890-19 www.departer.de EXPATRIATES © Anna Omelchenko - Fotolia.com
  14. 14. 14 Oft stoßen solche oder ähnliche Re- aktionen während einer Auslands- entsendung im heimischen Umkreis auf Unverständnis oder Schuldzuweisun- gen. Man habe sich die Situation ja selbst ausgesucht und solle sich mal nicht so haben, schließlich lebe man in einer privilegierten Situation und müsse nicht mehr arbeiten gehen. Die oft langfristigen Veränderungen, die der Gang ins Ausland vor allem für Expatpartner mit sich bringt, werden dabei oft übersehen oder kaum ange- sprochen. Mitausreisende Partner ent- gegnen diesen Veränderungen im Beruf- und Sozialleben außerhalb ihres Komfortbereiches ohne soziales Netz- werk und Unterstützung, während gleichzeitig die Bezie- hung zum Partner durch Mehrbelastung, logistische Herausforderungen und soziale Isolation auf die Probe ge- stellt wird. Mentale Überlastung ist häufig die Folge, die sich in psychologischen Folgeerscheinungen wie Depression, Burn-Out oder Substanzabhängigkeiten niederschlagen kön- nen. Anpassungstörungen und Depres- sionen als Folge der Veränderun- gen Eine Anpassungstörung ist eine kurzle- bige Depression, die ein bis drei Monate nach einschneidenden Lebensverände- rungen auftritt, wie Jobverlust oder Aus- landsumzug, und bis zu sechs Monaten anhält. Die Symptome sind oft ähnlich oder gleichen einer klinischen Depres- sion (zum Beispiel Hoffnungslosigkeit, Schlafprobleme, Angst, Konzentrations- beschwerden, Rückzug, Rastlosigkeit), aber treten nur dann auf, wenn eine Person sich (noch) nicht an die neue Le- benssituation anpassen konnte. Recherchen in den USA haben gezeigt, dass Auslandsent- sandte generell ein höheres Risiko für mentale Gesundheits- probleme aufweisen als daheimgebliebene Mitarbeiter. In einer U.S.-amerikanischen Vergleichsstudie eines multinatio- nalen, börsengelisteten Unternehmens war die Hälfte aller befragten Expatriates hoch gefärdet, im Laufe des Auslands- aufenthaltes eine psychologisch internalisierende Störung (wie beispielsweise Depression oder Angststörungen) zu ent- wickeln. Ebenso griffen die entsendeten Mitarbeiter im Aus- land häufiger und in höheren Maßen zu Substanzen wie Alkohol als vergleichbare Mitarbeiter im Inland (Truman, Sha- rar & Pompe, 2011). Doch bei Auslandsentsendungen sind nicht nur die Expats selbst belastet, sondern vor allem die mitausreisenden Part- ner. Im Vergleich zum Expatriate selbst äußerten sich 72 Pro- zent aller befragten Expatpartner/innen negativ zu ihrem Gesundheitszustand, dreimal so häufig wie die Expats selbst (27 Prozent, Studie der ICUnet.AG). EXPATRIATES © Rawpixel - Fotolia.com DEPRESSIONEN BEI AUSLANDS- ENTSENDUNGEN – EIN UNTER- SCHÄTZTES PHÄNOMEN „Es ist wie ein Teufelskreis. Ich muss ei- gentlich jeden Tag heulen, habe hier im Grunde keine richtigen Bekann- ten… mein Partner ist selber stark auf der Arbeit überlastet, da sein Job sehr stressig ist. Dann kommt er heim und muss sich noch meine Sorgen, fast täg- lich, anhören. Ich fühle mich dann noch schlechter und schuldiger. Die ganze Zeit denke ich nur an meine alte Heimat, wie schön es dort war und dann geht es mir hier noch beschisse- ner.“ (Originalzitat aus Onlineforum) © fotomek - Fotolia.com
  15. 15. 15 Berufliche und soziale Unterstützungssysteme zur Hilfe Bei der Frage nach Abhilfe in solchen Situationen werden zwei Systeme in zahllosen Untersuchungen und Befragungen hervorgehoben: Berufliche Unterstützung für mitausreisen- den Partner/innen, um Problemen des Identitätsverlustes bei Doppelverdienerhaushalten vorzubeugen und soziale Unter- stützung, um den Beziehungsstress abzubauen. Diese zwei Systeme haben den größten Effekt auf die mentale Gesund- heit und die psychologische Anpassung an die neue Umge- bung. Leider wurde auch festgestellt, dass genau diese beiden Maßnahmen für Expatpartner/innen von Firmen we- niger häufig bereitgestellt werden als praktische Unterstüt- zungsmaßnahmen (McNulty, 2012). Man kann argumentieren, dass Anpassungsstörungen im Grunde ausgeprägte Wahrnehmungen eines Kulturschocks sind. Nicht jeder Expat und mitausreisende Partner ist davon betroffen, da Probleme mit Hilfe unterschiedlicher Ressour- cen und psychologischen Mechanismen bewältigt werden können. Das Hauptaugenmerk für Expatfamilien und Unter- nehmen sollte darin liegen, dass solche mentalen Herausfor- derungen nicht in eine klinische Depression übergehen. Um dem vorzubeugen empfiehlt sich: • regelmäßige Bewegung • eine etablierte Schlafroutine • kontinuierliche Kommunikation in der Partnerschaft • neue Bezugspunkte aufzubauen (sowohl soziale als auch berufliche) • eine ausgeglichene Ernährung ohne exzessiven Substanz- konsum • der Aufbau eines sozialen Netzwerke, oder das Finden einer formellen Gruppe zur Unterstützung • das Aufsuchen eines Therapeuten (Therapeuten- international) Damit die Expatriates und Partner/innen ihren Teil zum Gelin- gen einer Auslandsentsendung beitragen können, müssen Unternehmen langfristig in eine bessere Unterstützung inve- stieren. Dies fängt mit der gezielten Auswahl geeigneter, kompetenter Mitarbeiter und deren motivierten mitausrei- senden Partner/innen an, geht über Vorbereitungsmaßnah- men mit nachhaltigen Unterstützungssystemen vor Ort im Ausland weiter und hört bei einer angemessenen Eingliede- rung ins Heimatland nach erfolgreiche Entsendung auf. EXPATRIATES AUTORIN Susan Salzbrenner ist diplomierte kli- nische und Organisationspsychologin und zertifizierte interkulturelle Trai- nerin. Durch ihre langjährigen Auslands- aufenthalte in Dänemark, Australien, USA, China und Frankreich hat sie die psychologischen Herausforderun- gen, denen mitausreisende Partner und Partnerinnen während eines Auslandsaufenthaltes häufig gegen- über stehen, selbst hautnah erlebt. Treten sie über LinkedIn oder Xing zu ihr in Kontakt. © Marco2811 - Fotolia.com
  16. 16. 16 VLM AIRLINES TURKISH AIRLINES Die belgische Regional- fluggesellschaft BMI baut ihr Streckennetz aus und startet ab April dieses Jahres zwei neue Flugver- bindungen von Hamburg nach Rotterdam und Ant- werpen. Von der Hansestadt in die Niederlande geht es ab dem 13. April. Nach Belgien fin- det der Erstflug am 20. April statt. Beide Neuverbindun- gen werden zweimal täglich von Montag bis Freitag an- geboten. Am Wochenende wird die Business-Strecke nicht bedient. Zum Einsatz kommen Maschinen des Typs Fokker 50. Mit diesem neuen Angebot reagiert die Airline nach ei- genen Aussagen auf die Kundenbedürfnisse. Ham- burg, Rotterdam und Ant- werpen seien wichtige Handelsstädte mit großen Umschlagshäfen. Flugtickets können online über www.vlmairlines.com, im Reisebüro oder über Rei- severanstalter gebucht wer- den. Turkish Airlines – teilstaatliche Flug- gesellschaft der Türkei – vergrößert ihr Streckennetz in Amerika und fliegt ab dem 13. April dieses Jahres von Istanbul nach San Francisco. Die ameri- kanische Metropole an der Westküste ist neben Los Angeles das zweite Ziel in Kalifornien und das elfte in Amerika. Die Flüge auf der neuen Route werden fünfmal wöchentlich – jeweils mon- tags, dienstags, donnerstags, freitags und sonntags – angeboten. Die Ma- schinen starten jeweils um 13.05 Uhr in Istanbul und landen um 16.25 Uhr in San Francisco. Zurück geht es um 18.10 Uhr mit Ankunft in der türki- schen Millionenmetropole am Bospo- rus um 17.05 Uhr am Folgetag. (Alle Zeiten sind Ortszeiten.) Neben San Francisco und Los Angeles bedient Turkish Airlines noch weiter Ziele in Amerika: Boston, Chicago, Houston, New York und Washington sowie Buenos Aires, Argentinien, São Paulo und Brasilien. Zudem fliegt die Airline die kanadischen Städte Mont- real und Toronto ab Istanbul an. AIRLINES AIRBERLIN Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft – Airberlin – fliegt ab dem 13. April dieses Jahres von Berlin nach Prag und Billund und erweitert damit ihr Streckennetz um zwei neue Verbindungen. Auf der Route nach Prag bietet die Airline montags bis freitags jeweils drei und am Wochenende insgesamt fünf Flüge an. Die Strecke nach Billund wird mit einem täglichen Flug bedient. Von Berlin aus haben Reisende beider Verbindungen zahlreiche nationale sowie internatio- nale Anschlussmöglichkeiten. Des Weiteren wird die Flugfrequenz auf den Strecken von Berlin nach Graz, Warschau und Danzig ab dem 13. April er- höht. Graz steht dann von Montag bis Freitag mit jeweils einem zweiten Flug im Flugplan. Bisher fand auf dieser Strecke ein täglicher Flug statt. Die Flüge zwischen Berlin und Warschau, die bisher dreimal täglich angeboten wurden, werden um sechs zusätzliche Frequenzen die Woche erhöht. Die ehemalige polnische Hafenstadt Danzig wird ebenfalls häufiger zu erreichen sein. Statt wie bisher zweimal täglich bietet die Airline von Montag bis Freitag drei tägliche Flüge sowie fünf am Wochenende an. Zusätzlich wird Airberlin Medien zufolge die Verbindung nach Linz wieder in ihren Flugplan aufnehmen, die Ende 2012 eingestellt wurde. Ab April soll die oberösterreichische Landeshauptstadt sechsmal die Woche bedient werden. Ge- naue Details dazu sollen noch folgen. © denk creative - Fo tolia.com © valentint - Fotolia.com
  17. 17. Die Lufthansatochter Germanwings wei- tet mit Beginn des Sommerflugplanes am 29. März dieses Jahres ihr Flugangebot aus. Bis zum 25. Oktober werden von den Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn, Stuttgart, Hamburg, Berlin-Tegel, Hannover und Dort- mund insgesamt 132 Ziele in 31 Ländern an- geflogen. Ab Düsseldorf sind mehrere Flugver- bindungen neu im Angebot: Athen mit drei wöchentlichen Flügen, Jerez de la Frontera und Jersey mit jeweils einem Flug pro Woche sowie Reykjavik mit zwei wöchentlichen Flügen. Hinzu kommen neue Strecken nach Porto und Faro in Portu- gal, die bereits im April starten und vier Flüge die Woche nach Marseille, die das Frankreichangebot erweitern. Ab Berlin-Tegel heben künftig zwei Flieger die Woche nach Palermo ab und ganz neu geht es in diesem Sommer mit zwei wö- chentlichen Flügen nach Izmir. Das Ziel Izmir wird ebenfalls zweimal die Woche vom Hamburger Flughafen angebo- ten. Ebenso neu sind im Sommer-Flugange- bot der Hansestadt die Ziele Bari und ab dem 22. Juli Zagreb, die jeweils einmal die Woche angeflogen werden. Neue Flugstrecken gibt es auch ab Stuttgart: Nach Nizza geht es dreimal die Woche, Am- sterdam steht mit sechs wöchentlichen Flü- gen im Plan und Valencia wird viermal in der Woche angeflogen. In den Sommerferien werden zusätzlich die Ziele Pristina, Tunis und Tirana mit jeweils einem Flug die Woche angeboten. 17 GERMANWINGS MEHR FLUGPASSAGIERE AUF DEUTSCHEN FLUGHÄFEN In 2014 starteten oder landeten insgesamt 186,4 Millionen Menschen auf deutschen Flughäfen. Davon reisten 81,6 Millionen Flugpassagiere von deutschen Flughäfen ins Ausland. Das waren 3,4 Prozent oder 2,7 Millionen mehr als im Vorjahr, wie das Stati- stische Bundesamt kürzlich mitteilte. Der Trend zu Flugreisen ins Ausland setze sich fort und habe in 2014 einen neuen Höchst- stand erreicht. Europäische Flughäfen wurden 2014 von 60,9 Millionen Flugreisenden von Deutsch- land aus angesteuert. Das ist eine Steige- rung von 3,7 Prozent zum Vorjahr. Dabei waren die Mittelmeerinseln das beliebteste Flugziel und erzielten mit 7,2 Millionen Pas- sagieren (+ 4,9 Prozent zum Vorjahr) einen neuen Rekordwert. Besonders häufig ange- flogen wurden die griechischen Inseln, die einen Zuwachs an Reisenden von 19,9 Pro- zent verzeichneten sowie die Kanaren, die mit 11,7 Prozent mehr Fluggästen einen neuen Höchststand erreichten. Auf die Ba- learen flogen 2014 lediglich 2,2 Prozent mehr Fluggäste von Deutschland aus und die italienischen Inseln verzeichneten sogar 0,9 Prozent weniger Passagiere. Einen Zuwachs gab es auch bei Interkonti- nentalen Flügen. So flogen 8,8 Millionen Menschen nach Amerika. Das waren 2,7 Prozent mehr als 2013. Eine überdurch- schnittliche Wachstumsrate von 13,6 Pro- zent verzeichnete dabei die Karibik. Asien erreichte in 2014 einen Zuwachs von 3,9 Prozent zum Vorjahr, wobei die aufkom- menstärksten Zielländer dabei China (+ 8,5 Prozent zum Vorjahr), Israel (+ 11,4 Prozent zum Vorjahr), Indonesien (+14,4 Prozent) und Sri Lanka (+ 11,3 Prozent) waren. Die Zahlen der Flugreisenden nach Afrika entwickelte sich mit einem Zuwachs von 0,6 Prozent dagegen unterdurchschnittlich. Zu berücksichtigen ist dabei jedoch, dass es hier im Jahr 2013 mit einem Rückgang von 31,8 Prozent einen starken Einbruch gegeben hat. Weitere Informationen zu den neuen Flug- passagierzahlen sind unter http:// www.de- statis.de abrufbar. AIRLINES WOW AIR Die isländische Niedrig- preis-Fluggesellschaft WOW Air verbindet ab Juni dieses Jahres erstmals Deutschland mit Boston und Washington D.C.. Ab dem 4. Juni bis Ende Au- gust dieses Jahres fliegt die Airline fünfmal wöchentlich – ab September bis März 2016 viermal die Woche – von Berlin-Schönefeld nach Boston mit Zwischenstopp in Reykjavik. Nach Washing- ton D.C. geht es ebenfalls ab dem 4. Juni viermal pro Woche. Auf der ersten Teilstrecke von der deutschen zur islän- dischen Hauptstadt setzt die Fluggesellschaft einen Air- bus A320 ein. Die Weiter- flüge in die Vereinigten Staaten werden mit dem Airbus A321 bedient. Tickets sind bereits seit dem 3. März dieses Jahres buch- bar. © magann - Fotol ia.com © blueringmedia - Fotolia.com
  18. 18. 18 VERMISCHTES SCHÜLERAUSTAUSCHPROGRAMME: TEILNEHMER SIND ÜBERWIEGEND WEIBLICH Rund 65 Prozent aller deutschen Teilnehmer an weltwei- ten High-School-Programmen sind Mädchen. Das hat eine aktuelle weltweit durchgeführte Studie des Bildungsbe- ratungsdienstes weltweise.de ergeben. Damit ergriffen im Schuljahr 2014/15 insgesamt 11.700 weibliche Teilnehmer die Chance, eine andere Lebensweise, ein fremdes Schulsys- tem und eine neue Kultur zu entdecken. Englischsprachige Gastländer sind dabei gefragt wie eh und je. Traditionell belegen die USA mit weitem Abstand Platz eins auf der Beliebtheitsskala mit etwa 6.800 Teilnehmern in 2014/15. Es folgen Kanada mit rund 1.700 und Neuseeland mit 1.320 Teilnehmern. Zum ersten Mal seit Beginn der Da- tenerhebung durch weltweiser im Schuljahr 2001/2002 über- holt Großbritannien auf der Beliebtheitsskala Australien und rückt mit insgesamt 880 Teilnehmern auf den vierten Platz vor. Australien mit wiederum 830 Teilnehmern und Irland mit 460 Teilnehmern belegen die Plätze fünf und sechs. Rund 13 Prozent aller Austauschschüler entschieden sich hingegen im Schuljahr 2014/15 für nicht-englischsprachige Gastländer wie Frankreich, Spanien, Argentinien, Brasilien, Costa Rica oder China. Egal in welches Gastland es geht: Deutschlands Austausch- schüler kommen größtenteils aus Nordrhein-Westfalen – dem Bundesland mit der höchsten Einwohnerzahl. Doch ge- messen an seinem Potenzial an Jugendlichen im relevanten Alter liegt Nordrhein-Westfalen im bundesweiten Vergleich eher im Mittelfeld der Austauschschülerquote pro relevan- tem Jahrgang. Vorreiter sind insbesondere die Stadtstaaten Hamburg, Bremen und Berlin sowie Schleswig-Holstein, Schlusslichter die Bundesländer Baden-Württemberg, Sach- sen-Anhalt, Bayern und das Saarland. Man kann somit von einem eindeutigen Nord-Süd-Gefälle bezüglich der „Weltof- fenheit“ der deutschen Jugendlichen sprechen. Austauschschüler profitieren nicht nur persönlich von ihren Eindrücken, sondern die deutsche Gesellschaft zieht aus der gelebten Völkerverständigung und den neu gewonnenen Perspektiven der jungen Weltentdecker ebenso einen großen Nutzen. Um einen Anreiz für die Jugendlichen zu schaffen, zeigt Hamburg mit seinem Förderprogramm, was möglich ist. Die komplette 32-seitige weltweiser-Studie ist unter www.weltweiser.de abrufbar.
  19. 19. 19 VERMISCHTES GESCHÄFTSREISEN: NICHTS GEHT ÜBER DAS PERSÖNLICHE KENNENLERNEN Jeder zweite Geschäftsreisende ist der Meinung, dass per- sönliche Treffen mit Kunden einen großen Einfluss darauf haben, ob Aufträge abgeschlossen werden. Nur jeder Fünfte geht von einem geringen Einfluss aus. Das sind Ergebnisse der Studie “Chefsache Business Travel 2015 , die im Auftrag des Deutschen ReiseVerbands (DRV) durchgeführt wurde. Befragt wurden 110 Geschäftsführer, die selbst regelmäßig auf Geschäftsreisen sind sowie 110 geschäftsreisende Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen ab 250 Mitarbeitern. Bei bestehenden Kunden erhöht persönliche Kennenlernen die Bereitschaft, Folgeaufträge abzuschließen, im Durch- schnitt um 41 Prozent – so die Meinung der vom DRV be- fragten Teilnehmer. Jeder Vierte ist sogar der Ansicht, dass die Bereitschaft dadurch um mehr als 50 Prozent erhöht wird. Dass Geschäftsreisen generell Neu- oder Folgeaufträge begünstigen, bestätigen jüngere Fach- und Führungskräfte eher als ältere. 53 Prozent der Befragten unter 40 Jahren be- werten den Einfluss der Reisen auf den Geschäftserfolg als hoch. Von den älteren Geschäftsreisenden ab 40 Jahren sind es 45 Prozent. Nur 19 Prozent aller Befragten sind der Mei- nung, dass persönliche Treffen nur einen geringen oder kei- nen Einfluss auf die Abschlussbereitschaft haben. Weitere Informationen über die Kampagne “Chefsache Busi- ness Travel” sind unter www.chefsache-businesstravel.de ab- rufbar. WIE VIEL GELD DIE DEUTSCHEN FÜR IHREN URLAUB AUSGEBEN WOLLEN Mehr als die Hälfte aller Bundesbürger – nämlich 57 Prozent – haben vor, in diesem Sommer in den Urlaub zu fahren. Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage für das Hamburger Magazin Stern anlässlich der Berliner Internationalen Touris- mus-Börse (ITB) planen 40 Prozent der Befragten in diesem Sommer keinen Urlaub. Darunter sind mit 47 Prozent über- durchschnittlich viele über 60-Jährige, da diese keine Rück- sicht auf die Schulferien nehmen müssen und zu anderen Jahreszeiten ihren Urlaub planen. Wer in diesem Sommer Urlaub machen will, wurde auch nach den voraussichtlichen Kosten je erwachsene Person gefragt, wobei An- und Abreise, Übernachtungen, Verpfle- gung und sonstige Ausgaben zusammengerechnet werden sollten. Danach wollen 13 Prozent aller Befragten unter 500 Euro für ihren Sommerurlaub anlegen, 35 Prozent zwischen 500 und 1.000 Euro, 21 Prozent zwischen 1.000 und 1.500 Euro, 15 Prozent zwischen 1.500 und 2.000 und immerhin noch 14 Prozent mehr als 2.000 Euro. Mit Urlaubskosten von mehr als 2.000 Euro pro Person rech- net mit 21 Prozent wiederum eine überdurchschnittlich hohe Anzahl der über 60-Jährigen. Die jüngeren Befragten geben dagegen deutlich häufiger geringere Beträge an, da sie meist mit Kindern verreisen. © Schlierner - Fotolia.com
  20. 20. 20 VERMISCHTES SO GENANNTE GAP-YEAR-PROGRAMME WERDEN IMMER BELIEBTER Über 300.000 junge Erwachsene werden auch in diesem Jahr wieder ihr Abitur machen. Offen bleibt die Frage, was folgen soll. Studium oder Ausbildung sind der direkte Weg – knapp ein Fünftel der Schüler möchte jedoch nach der Schulzeit zunächst etwas anderes machen. Dies hat eine Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Univer- sität Duisburg-Essen im letzten Jahr ermittelt. Für viele, die sich mit dem Start in die Ausbildung noch etwas Zeit lassen möchten, stehen Auslandsaufenthalte hoch im Kurs. Sprach- kenntnisse verbessern, den Horizont erweitern, internatio- nale Freundschaften schließen – es gibt viele Möglichkeiten, diese Auszeit zu gestalten, auch schon für jüngere Abiturien- ten ab 17 Jahren. High School Year Mit dem Abschluss in der Tasche können Abiturienten im Ausland ohne Notenstress ihre Lieblingsfächer belegen. Sie leben in Gastfamilien, haben einen geregelten Schulalltag und Zeit, sich auf ihre weitere Zukunft vorzubereiten. Schwerpunkte können entweder das Eintauchen in Sprache und das Leben vor Ort sein oder die Vorbereitung auf Univer- sität und Beruf. Zur Auswahl stehen Gastfamilien- oder Inter- natsprogramme in Neuseeland, Australien, Nordamerika oder Großbritannien, die sich besonders für Abiturienten eig- nen, die für Arbeitsaufenthalte oder Praktika noch zu jung sind. Anspruchsvolle Kurse, die auch der Univorbereitung dienen, kennzeichnen das Post Graduate Year, das in Verbin- dung mit einem Internatsaufenthalt an Schulen in den USA und Kanada möglich ist. Work & Travel Mit einem Working Holiday Visum können junge Menschen bis zu einem Jahr in Australien, Neuseeland oder Kanada ver- bringen und vor Ort auch Geld verdienen. Die Teilnehmer sind flexibel und können nach persönlichen Vorlieben Auf- enthaltsort und Job wechseln. Arbeitsmöglichkeiten finden sich vor allem in den Bereichen Gastronomie, Tourismus, Ein- zelhandel und Landwirtschaft. So lässt sich auch eine längere Reise mit geringeren finanziellen Mitteln planen. Auslandspraktika Mit einem Arbeitspraktikum verbessern die Teilnehmer ihre Sprachkenntnisse und trainieren den „Ernstfall Berufsalltag“. Die Arbeitsbereiche der weltweit möglichen Unternehmens- praktika sind breit gefächert und reichen von Business, Mar- keting, Tourismus bis hin zu Human Resources. Neben beliebten Ländern wie England, Irland oder Kanada bieten sich in jüngster Zeit verstärkt auch exotischere Reiseziele wie etwa China an, die sich ebenfalls gut im Lebenslauf machen. „In der Regel sollen Bewerber für einen Job oder ein Prakti- kum im Ausland volljährig sein“, so Julia Kirn von den Carl Duisberg Centren. „In London und Dublin können aber auch bereits 17-Jährige in Praktikum absolvieren.“ Freiwilligenarbeit Für junge Erwachsene, die sich sozial engagieren und per- sönliche Reiseerfahrungen fernab der touristischen Pfade sammeln wollen, bietet sich die Mitarbeit in sozialen oder ökologischen Projekten an. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von Grundschulunterricht in Indien über die Mitarbeit in einem Tierpark in Südafrika bis hin zu Umweltschutzaktivitä- ten in neuseeländischen Nationalparks. Langzeitsprachkurs Für das spätere Berufsleben sind für viele Schulabgänger gute Sprachkenntnisse unerlässlich. Langzeitsprachkurse er- möglichen neben systematischer Auffrischung der Fremd- sprache deren direkte Erprobung im Alltag – so fällt es täglich leichter, beim Bummel durch die City oder am Strand mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen. Und wer am Ende seines Aufenthalts eine Prüfung ablegt, kann ein inter- national anerkanntes Sprachzertifikat wie zum Beispiel IELTS oder TOEFL mit nach Hause nehmen. Kurzstudium Abiturienten, die bereits über fortgeschrittene Englischkennt- nisse verfügen und ihre berufliche Zukunft im Bereich Wirt- schaft und Business Management oder Tourismus und Hotellerie sehen, können ein fachliches Kurzstudium in Ka- nada belegen. Sie erhalten so einen wertvollen Einblick in die gewünschte Studienrichtung. Kurzstudiengänge dauern in der Regel zwischen vier und 36 Wochen und schließen mit einem „Diploma in International Business Management“ oder „Tourism and Hospitality“ ab. Sinnvoll kann die Kombi- nation aus Kurzstudium und unmittelbar folgendem Prakti- kum sein. Für alle Programme sollten Interessenten sich rechtzeitig in- formieren – die Anmeldung sollte mindestens drei Monate, beim High School Aufenthalt sechs Monate vor Reisebeginn erfolgen. Weitere Informationen sind unter www.carl-duisberg-aus- landspraktikum.de/nachdemabi abrufbar. © Marco2811 - Fotolia.com
  21. 21. 21 VERMISCHTES TIPPS FÜR EINEN REIBUNGSLOSEN UMZUG INS AUSLAND Jedes Jahr kehren Tausende Deutsche ihrer Heimat den Rücken. Ob aus beruflichen Gründen, aus Sehnsucht nach dem Leben in einer fremden Kultur oder um den wohl- verdienten Ruhestand in wärmeren Gefilden zu genießen – allein im Jahr 2013 zählte Deutschland knapp 800.000 Aus- wanderer. Auswandern ist ein aufregendes Unterfangen und mit vielen Herausforderungen verbunden. Vor allem der Umzug mit Fa- milie und einem kompletten Hausstand wird nicht selten zum Stressfaktor. Diese Tipps können dabei helfen, den Ablauf für Sie und Ihre Familie so reibungslos wie möglich zu gestalten: 1. Vertrauen Sie einem Umzugsprofi Wählen Sie ein Umzugsunternehmen, das den kompletten Umzug von Haus zu Haus aus einer Hand anbietet, inklusive der kompletten Zollabfertigung. Dies spart nicht nur Zeit, sondern schont auch Ihre Nerven. Die Firma sollte langjäh- rige Erfahrung in der Abwicklung von internationalen Umzü- gen haben und entsprechende Referenzen vorweisen können. Eine Mitgliedschaft in anerkannten Branchenver- bänden (bspw. FIDI, Omni und IAM) garantiert zudem die Einhaltung internationaler Qualitätsstandards. 2. Achten Sie auf die Serviceleistungen Ein guter Umzugsservice umfasst den Transport von Haustür zu Haustür, die professionelle (De-)Montage der Möbel, das Ein- und Auspacken aller Gegenstände sowie die anschlie- ßende Entsorgung des Packmaterials. Auch die Montage von Küchen und Wasseranschlüssen werden auf Wunsch vom Umzugsunternehmen organisiert. Diese Arbeiten sind in der Regel aber exklusive und werden nach Beleg abgerechnet. 3. Fragen Sie nach weiterer Unterstützung Neben der Abwicklung des Umzugs bieten manche Umzugsunternehmen auch Relocation-Services an. Erfahrene Relocation-Berater unterstützen Sie bei der Beantragung von Visa, der Haus- und Schul- suche, der Anmeldung bei örtlichen Behör- den und vielem mehr. Erkundigen Sie sich nach individuellen Service-Paketen. 4. Bleiben Sie Herr der Lage bei Aus- und Einzug Wenn möglich, sollten Sie am Aus- und Einzugstag persön- lich vor Ort sein, um Fragen des Umzugsteams beantworten zu können. Am Packtag erstellt die Spedition eine Umzugs- gutliste mit allen Transportgütern. Überprüfen Sie diese auf Vollständigkeit, lassen Sie sie vom Teamleiter unterschreiben und verwahren Sie eine Kopie. Geben Sie der Umzugsfirma Ihre Kontaktdaten im Zielland, damit man Sie auch dort pro- blemlos erreichen kann. Halten Sie am Einzugstag einen Stellplan für die Möbel bereit. So landet alles am richtigen Platz und Sie sparen sich das Möbelrücken. 5. Gehen Sie auf Nummer sicher Auch bei größter Sorgfalt und Vorsicht kann immer mal etwas schief gehen. Je weiter die Transportwege, desto höher sind die Risiken von Verlust und Schäden an Ihren Habseligkeiten. Eine seriöse Umzugsfirma berät Sie deshalb umfassend zur Versicherung Ihrer Umzugsgüter und regelt die Schadensmeldungen direkt mit dem Versicherungsunter- nehmen. Für eine schnelle und reibungslose Abwicklung soll- ten Schadensmeldungen jedoch möglichst zeitnah bei der Umzugsfirma eingehen. Die Meldefrist bei Versicherungen beträgt in der Regel 10 Tage. © m adgooch - Fotolia.com
  22. 22. 22 VERMISCHTES Umzug mit Kindern Vergessen Sie nicht, auch die jüngsten Familienmitglieder miteinzubeziehen. Die folgenden Tipps können helfen, die Übergangszeit für Sie selbst und Ihre Kinder einfacher zu machen: 1. Kommunizieren Sie so viel wie möglich Erzählen Sie Ihren Kindern alles, was Sie über den Umzug wissen und beantworten Sie ihre Fragen möglichst ausführ- lich. Zeigen Sie Ihren Kindern, dass Sie der Auswanderung positiv gegenüberstehen. Dies wird Ihren Kindern helfen, ebenfalls guter Dinge zu sein. 2. Beziehen Sie Ihre Kinder in den Umzugsprozess mit ein Geben Sie Ihren Kindern das Gefühl, am Umzug teilzuhaben. Sie können sich sogar bei der Auswahl des neuen Zuhauses beteiligen. So können auch Hausbesichtigungen spannend sein und Befürchtungen und Ängste gegenüber dem Unbe- kannten werden abgebaut. Verpacken Sie kurz vor dem Umzug die Lieblingssachen Ihrer Kinder in eigene Boxen und beschriften Sie diese mit deren Namen. Lassen Sie sie bei der Ankunft ihre Boxen auspacken und über die Eintei- lung und Dekoration des neuen Zimmers selbst ent- scheiden 3. Helfen Sie Ihren Kindern beim Einleben Versuchen Sie, den Tagesablauf Ihrer Kinder wäh- rend des Umzugs so gut wie möglich beizubehalten. Das wird ihnen helfen, besser mit der neuen Umge- bung zurechtzukommen. Verbringen Sie nach dem Umzug so viel Zeit wie möglich mit Ihren Kindern und behalten Sie auch die Schulnoten im Auge. Kinder sollten sich nach etwa sechs Wochen in der neuen Umgebung wohlfühlen, also geben Sie ihnen ein wenig Zeit, sich einzugewöhnen. Versuchen Sie, den Umzug für Ihre Kinder zu einem spannenden und positiven Erlebnis zu machen – je mehr Spaß die Kleinen haben, desto besser werden sie sich auch einleben. FROESCH hat ein eigenes Kin- derprogramm, um den Kleinsten den Umzug zu erleichtern. Wenn Sie Unterstützung brauchen oder Fragen haben zu Ihrem bevorstehenden Umzug, wenden Sie sich an FROESCH, den erfahrenen Spezialisten für internationale Umzüge und Relocation. Als Teil der AGS Group bietet FROESCH komplette Haus-zu-Haus-Umzüge weltweit aus einer Hand mit persönlicher Betreuung. Erfahren Sie mehr auf www.froesch.de oder kontaktieren Sie die Autorin direkt: AUTORIN Bianca Parbel Telefon: +49 (0) 261 27 08 25 E-Mail: bianca.parbel@froesch.de © amino2003 - Fotolia.com
  23. 23. 23 VERMISCHTES WELCHE WÄHRUNG IN BELIEBTEN URLAUBSLÄNDERN GÜNSTIG IST Die beliebtesten Reiseziele der Deutschen zu Ostern sind einer Umfrage zufolge derzeit Ägypten, die Kanaren und auch Mallorca. Als Fernreiseziele sind die Karibik, die Südstaaten der USA (Florida), Dubai und auch Südostasien (Thailand, Kambodscha und Vietnam) sehr gefragt. Beim Zahlungsverkehr in Ländern, in denen nicht mit Euro bezahlt wird, gilt es jedoch einiges zu beachten, um die Urlaubskasse nicht über Gebühr zu strapazieren. Dabei zahlen rund 60 Prozent der Deutschen im Urlaub ab- wechselnd mit der Kreditkarte oder Bargeld. Das hat eine re- präsentative Befragung des Geldautomaten-Herstellers Travelex ergeben. Nur etwa ein Drittel bevorzugt ausschließ- lich Bargeld. Die Bargeld-Überzeugten wechseln zu 30 Pro- zent erst im Ausland ihre Währung. Doch während für mehr als jeden zweiten Urlauber die Kosten der Reise entschei- dend sind für die Auswahl des Reiseziels, beziehen nur 4,8 Prozent den Wechselkurs in ihre Planungen mit ein. Gerade zum jetzigen Zeitpunkt, an dem sich der Euro im Verhältnis zum Dollar auf dem schwächsten Stand seit über zehn Jah- ren befindet, sollte auch dieser Aspekt mit in die Reisepla- nung einbezogen werden. Aber es gibt auch Beispiele für Urlaubsländer, in denen man sich keine Sorgen über den fallenden Kurs des Euros machen muss. So ist unser Nachbarland Dänemark, besonders beliebt für Familienferien, auch finanziell nach wie vor recht attrak- tiv. Zwar ist der Urlaub in Dänemark schon immer etwas teu- rer gewesen, dennoch ist das Verhältnis von Euro zu dänischer Krone (1 EUR = 6,83 DKK) seit 18 Monaten abso- lut stabil. Gegenüber der norwegischen Krone (1 EUR = 8,07 NOK) hat sich das Niveau des Euros in den letzten sechs Mo- naten um fünf Prozent erhöht. Man kann also sagen, dass das bisher sehr teure Urlaubsland Norwegen, vom Trend her betrachtet, für Deutsche immer erschwinglicher wird. Am günstigsten im letzten halben Jahr hat sich aber für Deutsche der brasilianische Real (1 EUR = 2,96 BRL) entwik- kelt. Ganze 16 Prozent mehr der südamerikanischen Wäh- rung erhält man, wenn man in diesen Tagen seinen Euro in die Währung vom Zuckerhut tauscht. Bei einem Umtausch- wert von 500 Euro sind das stolze 68 Euro mehr in der Ur- laubskasse. Der Umtauschkurs des Euros lässt sich von Reisenden natür- lich nicht beeinflussen. Aber mit einigen Überlegungen im Vorwege der Reise, lässt sich zumindest der Kostenaufwand für den Zahlungsverkehr positiv beeinflussen. “Zur falschen Zeit am falschen Ort zu wechseln, kann bares Geld kosten”, sagt Megan Landauro, Sprecherin der Travelex UK Limited. Es gebe einen großen Unterschied zwischen den Wechselkursen in den Ländern. Urlauber könnten sich einen Teil dieser Transaktionskosten ersparen, wenn sie sich vor An- tritt der Reise genau erkundigen, welche Gebühren bei wel- cher Zahlungsart in ihrem Urlaubsland anfallen. Neben Prepaid Karten ist es auch sehr günstig, die Fremdwährun- gen online vorzubestellen: Urlauber bekommen am Abreise- tag den besten Kurs, der zwischen Bestellung und Abflug galt. Außerdem stellt eine Online-Bestellung sicher, dass am Reisetag auch genügend Fremdwährung zur Verfügung steht. TIPPS FÜR DIE URLAUBSKASSE 1. Verfügbarkeit von Bankautomaten und Kreditkartenak- zeptanz im Reiseland prüfen 2. Wechselkurse im Inland und im Reiseland beobachten und die Fremdwährung online bestellen, um die beste Rate zu bekommen 3. Anzahl der Besuche am Bankautomaten und Kreditkar- tenzahlungen auf einem Minimum halten, statt dessen Prepaid Karten benutzen, um Gebühren zu sparen 4. Schon bei der Buchung auf Preisniveau und Wechsel- kurse des Reiselandes achten – aktuell bekommt man in folgenden Ländern am meisten für sein Geld: Däne- mark, Norwegen, Brasilien © bluebay2014 - Fotolia.com
  24. 24. Europaweit leiden mehr als 17 Mil- lionen Menschen an Allergien. Dabei tritt am häufigsten eine Lebens- mittelallergie auf. Besonders oft sind dabei Kinder betroffen. So leidet eins von drei Kindern laut der Europäischen Akademie für Allergie und klinische Im- munologie (EAACI) zufolge an einer Allergie. Besonders alarmierend: Die Zahl der Klinikaufnahmen aufgrund von allergischen Reaktionen bei Kin- dern in Europa hat sich in den vergan- gen zehn Jahren fast versiebenfacht. Hinzu kommt, dass die EAACI erwar- tet, dass die Anzahl der Allergiker in Europa innerhalb der nächsten zehn Jahre auf 50 Prozent steigen wird. Allergien mindern Lebensqualität Allergische Erkrankungen haben er- hebliche Auswirkungen auf den Le- bensstil. Betroffene sind häufig in ihren Lebensgewohnheiten und in ihrer -qualität eingeschränkt. Neben dem persönlichen Leiden verursachen Aller- gien auch Schäden im sozialen und wirtschaftlichen Umfeld des Patienten, seiner Familie und der Gesellschaft. Um dem entgegenzuwirken, hat die EAACI die Kampagne „Beware of Al- lergy“ ins Leben gerufen, die über die Notwendigkeit von frühzeitigen Dia- gnosen sowie effektive Behandlungen aufklärt. Mehr Informationen sind unter http://www.bewareofallergy.de/ abruf- bar. 24 GESUNDHEIT LEBENSMITTELALLERGIE: RUND 17 MILLIONEN EUROPÄER BETROFFEN Seit fast fünf Jahren wütet die Cho- lera in Haiti und hat bisher über 8.800 Erwachsene und Kinder getötet. Obwohl Cholera sehr einfach mit Infu- sionen zu behandeln wäre, wird das Land der Cholera-Epidemie nicht Herr. Es fehlt ein funktionierendes Gesund- heits- sowie Trink- und Abwassersys- tem, vor allem in Slums wie Cité Soleil. Wie Ebola profitiert auch Cholera von schwachen Gesundheitssystemen und erfordert anhaltende Maß- nahmen. In- ternationale Organisationen wie das Kinderhilfswerk nuestros pequeños hermanos (nph) sind seit vielen Jahren in Haiti im Einsatz und unterstützen im Kampf gegen Cholera unter anderem mit Wasserlieferungen. Knapp 50 Prozent haben keinen Zu- gang zu sauberem Wasser Laut den im Herbst 2015 auslaufenden Millenniumszielen, die von der haitiani- schen Regierung und der UN aufge- stellt wurden, soll der Anteil der Menschen, die keinen dauerhaft gesi- cherten Zugang zu hygienisch ein- wandfreiem Trinkwasser haben, von 65 Prozent auf 32 Prozent halbiert wer- den. In Haiti sei man von diesem Ziel weit entfernt. Knapp die Hälfte der Einwohner hat keinen direkten Zugang zu sauberem Wasser. Für die andere Hälfte der Bevölkerung bleiben zwei Möglichkeiten: Sie stellen sich stunden- lang bei den so genannten "Gwo Ma- chins" an. Dabei handelt es sich um private Wassertankwagen, die 16-Liter- Kanister mit sauberem Trinkwasser für 200 Gourdes verkaufen. Das sind vier Euro, ein horrender Preis laut nph, denn rund 78 Prozent der Bevölkerung haben nicht mehr als 70 Cent pro Tag zur Verfügung. Für die Menschen in den Slums bleiben nur Haitis Flüsse, denn Trinkwasser gibt es in den Ar- menvierteln nicht. Flüsse sind für die Armen Trinkwasserquelle, Bad und Waschmaschine zugleich. Sie bergen aber auch die größte Gefahr: Das Cho- lera-Bakterium. Besonders prekär ist die Lage in Haitis Schulen. Denn in drei von vier Schulen haben die Kinder keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Rund 60 Pro- zent verfügen nicht einmal über Toilet- ten. Zwar hat die haitianische Regierung Leitlinien zur Hygiene in den Schulen erlassen, die jedoch nicht oder nur teilweise umgesetzt werden kön- nen. Geldmangel stoppt Impfaktion Haitis Regierung startete 2014 eine umfassende Impfaktion: 300.000 Men- schen – vor allem in den Slums – sollte das schützende Serum verabreicht wer- den. 2014 wurden 184.517 Menschen geimpft; von Seiten der Regierung wurde dies als großer Erfolg gefeiert. 2015 fehlen der haitianischen Regie- rung allerdings die Finanzmittel für weitere Impfungen. Neben Impfungen bietet die Einhaltung von Nahrungsmit- tel- und Trinkwasserhygiene einen wir- kungsvollen Schutz gegen Cholera. Schätzungen zufolge können allerdings noch Jahrzehnte vergehen, bis Haiti über ein flächendeckendes und funk- tionierendes Wassersystem verfügt. Bis dahin werden die Bewohner Haitis wei- terhin auf Hilfsorganisationen ange- wiesen sein. CHOLERA IN HAITI SORGT FÜR TRINKWASSERKNAPPHEIT © royaltystockphoto - Fotolia.com © Zerbor - Fotolia.com
  25. 25. 25 WELTWEIT Wenn an Ostern auf Mallorca die Saison beginnt, kom- men wieder tausende von deutschen Touristen per Flugzeug auf ihre Lieblingsinsel. Um vor Ort mobil zu sein, mieten viele von ihnen für Tagesausflüge oder Rundreisen einen Leihwagen an. Unzählige lokale Anbieter teilen sich mit internationalen Ketten das Vermietgeschäft. Doch in wel- chem technischen Zustand sind die Mietautos auf der Balea- reninsel? Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung, der ACE Auto Club Europa und der österreichische Automobilklub ARBÖ haben gemeinsam in einem Mietwagencheck zehn Vermieter unter die Lupe ge- nommen und einzelne Fahr- zeuge auf Herz und Nieren geprüft. Das Ergebnis ist erschreckend: Die Hälfte der von den GTÜ- Sachverständigen untersuch- ten Leihwagen ist in einem nicht verkehrssicheren Zu- stand. Auch der Service rund um die Anmietung trägt oft nicht zu guter Urlaubslaune bei. Gestresste und unfreund- liche Mitarbeiter, Chaos bei der Übergabe und der Rück- nahme der Fahrzeuge sind an der Tagesordnung. Die Liste der festgestellten Mängel ist lang: fast bis aufs Metall abgefahrene Bremsbe- läge, verschlissene Brems- scheiben, Reifen ohne Profil, Felgen beschädigt oder ver- formt, undichte Benzinleitung, falsch eingestellte oder nicht funktionierende Beleuchtung, defekte Schlösser und ein Ca- brio-Dach, das sich wegen eines Heckschadens nicht öffnen lässt. Fehlende Warnwesten und Warndreiecke sind im Ver- gleich dazu noch harmlos. Ein wahres Gruselkabinett schwerwiegender Fahrzeugmän- gel, das den GTÜ-Prüfern vor Ort die Haare zu Berge stehen ließ. “Einige der Leihwagen sind regelrecht gefährlich und dürften allein aus Gründen der Verkehrssicherheit in ihrem desolaten Zustand nicht vermietet werden”, warnen die GTÜ-Experten. Zustand mancher Leihwagen lebensgefährlich Abgefahrene Reifen und teilweise defekte Bremsen führen grundsätzlich zu einem längeren Bremsweg und stellen auf nasser Straße, in engen Kurven sowie auf den steilen und schmalen Bergstrecken Mallorcas eine Gefahr für den Fahr- zeugmieter wie auch für andere Verkehrsteilnehmer dar. Auf der Lieblingsinsel der Deutschen, so scheint es, werden die Sicherheitsbestimmungen für Mietwagen offenbar sehr lax bis gar nicht gehandhabt. Liegt doch in einem der Autos mit schwerwiegenden Mängeln ein Untersuchungsbericht des TÜV Iberia, der grade mal 14 Tage alt ist. Reklamationen wegen techni- scher Mängel am Mietauto werden in der Regel ignoriert, so die Erfahrungen der GTÜ- Prüfer vor Ort. Einige der lo- kalen Vermieter reagieren auf Beschwerden außerordentlich gereizt und schrecken auch vor Handgreiflichkeiten nicht zurück. Derart ruppiges Ver- halten lässt sich auch nicht mit Kampfpreisen um die 35 Euro am Tag für einen Klein- wagen entschuldigen. Fazit des GTÜ-Mietwagen- checks: 50 Prozent der stich- probenartig angemieteten Autos sind nicht verkehrssi- cher und würden in Deutsch- land keine Hauptuntersuchung bestehen. Meist sind die Schäden und Mängel von Laien nicht zu erkennen. Bei örtlichen Vermietern ist deshalb äußerste Vorsicht geboten. Deshalb der Rat der GTÜ-Experten: Lieber etwas mehr Geld ausgeben und dafür einen Leihwagen von einem größeren und seriösen Vermieter anmieten. JEDER ZWEITE LEIHWAGEN AUF MALLORCA HAT SICHERHEITSMÄNGEL © LaCatrina - Fotolia.com
  26. 26. 26 WELTWEIT Mietwagen-Checkliste – Worauf bei der Anmietung von Leihwagen zu achten ist Buchung: In den Hauptreisezeiten empfiehlt es sich, den Mietwagen im Voraus und rechtzeitig zu reservieren. Extras: Kindersitz, Navi oder auch ein zweiter Fahrer können den Preis kräftig in die Höhe treiben. Auch lässt der Zustand des Zubehörs oft zu wünschen übrig. Ein portables Navi und die eigenen Kindersitze mit auf die Reise zu nehmen, ist im Zweifelsfall die bessere und günstigere Alternative. Freikilometer: Unbegrenzte Kilometer sind inzwischen ei- gentlich Standard. Dennoch stehen in den Verträgen ab und zu beschränkte Laufleistungen, bei deren Überschreitung es dann richtig teuer wird. Kaution: Die Kreditkarte als Sicherheit zu nehmen ist üblich. Die Kaution sollte jedoch sofort bei Rückgabe erstattet wer- den. Es soll Unternehmen geben, die sich mit der Rückerstat- tung mehrere Wochen Zeit lassen. Mallorca-Police: Der Mindestschutz für Personen- und Sachschäden ist in einigen Ländern so niedrig, dass es im Schadensfall eng werden könnte. Mindestens zwei Millionen sollten die Deckungssumme schon sein, besser noch 7,5 Mil- lionen, wie in Deutschland üblich. Einige Versicherungen ge- währen im Rahmen des eigenen Pkw-Vertrags eine sogenannte “Mallorca-Police”, bei der der Versicherungs- nehmer auch im Mietwagen im Ausland bis zur Höhe des deutschen Vertrages haftpflichtversichert ist. Preisvergleich: Die Preise zu vergleichen ist schwierig, da der Umfang der Leistung selten einheitlich ist. Vergleichspor- tale bieten eine gewisse Orientierung, doch selten ist das ver- meintlich billigste Angebot am Ende auch das preiswerteste. Rückgabe: Auch hier sollten Sie zusammen mit einem Mitar- beiter der Vermietung den Zustand dokumentieren. Ein Durchschlag des Rücknahmeprotokolls ist Pflicht. Planen Sie dafür genügend Zeit ein! Sicherheitsausrüstung: Eine Warnweste pro Insasse ist in den meisten Ländern inzwischen Pflicht. Am besten die Wes- ten selber mitbringen, da diese in den Mietwagen häufig fehlen. Auch Warndreieck, Verbandskasten und Reserverad sollten unbedingt vorhanden sein. Strafzettel: Verstöße gegen die Vorschriften des jeweiligen Landes zahlt immer der Mieter. Wenn möglich die Strafe noch vor Ort mit Beleg bezahlen, manche Vermieter verlan- gen eine hohe Bearbeitungsgebühr zur Feststellung des Fah- rers. Bis der Strafzettel in Deutschland ist, kann sich die Höhe des Bußgeldes leicht verdoppeln. Tankregelung: Die nachvollziehbarste Regelung ist voll/voll. Steht die Anzeige bei der Rückgabe auf voll (eventuell Handy-Foto mit Kilometerstand und Tankuhr machen) gibt es im Nachhinein wenig zu diskutieren. Mit Kraftstoff geizen lohnt sich übrigens nicht, denn wer das Nachtanken der Au- tovermietung überlässt, darf sich anschließend wundern, wie teuer Kraftstoff sein kann. Immer mehr Vermieter gehen al- lerdings dazu über, einen Preis für den bereits gefüllten Tank zu berechnen. Diese Füllung ist zumeist überteuert, auch weil Restbenzin bei der Rückgabe in der Regel nicht berück- sichtigt wird. Übergabe: Erkennbare Schäden sollten bei der Übergabe unbedingt und akribisch dokumentiert werden. Lassen Sie sich nicht hetzen und werfen Sie auch einen gründlichen Blick auf die Bereifung und die Verglasung. Versicherung: Am besten jegliche Selbstbeteiligung aus- schließen! Es zählt im Schadensfall nur was im Vertrag ge- schrieben steht, egal was der Mitarbeiter mündlich in Aussicht gestellt hat. Deshalb den (hoffentlich auf Deutsch geschriebenen) Vertrag gründlich lesen. Manchmal werden in Verträgen vor Ort Ausnahmen und nicht vereinbarte Selbstbeteiligungen versteckt. So sind die Scheiben, ein Ver- lust des Autoschlüssels, der Unterboden, das Dach und die Reifen meist von der Vollkaskoversicherung ausgenommen. © fotogestoeber - Fotolia.com
  27. 27. Europäer, die im Ausland leben und arbeiten möchten, finden im neuen EURES-Leitfaden „Lust auf Veränderung“ nützliche Rat- schläge zur Umsetzung die- ses Wunsches. Neben der Antwort auf die Frage warum man im Ausland ar- beiten sollte, erläutert die umfangreiche Publikation, wie man sich auf das Leben im Ausland vorbereiten kann. Daneben werden Tipps zu kompetenzbasier- ten Bewerbungsgesprächen geboten sowie Bewerbungs- verfahren in den einzelnen Ländern beleuchtet. So ist es dem Leitfaden zu- folge beispielsweise in Schweden üblich und rat- sam, mit einem Ansprech- partner des Unternehmens, für das man arbeiten möchte, Kontakt aufzuneh- men, bevor man sich dort bewirbt. „Wenn Sie den Arbeitgeber anrufen, bevor Sie sich um eine Stelle bewerben, wer- ben Sie für sich selbst als proaktive Person, die in der Lage ist, die Initiative zu er- greifen“, erklärt der schwe- dische EURES-Berater Olof Person. „Bei diesem Telefon- gespräch sollten Sie die Ge- legenheit nutzen und den Arbeitgeber nach mehr Hin- tergrundinformationen fra- gen, damit Sie Ihre Bewer- bung maßgeschneiderter abfassen und einen Wettbe- werbsvorteil gegenüber Ihren Mitbewerbern erzielen kön- nen.“ Dem Leitfaden zufolge wirbt die öffentliche Arbeitsver- waltung normalerweise Ar- beitskräfte für geringer qua- lifizierte Stellen an, doch Ar- beitsuchende in hoch quali- fizierten Bereichen wie dem IT- oder Finanzsektor suchen häufig auf den Websites der Unternehmen nach freien Stellen. Initiativbewerbungen sind seit kurzem ebenfalls gängige Praxis geworden. Eine sachgemäße Bewer- bung in Schweden sollte im Allgemeinen kurz und aus- sagefähig sein: ein Anschrei- ben von einer Seite und ein Lebenslauf von einer oder zwei Seiten. Sie sollten Ihrer Bewerbung keine weiteren Unterlagen beifügen. Falls der Arbeitgeber Sie um eine Kopie Ihres Zeugnisses bittet, können Sie diese zum Vor- stellungsgespräch mitbringen. „Schriftliche Bewerbungen sollten auf die Stelle, um die Sie sich bewerben, zuge- schnitten sein. Berufserfah- rung wird von schwedischen Arbeitgebern normalerweise höher eingestuft als die for- male Ausbildung, und daher sollten Sie sie in Ihrem Le- benslauf an oberster Stelle erwähnen. Vergessen Sie nicht zu erläutern, welche Tätigkeiten Sie in den Unter- nehmen, für die Sie in der Vergangenheit gearbeitet haben, ausgeübt haben“, rät Olof. Bei einem Bewerbungsge- spräch in Schweden können Sie normalerweise davon ausgehen, dass Sie dort einem oder zwei Mitarbei- tern des Unternehmens ge- genübersitzen. Auch ein Vertreter der Gewerkschaft ist möglicherweise zugegen. Vorstellungsgespräche sind eher länger und dauern üb- licherweise ca. 90 Minuten. Normalerweise beginnt das Gespräch damit, dass Sie sich kurz vorstellen und dem Arbeitgeber darlegen, wes- halb Sie sich um die Stelle beworben haben und was Sie über das Unternehmen wissen. Sie sollten dabei entspannt, aber aufmerk- sam sein. Anschließend kann der Un- ternehmensvertreter Ihnen eine Vielzahl von Fragen stellen, die möglicherweise persönlicher ausfallen, als Sie es in anderen Ländern erwarten würden. Solche Fragen könnten beispiels- weise sein: • Wie würden Ihre Freunde Sie beschreiben? • Wie würden Sie einen guten Kollegen charakte- risieren? • Was glauben Sie, welche Tätigkeit Sie in fünf Jah- ren ausüben werden? „Bei einem Vorstellungsge- spräch in einem schwedi- schen Unternehmen geht es häufig auch in stärkerem Maße um Ihr Privatleben, als dies in anderen Ländern der Fall wäre. Damit will man nicht unhöflich sein oder sich in Ihre persönlichen An- gelegenheiten einmischen, sondern sich ein Gesamtbild von den Dingen machen, die Sie in Ihrem Leben un- ternehmen und die sich auf Ihre berufliche Leistung ins- gesamt auswirken können,“ erklärt Olof. Der Leitfaden „Lust auf Ver- änderung“ ist als E-Book oder PDF-Dokument kosten- frei unter http://bookshop.europa.eu/ en/ready-to-make-the-move –pbKE3012898/ abrufbar. 27 IMPRESSUM HERAUSGEBER: Bund der Auslands- Erwerbstätigen (BDAE) e.V. Kühnehöfe 3 22761 Hamburg Tel. +49-40-306874-0 WWW.BDAE.COM REDAKTION: Anne-Katrin Schulz (verantwortlich) akschulz@bdae.com Sanja Zivkovic LAYOUT: Esther Rudat LEKTORAT: Andrea Kraus COPYRIGHT: Die Beiträge im BDAE- Newsletter sind urheber- rechtlich geschützt und dürfen nicht ohne schrift- liche Genehmigung durch den Herausgeber repro- duziert werden. Die Beiträge des BDAE- Newsletters spiegeln die Meinung der Redaktion und nicht unbedingt die des BDAE wider. WELTWEIT AUCH AUF FOLGEN SIE UNS LEITFADEN FÜR JOBSUCHE IN SCHWEDEN

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