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Hier ist es am teuerst...
Ab dem 1. August dieses Jahres bietet die BDAE GRUPPE
in ihrem Tarif EXPAT LEGAL – eine Rechtsschutzversi-
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beliebteste EU-Land der Israelis, son-
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China auch d...
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Wer weit reisen möchte, muss sich gründlich vorberei-
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Visa besorgen un...
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In unserer globalen Gesellschaft werden auch die Erbfälle
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Der Sommer hat uns endlich erreicht. Und so manch
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In Peking und Shanghai können sich Besucher aus dem
Ausland, die in ausgewiesenen Geschäften für mindestens
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Bereits zum dritten Mal in Folge ist die angolanische
Hauptstadt Luanda die weltweit teuerste Stadt für Aus-
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Sie waren bereits einmal beruflich
für längere Zeit im Ausland und
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Die schweizerische Regionalfluglinie SkyWork Airlines bie-
tet seit dem 19. Juli dieses Jahres eine ...
Die größte japanische
Fluggesellschaft weitet
erneut ihr internationales
Streckennetzt aus und fliegt
ab dem 11. Dezember ...
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VERMISCHTES
DEUTSCHE IM STRANDURLAUB: EIN PAAR FAKTEN
Wenn die Deutschen ihr Alltagsoutfit gegen Badehose
und Bikini ta...
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GESUNDHEIT
ZUCKER-DRINKS VERURSACHEN 184.000 TOTE PRO JAHR
Zuckerhaltige Getränke sind weltweit gesehen die Ursa-
che f...
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GESUNDHEIT
NOTDURFT IM FREIEN SCHADET SCHWANGER-
SCHAFT
Schwangere Frauen, die zuhause über keine eigene Toi-
lette ver...
Wenn in Deutschland Studien über Kinderarmut und
Neuigkeiten über Bildungsungleichheit die Medien-
landschaft füllen, wird...
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WELTWEIT
Hotelzimmer, Restaurantbesuche und Eintrittskarten für
Sehenswürdigkeiten – die Ausgaben während Urlaubs-
reis...
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WELTWEIT
Die chinesische Wirtschaft befindet sich
weiterhin im Übergang zu einem ge-
mäßigteren Wachstumsniveau. Wie di...
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Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" Juli 2015

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Die Juli-Ausgabe des BDAE-Newsletters "Leben und Arbeiten im Ausland" ist erschienen und steht unter https://www.bdae.com/de/downloads/Leben_und_Arbeiten_im_Ausland_Juli_2015.pdf zum kostenlosen Download bereit.

Der Schwerpunkt dieser Ausgabe ist die schönste Zeit des Jahres – die Urlaubszeit. So erfahren Sie dieses Mal warum Sie sich bei einer Reise mit dem Auto genauestens über Vignetten- und Mautpflicht informieren sollten, welche Reiseländer den Geldbeutel schonen, welche Visa bei einer Weltreise benötigt werden und welche Eigenheiten die Deutschen bei einem Strandurlaub an den Tag legen.

Weitere spannende Beiträge widmen sich einer neuen EU-Erbrechtsverordnung, die ab Mitte August dieses Jahres in Kraft tritt, dem Vergleich von Lebenshaltungskosten in 207 Großstädten weltweit und wieso das Einkaufen in China jetzt günstiger wird.

Aktuelle und ältere Newsletter-Ausgaben sowie das kostenlose Newsletter-Abo finden Interessierte unter www.bdae-ev.de/news/newsletter/.

Der BDAE e.V. wünscht eine gute Unterhaltung.

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Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" Juli 2015

  1. 1. LEBEN UND ARBEITEN IM AMIS AUSLANDJULI 2015 EXPATS – GESUCHT © Mihai Tufa für die BDAE GRUPPE RECHTLICHES VERMISCHTES WELTWEIT WELTREISE: WELCHES VISUM BRAUCHE ICH? Einreise- und Visabestimmungen besonders beliebter Reiseziele. DEUTSCHE BETRIEBE STELLEN SICH AUF CHINAS TEMPO EIN Aktuelle Umfrage deutscher Unter- nehmen in China zur wirtschaftli- chen Entwicklung des Landes. DEUTSCHE IM STRANDURLAUB: EIN PAAR FAKTEN Über die Eigenheiten Deutscher während des Strandurlaubs . 1 INTERVIEW- PARTNER
  2. 2. 2 INTERN INTERVIEW RECHTLICHES EXPATRIATES AIRLINES VERMISCHTES WELTWEIT 10 Schweiz, Afrika, Asien: Hier ist es am teuersten 11 Reintegration von Expats – Interviewpartner gesucht 14 Deutsche im Strandurlaub: Ein paar Fakten 14 „Stromdiebe“ im Urlaub 15 Zucker-Drinks verursachen 184.000 Tote pro Jahr 16 Notdurft im Freien schadet Schwangerschaft 17 Chinas Bildungssystem: Bildungs- ungleichheit und Fachkräftemangel 18 Mehr für den Euro – Urlaubsländer, die den Geldbeutel schonen 19 Deutsche Betriebe stellen sich auf Chinas neues Tempo ein 19 Impressum GESUNDHEIT 12 Salzburger Flughafen 12 Avior Airlines 12 SkyWork Airlines 13 SWISS International Air Lines 13 All Nippon Airways (ANA) 4 „Der deutsche Mittelstand hat in Israel Nachholbedarf“ 3 BDAE GRUPPE erweitert Leistungen ihrer Rechtschutz- versicherung EXPAT LEGAL EDITORIAL 6 Weltreise: Welches Visum brauche ich? 7 Erbschaft im Ausland 8 Mautprellen ist teuer 9 Einkaufen in China wird günstiger Liebe Leserin, lieber Leser, in vielen Bundesländern haben die Sommerferien bereits begonnen und damit ist auch der Startschuss für die Reisezeit gefallen. Dass die Deutschen auch dieses Jahr in bester Reiselaune sind, belegt der aktuelle Tourismusindex des Bundesver- bands der Deutschen Tourismuswirtschaft e.V. (BTW). Wie die Zahlen für das erste Jahresdrittel zeigen, sind die Deutschen am häufigstem mit dem eigenen Auto un- terwegs. Wenn auch Sie eine Reise mit dem Auto planen, sollten Sie unbedingt die Maut- beziehungsweise Vignettenpflicht in vielen europäischen Ländern berück- sichtigen, denn Mautprellen kann teuer werden, wie Sie auf Seite 8 lesen können. Wer noch kein konkretes Urlaubsziel vor Augen hat, dem hilft eventuell unser Beitrag auf Seite 18, in dem einige Reiseländer aufgezeigt werden, die den Geldbeutel schonen. Falls Sie sich nicht auf ein Urlaubsland einschränken möchten und eine Weltreise planen, finden Sie auf Seite 6 Visa- und Einreisebestimmungen besonders beliebter Ziele wie USA; Australien, Indien und Thailand. Weitere Beiträge, die sich um die schönste Zeit im Jahr drehen, finden Sie auf Seite 14. Darüber hinaus erfahren Sie, warum der deutsche Mittelstand Nachholbedarf in Is- rael hat (ab Seite 4), wieso das Einkaufen in China günstiger wird (Seite 9) und wie hoch die Lebenshaltungskosten in 207 Großstädten weltweit sind (Seite 10). Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre und denken Sie immer daran: Der BDAE begleitet Sie mit Sicherheit ins Ausland! Herzlichst, Ihr Andreas Opitz ZAHL DES Abfall pro Kopf fielen 2013 innerhalb der Europäi- schen Union an. (Quelle: Destatis) 481 MONATS KILOGRAMM
  3. 3. Ab dem 1. August dieses Jahres bietet die BDAE GRUPPE in ihrem Tarif EXPAT LEGAL – eine Rechtsschutzversi- cherung für das Ausland – neue, verbesserte Leistungen. In Zusammenarbeit mit dem Versicherer ARAG SE wurden die Versicherungsbedingungen überarbeitet, wodurch Kun- den von erweiterten Leistungen ohne zusätzlichen Beitrag profitieren. Die Vorteile sind nicht nur bei einem Neuab- schluss inkludiert, auch die Verträge der Bestandskunden erweitern sich automatisch ab August. Weltweit gültige Rechtschutzpolice Der Tarif EXPAT LEGAL ist eine weltweit gültige und zeit- lich unbegrenzte Rechtsschutzpolice und ver- sichert unter anderem in den Bereichen Strafrecht, Ordnungswidrigkeiten, Ver- kehrsangelegenheiten sowie Ver- trags- und Sachenrecht. Versicherte haben zudem die Möglichkeit, eine kostenfreie telefonische Erstberatung in Fragen des deutschen Rechts sowie den ARAG-Online-Rechtsservice mit zahl- reichen Musterschreiben und -verträgen zu nutzen. Im Tarif EXPAT LEGAL PLUS ist zusätzlich der Arbeits- Rechtsschutz eingeschlossen. Mehr Leistungen bei gleichbleibendem Beitrag Versicherte im Tarif EXPAT LEGAL profitieren ab dem 1. August 2015 von folgenden Erweiterungen: • Basis sind die neuen Versicherungsbedingungen „ARB 2014“ • Der beitragsfrei mitversicherte Personenkreis wurde erweitert. • Steuer-Rechtsschutz und Sozial-Rechtsschutz greifen bereits ab Ein-/Widerspruchsverfahren und nicht erst vor Gerichten. • Die Begrenzung der Versicherungssumme von 1.000.000 Euro wurde für Versicherungsfälle in Europa aufgehoben und gilt nun unbegrenzt. • Die darlehensweise Bereitstellung von Strafkautionen erhöht sich für den erweiterten Straf-Rechtsschutz von 200.000 Euro auf 300.000 Euro. Neue Leistungsarten – International: • Vorsorge-Rechtsschutz • Disziplinar- und Standes-Rechtsschutz Neue Leistungsarten – in Deutschland: • Verwaltungs-Rechtsschutz in Nicht-Verkehrssachen • Beratungs-Rechtsschutz für Betreuungsverfahren • Beratungs-Rechtsschutz für Patientenverfügung Besonderheiten in Deutschland: • Mediation Verfahren zur freiwilligen, außergerichtlichen Streitbeilegung in Deutschland • Mobiler Anwalt Diese Anwälte beraten Sie auf Wunsch auch ganz bequem vor Ort in Deutschland • Steuertelefon Steuerrechtliche Beratung durch auf Steuerrecht spezialisierte Anwälte in Deutschland Die vorangegangen Leistungserweiterungen gelten auch für Versicherte des EXPAT LEGAL PLUS. Für sie ergibt sich dar- über hinaus eine Neuerung im Bereich des Arbeits-Rechts- schutzes: Arbeits-Rechtsschutz • Aufhebungsvereinbarungen (begrenzt auf 1.000 Euro) und Streitigkeiten mit privaten Hausangestellten sind mitversichert. 3 INTERN BDAE GRUPPE ERWEITERT LEISTUNGEN IHRER RECHTSCHUTZVERSICHERUNG EXPAT LEGAL ©reeel-Fotolia.com
  4. 4. 4 BDAE: Deutschland ist nicht nur das beliebteste EU-Land der Israelis, son- dern nach den USA und neuerdings China auch der drittwichtigste Han- delspartner. Wie kam es zu dieser Ent- wicklung, die nach der Shoah undenkbar erschien? Alroi-Arloser: Es ist schon wunder- sam, dass die Bande heute so eng und freundschaftlich sind. Das ist auch der Vernunft des ersten Ministerpräsiden- ten David Ben Gurion und des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer zu verdanken: Deutschland wusste, dass eine echte Rückkehr in die Völkerge- meinschaft ohne eine Aussöhnung mit dem jüdischen Volk nicht möglich sein würde. Israel wie- derum wusste, dass es intensive Unterstützung benötigen würde, um in einer dem Land feindselig eingestellten Region fortbestehen zu können. So hat die Bundesrepublik eine zen- trale Rolle beim Aufbau der gesamten Infrastruktur einge- nommen. Und auch die länger andauernden Vorbehalte gegenüber deutschen Konsumgütern sind heute nicht mehr vorhanden. BDAE: Israel gelang es besser als vielen anderen Industrie- staaten durch die Finanzkrise zu kommen. Woher kommt die Robustheit? Alroi-Arloser: Israel erlebte in den 80-er Jahren des 20. Jahrhun- derts eine enorme Krise mit einer Hyperinfla- tion, die teilweise über 1.000 Prozent er- reichte. Das gesamte Bankenwesen stand vor dem Kollaps. Durch eine konzertierte Ak- tion der Gewerkschaften, Arbeitgeber und des Staates sowie durch die Verstaatlichung der großen Banken konnte damals die Wirtschaft stabilisiert werden. Damit wurden die Weichen für eine moderne Marktwirtschaft und eine sehr effektive, harte Bankenaufsicht gestellt, die Israel gut durch die jüngste Finanzkrise gebracht hat. Hinzu kommt, dass Israel ein Bevöl- kerungswachstum von 1,5 Prozent verzeichnet und eine sehr moderne, exportorientierte und international präsente Hightech-Industrie hat. BDAE: Wegen dieser weltweit höchsten Dichte an Unterneh- men aus diesem Bereich, spricht man auch von dem „Hightech-Industrieland“. Wie können deutsche Unterneh- men davon profitieren? Alroi-Arloser: Israel ist ein sehr innovatives Land, insbeson- dere bei der Entwicklung von „Disruptive Innovations“, also Innovationen, die Quantensprünge er- möglichen. Bei der Umsetzung aber sind die Israelis oft zu ungeduldig oder verfügen nicht über die geeigneten Ka- pazitäten. So lassen sich viele Start-ups ihre Erfindungen gerne abkaufen, was die Inhaber der Start-ups reich macht, aber keine Industrie entstehen lässt. Aus dieser „Schwäche“ entsteht eine große Chance. Viele Konzerne haben das längst erkannt und setzen gezielt Tech- nologiescouts ein. Der deutsche Mittel- stand hat da aber noch Nachholbedarf. BDAE: Welche Rolle kann die AHK dabei einnehmen? INTERVIEW „DER DEUTSCHE MITTELSTAND HAT IN ISRAEL NACHHOLBE- DARF“ Trotz Konflikten und geringen Roh- stoffvorkommen kann Israel eine exzellente wirtschaftliche Entwicklung vorweisen, wie eine BIP-Steigerung seit Staatsgründung 1948 um das 60-fache und eine Arbeitslosenquote von nur 5,9 Prozent. Grisha Alroi-Arloser, Ge- schäftsführer der AHK Israel, über die Krisenfestigkeit der israelischen Wirt- schaft und die deutsch-israelischen Be- ziehungen.
  5. 5. 5 Alroi-Arloser: Wir haben diesen Trend früh erkannt und uns ein großes Know-how angeeignet. Wann immer mittel- ständische Unternehmensdelegationen nach Israel kommen, legen wir einen Schwerpunkt auf die Kontaktaufnahme zwi- schen den deutschen „Hidden Champions“ mit der israeli- schen Start-up-Szene. Diese Kompetenzerweiterung führt dazu, dass wir beliebter Ansprechpartner vieler Wirtschaftsför- derer in den IHKs sind und im Mittelpunkt eines großen Netz- werkes stehen. BDAE: Dank riesiger Gasfunde will Israel in den kommenden Jahren nicht mehr nur Technologie, sondern auch Gas expor- tieren. Was bedeuten die Funde und welche Auswirkungen haben sie auf den Energiemarkt? Alroi-Arloser: Zunächst sind die Funde ein großer Segen für das Land, weil es unabhängiger von Importen wird und gleichzeitig die Produktionskosten sinken. Zudem entstehen natürlich neue Investitionsmöglichkeiten. Für die Erneuerbaren Energien bedeuten die Entdeckungen nach guten Fortschrit- ten in der Vergangenheit allerdings sicher einen Rückschritt, da die Förderung des Erdgases oberste Priorität hat. Dies wird sich aber wieder ändern. Die Nachfrage nach energieeffizien- ten Produkten besteht unvermindert fort. Für die in diesem Bereich weltmarktführenden deutschen Unternehmen bleibt Israel ein wichtiger Markt. BDAE: Beenden Sie bitte den folgenden Satz: „Investitionen in und Exporte nach Israel lohnen sich, weil...“ Alroi-Arloser: …Israel als einzige Demokratie im Nahen und Mittleren Osten Rechtssicherheit, Weltoffenheit, Innova- tionskraft und mediterrane Lebensfreude miteinander ver- bindet. INTERVIEW Das Interview wurde dem BDAE e.V. freundlicherweise vom DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag e. V. zur Verfügung gestellt. Originalinterview hier abrufen.
  6. 6. Wer weit reisen möchte, muss sich gründlich vorberei- ten. Dazu gehört zum Beispiel, rechtzeitig wichtige Visa besorgen und sich über die jeweiligen Einreisebestim- mungen zu informieren. Der Rechtsschutzversicherer ARAG liefert Informationen zu den besonders beliebten Zielen wie den USA, Australien, Indien oder Thailand. Die USA-Einreise – Reisepass und ESTA, APIS und Secure Flight Für deutsche Touristen ist kein Visum notwendig. Doch sie benötigen einen für die Reisedauer gültigen Reisepass sowie ein Rück- oder Weiterflugticket, das nicht nach Kanada, Me- xiko oder auf die Karibikinseln führt. Ein weiteres Muss ist ESTA – Electronic System for Travel Aut- horization. Die Kosten für das Dokument betragen 14 USD, umgerechnet rund zwölf Euro. Diese Einreiseerlaubnis ist zwingend für die visumsfreie Einreise und muss rechtzeitig beantragt werden. Genauer gesagt mindestens 72 Stunden vor Abreise. Das lässt sich bequem im Internet unter esta.cbp.dhs.gov oder in einem Reisebüro erledigen. Aus Gründen der inneren Sicherheit gilt es bei diesem Antrag, verschiedene Fragen zu beant- worten. Anfang November 2014 erwei- terte das US-Heimatschutzministerium den Fragenkatalog. So möchten die Behörden zum Beispiel wissen, ob man mehrere Staatsbürgerschaften oder Pseudonyme besitzt. Ganz wichtig: Wer auf seiner Weltreise mit einem vorläufigen Reisepass einreisen will, kommt um ein Visum nicht herum. Wichtig vor der Weltreise ist, an APIS (Advance Passanger In- formation System) und Secure Flight zu denken. Diese Da- tenerfassungen finden in der Regel direkt bei der Flugbu- chung statt. Sie umfassen den Namen, Geburtstag und An- gaben zur ersten Aufenthaltsadresse in den USA. Airlines sind verpflichtet, diese Passagierdaten an die Flugsicherheits- behörde weiterzugeben. Wer diese Angaben vergisst, erhält unter Umständen keine Bordkarte. Visum für Australien Eine weitere beliebte Station auf einer Weltreise ist Austra- lien. Touristen, die nach Down Under fliegen wollen, benöti- gen ein spezielles Visum – auch eVisitor-Visum genannt. Es gilt für zwölf Monate und erlaubt ihnen, bis zu drei Monate in Australien zu bleiben. Ein Behörden-Marathon bleibt beim Antrag erspart. Alles was zu tun ist, ist auf die Seite des Au- stralian Government zu gehen und die Passdaten sowie E- Mail-Adresse anzugeben. In der Regel trudelt nach kurzer Zeit eine E-Mail-Bestätigung in das Postfach, das die Einreise- bewilligung bestätigt. Ein Visumaufkleber oder Passstempel entfallen, da die Behörden Ihre eVisitor-Angaben elektro- nisch erhalten und speichern. Visum für Indien Während man für eine Australien-Einreise wenige Klicks be- nötigt, sieht es beim Visum für Indien anders aus. Das regu- läre Touristenvisum für die größte Demokratie der Welt ist in der indischen Botschaft oder in einem Konsulat zu beantra- gen. Dieses Visum ist in der Regel sechs Monate ab dem Ausstellungsdatum gültig und ermöglicht ein mehrmaliges Einreisen. Seit Ende 2014 gibt es zudem das „Tourist Visa on Arrival“, das für eine einmalige Einreise und einen Aufent- halt bis zu 30 Tagen gilt. Dieses Visum erhält man bei der Einreise nach Indien, wenn zuvor eine Electronic Travel Aut- hori- zation – kurz ETA – bei Indianvisaonline beantragt wurde. Der Antrag muss spätestens vier Tage vor der geplan- ten Einreise gestellt werden. Für das reguläre Touristenvisum sind folgende Unterlagen nötig: Neben dem Reisepass, der noch mindestens 180 Tage gültig sein und über zwei leere Stempelseiten verfügen muss, sind es ein Antragsformular sowie zwei gleiche Passfotos. Ganz wichtig dabei ist, dass die indischen Behörden ein bestimmtes Fotoformat in 51 mal 51 Millimetern verlangen. Die Fotos wünschen sich die Beamten in Farbe und mit einem hellen Hintergrund. Die Gebühren für ein sechsmonatiges Touristenvisum betragen 50 Euro. Welche Unterlagen für den Antrag auf das neue Online-Visum benötigt wird, erfährt man im Einzelnen unter https:// indianvisaonline.gov.in/visa/. Die Gebühren für das „Tourist Visa on Arrival“ belaufen sich auf 60 USD, also etwa 53 Euro. Visum für Thailand Wie es sich für das Land des Lächelns gehört, sind die Einreisebestimmungen in Thailand eine Freude. So erhalten Anreisende direkt nach ihrer Ankunft ein Visa on Ar- rival, das ihnen einen Aufenthalt von 30 Tagen erlaubt. Und zwar ohne vorherige Anträge in der Heimat. Lediglich ein kurzes Formular gilt es auszufüllen. Und das erhält man au- tomatisch im Flugzeug oder am Zielflughafen. Was die Gren- zer ebenfalls sehen möchten, ist ein Reisepass, der noch sechs Monate gültig ist. Seit Sommer 2014 verlangen die Be- hörden zudem öfter einen Rückflugticket-Nachweis sowie eine vorhandene Reisekasse von 10.000 bis 20.000 thailändi- schen Baht – das sind derzeit zwischen 260 und 520 Euro. Eine Verlängerung des Visa on Arrival ist nicht mehr ohne Weiteres möglich. Reisende, die einen Abstecher in ein Nachbarland unternehmen, wieder zurückkehren und ein gültiges Rückflugticket parat haben, brauchen sich aber keine Gedanken zu machen. Allerdings ist eine Änderung der Bestimmungen nicht auszuschließen. Daher wird emp- fohlen, auf Nummer sicher zu gehen und vor der Weltreise bei der entsprechenden thailändischen Auslandsbehörde nachzufragen www.thaiembassy.de. Quelle: ARAG – Rechtstipps und Urteile WELTREISE: WELCHES VISUM BRAUCHE ICH? RECHTLICHES 6 © Pixel - Fotolia.com
  7. 7. 7 In unserer globalen Gesellschaft werden auch die Erbfälle mit Auslandsbezug immer häufiger. Nahezu eine halbe Million Fälle sind es jährlich in der EU. Das kann der Rentner sein, der nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben in sein Ferienhaus auf Mallorca zieht. Aber auch die Entsendung von Arbeitnehmern ins Ausland wird in international agie- renden Unternehmen zunehmend häufiger. Und so mancher wandert auch gleich ganz aus. Sie alle sollten bedenken, dass sie nach der neuen EU-Erbrechtsverordnung im Todesfall möglicherweise nach dem Recht ihres Aufenthaltslandes beerbt werden – selbst wenn sie nach wie vor die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Die ARAG berichtet, ab wann diese Regelung gilt und was Sie tun können, damit sich Ihr Erbe dennoch nach deutschem Recht richtet. Ein Todesfall – mehrere Erbrechtsordnungen Derzeit richtet sich die Frage, welches nationale Erbrecht bei einem Todesfall mit Auslandsbezug anzuwenden ist, noch nach den sogenannten Kollisionsnormen des Internationalen Privatrechts (IPR). Das Problem dabei ist, dass sie in den ver- schiedenen EU-Mitgliedsstaaten ganz unterschiedlich ausse- hen. So stellen deutsche Nachlassgerichte in Erbfällen zum Beispiel auf die Staatsangehörigkeit ab. Der Deutsche, der im Ausland lebt, wird für sie also selbst dann noch nach deut- schem Recht beerbt, wenn er schon vor zehn Jahren ausge- wandert ist. In anderen Ländern ist stattdessen für das gesamte Erbe der letzte Wohnsitz des Erblassers entschei- dend. Wiederum andere – wie zum Beispiel Frankreich – stel- len für Immobilien auf das Recht des Ortes ab, wo diese sich befinden, für bewegliches Vermögen richtet sich das Erb- recht dagegen nach der Staatsangehörigkeit. Konkret be- deutet das: Wegen der national verschiedenen Kollisionsnormen finden mitunter in einem Erbfall mehrere Erbrechtsordnungen Anwendung – und das auch noch mit unterschiedlichen Ergebnissen. Ab August 2015 kommt es auf gewöhnlichen Aufent- halt an Um solch komplizierte Fälle in Zukunft zu vermeiden, hat die EU im Jahr 2012 eine Erbrechtsverordnung (Nr. 650/2012) verabschiedet. Nach ihr „unterliegt die gesamte Rechtsnach- folge von Todes wegen dem Recht des Staates, in dem der Erblasser zum Zeitpunkt seines Todes seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat“. Diese Regelung gilt für alle Erbfälle, die vom 17. August 2015 an eintreten. Ab wann gilt ein Aufenthalt im Ausland als „gewöhn- lich“? Findet das ausländische Erbrecht schon dann Anwendung, wenn der jobbedingte Auslandsaufenthalt nur auf ein Jahr angelegt ist? Und wie sieht es mit denjenigen aus, die regel- mäßig zwischen zwei Ländern pendeln? Die Vorschrift selbst sagt dazu nichts. Anhaltspunkte ergeben sich nur aus der einleitenden Begründung zur Verordnung. Dort heißt es, das zuständige Gericht solle die Lebensumstände des Erblassers in den Jahren vor seinem Tod und im Zeitpunkt des Todes be- urteilen. Dabei sollten vor allem die Dauer und die Regelmä- ßigkeit des Auslandsaufenthalts und die Gründe für diesen Berücksichtigung finden. Wer sich aus beruflichen oder wirt- schaftlichen Gründen in einem anderen Staat aufhalte, aber noch eine enge und feste Bindung zu seinem Herkunftsstaat habe, der könne seinen „gewöhnlichen Aufenthalt“ unter Umständen immer noch dort haben. Wie die Vorschrift im Einzelfall auszulegen ist, wird also die Rechtsprechung zei- gen müssen. Im Testament das Erbrecht bestimmen Kommt im Todesfall fremdes Erbrecht zur Anwendung, kann dies mitunter zu unliebsamen Überraschungen für die Ange- hörigen führen. So ist etwa das im deutschen Erbrecht gel- tende Pflichtteilsrecht einigen anderen Erbrechtsordnungen unbekannt. Auch die Beteiligung des Ehegatten am Erbe kann anders oder gar nicht geregelt sein. Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen möchten, sollten Sie daher schon jetzt festlegen, dass im Todesfall das Recht des Staates gelten soll, dessen Staatsangehörigkeit Sie besitzen. Dieses Wahlrecht sieht die Verordnung ausdrücklich vor. Besitzen Sie mehrere Staatsangehörigkeiten, können Sie das Recht eines dieser Staaten wählen. Ganz wichtig: Die Rechtswahl muss laut Verordnung zwingend in Testamentsform erfolgen! Deshalb wird empfohlen, sich bei einem Notar rechtzeitig vor Inkraft- treten der Verordnung beraten und gegebenenfalls ein Testa- ment – oder einen Erbvertrag – aufsetzen zu lassen, in dem deutsches Erbrecht gewählt wird. Da die Verordnung auf alle Testamente und Erbverträge, die vor dem 17. August 2015 errichtet wurden, Anwendung findet, sollten Sie auch schon bestehende Verfügungen, sofern ein Auslandsbezug besteht, von einem Notar überprüfen lassen. Quelle: ARAG – Rechtstipps und Urteile ERBSCHAFT IM AUSLAND RECHTLICHES © Denis Junker - Fotolia.com
  8. 8. 8 RECHTLICHES Der Sommer hat uns endlich erreicht. Und so manch einer hat schon längst seine Urlaubsreise mit dem Auto quer durch Europa geplant. Viele europäische Autobahnen und Schnellstraßen sind mittlerweile kostenpflichtig. Damit Reisende wissen, mit welcher Gebühr in dem jeweiligen Land gerechnet werden muss, hat der ADAC eine aktuelle Über- sicht europäischer Länder mit streckenbezogener Maut und Vignettenpflicht zusammengestellt. Streckenbezogene Maut und Vignettenpflicht In der Europäischen Union gibt es in neun Ländern eine streckenbezogene Maut. Alle Autofahrer müssen in Frank- reich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Kroatien, Polen, Portugal und Spanien eine Gebühr entsprechend der zurückgelegten Kilometer zahlen. Doch auch in Bosnien-Her- zegowina, Mazedonien, Norwegen, Serbien, in der Türkei und in Weißrussland wird nach Entfernung abgerechnet. Nicht immer ist das gesamte Autobahn- und Schnellstraßen- netz mautpflichtig. Die Bezahlung erfolgt je nach Land beim Ein- oder Ausfahren, in Ländern wie Portugal und Polen wer- den auf verschiedenen Streckenabschnitten auch elektroni- sche Bezahlsysteme eingesetzt. In acht weiteren Ländern ist für Fahrten auf Autobahnen und Schnellstraßen eine Vignette zu kaufen. Diese gilt unter- schiedlich lang. Das betrifft Bulgarien, Österreich, Rumänien, die Schweiz, die Slowakei, Slowenien, Tschechien und Un- garn. Strafen drastisch bei Mautvergehen Anders als bei der Bezahlung an Mautstationen kann der Kauf einer Vignette oder das Anmelden an elektronischen Systemen übersehen werden. Doch Vorsicht: Die Strafen sind oftmals drastisch. Bei einem Mautvergehen in Slowenien werden bis zu 800 Euro fällig. In Österreich, Tschechien und in der Schweiz gehen die Behörden auch streng vor. Dort sind Bußgelder ab 120 Euro (Österreich), ab 190 Euro (Schweiz) und ab 185 Euro (Tschechien) zu entrichten. Zusätzliche Sondermaut in vielen Ländern Neben der Vignette und der streckenbezogenen Maut wird in vielen Ländern noch zusätzlich eine Sondermaut für ein- zelne Strecken, Brücken, Tunnel oder Pässe fällig. Das ist in Österreich, der Schweiz, Italien, Frankreich, Dänemark oder Schweden der Fall. Quelle: ARAG – Rechtstipps und Urteile MAUTPRELLEN IST TEUER © stockWERK - Fotolia.com
  9. 9. 9 RECHTLICHES In Peking und Shanghai können sich Besucher aus dem Ausland, die in ausgewiesenen Geschäften für mindestens 500 Yuan (etwa 73 Euro) einkaufen, seit dem 1. Juli 2015 die Mehrwertsteuer zurückerstatten lassen. Darauf weist das Fremdenverkehrsamt der VR China hin. Reisende aus Übersee sowie aus Hongkong, Macao und Tai- wan, die sich nicht länger als 183 Tage auf dem chinesischen Festland aufhalten, können sich bei der Ausreise 11 Prozent des Kaufpreises zurückerstatten lassen. Das Geld wird ent- weder direkt bar ausgezahlt oder auf das Konto des Käufers überwiesen. Aufschwung im Tourismussektor Derzeit nehmen 86 Geschäfte in Beijing und 27 in Shanghai an dem Programm der Mehrwertsteuerrückerstattung teil. Beide Städte erhoffen sich damit, mehr ausländische Touri- sten anzulocken. Zurzeit ist eine Rückerstattung an den internationalen Flug- häfen in Beijing und Shanghai möglich. In Zukunft soll dies aber auch außerhalb der Flughäfen möglich sein. Die beiden Stadtregierungen gehen außerdem davon aus, dass sich die Zahl der Geschäfte in Beijing und Shanghai, die eine Rücker- stattung anbieten, in Zukunft signifikant erhöhen wird. Beijing und Shanghai sind die ersten Städte auf dem Fest- land, in denen das neue Steuerprogramm eingeführt wird, nachdem es bereits in der südchinesischen Provinz Hainan er- probt worden ist. Seit dem 1. Juli gelten in Frankreich durch Änderungen im Verkehrsrecht neue Bestimmungen für die Promillegrenze und das Telefonieren am Steuer. So wurde die Promillegrenze für Fahranfänger in den ersten drei Jahren des Führerschein- besitzes von 0,5 auf 0,2 Promille gesenkt. Verstöße gegen diese Regelung werden mit einer hohen Geldstrafe von bis zu 4.500 Euro geahndet. Telefon am Steuer verboten Außerdem ist das Telefonieren beim Autofahren künftig nur über eine Freisprecheinrichtung erlaubt. Die Verwendung von Headsets, Kopf- oder Ohrhörern beim Fahren ist verbo- ten. Bei Verstößen droht eine Geldstrafe von 135 Euro. Auch andere vom Fahren ablenkende Aktivitäten, wie beispiels- weise Schminken oder Essen am Steuer oder auch das Hören von lauter Musik, können je nach Ermessen der Polizei mit Geldbußen bestraft werden. Rauchverbot geplant Ein Rauchverbot in Autos, in denen minderjährige Kinder an Bord sind, soll in Kürze als Teil des Anti-Tabak-Gesetzes in Kraft treten. Quellen: www.cibt.de und www.tip.de EINKAUFEN IN CHINA WIRD GÜNSTIGER © Alex White - Fotolia.com NEUES VERKEHRSRECHT IN FRANKREICH
  10. 10. 10 Bereits zum dritten Mal in Folge ist die angolanische Hauptstadt Luanda die weltweit teuerste Stadt für Aus- landsentsendungen. Insbesondere die Kosten für importierte Waren sowie sicheren und angemessenen Wohnraum sind in der ansonsten eher günstigen Stadt enorm. Auf Platz zwei und drei folgen Hongkong und Zürich. Dies sind Ergebnisse der alljährlich vom internationalen Beratungsunternehmen Mercer durchgeführten weltweiten Vergleichsstudie zur Be- wertung der Lebenshaltungskosten für ins Ausland ent- sandte Mitarbeiter in 207 Großstädten. Die gerade in letzter Zeit aufgetretenen Währungsschwan- kungen infolge ökonomischer und politischer Unruhen, in- stabile Immobilienmärkte und Inflation auf Waren und Dienstleistungen verteuern Auslandsentsendungen zuneh- mend. Unternehmen benötigen deshalb verlässliche und ge- naue Daten zu den damit verbundenen Kosten. Luanda erneut auf Platz 1 Mit Zürich (drei), Genf (fünf) und Bern (neun) zählen gleich drei Schweizer Städte zu den teuersten Zehn. Komplettiert werden die Top-Ten von Hongkong (zwei), Singapur (vier), Shanghai (sechs), Peking (sieben), Seoul (acht) und N’Dja- mena (zehn). Die weltweit günstigste Stadt im Ranking ist Bischkek in Kir- gisistan. Schwacher Euro führt zum Abstieg im Ranking Bei westeuropäischen Städten zeigt sich infolge von Wäh- rungsverlusten gegenüber dem US-Dollar tendenziell ein Ab- stieg im Ranking. München (87) ist um 32 Plätze gefallen, Frankfurt (98) um 39 und Berlin (106) um 38 Plätze. Düssel- dorf rutscht von 73 auf 114, Hamburg von 76 auf 124. Es folgen Stuttgart (139) und Nürnberg (169), die damit um 48 bzw. 40 Plätze fallen. Die günstigste deutsche Stadt Leipzig rutscht von Rang 141 auf 172. Der Währungseffekt zeigt sich allerdings auch in anderen Ländern. So sind beispielsweise Moskau (50) und St. Peters- burg (152) um 41 beziehungsweise 117 Plätze aufgrund des starken Wertverlustes des Rubels gefallen. Hinzu kommt, dass aktuell die Ölpreise einen Tiefstand erreicht haben. Über die Studie Die alljährlich durchgeführte Studie hat 2015 die Preise für über 200 Produkte und Dienstleistungen, darunter zum Bei- spiel Kosten für die Unterkunft, öffentliche Verkehrsmittel sowie Haushaltswaren, Lebensmittel, Kleidung und Freizeit- angebote in 207 Städten auf fünf Kontinenten miteinander verglichen. Gerade für multinationale Unternehmen und Re- gierungen auf der ganzen Welt bieten die Studienergebnisse eine gute Grundlage für die Festlegung der Vergütungszula- gen zum Ausgleich von Lebenshaltungskosten für entsandte Mitarbeiter. EXPATRIATES SCHWEIZ, AFRIKA, ASIEN: HIER IST ES AM TEUERSTEN
  11. 11. 11 Sie waren bereits einmal beruflich für längere Zeit im Ausland und wissen wie es ist, wenn man nach Hause kommt und alles wieder beim Alten ist – oder eben auch nicht. Dann suchen wir genau Sie als Interviewpart- nerin beziehungsweise -partner. Details zur Befragung Rebecca Hartung studiert Interkulturel- les Management und Kommunikation und schreibt derzeit ihre Bachelorarbeit an der Karlshochschule International University in Karlsruhe. Ihr Thema ist die Reintegration deutscher Expatriates nach einem mindestens einjährigen Auslandseinsatz. Auf die Idee zu diesem Thema kam Hartung während ihres Praxisseme- sters, das sie im internationalen Perso- nalwesen absolvierte. Hier beobachtete sie, dass Expatriates nach ihrer Rück- kehr nach Deutschland mit unter- schiedlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Diese Tatsache weckte ihr Interesse, die Problematiken von Rückkehrern zu erforschen und Lö- sungsvorschläge zu generieren. Da Hartung selbst sehr auslandsaffin ist und auch schon zwei längere Aus- landsaufenthalte in Australien und Chile verbracht hat, fragte sie sich, ob unterschiedliche Generationen mögli- cherweise auch andere Probleme bei der Reintegration haben. Sie entschied sich, diesen Aspekt in ihre Thesis zu integrieren und unter- sucht daher die Unterschiede der Rein- tegrationsproblematiken bei Expats der Generation X (älter als 35 Jahre) sowie Y (jünger als 35 Jahre). Ziel ist es, her- auszufinden, ob und inwiefern Maß- nahmen und Modelle zur Reintegration der Generation Y angepasst werden müssen. Für die Analyse werden Interviewpart- ner gesucht, die bereit sind, über Er- fahrungen ihres Auslandseinsatzes und der Rückkehr nach Deutschland zu be- richten. Das Interview soll per Telefon oder Skype in der ersten Augustwoche 2015 durchgeführt werden. Selbstver- ständlich werden jegliche Namen an- onymisiert. EXPATRIATES REINTEGRATION VON EXPATS – INTERVIEWPARTNER GESUCHT INFO Wenn Sie also ein deutscher Expa- triate sind (mit mindestens einem Jahr durchgängigen beruflichen Auslandsaufenthalt) und entweder vor 1980 oder auch nach 1980 ge- boren sind sowie Interesse an dieser Thematik haben, kontaktieren Sie Rebecca Hartung unter rhartung@karlshochschule.de, um einen Interviewtermin zu vereinba- ren (nach Möglichkeit zwischen dem 01.08. und 08.08.2015). Die Arbeit wird nicht in Kooperation mit einem Unternehmen geschrieben, wodurch Hartung auf den Kontakt zu persön- lichen Interviewpartnern angewie- sen ist. Rebecca Hartung: rhartung@karls- hochschule.de © Ainoa - Fotolia.com
  12. 12. © Pixel - Fotolia.com Die schweizerische Regionalfluglinie SkyWork Airlines bie- tet seit dem 19. Juli dieses Jahres eine neue Flugverbin- dung vom EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg zum London City Airport. Die Maschine startet werktäglich um 17.20 Uhr in Basel und landet um 17.40 Uhr in der Metropole an der Themse. Nach einem 30-minütigem Aufenthalt hebt der Flieger um 18.10 Uhr für den Rückflug ab, mit Ankunft am EuroAirport um 20.35 Uhr. (Alle Zeiten sind Lokalzeiten.) Damit schließt SkyWork die Lücke, die SWISS mit dem Rück- zug von EuroAirport anfang Ende Mai dieses Jahres hinterlas- sen hat. 12 SALZBURGER FLUGHAFEN AVIOR AIRLINES Der Salzburger Flug- hafen hat nach zweieinhalb Monaten Bauzeit seine erste Busi- ness Lounge eröffnet. Seit dem 8. Juli dieses Jahres ist die Lounge offi- ziell in Betrieb und er- möglicht auf einer Fläche von 80 Quadratmetern bis zu 25 Business-Rei- senden die Wartezeit zu überbrücken. Neben einer Auswahl an unterschiedlichen Spei- sen und Getränken ist die Business Lounge mit zwei Computer-Arbeitsti- schen, einem Fernseher mit aktuellen Tagesnach- richten sowie kostenlo- sem WLAN ausgestattet. Als erste Vetragspartner konnten British Airways und Turkish Airlines ge- wonnen werden, die für ihre Business Class Passa- giere und Statuskunden die Räumlichkeiten nut- zen werden. In finaler Ausarbeitung befinden sich die Nutzungspro- gramme mit Austrian Air- lines, Lufthansa und Air Berlin. Die venezolanische Fluggesellschaft Avior Airlines möchte ihr Strek- kennetzt ausbauen. Bis Ende des Jah- res startet die Airline eine neue Flugverbindung ins argentinische Bue- nos Aires. Nächstes Jahr sollen weitere Verbindungen nach Spanien und Italien folgen. Im Rahmen von Flottenerneuerungen möchte die Airline 12 neue Flugzeuge anschaffen. Mit den neuen Maschinen und dem Ausbau des Streckennetzes soll die Anzahl der Mitarbeiter auf rund 2.500 verdoppelt werden. Medienberichten zufolge plant Avior Airlines zudem ein neues Finanzie- rungskonzept einzuführen. Dies soll Kunden der Airline ermöglichen, ihr Flugticket in Raten zu zahlen. AIRLINES SKYWORK AIRLINES © dutchpilot22 - Fotolia.com © Alex White - Fotolia.com
  13. 13. Die größte japanische Fluggesellschaft weitet erneut ihr internationales Streckennetzt aus und fliegt ab dem 11. Dezember die- ses Jahres von Tokio nach Sydney. Diese neue Direkt- verbindung ist damit bereit die vierte neue Destination des japanischen Star-Alli- ance-Mitglieds in diesem Jahr. Bereits seit dem 12. Juni dieses Jahres hatte die Air- line erstmals Flüge zwischen von Tokio ins US-amerikani- sche Houston aufgenom- men. Als weitere Ziele werden ab dem 1. Septem- ber Kuala Lumpur und ab dem 25. Oktober Brüssel angeflogen. Auf der Route zwischen dem Flughafen Tokio-Ha- neda und Sydney kommt eine Boeing 787-9 – die neuen Langversion des Dreamliners – zum Einsatz. Sie bietet insgesamt 215 Reisenden in drei unter- schiedlichen Reiseklassen Platz: 48 in der Business Class, 21 in der Premium Economy und 146 in der Economy Class. Die Boeing mit der Flug- nummer NH879 startet täg- lich um 22.10 Uhr Lokalzeit in Richtung Australien. Zu- rück nach Japan geht es je- weils um 21.30 Uhr Ortszeit unter der Flugnummer NH880. 13 ALL NIPPON AIRWAYS (ANA)SWISS INTERNATIONAL AIR LINES AIRLINES Die Schweizer Nationala- irline hat für Europa- flüge ein neues Tarifsystem eingeführt, das Fluggästen mehr Flexibilität und Aus- wahlmöglichkeiten bietet. Passagiere der Lufthansa- Tochter können bereits seit dem 23. Juni dieses Jahres zwischen drei neuen Eco- nomy Tarifen und einem Business Class Tarif wählen. Alle vier Tarife umfassen standardmäßig die Kosten für den Flug, ein Handge- päckstück, Getränke sowie für einen Snack. Ebenso sind enthalten die Sitzplatz- vergabe beim Check-in ab 23 Stunden vor Abflug sowie Prämien- und Status- meilen Der neue Economy Light Tarif ist die günstig Wahl. Er eignet sich besonders für Reisende, die nur mit Hand- gepäck reisen und keine Ticketflexibilität benötigen. Gegen eine Gebühr kann sowohl ein Gepäckstück (ab 18 Euro) als auch ein Sitz- platz (ab 11,50 Euro) dazu gebucht werden. Beim neuen Economy Clas- sic Tarif sind das Aufgabege- päck und der Sitzplatz bereits im Preis inbegriffen. Wer allerdings besondere Sitzplätze – wie etwa im vorderen Bereich der Kabine – buchen möchte, zahlt in diesem Tarif eine Extra-Ge- bühr. Mit dem neuen Economy Flex Tarif richtet sich die Air- line vor allem an Geschäfts- reisende, die volle Flexibilität in ihrer Reiseplanung benö- tigen. Neben einer kosten- freien Sitzplatzreservierung in der bevorzugten Zone kann in diesem Tarif ohne zusätzliche Gebühr umge- bucht werden. Neben den drei Economy Tarifen gibt es weiterhin einen Business Class Tarif. Dieser enthält freien Lounge-Zugang, eine er- höhte Freigepäckgrenze, ko- stenlose Sitzplatzreser- vierung inklusive freiem Ne- bensitz, Priority Boarding sowie volle Flexibilität beim Umbuchen und Erstattung des gesamten Ticketpreises im Falle einer Stornierung. Die neuen Tarifoptionen hat die Airline als gemeinsames Konzept mit Lufthansa und Austrian Airlines innerhalb der Lufthansa-Gruppe ein- geführt. Bei Lufthansa sowie Austrian Airlines erfolgt der Verkaufstart ebenso noch diesen Sommer. © Mariusz Prusaczyk - Fotolia.com © bymandesigns - Fotolia.com
  14. 14. 14 VERMISCHTES DEUTSCHE IM STRANDURLAUB: EIN PAAR FAKTEN Wenn die Deutschen ihr Alltagsoutfit gegen Badehose und Bikini tauschen, legen sie gern auch mal alle Hemmungen ab – das legt zumindest eine aktuelle Studie von lastminute.de nahe. Befragt wurden insgesamt 6.000 Er- wachsene in fünf Ländern, 1.000 davon in Deutschland. Demnach hatte fast jeder Vierte (24 Prozent) schon einmal einen anregenden Flirt oder ein heißes Stelldichein am Strand gehabt. In Sachen Strandromanze landet Deutschland damit hinter den Spaniern, die mit 28 Prozent einer Liebelei im Urlaub frönten. Gefolgt werden die Deutschen in punkto Strandflirts von den drittplatzierten Italienern (23 Prozent). Nicht ganz so kontaktfreudig sind hingegen die Franzosen (17 Prozent) und Briten, die mit gerade mal zwölf Prozent auf dem letzten Platz landen. Geturtelt wird hierzulande üb- rigens am liebsten mit Landsleuten (11 Prozent), aber auch amerikanische Bekanntschaften (fünf Prozent), oder gar schwedische und italienische Strandnachbarn (jeweils vier Prozent) lassen das Herz der deutschen Urlauber etwas höher schlagen. Offenherzig sind deutsche Beachboys und Strandschönhei- ten auch bei der Kleiderwahl. Mit 22 Prozent ist Deutschland absoluter Europa-Spitzenreiter, wenn es ums Sonnenbaden „oben ohne“ geht. Lediglich Spanien kann mit 19 Prozent noch mithalten. Die Engländer klettern mit gerade einmal 13 Prozent auf Platz Drei. In Frankreich zeigt sich nur jeder Zehnte so hüllenlos am Strand und Italien ist mit mageren sieben Prozent doch eher verschlossen, was die Strandbeklei- dung betrifft. Nationenübergreifend übrigens absolutes No Go am Beach sind die High Heels. “Life is beach“, denn der deutsche Urlauber verbringt tat- sächlich mehr als ein Drittel seines Urlaubes am Strand (36 Prozent). Doch wehe, diese Idylle aus Meeresrauschen und Sonnenschein wird gestört: Allzu laute Musik, Zigaretten- qualm oder aufdringliche Händler, die das Nickerchen oder einen Flirt stören, sind nur einige der Gründe, die deutsche Urlauber schnell mal vom Badetuch auf die nächstgelegene Palme bringen. Sind die Gemüter erst einmal erhitzt, greift dann so manch deutscher Urlauber durchaus zu drastischen Maßnahmen: Zu wenig aufgestellte Liegen für zu viele Gäste eines Hotels be- flügelten einen Befragten hierzulande nämlich dazu, seine Badetücher kurzerhand mit einem Fahrradschloss an der Liege zu befestigen, um sich so seinen „Platz an der Sonne“ zu sichern. „STROMDIEBE“ IM URLAUB Während viele Deutsche im Urlaub am Strand liegen oder über Berge klettern, verbrauchen ihre Haushalts- geräte und die Unterhaltungselektronik zu Hause weiter un- bemerkt Strom. Dieser Stand-by-Verbrauch kostet nach Schätzungen des Umweltbundesamtes jeden Haushalt im Schnitt 100 Euro pro Jahr. Deutschlandweit liegen die Kosten bei vier Milliarden Euro. Auf der Online-Plattform energie- sparkonto.de kann jeder Verbraucher herausfinden, ob die eigenen Stand-by-Verluste zu hoch sind. Dafür müssen ledig- lich zwei Stromzählerstände in das Konto eintragen werden: einer vor und einer nach dem Urlaub. Wenn der Verbrauch während der Abwesenheit bei mehr als einer Kilowattstunde pro Tag liegt, sind wahrscheinlich „Stromdiebe“ am Werk. Der Dauerstromverbrauch eines Haushalts setzt sich aus zwei Der Dauerstromverbrauch setzt sich aus zwei Teilen zusam- men: dem Verbrauch von Geräten, die permanent einge- schaltet sind (zum Beispiel Kühl- oder Gefrierschrank) und dem Stand-by-Verbrauch von Geräten wie Stereoanlage und Router, die nicht komplett vom Netz getrennt sind. Um Stand-by-Verluste zu vermeiden, sollten Elektronikgeräte nach der Nutzung vollständig vom Netz getrennt werden. Ein Computer, der ausgeschaltet ist, oder ein Handy-Ladeka- bel, an dem kein Telefon steckt, verbrauchen weiter Strom, wenn sie mit dem Netz verbunden sind. Dies gilt auch für andere Geräte wie Fernseher, Waschmaschine, Spülma- schine, Wäschetrockner oder Mikrowelle. Die Lösung: entweder den Stecker ziehen oder abschaltbare Steckdosenleisten verwenden. Welche Haushaltsgeräte für den erhöhten Verbrauch verantwortlich sind, finden Verbrau- cher am besten mit Strommessgeräten heraus. Diese sind ab 10 Euro im Handel erhältlich und können bei vielen Energie- versorgern sowie Verbraucherzentralen kostenlos ausgelie- hen werden. © electriceye - Fotolia.com
  15. 15. 15 GESUNDHEIT ZUCKER-DRINKS VERURSACHEN 184.000 TOTE PRO JAHR Zuckerhaltige Getränke sind weltweit gesehen die Ursa- che für 184.000 Todesfälle pro Jahr. Alleine in den USA fallen jährlich rund 25.000 Menschen den süßen Versuchun- gen zum Opfer. Mit diesen erschreckenden Ergebnissen sorgt derzeit eine Studie der Friedman School of Nutrition Science and Policy der Tufts University in Massachusetts für Aufse- hen. Demnach können zuckerhaltige Getränke wie Limona- den, Fruchtsäfte, Eistees oder Energy-Drinks in einem Jahr annähernd gleichviel Tote verursachen wie die Grippe. Spit- zenreiter in der Negativ-Statistik der größten betroffenen Zuckerkonsumenten sind Lateinamerika und die Karibik. Langzeitstudien notwendig “Die Angewohnheit, täglich ein mit Zucker gesüßtes Getränk zu sich zu nehmen, kann das Risiko einer nicht- alkoholischen Fettlebererkrankung deutlich erhöhen”, erklärt Studienautor Jiantao Ma von der Friedman School. Derartige Drinks seien eine der Hauptnahrungs- quellen für Fruktose, jener Zuckerart, die dafür bekannt ist, die Gefahr von sogenannter NAFLD (nonalcoholic fatty liver disease) zu verstärken. Der Grund hierfür liegt in der spezifischen Art und Weise, wie dieser Stoff im menschlichen Körper verarbeitet wird. “Bislang gibt es nur sehr wenige Untersuchungen, die auf den Zusammenhang von zuckerhaltigen Ge- tränken und NAFLD eingehen”, betont Ma. Dem Forscher zufolge sind allerdings noch genaue Langzeitstudien nötig, um die längerfristigen Fol- gen auf die Entwicklung dieser Krankheit zu bele- gen. “Diese Studien sind notwendig, um Veränderungen im Getränkekonsum über einen längeren Zeitraum zu erfassen”, ergänzt Co-Au- torin Nicola McKeown. Doch auch wenn es noch viel zu erforschen gibt, steht bereits eines fest: “Zuckerhaltige Drinks enthalten leere Kalorien. Die Menschen sollten daher besonders gut auf- passen, wie viel sie davon trinken”, so McKeown. 50 Länder der Welt betroffen Ausgangsbasis für die Studienergebnisse ist das komplexe statistische Datenmaterial zu den län- derspezifischen Nahrungsgewohnheiten und To- desursachen in mehr als 50 verschiedenen Staaten der Welt. Als “zuckerhaltig” wurden dabei Ge- tränke definiert, die sowohl mit Rohr- oder Rüben- zucker als auch mit High-Fructose-Kornsirup aufgesüßt werden. “Unter den 20 Ländern, in denen aufgrund von übermäßigem Zuckerkonsum in Getränkeform am meisten Menschen ihr Leben lassen, finden sich acht aus Lateinamerika und der Karibik”, betonen die Forscher. Spitzenreiter ist Mexiko, wo mehr als zehn Prozent der Bevöl- kerung an Diabetes leiden. Dort sollen laut der Studie ge- schätzte 30 Prozent der Todesfälle von Personen unter 45 Jahren auf zuckerhaltige Getränke zurückzuführen sein. Dem gegenüber stehen Länder wie Japan, wo beispielsweise un- gezuckerte Tees traditionell sehr beliebt sind. “Dort sind ent- sprechend verursachte Todesfälle völlig zu vernachlässigen”, heißt es in den Untersuchungsresultaten. Quelle: pressetext.com © stevecuk - Fotolia.com
  16. 16. 16 GESUNDHEIT NOTDURFT IM FREIEN SCHADET SCHWANGER- SCHAFT Schwangere Frauen, die zuhause über keine eigene Toi- lette verfügen und ihre Notdurft deshalb einfach im Freien verrichten müssen, weisen eine höhere Wahrschein- lichkeit für Frühgeburten auf. Gleichzeitig steigt dadurch auch die Gefahr, dass das Neugeborene mit einem zu gerin- gen Körpergewicht auf die Welt kommt. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie von Wissenschaftlern des University of Nebraska Medical Center (UNMC), der London School of Hygiene and Tropical Medicine und der University of Iowa, in der die Daten von insgesamt 670 indischen Frauen ausgewertet worden sind. "Die Analyse unserer Daten zeigt sehr eindeutig, dass es un- gemein wichtig ist, für ausreichende sanitäre Versorgung während einer Schwangerschaft zu sorgen", zitiert "BBC News" den Co-Studienautor und UNMC-Mitarbeiter Pinaki Panigrahi. Die Bereitstellung eines WCs in den eigenen vier Wänden würde das Problem aber noch nicht lösen können. "Der Zugang zu einer Toilette allein bedeutet nicht automa- tisch, dass sich die negativen Konsequenzen, die auf das Neugeborene zukommen, reduzieren. Die Menschen müssen diese Toilette nutzen", betont der Experte. Halbe Milliarde Menschen in Indien betroffen Wie die Forscher unter Verweis auf aktuelle Zahlen der Welt- gesundheitsorganisation WHO betonen, gehen in Indien zur- zeit immer noch mehr als eine halbe Mrd. Menschen ihrem Geschäft im Freien nach. Von den im Rahmen der Studie be- fragten schwangeren Inderinnen geben rund 60 Prozent an, dass sie keinerlei Zugang zu einer Toilette haben. Von den restlichen 40 Prozent, die sehr wohl über ein "stilles Ört- chen" verfügen, berichtet über die Hälfte, dieses nur selten oder gar nicht zu benützen. "Unseren Berechnungen zufolge ergibt sich für betroffene Frauen, die Zugang zu einem WC haben aber dieses nur äu- ßerst selten nutzen, eine um das Siebenfache höhere Wahr- scheinlichkeit, dass das Neugeborene dadurch beeinträchtigt wird als bei Frauen, die täglich die Möglichkeit wahrnehmen, auf eine Toilette zu gehen", fasst Panigrahi zusammen. Fehlende Toilette ist nicht der einzige Risikofaktor Doch auch bei einigen der schwangeren Inderinnen, die re- gelmäßig auf ein WC gehen, haben die Wissenschaftler Pro- bleme wie Frühgeburten oder ein unterentwickeltes Gewicht festgestellt. "Das könnte auf eine Reihe anderer Faktoren zu- rückgehen", schlussfolgern die Experten. Als Beispiel hierfür werden unter anderem generell schlechte Lebensbedingun- gen, Armut oder ein niedriger Bildungsgrad angeführt. "Doch auch wenn diese Faktoren mit einberechnet werden, zeigt sich ein signifikanter Zusammenhang mit einem größe- ren Risiko von negativen Konsequenzen für die Neugebore- nen", betonen die Studienautoren. Quelle: www.pressetext.com © lapencia - Fotolia.com © sutichak - Fotolia.com
  17. 17. Wenn in Deutschland Studien über Kinderarmut und Neuigkeiten über Bildungsungleichheit die Medien- landschaft füllen, wird wieder klar: Bildung hat einen direk- ten Einfluss auf wirtschaftlichen Erfolg und Armutsbe- kämpfung. Dieses Phänomen macht auch nicht vor der Volksrepublik halt. Gerade die Reformen der letzten 30 Jahre im chinesischen Bildungssektor forcieren neue und alte Pro- bleme, wie Bildungsungleichheit, Arbeitslosigkeit und Fach- kräftemangel. Dabei hängen Bildungschancen und per- sönliche Ambitionen primär von einer Sache ab: der Her- kunft des Einzelnen und damit sowohl dem lokalen, als auch familiären Hintergrund. „Massenausbildung“ und Bildungsungleichheit in China Es sind Rekordzahlen, die die Volksrepublik in den vergangenen Jahren im Bereich der Hochschulabschlüsse vorzuwei- sen hat: seit 1999 steigt die Zahl der Studenten um durchschnitt- lich 11, 83 Prozent im Jahr. Das historische Hoch von 2013 mit 6,99 Millionen Absolventen wurde im vergangenen Jahr mit über 7 Millionen Abgän- gern noch getoppt. Bildungsre- formen wie die Umverteilung der Bildungsfinanzierung auf die Pro- vinz- und Landkreisebenen führen zu stärkeren Investitionen in Bildung in den entwickelten und reicheren östlichen und städti- schen Gegenden des Landes. Zugleich führt die stärkere fi- nanzielle Belastung der Familien etwa durch Studiengebühren dazu, dass diese „Massenausbildung“ pri- mär Kinder solcher Familien erreicht, die die zusätzliche fi- nanzielle Last zu tragen wissen. Bildungsungleichheit in China besteht daher primär zwischen urbanen und ländli- chen sowie zwischen den östlichen und westlichen Teilen des Landes. Dabei fällt den Kindern von Wanderarbeitern ein besonders hartes Los zu. Durch ihre Herkunft aus meist westlichen und weniger entwickelten Regionen sowie ihren niedrigen sozio- ökonomischen Status bleibt vielen Familien der Zugang zu höherer Bildung verwehrt. Ihre Registrierung als Landbewoh- ner hindert viele Arbeiter am Zugang zu prestige- und er- tragreicheren Positionen, die einen offiziellen städtischen Wohnsitz erfordern. Die nur bedingt Bildung erfordernden Arbeitsstellen, in die viele Wanderarbeiter gedrängt werden, und die dennoch vergleichsweise attraktiven Gehälter halten viele ihrer Kinder von dem Ziel der höheren Bildung ab. Doch auch wenn Interesse an höherer Bildung in den Familien vor- handen ist: die fehlenden Rücklagen zur Finanzierung eines Hochschulstudiums machen die Erfüllung dieses Traums für viele unerreichbar. Damit sinkt auch die Möglichkeit, einen der Stadtjugend ähnlichen Lohn zu erhalten. Die soziale Un- gleichheit wird so auf nachfolgende Generationen übertra- gen. Fachkräftemangel trotz hoher Absolventenzahlen in China Doch bedeutet dies noch lange nicht die sichere Karte zum Erfolg für die vielen Hochschulabsolventen aus den reicheren Gegenden und Familien des Landes. Mit einem Hoch der Zahl an Studienabgängern geht derzeit in China auch ein Hoch an Arbeitslosigkeit einher. Dies liegt vor allem an dem Interesse vieler, eine der wenigen Stellen in öffentlichen oder teilweise öffentlichen Bereichen zu erhalten, die mit hohen Gehältern und vielen Vorteilen locken. Auch der Finanzsektor zieht viele Stu- denten an und erzeugt dadurch ein Überangebot an Universi- tätsprogrammen und folglich an Abgängern im Finanzbe- reich. Das Interesse an einer Anstellung im stärker entwi- ckelten Osten des Landes zieht zudem Hochschulabsol- venten aus dem Westen des Landes ab und erzeugt ein Über- angebot in den östlichen Provin- zen. Dagegen erfährt der Handwerksbereich, der mit 30 Prozent der nationalen Arbeitsstellen die Basis der chinesischen Wirtschaft darstellt, seit 2011 einen Fachkräftemangel. Universitäten und Arbeitgeber arbeiten zu wenig zusammen, Qualitätsstandards und übergeordnete Organe zu deren Prüfung fehlen, die Qualität der Ausbildung in den westlichen und ärmeren Regionen ist gering. Doch genau hier hat sich in den letzten Jahren eine Chance zur chinesisch-deutschen Kooperation ergeben: immer häufiger entstehen Projekte zur Förderung eines dem deutschen ähn- lichen dualen Ausbildungssystems. So fördert insbesondere die Deutsche Gesellschaft für inter- nationale Zusammenarbeit (GIZ) den Aufbau von Ausbil- dungszentren nach deutschem Vorbild in China und die Ausbildung von Lehrkräften. Darüber hinaus bilden immer mehr deutsche Firmen vor Ort ihre chinesischen Mitarbeiter selbst aus. Dennoch: die Ausbildung bleibt primär von Schu- len und Familien finanziert und genießt dabei geringeres An- sehen als das offizielle Hochschulstudium. Bildungsungleichheit und Fachkräftemangel bleiben also weiterhin brisante Themen in China. Die Autorin: Maike Holzmüller schreibt für inter:culture:capital. Fragen zum Thema beantworten Ihnen gerne die Experten der China-Kommunikation (Tel.: +49 30 22 68 55 52). 17 WELTWEIT CHINAS BILDUNGSSYSTEM: BILDUNGSUNGLEICHHEIT UND FACHKRÄFTEMANGEL designed by freepick.com
  18. 18. 18 WELTWEIT Hotelzimmer, Restaurantbesuche und Eintrittskarten für Sehenswürdigkeiten – die Ausgaben während Urlaubs- reisen häufen sich schnell zu einer beachtlichen Summe. Damit die Reise auch bei schwächelndem Euro kein allzu teu- res Vergnügen wird, hat die ERV (Europäische Reiseversiche- rung) nützliche Tipps zusammengestellt. Welche Reiseländer sich in diesem Sommer für beson- ders lohnen Ein günstiges Urlaubsziel ist nach wie vor die Türkei. Ob- gleich der Wert der türkischen Lira in den vergangenen Mo- naten deutlich niedriger war, bekommen dort Touristen für einen Euro immer noch Waren im Wert von 1,55 Euro. Köfte – das Nationalgericht aus kleinen Hackfleischbällchen – oder süße Baklava schmecken so besonders gut. Noch mehr Kaufkraft als in der Türkei hat der Euro in Brasi- lien. Obwohl sich der brasilianische Real im Jahr der Fußball- WM 2014 von seinem stetigen Abstiegskurs ein wenig erholt hatte, bleibt er im Vergleich zum Euro auf einem Tiefstand. Für Freunde von Amazonas, Copacabana und Zuckerhut ist dies ein zusätzlicher Grund, den Langstreckenflug in das vielfältige südamerikanische Land auf sich zu neh- men. Besonders an den langen Sandstränden ge- nießen Touristen so für wenig Geld ausgezeichnete brasilianische Gerichte, eisge- kühlte Caipirinhas oder Fruchtwasser aus fri- schen grünen Kokosnüssen. Günstige Gelegenheit für Reisen nach Norwegen Für preisbewusste Reisende, die etwas kühlere Temperaturen bevor- zugen, rückt ein für gewöhnlich teures Land auf den Reiseradar: Norwegen. Das skan- dinavische Reiseziel ist zwar nach wie vor hochprei- sig und nicht unbedingt etwas für "Schnäppchenjäger" (für einen Euro erhalten Urlauber Waren im Wert von umge- rechnet nur 70 Cent). Allerdings ist die norwegische Krone gegenüber dem Euro im vergangenen Jahr deutlich gefallen und bietet damit allen Urlaubern, die schon länger den Nor- den Europas im Visier haben, eine günstige Gelegenheit, den Wunsch in die Tat umzusetzen. Innerhalb der Europäischen Union gibt es diesen Sommer ebenfalls Reiseziele, die das Portemonnaie schonen. So be- kommen Touristen in Portugal beispielsweise ein Drittel mehr für ihr Geld als zu Hause. Noch günstiger kommen sie aller- dings in Ungarn und Polen weg. Dort besitzt der Euro eine Kaufkraft von 1,76 Euro beziehungsweise 1,79 Euro. Eine Reise durch die ungarische Weinregion Tokaj oder ein Städte- trip in die polnische Kulturmetropole Krakau ist dadurch be- sonders reizvoll. USA teurer als Deutschland Doch es gibt auch Länder, die den Geldbeutel deutlich stär- ker strapazieren als noch vor ein paar Jahren. Die USA galten etwa lange Zeit als besonders günstiges Reiseziel. Im Mo- ment ist das Land "der unbegrenzten Möglichkeiten" aller- dings merklich teurer als Deutschland. Eine Reise über den großen Teich lohnt sich trotzdem. Zumindest für jene, die einer prognostizierten weiteren Verteuerung Glauben schen- ken und die Reise antreten möchten, bevor es noch kostspie- liger wird. Am meisten belastet jedoch ein Urlaub in der Schweiz die Reisekasse. Für einen Euro erhalten Reisende Waren im Wert von nur 57 Cent. Preisbewusste Liebhaber weißer Berggipfel, idyllischer Almwiesen und Schokolade üben sich daher in Geduld und hoffen auf eine Entspannung des Wechselkur- ses. Alle anderen Fans des "Heidi-Landes" halten während ihrer Reise wohl oder übel den Geldbeutel weit auf. MEHR FÜR DEN EURO – URLAUBSLÄNDER, DIE DEN GELDBEUTEL SCHONEN © Leonid Nyshko -Fotolia.com
  19. 19. 19 WELTWEIT Die chinesische Wirtschaft befindet sich weiterhin im Übergang zu einem ge- mäßigteren Wachstumsniveau. Wie die jüngste Geschäftsklima-Umfrage der Deut- schen Auslandshandelskammer (AHK) Greater China zeigt, passen die vor Ort akti- ven deutschen Unternehmen ihre Erwartun- gen an diese Entwicklung an. Die 439 Umfrageteilnehmer erwarten zwar, dass ihre Geschäfte im Reich der Mitte künf- tig langsamer wachsen werden, schätzen dabei aber die Entwicklung ihrer jeweiligen Industrie positiver ein als die der chinesi- schen Konjunktur insgesamt. Geschäftsziele für 2015 sollen erreicht werden Der Erhebung zufolge verzeichnet die Mehr- heit der Unternehmen weiterhin gesunde Zuwächse bei Umsatz und Gewinn; mehr als 50 Prozent gehen davon aus, ihre Geschäfts- ziele im Jahr 2015 zu erreichen. An ihren bestehenden Standorten haben die Betriebe etwas weniger investiert als im Vor- jahr, der Anteil der Unternehmen, die neue Standorte in China in den Blick nehmen, blieb allerdings stabil. Als positiv für das Investiti- onsklima werden neben dem Wachstum auch die angekündigten Wirtschaftsrefor- men gewertet – allerdings lässt die positive Erwartungshaltung des Vorjahres wegen der geringen Fortschritte hier mittlerweile nach. Fachkräftemangel ist größte Herausfor- derung Schwerpunkte deutscher Investitionen sind moderne Produktionsanlagen sowie For- schung & Entwicklung, insbesondere im Au- tomobil-, Maschinen- oder Chemiesektor. In Branchen mit niedrigen Löhnen und gerin- gem Qualifikationsniveau sind deutsche Be- triebe vergleichsweise weniger stark vertreten. Als größte Herausforderung nannten die Umfrageteilnehmer die Suche nach qualifi- ziertem Personal: 82,4 Prozent bewerten diesen Punkt als problematisch – das sind 8,3 Prozentpunkte mehr als 2014. Außer- dem machen den Unternehmen steigende Lohnkosten und die Bindung von qualifizier- ten Arbeitskräften zu schaffen. Korruption ist erstmals nicht mehr unter den zehn größ- ten Herausforderungen vertreten. Der komplette Bericht mit allen Details steht zum Download bereit auf der Website der AHK Greater China. Quelle: IHK Köln DEUTSCHE BETRIEBE STELLEN SICH AUF CHINAS NEUES TEMPO EIN AUCH AUF FOLGEN SIE UNS IMPRESSUM HERAUSGEBER: Bund der Auslands- Erwerbstätigen (BDAE) e.V. Kühnehöfe 3 22761 Hamburg Tel. +49-40-306874-0 WWW.BDAE.COM REDAKTION: Anne-Katrin Schulz (verantwortlich) akschulz@bdae.com Sanja Zivkovic LAYOUT: Esther Rudat COPYRIGHT: Die Beiträge im BDAE- Newsletter sind urheber- rechtlich geschützt und dürfen nicht ohne schrift- liche Genehmigung durch den Herausgeber repro- duziert werden. Die Beiträge des BDAE- Newsletters spiegeln die Meinung der Redaktion und nicht unbedingt die des BDAE wider.

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