1
LEBEN UND ARBEITEN IM
AUSLANDDEZEMBER 2014
X-MAS
Brasilien
© bluebay2014 - Fotolia.com
EXPATRIATES
VERMISCHTES
RECHTLICH...
2
INTERN
INTERVIEW
RECHTLICHES
EXPATRIATES
AIRLINES
VERMISCHTES
WELTWEIT
8 Studie: Wo Expats weltweit
am besten leben
11 D...
3
Der BDAE unterstützt
seit jeher Personen, die
aus den unterschiedlichsten
Gründen freiwillig ins Aus-
land gehen. Doch e...
4
BDAE: Sie haben Ihren Zivildienst in
einem christlichen Gemeindehaus nahe
der Stadt Nahariya im Norden von Is-
rael abso...
5
Hoscheid: Ja, darum habe ich mich sehr bemüht, wenn-
gleich das nicht immer von Beginn an so leicht war. Unter
den Gäste...
6
Chinas neues Sozialversicherungsgesetz ist mittlerweile
drei Jahre alt. Doch noch immer herrscht in einigen
Punkten Unkl...
7
RECHTLICHES
Kriterien für eine Ausnahmevereinbarung
1. Die Entsendedauer ist von Vornherein länger als 48 Mo-
nate gepla...
8
Ecuador ist die Top-Destination für Auslandseinsätze. Ex-
pats sind dort am glücklichsten und bekommen für ihr
Geld am m...
9
Jobzufriedenheit in Deutschland besonders hoch
Auch wenn (Nord-)Europäer es Expatriates in der Eingewöh-
nung nicht leic...
10
EXPATRIATES
In Kuwait sind Expats am unglücklichsten
Auch auf den Philippinen, in Vietnam und Indonesien sind
Expatriat...
11
EXPATRIATES
Fragen des Familienmanagements werden von den meis-
ten Unternehmen bislang nur stiefmütterlich behandelt –...
12
EXPATRIATES
Alternative Schule mit Fernunterricht
Insbesondere in entlegenen Regionen oder schwach entwik-
kelten Gebie...
Die abu-dhabische Fluggesellschaft Etihad Airways erhöht
ihren Service in der First, Business und Economy Class
und führt ...
Die schweizer Lufthansa-
Tochter Swiss wird
ihren Flugbetrieb in Basel
Ende Mai 2015 einstellen.
Die Airline begründet die...
NACHFRAGENACHBRANGEN
15
VERMISCHTES
IT-BERATER AUCH IM AUSLAND SEHR GEFRAGT
DEUTSCHLAND - INFORMATION TECHNOLOGY
ZEITRAUM
...
16
Branchenkennern zufolge sind deutsche IT-Berater aktuell
besonders in den arabischen Staaten – darunter vor allem
Dubai...
Über Weihnachten und zum Jahreswechsel zieht es etliche
Deutsche ins Ausland. Viele wollen dem vorweihnachtli-
chen Stress...
18
VERMISCHTES
Feiern Chinesen Weihnachten? In China wird zwar kein
religiöses Weihnachtsfest zelebriert, aber trotzdem la...
19
GESUNDHEIT
Das Geld soll die wirtschaftlichen
Auswirkungen abfedern, mehr Si-
cherheit herstellen und die langfristige
...
20
GESUNDHEIT
© beto_chagas - Fotolia.com
Manche Teenager weisen Verän-
derungen im Gehirn auf, nach-
dem sie eine Saison ...
21
WELTWEIT
Litauen führt zum 1. Ja-
nuar 2015 den Euro ein
und wird damit das 19. Mit-
glied der Währungsunion.
Künftig e...
22
IMPRESSUM
HERAUSGEBER:
Bund der Auslands-
Erwerbstätigen (BDAE)
e.V.
Kühnehöfe 3
22761 Hamburg
Tel. +49-40-306874-0
WWW...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" Dezember 2014

532 Aufrufe

Veröffentlicht am

Die Dezember-Ausgabe des BDAE-Newsletters "Leben und Arbeiten im Ausland" steht ganz im Zeichen von Weihnachten. So erfahren Interessierte beispielsweise, wo Sie kostenfrei unsere diesjährige Weihnachtsgeschichte "Das verschwundene Pfefferkuchenhaus" herunterladen können, wie man in China im Allgemeinen Weihnachten feiert und warum es sich lohnt, Weihnachten und Silvester in Brasilien zu verbringen. Und auch unser Interviewpartner Hendrik Hoscheid, der seinen Zivildienst in Israel verbracht hat, erinnert sich an sein erstes Weihnachten dort (Seite 4).

Auf insgesamt drei Seiten (ab Seite 8) hat sich die Newsletter-Redaktion diesmal mit der Studie „Wo Expats weltweit am besten leben“ befasst. In weiteren Beiträgen haben wir zudem recherchiert, wie ausländische Unternehmen drei Jahre nach Einführung der Sozialversicherungspflicht in China zurechtkommen, wie Auslandsentsandte die richtige Schule für ihre Kinder finden und was IT-Berater im Ausland verdienen können.

Aktuelle und ältere Newsletter-Ausgaben sowie das kostenlose Newsletter-Abo finden Interessierte unter http://www.bdae-ev.de/news/newsletter/.

Veröffentlicht in: Reisen
0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
532
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
3
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
1
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Newsletter "Leben und Arbeiten im Ausland" Dezember 2014

  1. 1. 1 LEBEN UND ARBEITEN IM AUSLANDDEZEMBER 2014 X-MAS Brasilien © bluebay2014 - Fotolia.com EXPATRIATES VERMISCHTES RECHTLICHES STUDIE: WO EXPATS WELTWEIT AM BESTEN LEBEN Ecuador macht Auslandsentsandte weltweit am glücklichsten. SOZIALVERSICHERUNG BEI ENTSENDUNGEN NACH CHINA Der Status Quo seit Einführung der Sozialversicherungspflicht. IT-BERATER SIND AUCH IM AUSLAND SEHR GEFRAGT Weas IT-Fachkräfte außerhalb Deutschlands verdienen.
  2. 2. 2 INTERN INTERVIEW RECHTLICHES EXPATRIATES AIRLINES VERMISCHTES WELTWEIT 8 Studie: Wo Expats weltweit am besten leben 11 Die richtige Schule für Expat- Kinder finden 15 IT-Berater auch im Ausland sehr gefragt 17 Weihnachten in Brasilien: Tipps für die Vorbereitung 18 Weihnachten in China: Kitsch, Kommerz und etwas Karneval 19 Malaria Todesfälle in den letzten zehn Jahren halbiert 19 EU zahlt weitere 61 Millionen Euro im Kampf gegen Ebola 20 American Football verändert das Gehirn 21 VAE: Bei Verstößen gegen das Fotografierverbot droht Gefängnisstrafe 21 Litauen führt Euro ein 22 Südkorea: Neue Fahrkarte erhältlich GESUNDHEIT 13 Germania 13 Airberlin 13 Etihad Airways 14 Emirates 14 Swiss International Air Lines 14 Flughafen Nürnberg 4 „Israel hat mich aufs Leben vorbereitet“ 3 BDAE unterstützt Kinder in Zentralafrika 3 Weihnachtsgrüße vom BDAE 3 Weihnachtsgeschichte „Das ver- schwundene Pfefferkuchenhaus“ EDITORIAL 6 Sozialversicherungsrecht bei Entsendungen nach China: Die aktuellen Fakten Liebe Leserin, Lieber Leser, die letzte Newsletter-Ausgabe des Jahres 2014 steht ganz im Zeichen von Weih- nachten. So erfahren Sie, wo Sie beispielsweise unsere diesjährige Weihnachtsge- schichte „Das verschwundene Pfefferkuchenhaus“ kostenlos herunterladen können, sie lesen, wie man in China im Allgemeinen Weihnachten feiert (Seite 18) und warum es sich lohnt, Weihnachten und Silvester in Brasilien zu verbringen (Seite 17). Und auch unser Interviewpartner Hendrik Hoscheid, der seinen Zivil- dienst in Israel verbracht hat, erinnert sich an sein erstes Weihnachten dort (Seite 4). Auf insgesamt drei Seiten (ab Seite 8) hat sich die Newsletter-Redaktion diesmal mit der Studie „Wo Expats weltweit am besten leben“ befasst. Hätten Sie gedacht, dass Auslandsentsandte in Ecuador am glücklichsten und in Kuwait am unglücklich- sten sind? Weniger überraschend ist wohl das Er- gebnis, dass Schweden das beste Familienleben ermöglicht. Auf den Philippinen sind wiederum besonders viele Expats mit einem Einheimischen verheiratet. In weiteren aktuell recherchierten Beiträgen erfahren Sie zudem, wie ausländische Unternehmen drei Jahre nach Einführung der Sozial- versicherungspflicht in China zurechtkommen (Seite 6) und wie Auslandsentsandte die richtige Schule für ihre Kinder finden. (Seite 11). Wir wünschen Ihnen ein friedliches und erholsames Weihnachtsfest, einen guten Rutsch in ein gesundes neues Jahr sowie viel Spaß bei der Lektüre des Newsletters. Und denken Sie immer daran: Der BDAE begleitet Sie mit Sicherheit ins Ausland! Herzlichst, Ihre Silvia Opitz
  3. 3. 3 Der BDAE unterstützt seit jeher Personen, die aus den unterschiedlichsten Gründen freiwillig ins Aus- land gehen. Doch es gibt nach wie vor Millionen von Menschen, die ihre Heimat unfreiwillig verlassen und als Flüchtlinge unter teils katas- trophalen Umständen leben müssen. Deshalb haben wir uns entschieden, auch in diesem Jahr wieder eine Geldsumme an die UNO- Flüchtlingshilfe zu spenden. Konkret finanzieren wir mit der Spende Lebensmittelra- tionen und Impfungen zum Schutz vor Masern und Polio speziell für Flüchtlingskinder in der Zentralafrikanischen Republik und im Südsudan. Dort zwingen blutige Kämpfe die Menschen zur Flucht. Aus beiden Ländern haben Hunderttausende be- reits in den Nachbarländern Zuflucht gesucht. Besonders die Jüngsten erreichen völlig erschöpft und krank die UNHCR-Lager. Allein in Ka- merun leidet fast die Hälfte von ihnen an Unterernäh- rung. Die UNHCR-Helfer kämpfen um das Überleben dieser hungernden Kinder. Mit dem von uns gespende- ten Geld erhalten die Kinder eine medizinische Untersu- chung. Zudem verteilen die Helfer therapeutische Auf- baunahrung, stocken die täglichen Lebensmittelratio- nen auf und tragen zur Ver- besserung der Hygiene bei. Darüber hinaus fließt ein Teil der Spende in Impfkampa- gnen zum Schutz vor Ma- sern und Polio. Der BDAE widmet seit 2009 das Weihnachts- kartenmotiv dem jährlichen UNESCO-Motto. 2014 stand das Jahr im Zeichen der Kris- tallografie: Die Lehre von der Kristallografie - also der Beschreibung der Struktur von Mineralien - hat eine fast 2.500-jährige Ge- schichte. Einer der wissen- schaftlichen Begründer der modernen Kristallografie, Max von Laue, erhielt vor genau 100 Jahren den No- belpreis für Physik, weil er beweisen konnte, dass Kri- stalle dreidimensional peri- odisch aufgebaut sind. Seitdem wurden weitere 22 Nobelpreise auf diesem Ge- biet verliehen. Die UNESCO hat dieses Jahr zum internationalen Jahr der Kristallografie ernannt, um darauf aufmerksam zu machen, dass diese Wissen- schaft grundlegend für unser Verständnis von der materiellen Beschaffenheit der Welt ist. Tatsächlich ist die Kristallografie unver- zichtbar für die Bewältigung von Krankheiten, denn sie hilft dabei, Protein- und Kleinstmolekülstrukturen zu identifizieren, die wiederum für die Entwicklung von Me- dikamenten wesentlich sind. Wir wünschen Ihnen ein fro- hes, friedliches und besinnli- ches Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Lieben! Die Weihnachtskarte kann hier heruntergeladen wer- den: https://www.bdae.com/de/d ownloads/Weihnachts- karte_2014.pdf Nachdem der fünfte und letzte Teil der BDAE-Weihnachtsgeschichte mit den Abenteuern des kleinen Max im Jahr 2013 erschienen war (hier finden Sie alle fünf Teile: https://www.bdae.com/de/downlo- ads/Weihnachtsgeschichte_2009_2013.pdf), hat der BDAE nun eine neue Weihnachtsge- schichte veröffentlicht, die über diesen Link kostenfrei abrufbar ist: https://www.bdae.com/de/downloads/Weih- nachtsgeschichte_2014.pdf Erzählt wird vom kleinen Niklas, der jedes Jahr im Advent mit seinem Vater ein Pfeffer- kuchenhaus backt. Doch in diesem Jahr verschwin- det es auf unerklärli- che Weise. ZAHL DES ist in den vergangenden Jahren die Zahl der Expa- triates gestiegen. (Quelle: ECA International) UM25% MONATS INTERN BDAE UNTERSTÜTZT KINDER IN ZENTRALAFRIKA WEIHNACHTSGRÜSSE VOM BDAE WEIHNACHTSGESCHICHTE „DAS VERSCHWUNDENE PFEFFERKUCHENHAUS“ © david19771 - Fotolia.com © IngridHS - Fotolia.com
  4. 4. 4 BDAE: Sie haben Ihren Zivildienst in einem christlichen Gemeindehaus nahe der Stadt Nahariya im Norden von Is- rael absolviert. Warum haben Sie sich für diese ungewöhnliche Austauscher- fahrung entschieden? Hoscheid: Mein Großvater hat Zeit seines Lebens viele Israelreisen ge- macht und oft davon berichtet. Seine Erzählungen von diesem Land haben mich neugierig gemacht. Ich bin christ- lich-evangelisch erzogen worden und deshalb war es mir wichtig, meinen Zivildienst in einer Organisation zu machen, der ich auch ideologisch nahestehe. Außerdem hat mich schon immer die deutsch-jüdische Geschichte interessiert. Bereits in der Schule habe ich mich viel damit beschäftigt und auch einige Konzentrationslager – zum Beispiel in Auschwitz und Buchenwald – besucht. Ich war gespannt da- rauf, das israelische Volk kennenzulernen. Und da ich insge- samt 13 Monate in Israel lebte, hatte ich auch die Chance, die jüdischen Feste und Traditionen kennenzulernen. BDAE: Was haben Sie während dieses Zivildienstes gemacht? Hoscheid: Ich habe Hausmeistertätigkeiten durchgeführt, also den Garten und die Au- ßenanlage gepflegt, Reparaturen im Haus und auf dem Dach vorgenommen und mich um alles Techni- sche gekümmert. Das Gemeindehaus beher- bergt Israelis, die sich beispielsweise keinen Urlaub leisten können oder in Krisengebieten wie dem Gazastreifen leben und einfach mal auftanken müssen. Viele von ihnen sind Ho- locaustüberlebende. Die Organisation heißt Zedakah und fi- nanziert sich ausschließlich aus Spendengeldern. Als Zivildienstleistender bekam ich ein kleines Taschengeld sowie freie Kost und Logis. BDAE: Wie haben Sie sich auf den Auslandsaufenthalt vor- bereitet? Hoscheid: Zum einen durch viele Gespräche mit meinem Großvater, der mir viel über die jüdische Kultur vermittelt hat und zum anderen durch einen zweimonatigen Vorberei- tungskurs im Stammhaus der Organisation in Baden-Würt- temberg. Dort war ich mit anderen deutschen Jugendlichen gewissermaßen zum Probearbeiten vor Ort. Dieser Aufent- halt war auch eine Art Testphase, während der wir dahinge- hend beobachtet wurden, ob wir wirklich für diesen ehrenamtlichen Auslandseinsatz geeignet sind. Natürlich wollen die Organisationen keine Spendengelder verschwen- den und schauen, ob die Kandidaten offen für andere Kultu- ren sind. Es ist niemandem geholfen, wenn jemand nach kurzer Zeit im Aus- land das Handtuch wirft. BDAE: Was waren Ihre ersten Ein- drücke in Israel? Hoscheid: Als ich im Winter am Flug- hafen in Tel Aviv ankam, war es noch sehr warm, da habe ich schon ge- merkt, dass ich jetzt „woanders“ bin. Glücklicherweise war ich nicht allein, sondern reiste in einer Gruppe von vier Leuten, die ich bereits in der Vorbereitungsphase kennengelernt hatte. Wir traten dann gemeinsam die Reise vom Flughafen zum Gemeinde- haus an. Ich war von Anfang an total happy, in Israel zu sein und bin stets sehr nett aufgenommen worden. Im Gemein- dehaus habe ich mich superschnell integriert, was insofern einfach war, als dass die Strukturen sehr familiär sind. Alle haben sich gegenseitig geholfen und es herrschte nie Gleich- gültigkeit, somit sind auch schnell Freundschaften entstanden. BDAE: Haben Sie auch schnell Kontakt zu den israelischen Gästen aufgenommen? INTERVIEW „ISRAEL HAT MICH AUFS LEBEN VORBEREITET.“ Hendrik Hoscheid ging als 19-Jähri- ger nach Israel, um dort für mehr als ein Jahr gemeinnützig zu arbeiten. Wie diese Zeit seine Persönlichkeit ge- bildet hat und wie er mit jüdischen Holocaustüberlebenden umging, erzählt er im Interview. © Rafael Ben-Ari - Fotolia.com
  5. 5. 5 Hoscheid: Ja, darum habe ich mich sehr bemüht, wenn- gleich das nicht immer von Beginn an so leicht war. Unter den Gästen waren ja viele Holocaust-Überlebende, die bei- spielsweise im Warschauer Ghetto gelebt haben und die Konzentrationslager überlebten. Für die war der Kontakt zu den deutschen Helfern zunächst nicht gerade ungezwungen. Für viele ist das Deutsche noch heute angstbesetzt, auch wenn sie natürlich wissen, dass wir jungen Leute nichts für die Vergangenheit unserer Vorfahren können. BDAE: Wie sind Sie damit umgegangen? Hoscheid: Ich habe versucht, mich intensiv mit diesen Gäs- ten zu unterhalten. Beispielsweise haben wir über den christ- lichen Glauben gesprochen, denn viele der jüdischen Überlebenden sagten, Gott sei mit den Juden im KZ gestor- ben. Es war schön zu sehen, wie sie nach fünf bis sechs Tagen auftauten und Freude an den Gesprächen hatten und teilweise auch zu ihrem Glauben zurückfanden. Am Abreise- tag fiel es ihnen immer sehr schwer, zu gehen. Das war schon eine schöne Bestätigung. BDAE: Was ist aus Sicht der Israelis „typisch deutsch“ an Ihnen? Hoscheid: Eigentlich haben wir Deutschen versucht, mög- lichst nicht typisch Deutsch auszusehen und uns so zu ver- halten. Beispielsweise haben wir uns seltener rasiert und nach sechs Monaten gingen wir schon fast als Israelis durch. Allerdings fielen wir dann doch regelmäßig durch unsere Pünktlichkeit auf. Wenn beispielsweise eine Theatervorfüh- rung um 20:15 Uhr losgehen sollte, saßen wir punkt viertel nach Acht im Theater, während die Einheimischen erst eine halbe Stunde später eintrudelten, so dass das Programm schließlich um 21 Uhr begann. BDAE: Was haben Sie für sich persönlich aus dieser Aus- landserfahrung mitgenommen? Hoscheid: Ich bin noch offener geworden und glaube, dass ich inzwischen sehr gut mit anderen Kulturen umgehen kann. Vieles, was wohl auch als typisch Deutsch gilt, habe ich hinter mir gelassen. Ich bewerte und analysiere nicht mehr so schnell, sondern lasse Situationen erst mal auf mich wirken. Anstatt zu be- oder verurteilen, sage ich mir häufiger „Das ist dann so“. Für mich hat der Aufenthalt auch dazu beigetragen, erwachsen zu werden und zu wissen, dass ich auf eigenen Beinen stehen kann. Israel hat mich aufs Leben vorbereitet. Ich weiß jetzt, dass ich auch in schwierigen Si- tuationen einen kühlen Kopf bewahren kann. Diese insge- samt 13 Monate waren die bisher schönste Zeit meines Lebens. BDAE: Israel gilt aufgrund des Konflikts mit Palästina als ein Land mit hohem Krisenpotenzial. Wie haben Sie das emp- funden? Hoscheid: Es gab sicherlich unschöne Situationen. So sind wir als Gruppe einmal in einer von islamistischen Arabern be- wohnten Stadt von ein paar Leuten beschimpft und mit Stei- nen beworfen worden. Und in Jerusalem sieht man manchmal in einer engen Gasse einen verlassenen Rucksack stehen und in Windeseile wird das gesamte Gebiet abge- sperrt, weil sich in dem Rucksack eine Bombe befinden könnte. Trotzdem habe ich mich sehr sicher gefühlt. Das liegt zum Teil auch daran, dass öffentliche Plätze und Transport- mittel wie Bus und Bahn viel stärker bewacht werden als dies etwa in Deutschland der Fall ist. BDAE: Haben Sie auch Weihnachten im Kibbuz verbracht? Wenn ja, wie wurde dort gefeiert? Hoscheid: Das Weihnachtsfest unterschied sich gar nicht so sehr von dem zu Hause – abgesehen davon, dass es wär- mer war als in Deutschland. An Heiligabend haben wir den Weihnachtsgottesdienst besucht und an den ersten beiden Weihnachtsfeiertagen Ausflüge unternommen. Es gibt natür- lich keine klassischen Weihnachtsmärkte in Israel und auch die Dekoration fällt nicht ganz so üppig aus. Dennoch ist die Weihnachtszeit eine sehr schöne Phase, weil das Klima ange- nehmer als in den restlichen Monaten des Jahres ist. BDAE: Was machen Sie zurzeit? Hoscheid: Ich mache eine Ausbildung zum Hotelkauf- mann. Ich bin ein sehr offener Mensch und deshalb wollte ich gerne einen Beruf ergreifen, in dem ich neue Menschen kennenlerne. Nach der Ausbildung werde ich zunächst auf einem Kreuzfahrtschiff der AIDA Gruppe arbeiten und dann kann ich mir durchaus vorstellen, beispielsweise für die Leo- nardo-Hotelkette nach Israel zu gehen. INTERVIEW © NSfotogyrl - Fotolia.com
  6. 6. 6 Chinas neues Sozialversicherungsgesetz ist mittlerweile drei Jahre alt. Doch noch immer herrscht in einigen Punkten Unklarheit. Hinzu kommt, dass bislang nur jeder fünfte Expat in das Sozialversicherungssystem einzahlt. Am 15. Oktober 2011 wurde das neue Sozialversicherungs- gesetz in China umgesetzt. Seitdem sind alle deutschen Ex- pats in China grundsätzlich sozialversicherungspflichtig. Im Detail sind alle ausländischen Gäste betroffen, die sich auf der Grundlage von Arbeitserlaubnis, ausländischer Experten- erlaubnis, Dauerpressekarte für Ausländer oder dauerhafter Aufenthaltserlaubnis in der Volksrepublik aufhalten. Aus- drücklich von der Pflichtversicherung erfasst werden auch entsandte oder lokal angestellte ausländische Arbeitnehmer. Diese müssen seither in den Bereichen der gesetzlichen Kranken-, Arbeitslosen-, Renten- und Unfall- sowie Mutterschaftsversicherung angemeldet werden. Das entsendende Unternehmen muss alle Unterlagen zur Sozialversiche- rung bei der örtlich und sachlich zustän- digen Steuerbehörde durch Online-Anmeldung oder direktes Ein- reichen übermitteln. Anschließend – sofern alle Angaben vollständig sind – erhält der Expat eine Sozialversiche- rungskarte und Sozialversicherungs- nummer. Noch immer sind sich nicht alle deutschen Firmen, die Mitarbeiter nach China entsen- den, darüber im Klaren, welche Folgen ein Ver- stoß gegen die Sozialversicherungspflicht haben kann. Der Arbeitgeber (bei entsandten Expatriates ist es der lokale, in China niedergelassene Betrieb) ist verpflichtet, sei- nen ausländischen Mitarbeiter bereits innerhalb von 30 Tagen nachdem dieser die Arbeitserlaubnis erhalten hat, bei den chinesischen Sozialversicherungsbehörden zu melden. Parallel dazu müssen jene Ämter, die die Arbeitserlaubnis er- teilen, die Neuzugänge an die Sozialversicherungsträger mel- den. Firmen, die gegen die Anmeldepflicht verstoßen, müssen mit hohen Geldbußen und Nachzahlungen rechnen. Im schlimms- ten Fall werden Verstöße gegen die Sozialversicherungs- pflicht als Straftat geahndet. Betroffen sind dann in der Regel die Expats, denen neben der Entziehung der Arbeitser- laubnis Einreiseverbote drohen können. Die Beitragssätze va- riieren sehr stark zwischen den Provinzen in China und auch zwischen deren Städten. Deutschland hat Sozialversicherungs-Abkommen (SVA) mit China Die Versicherungspflicht vermeiden können bislang lediglich deutsche und koreanische Unternehmen. Mit beiden Län- dern hat China nämlich ein bilaterales Sozialversicherungsab- kommen (SVA) geschlossen. Wer dieses anwendet, kann sich jedoch lediglich von der Renten- und Arbeitslosenversi- cherung befreien lassen können. Für alle anderen Sozialversi- cherungszweige gilt das Abkommen nicht. Dort kann es tatsächlich zu Doppelversicherungen kommen. Die Befreiung von der Renten- und Arbeitslosenversicherung für nach China entsandte deutsche Arbeitnehmer ist allerdings auf 48 Monate begrenzt. Es besteht jedoch die Möglichkeit, auf maximal fünf Jahre zu verlängern und in begründeten Aus- nahmefällen für weitere drei Jahre eine Ausnahmeverein- barung zu erwirken. Ein entsprechender Antrag ist bei der lokal zuständigen Behörde zu stellen. Dafür muss die Personalabteilung das von der deutschen Krankenkasse ausgestellte Formular VRC/D101 innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Erhalt der Ar- beitserlaubnis stellen. Wird diese Frist versäumt, ist der Expat ab seinem er- sten Arbeitstag sozialversicherungs- pflichtig. Eine Rückerstattung der eingezahlten Beiträge oder eine rück- wirkende Befreiung der Sozialversiche- rungspflicht ist dann nicht mehr möglich. Wie bei allen Ausnahmevereinbarungen gilt auch für Entsendungen nach China, dass einige Kri- terien, wie zum Beispiel die arbeitsrechtliche Bindung an Deutschland und das im Voraus befristete Auslandsengage- ment, strikt eingehalten werden müssen. SOZIALVERSICHERUNGSRECHT BEI ENTSENDUNGEN NACH CHINA: DIE AKTUELLEN FAKTEN RECHTLICHES © valentint - Fotolia.com © gui yong nian - Fotolia.com
  7. 7. 7 RECHTLICHES Kriterien für eine Ausnahmevereinbarung 1. Die Entsendedauer ist von Vornherein länger als 48 Mo- nate geplant und 2. die Entsendung ist von Vornherein zeitlich befristet und 3. während der Beschäftigung des Arbeitnehmers besteht eine arbeitsrechtliche Bindung (zum Beispiel in Form eines ruhenden Arbeitsverhältnisses) zum Arbeitgeber in Deutschland fort und 4. Arbeitnehmer und Arbeitgeber stellen gemeinsam einen begründeten Antrag für den Verbleib des Arbeitnehmers in der deutschen Sozialversicherung. Nach wie vor kritisieren ausländische Unternehmen einige Punkte der Sozialversicherungspflicht für Expats in China. Laut den Anwälten von Dezan Shira & Associates müssen Unternehmen aufgrund der Beitragspflicht durchschnittlich rund 40 Prozent mehr auf das Expat-Gehalt raufschlagen. Hinzu kommt, dass selbst die zuständigen Ämter und Behör- den der Provinzen größtenteils nicht wissen, wie und wo sie die Sozialversicherungsbeiträge für die Expats verbuchen sol- len. Außerdem lassen die gesetzlichen Regelungen innerhalb der einzelnen Sozialversicherungsbereiche folgende Kritik- punkte und Fragen offen: Rentenversicherung: Um überhaupt einen Anspruch aus der chinesischen Renten- versicherung zu haben, müssen Expats mindestens fünf Jahre am Stück Beiträge einzahlen. Doch wer hat wirklich vor, so lange in China zu leben und zu arbeiten? Und wie kann ein Expat später die Rentenauszahlung beantragen? Wird er 100 Prozent des eingezahlten Beitrags erhalten? Wird eine Steuer auf die Rentensumme erhoben werden? Was geschieht mit der Rente nach dem Tod des Expats? Wer hat Anspruch auf diese? Krankenversicherung: Expats können nur die internationalen Bereiche der nationa- len und gesetzlichen Krankenhäuser nutzen, nicht aber die internationalen Kliniken. Unternehmen sollten deshalb zwin- gend für ihre Mitarbeiter eine weltweit gültige Auslands- krankenversicherung abschließen. Leistungen bei Mutterschaft: Ausländische Frauen dürfen anders als ihre chinesischen Ge- schlechtsgenossinnen mehr als ein Kind bekommen. Fraglich ist, ob sie dann auch die gleichen Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen können wie bei ihrem Erstgeborenen. Arbeitslosenversicherung: Grundsätzlich dürfen Ausländer nicht länger in China leben, sobald sie arbeitslos sind. Ist es ihnen nun zumindest für die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes erlaubt, in China zu bleiben? Das Portal http://german.china.org.cn schrieb kürzlich über einen offiziellen Bericht der chinesischen Regierung, in dem es heißt, dass der Versuch, ausländische Arbeitnehmer in der chinesischen Sozialversicherung mitzuversichern, bislang nicht sonderlich erfolgreich war. So seien aktuell nur rund 200.000 Expats in den verschiede- nen Versicherungsprogrammen für Ausländer versichert. Somit würden nur etwa 20 Prozent der ausländischen Ar- beitnehmer das Basispaket aus Renten-, Kranken-, Arbeitslo- sen- und Unfallversicherung in Anspruch nehmen. AUTOR Omer Dotou ist Leiter Unternehmensberatung In- ternationale Mitarbeiterentsendung bei der BDAE GRUPPE und auf Sozi- alversicherungsrecht bei Auslands- entsendungen spezialisiert. E-Mail: odotou@bdae.com © tashatuvango - Fotolia.com
  8. 8. 8 Ecuador ist die Top-Destination für Auslandseinsätze. Ex- pats sind dort am glücklichsten und bekommen für ihr Geld am meisten geboten. Gefolgt wird Ecuador von Luxem- burg, einem sehr guten Entsendeziel für karrierebewusste Expatriates: Karriereaussichten und Arbeitsplatzsicherheit sind dort sehr hoch. Deutschland landet in der Gesamtwer- tung auf Platz 12. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Expa- triate-Netzwerks InterNations, das dafür insgesamt 13.851 Personen in 169 Entsendeländern befragte. Der größte Rück- lauf kam dabei aus Deutschland, den USA und den VAE. Die Fragen bezogen sich insbesondere auf die Bereiche Lebens- qualität, Integration, Arbeitsleben, Familienleben und Finanzen. Europa und Hong Kong bieten beste Lebensqualität Europa und Hong Kong belegen in der Kategorie Lebensqua- lität die ersten fünf Plätze. Gefragt wurde nach der Zufrie- denheit mit Freizeitmöglichkeiten, der persönlichen Zufriedenheit, den Reise- und Transportmöglichkeiten sowie Gesundheit, Sicherheit & Wohlstand. In punkto Sicherheit ist die Schweiz klarer Sieger: 97% der Expatriates fühlen sich in der Alpenrepublik sicher, mehr als 90% bewerten die medizi- nische Versorgung positiv und auch die Infrastruktur wird ge- lobt. Weniger gut sieht es bezüglich der persönlichen Zufriedenheit aus. Dort schneiden Lateinamerika sowie Spa- nien deutlich besser ab. Deutschland landet in der Rubrik Le- bensqualität insgesamt auf Platz 5, allerdings sind die Befragten hierzulande weniger glücklich (Platz 53 von 61). Lateinamerika ermöglicht beste Integration von Expats Das persönliche Glück hängt offenbar auch davon ab, wie leicht es ist, sich im Gastland zu integrieren, denn auch in dieser Sache liegt Lateinamerika klar vorne. In Mexiko etwa fühlen sich 4 von 5 Expats wie zu Hause. Gefragt wurde nach der Willkommenskultur und Freundlichkeit im Gast- land, der Leichtigkeit Freunde zu finden sowie nach der All- tagsbewältigung im Gastland mit oder ohne Sprachkenntnisse. Die lateinamerikanischen Länder schnei- den insgesamt sehr gut ab, wenn es darum geht, Freund- schaften aufzubauen. Dort ist es auch besonders leicht, Kontakte zu Einheimischen zu knüpfen. Neben Lateiname- rika ist die Integration auch in Neuseeland, den USA und den Philippinen leicht, was nicht zuletzt auch darauf zurückzu- führen ist, dass Englisch Geschäfts- beziehungsweise Landes- sprache ist. Die Philippinen, einige lateinamerikanische Länder und Griechenland sind auch die Destinationen, wo Expatriates ihren Lebenspartner gefunden haben – nicht ver- wunderlich, wenn man in diesen Regionen doch leichter ins Gespräch kommt. Mit 66% sind die Philippinen der Ort, an dem die meisten in einer Beziehung lebenden Expatriates einheimische Partner haben. „Expat-Bubble“ im arabischen Raum Abgesehen von Spanien macht Europa es den Expatriates nicht leicht, sich in ihrer neuen Heimat einzugewöhnen. In Skandinavien sowie auf der arabischen Halbinsel ist es be- sonders schwierig, Freunde zu finden. Auf letzterer besteht der Freundeskreis hauptsächlich aus anderen Expatriates, die auf der Arbeit kennengelernt werden. Expatriates leben dort also stärker als anderswo auf der Welt in der sogenannten „Expat Bubble“. EXPATRIATES STUDIE: WO EXPATS WELTWEIT AM BESTEN LEBEN PLATZ.....LAND PLATZ.....LAND
  9. 9. 9 Jobzufriedenheit in Deutschland besonders hoch Auch wenn (Nord-)Europäer es Expatriates in der Eingewöh- nung nicht leicht machen: In Bezug auf die Zufriedenheit im Arbeitsleben sind Norwegen, Luxemburg und Deutschland Vorreiter. In der Kategorie Arbeitsplatzsicherheit belegen sie die ersten drei Plätze. In Norwegen ist auch die Balance zwi- schen Arbeits- und Privatleben besonders gut. In Luxemburg kommen vor allem karrierebewusste Expatriates auf ihre Kos- ten: 76% sind zufrieden mit ihren Karriereaussichten. In der Subkategorie Karriereaussichten haben es erstaunlicherweise Senegal und Nigeria unter die Top Drei geschafft. Auf den hinteren Plätzen finden sich Argentinien sowie Spa- nien, Italien, Portugal und Griechenland. Karriereaussichten sowie Arbeitsplatzsicherheit werden aufgrund der Nachwe- hen der Weltwirtschaftskrise eher schlecht bewertet. EXPATRIATES Schweden ermöglicht bestes Familienleben Das Wohlbefinden der Familie sowie Angebot, Kosten und Qualität der Bildung der Kinder wurden im Family Life Index abgefragt. Klarer Gewinner in der Rubrik Familienleben ist Schweden mit sehr guten Bildungsangeboten und geringen Kosten. In Dänemark fühlen sich Familien besonders wohl: 94% sind zufrieden mit der Gesundheit und der Sicherheit ihrer Kinder. 90% der Befragten halten Dänemark für ein kinderfreundliches Land. Obwohl auch Katar und Saudi-Ara- bien als kinderfreundliche Länder gelten, so sind sie doch was das Familienleben angeht weit abgeschlagen auf den letzten Rängen. Saudi-Arabien landet in den Kategorien Qualität der Bildung und Wohlbefinden der Familie auf dem letzten Platz. In Katar sind die Bildungsmöglichkeiten rar gesät und sehr teuer. In den VAE, Saudi Arabien und Katar werden Expatriates wohl auch deshalb am seltensten von ihren Familien begleitet. In Hong Kong sind die Kosten für Kinderbetreuung und Bildung am höchsten. Gute finanzielle Möglichkeiten in Ecuador In Ecuador bekommt man für sein Geld am meisten, so sind dort unter anderem die günstigsten Unterkünfte zu finden. 85% der Befragten sind mit ihrer finanziellen Situation vor Ort zufrieden, ein Drittel gar sehr zufrieden. Obwohl Expats in Nigeria mit ihrer finanziellen Situation gut leben können – in Nigeria arbeitet auch die größte Anzahl an Topverdienern – so sind die Lebenshaltungskosten in dem bevölkerungs- reichsten Land Afrikas am höchsten. „TOP JOB“-EXPAT KARRIERE-EXPATAUSLANDSENTSANDTER (EX-) STUDENT
  10. 10. 10 EXPATRIATES In Kuwait sind Expats am unglücklichsten Auch auf den Philippinen, in Vietnam und Indonesien sind Expatriates sehr zufrieden mit ihren monetären Lebensum- ständen. Dort lassen sich hauptsächlich Rentner nieder. In Zentralasien und dem mittleren Osten verzeichnen Expatria- tes einen deutlichen Anstieg ihres Einkommens im Vergleich zum Heimatland. In Luxemburg, Norwegen und Dänemark hingegen haben sie das Gefühl, weniger als das durch- schnittliche Einkommen vor Ort zu verdienen. Verlierer im Gesamtranking der Studie sind Griechenland, Saudi Arabien und Kuwait. Griechenland verliert durch schlechte Bewertungen in den Kategorien Arbeitsleben und Finanzen, Saudi-Arabien durch die schlechte Platzierung der Kategorie Lebensqualität. In Kuwait sind Expatriates am un- glücklichsten, wahrscheinlich auch deshalb, weil ihnen die Integration in dem Emirat besonders schwer gemacht wird. Grafiken: InterNations „AUF ZU NEUEN UFERN“-EXPAT FAMILIEN-EXPAT MITREISENDER EHEPARTNER ROMANTIKER „TRAUMZIEL“-EXPAT GLOBETROTTER
  11. 11. 11 EXPATRIATES Fragen des Familienmanagements werden von den meis- ten Unternehmen bislang nur stiefmütterlich behandelt – zu Unrecht. Dabei ist der Zusammenhang zwischen der Effi- zienz der Arbeit im Ausland und privater Harmonie in der Praxis greifbar und in der Theorie durch zahlreiche Studien belegt. Zeit und Geld sind wie so oft die treibenden Faktoren, die auch die Entsendepraxis der meisten international tätigen Unternehmen prägen – und immer steht von beidem zu wenig zur Verfügung. Zu oft fällt die Entscheidung für eine Entsendung kurzfristig, so dass die Zeit für die nötigsten An- träge und Formalitäten, die Vertragsgestaltung und für indi- viduelle Absprachen eng wird. Persönliche Bedürfnisse mit der begleitenden Familie zu besprechen, ist im engen Zeit- plan schlichtweg nicht mehr unterzubringen. Auslandsentsendungen scheitern, wenn die Familie sich nicht wohlfühlt Auslandseinsätze sind kostspielig. Insofern ist es nicht ver- wunderlich, dass 53 Prozent der Unternehmen die größte Herausforderung im Kostenmanagement der Entsendung sehen. Trotz der Kosten zahlt es sich doppelt aus, sich im Vorfeld der Entsendung insbesondere auf die Familien zu konzentrieren und familiäre Herausforderungen des zu ent- sendenden Mitarbeiters rechtzeitig anzusprechen. Dies bele- gen die Ergebnisse einschlägiger Studien wie beispielsweise der jährliche Brookfield Report „Global Relocation Trends“, „A Global Talent Mobility Study“ von Towers Watson oder auch „Trends in Global Relocation“ von der Cartus Coopera- tion. Nach aktuellen Erhebungen scheitern gut fünf Prozent aller Entsendungen, weitere sechs Prozent werden vorzeitig been- det. Die Kosten einer fehlgeschlagenen Entsendung belaufen sich etwa auf das Vierfache eines Jahresgehalts des betref- fenden Mitarbeiters. Daneben sind weitere Schäden durch ineffektive Arbeit vor Ort, verzögerte Arbeitsprozesse, ent- gangene Geschäftschancen oder zukünftig erschwerte Ge- schäftsbeziehungen ebenfalls einzubeziehen. Die größte Gefährdung der Entsendung liegt in allen kritischen Phasen in den familienbezogenen Themen. Mit 89 Prozent schlagen insbesondere die Bildungschancen der Kinder im Ausland zu Buche. Die Bildungslaufbahn der Kinder ist eine der wichtigsten Sor- gen der Eltern. Einige Relocation-Dienstleister vermitteln zwar Schulen vor Ort, die wenigsten können jedoch eine wirkliche Bildungsstrategie für die betroffenen Kinder anbieten. 141 deutsche Auslandsschulen in 72 Ländern Naheliegende Bildungsmöglichkeiten sind die deutschen Auslandsschulen. Aktuell gibt es 141 deutsche Schulen in 72 Ländern, zumeist in alteingesessenen Handelsmetropolen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Kind wird in seiner Muttersprache unterrichtet, das Curriculum richtet sich nach den Vorgaben der deutschen Kultusministerien, die Zeug- nisse werden in Deutschland anerkannt und somit ist eine Wiedereingliederung in das deutsche Schulsystem in der Regel problemlos möglich. Die Kosten des Schulbesuchs lie- gen etwa zwischen 4.000 und 12.000 Euro pro Schuljahr. Leider ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass im Einsatzort keine Deutsche Schule in zumutbarer Entfernung vorhanden ist. Internationale Schulen verlangen hohe Gebühren Die gängige Option im Rahmen von Entsendungen ist der Besuch einer internationalen Schule, derzeit 6.641 mit eng- lischsprachigem Unterricht weltweit. Diese Schulen bieten eine westliche Pädagogik und ein dem deutschen Standard vergleichbares Unterrichtsniveau, leiden jedoch chronisch an einer hohen Fluktuation der Schüler- und Lehrerschaft. Nicht selten trifft man dort die Kinder der Oberschicht des Gastlan- des an; manche dieser Schulen haben ihr internationales Ge- sicht mit bis zu 80 Prozent Einheimischer weitgehend ver- loren. Die Schulgebühren liegen üblicherweise im fünfstelli- gen Bereich und gehören damit zu einer der teuersten Op- tionen. Alternativ kann auch eine lokale Schule in Betracht gezogen werden, wenn deren Unterricht akzeptabel ist. Vor allem Kin- dern im Grundschulalter gelingt es dort leicht, einheimische Freunde zu finden und Kultur und Sprache des Gastlandes kennenzulernen. Dauerhafte Beziehungen sind dort wahr- scheinlicher als an internationalen oder deutschen Schulen. Es empfiehlt sich allerdings im Voraus genau zu prüfen, in- wieweit Curriculum und Schulethos deutschen Erwartungen entsprechen. DIE RICHTIGE SCHULE FÜR EXPAT-KINDER FINDEN © tashatuvango - Fotolia.com
  12. 12. 12 EXPATRIATES Alternative Schule mit Fernunterricht Insbesondere in entlegenen Regionen oder schwach entwik- kelten Gebieten sind geeignete Schulen oft nicht zu finden. Die Zentrale für Auslandsschulwesen empfiehlt Fernunter- richt als familienfreundliche und qualitativ hochwertige Bil- dungsalternative und verweist auf die Deutsche Fernschule (Vorschule bis Klasse 5) und das Institut für Lernsysteme (Klassen 5 bis Abitur). Beide Organisationen bieten einen staatlich zertifizierten Fernunterricht für alle Schulfächer an. Das Institut für Interkulturelles Management (IFIM) weist dar- auf hin, dass heimatbezogenes Wissen für eine spätere Rück- kehr in das deutsche Schulsystem oft vernachlässigt wird. Gemeint sind altersgerechte Kenntnisse der deutschen Ge- schichte, Politik oder Geographie. Auch bleibt die deutsche Sprache bei Kindern im Vor- und Grundschulalter nicht auto- matisch erhalten, wenn nur in der Familie Deutsch gespro- chen wird. Ein ausreichender Wortschatz und die Schriftsprache werden gar nicht erlernt oder verlieren sich nach wenigen Jahren, was bei der Rückkehr nach Deutsch- land zu Problemen führt. Deutsch als Schulfach kommt im Ausland oft zu kurz Der Deutschunterricht an internationalen Schulen oder in lo- kalen Vereinen ist nicht auf Muttersprachler ausgerichtet, daher ist es sinnvoll, das Fach Deutsch im Ausland über Fern- schulkurse abzudecken, die sich an den Vorgaben der Kul- tusministerien orientieren. So kann sichergestellt werden, dass sich die Kinder auf dem gleichen schulischen Niveau be- wegen wie ihre Alterskameraden in deutschen Schulen. Die Fähigkeit, ihrem Alter entsprechend in der deutschen Mutter- sprache sicher kommunizieren und sich auch schriftlich al- tersgerecht und fehlerfrei ausdrücken zu können, ist für eine gelungene Rückkehr in die deutsche Schule das Wichtigste. Fazit: Ein kluges Familienmanagement mag die Anfangsinves- tition eines Auslandseinsatzes geringfügig erhöhen, spart je- doch über die gesamte Laufzeit der Entsendung betrachtet bares Geld und stärkt zudem das Image und die Attraktivität des Unternehmens. AUTOR Georg A. Pflüger ist Geschäftsführer und Schulleiter der Deutschen Fernschule e.V.. E-Mail: pflueger@deutsche-fern- schule.de AUTORIN Ilonka Sposato ist verantwortlich für das Marketing der Deutschen Fernschule e.V.. E-Mail: sposato@deutsche-fern- schule.de © kgkarolina - Fotolia.com
  13. 13. Die abu-dhabische Fluggesellschaft Etihad Airways erhöht ihren Service in der First, Business und Economy Class und führt neue Inflight-Produkte und Verbesserungen für die Kabinen auf der Langstrecke und Ultra-Langstrecke ein. Für Gäste der Economy Class gibt es ab sofort ein Wohlfühl- paket, das Schlafmaske, Ohrstöpseln und Zahnbürste ent- hält. Neu ist ebenfalls ein Kissen, das speziell für nächtliche Langstreckenflüge und Ultra-Langstreckenflüge entwickelt wurde. Passagiere können dieses neue Kissen ganz einfach von einem normalen Kissen in eine Nackenrolle umwandeln. In der Business Class erhalten Reisende ab sofort auf Ultra- Langstreckenflügen vor der Nachtruhe eine zusätzliche Matratze, einen Pyjama aus Baumwolle und Hausschuhe. Daneben werden Bettdecke und ein großes Kis- sen bereitgestellt. Passagiere, die in der First Class reisen, erhalten ein persönli- ches Begrüßungsschreiben vom Cabin Service Manager und einen besonderen Empfangsservice, der ein Begrüßungsge- tränk, ein warmes Handtuch und traditionelle arabische Datteln umfasst. Ebenso wurde die Speiseauswahl für die First Class mo- dernisiert und vergrö- ßert. 13 GERMANIA AIRBERLIN Die deutsche Linien- und Charter- fluggesellschaft Germania hat mit Beginn des Sommerflugplans 2015 neben zusätzlichen Urlaubszielen einen neuen Abflughafen ins Programm auf- genommen. Ab Frühjahr nächsten Jah- res startet die Airline vom Flughafen Münster/Osnabrück zu elf Flugzielen. Neben Hurghada, das bereits mit Start des Winterflugplans 2014/2015 im Programm ist, stehen Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa, Mallorca, Ibiza, Korfu, Kos, Kreta, Rhodos und Antalya im Flugplan. Alle Destinationen werden einmal wöchentlich angeflo- gen mit Ausnahme von den Verbindun- gen nach Antalya und Mallorca. Diese werden mehrfach pro Woche bedient. Daneben startet ab März nächsten Jah- res immer zweimal wöchentlich vom Hamburger Flughafen und einmal pro Woche ab Karlsruhe/Baden-Baden eine Maschine nach Tel Aviv in Israel. Komplett neu im Flugplan ist ab Früh- jahr kommenden Jahres das Ziel Pa- phos auf Zypern, das zweimal die Woche ab Düsseldorf sowie einmal wöchentlich ab Berlin, Bremen, Erfurt- Weimar und Hamburg im Angebot ist. Von München fliegt Germania zudem Larncana an, den zweiten wichtigen Flughafen auf Zypern. Ebenfalls werden Ziele auf den griechi- schen Inseln angeflogen. Ab Hamburg stehen Rhodos, Santorin und Zakyn- thos im Flugplan. Von Bremen geht es nach Korfu und Kreta und von Erfurt- Weimar nach Kreta und Rhodos. Wer in der Weih- nachtszeit mit Airber- lin – Deutschlands zweit- größter Fluglinie – reist, kann wie auch schon im letzten Jahr auf allen inter- nationalen Strecken der Air- line kostenfrei einen Weih- nachtsbaum mitnehmen. Das zusätzliche Gepäck sollte spätestens 48 Stunden vor Abflug im Service Cen- ter von Airberlin unter 030 3434 3434 (zum Ortstarif) angemeldet werden. Bei der Auswahl des Baumes sollten Fluggäste darauf achten, dass dieser nicht über zwei Meter hoch ist und dass er in einem Netzt verpackt ist. Neben dem kostenfreien Transport von Weihnachts- bäumen ist auch dieses Jahr ein weihnachtlich ge- schmückter Festtags-Flieger unterwegs. Die Boeing 737- 800 wird auf ausgewählten Flügen im europäischen Streckennetz der Airline ein- gesetzt. Spotter können unter www.airberlin.com/spotter verfolgen, wo sich der Weihnachtsflieger gerade befindet. AIRLINES ETIHAD AIRWAYS © mamanamsai - Fotol ia.com © ganko - Fotolia.com
  14. 14. Die schweizer Lufthansa- Tochter Swiss wird ihren Flugbetrieb in Basel Ende Mai 2015 einstellen. Die Airline begründet diesen Schritt damit, dass sich das Marktumfeld und die Kundenbedürf- nisse verändert haben. Basel hat sich in den vergan- gen Jahren zu einem Flughafen für Billigfluglinien entwickelt. Marktführer ist Easyjet mit einem Marktan- teil von über 50 Prozent in 2013. Swiss kam nur noch auf einen Marktanteil von vier bis fünf Prozent. „Für einen Premium-Carrier ist es in diesem Marktumfeld nicht möglich, profitabel zu wirtschaften“, heißt es in einer Mitteilung der Airline. Hinzu kommt die ungeklärte Rechtslage be- züglich der An- wendung von französischem Steuerrecht und die angekündig- ten zusätzlichen Ge- bühren für den sich auf französischem Grund be- findlichen Euroairport Basel- Mülhausen. 14 SWISS INTERNATIONAL AIR LINESEMIRATES FLUGHAFEN NÜRNBERG Die Flughafen in Nürn- berg hat einen neuen Namen und ein neues Logo erhalten. Ab sofort heißt der Flughafen in der Franken- metropole „Albrecht Dürer Airport Nürnberg“. Der neue Marktauftritt folgt einer Handlungsempfehlung des 2013 vorgestellten Flug- hafenentwicklungkonzepts. Für den Namenszusatz Al- brecht Dürer entschied sich der Flughafen, weil Dürer eine bekannte nürnberger Persönlichkeit war, der ei- nige europäische Ziele be- reiste. Zu seinen Lebzeiten konnte er für diese vielen Reisen nicht das Flugzeug nutzen. Denn dieses wurde erst 400 Jahre später erfun- den. Dennoch ist Dr. Mi- chael Hupe, Geschäftsführer des Nürnberger Flughafens, sicher „Würde Albrecht Dürer heute leben, wäre er ein Frequent Traveller und damit einer unserer besten Kunden“. Neben der Namensergän- zung des Flughafens wurde auch das bekannte Logo weiterentwickelt. Geblieben ist der blaue Kreis. Das be- kannte N, das für Nürnberg steht und von dem Kreis umschlossen ist, wurde dy- namischer gestaltet. Es steht für den dynamischen Schwung eines Pinselstrichs und ist eine Hommage an den Namensgeber Albrecht Dürer. Die Umsetzung dieses neuen Markenauftritts soll bis Ende 2015 komplett um- gesetzt sein. AIRLINES Die staatliche Fluggesell- schaft der Vereinte Arabischen Emirate – Emira- tes – baut ihre Flugfrequenz auf der Strecke von Dubai nach Daressalam aus. Ab dem 1. Januar 2015 wird es zu den zwölf bereits beste- henden wöchentlichen Flü- gen zwei weitere Flüge pro Woche geben. Daressalam ist neben Nairobi damit das zweite Ziel in Ostafrika, das zweimal täglich angeflogen wird. Die zusätzlichen Flüge bieten Reisenden, die über Dubai fliegen, nun noch fle- xiblere Anschlussmöglichkei- ten in die größte Stadt Tansanias. Emirates bedient diese Ver- bindung mit Flugzeugen des Typs Airbus A330-200 in einer Drei-Klassen-Konfigu- ration, mit 12 Sitzen in der First, 42 Sitzen in der Busi- ness und 183 Sitzplätzen in der Economy Class. Der erste tägliche Flug startet um 10.15 Uhr in Dubai und landet in Daressalam um 14.55 Uhr. Nach einem kur- zen Aufenthalt verlässt der Airbus um 16.45 Uhr den tansanischen Regierungssitz mit Ankunft um 23.30 Uhr in der größten Stadt der Vereinigten Arabischen Emi- rate. Für die zweite tägliche Verbindung startet der Flie- ger um 16.55 Uhr das Emi- rates-Drehkreuz und erreicht Daessalam um 21.50 Uhr. Auf dem Rückflug hebt der A330 -200 um 23.25 Uhr in Tansania ab und erreicht Dubai um 6.15 Uhr am nächsten Tag (alle Zeiten sind Ortszeiten). © valentint - Foto lia.com © starkovphoto - Fotolia.com
  15. 15. NACHFRAGENACHBRANGEN 15 VERMISCHTES IT-BERATER AUCH IM AUSLAND SEHR GEFRAGT DEUTSCHLAND - INFORMATION TECHNOLOGY ZEITRAUM IT-Fachkräfte sind deutschland- und weltweit so gefragt wie nie. Grund sind die gestiegenen technischen und damit verbundenen rechtlichen Anforderungen an Unterneh- men, die speziell vom Online-Handel profitieren. Die zuneh- mende Bedeutung von Compliance-Regeln beschert IT- Dienstleistern somit eine hohe Nachfrage. Laut dem aktuellen Hays-Fachkräfte-Index hat sich die Zahl der Stellenangebote für IT- und SAP-Berater entsprechend deutlich erhöht (siehe Grafik). Es sei vor allem die gestiegene Investition von Unternehmen in neue IT-Segmente wie Big Data und Cloud-Computing, die den Bedarf nach diesen Fachleuten besonders pusht. Ab- solute Spitzenreiter im IT-Bereich bleiben nach wie vor die Anwendungsentwickler und Berater, denn insbesondere indi- viduelle Softwarelösungen sind in Unternehmen sehr stark gefragt. Viele deutsche, schweizer oder österreichische Unternehmen suchen jedoch schon lange nicht mehr IT-Spezialisten für den heimischen Markt, sondern zunehmend auch für ihre Nieder- lassungen im Ausland. Insbesondere Banken und Versiche- rungen haben einen immens hohen Bedarf, aber auch die Automobilbranche, Fertigungsindustrie und der Maschinen- bau – alles Unternehmen mit zahlreichen Auslandsaktivitäten – suchen händeringend IT-Berater. Zwischen 55.000 und 82.000 Euro pro Jahr verdienen IT-Consultants Studien zu- folge allein in Deutschland – bei Auslandsprojekten können sie in der Regel mit einem ordentlichen Zuschlag rechnen. Dies ist jedoch abhängig vom Einsatzland. Neben einem Kaufkraftausgleich zahlen Unternehmen insbesondere für Regionen mit einem erhöhten Risikopotenzial (zum Beispiel in Nigeria oder Ägypten) auch einen Härtefallzuschuss. Referenzwert: Quartal 1/2011 = 100 Veränderung: relativ zu dem Referenzwert in Quartal 1/2011 © Hays 2014 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 2011 Automotive Elektrotechnik Handel IT Maschinenbau Medizintechnik Telekommunikation Verkehr Personaldienstleister 2012 2013 2014 300 270 240 210 180 150 120 90 60 30 0
  16. 16. 16 Branchenkennern zufolge sind deutsche IT-Berater aktuell besonders in den arabischen Staaten – darunter vor allem Dubai – gefragt. Dort locken neben üppigen Salären über- dies saftige Steuervorteile. Und auch Asien-Pazifik-Staaten wie Singapur, Hongkong und Südkorea schätzen die deut- schen IT-Dienstleister und honorieren ihren Einsatz mit hohen Gehältern. Doch um im Ausland Karriere zu machen, muss es gar nicht so weit weggehen. Im der Deutschen liebsten Auswanderer- land der Schweiz verdienen vor allem SAP-Profis bis zu 50 Prozent mehr als in ihrer Heimat. Einem Bericht der Compu- terwoche zufolge erhält etwa ein SAP-Professional mit vier Jahren Projekterfahrung zwischen 100.000 und 180.000 Franken pro Jahr (dies entspricht ungefähr 81.000 bis 147.000 Euro). Hinzu kommen noch attraktive Dienstwagen- regelungen und eine Dauerkarte für die Schweizer Bundes- bahn. IT-Fachkräfte, die es ins Ausland zieht, müssen in der Regel eine fachspezifische Berufsausbildung, ein Studium der Infor- matik (idealerweise Wirtschaftsinformatik) oder der Betriebs- wirtschaftslehre absolviert haben. Weil insbesondere die großen Beratungsdienstleister zahlreiche Kunden im Ausland betreuen, punkten Berater mit Joberfahrung in anderen Län- dern umso mehr. Neben den monetären Anreizen lohnt sich ein Auslandsauf- enthalt aber noch aus anderen Gründen: Er bildet die eigene Persönlichkeit in einem Maße wie es im Heimatland norma- lerweise nie möglich wäre. Neben erweiterten Sprachkennt- nissen ist das Eintauchen in andere Kulturen nicht nur sehr lehrreich, sondern überdies bereichernd. Manche im Ausland geknüpften Freundschaften halten oft ein Leben lang und die neugewonnene Weltoffenheit kann das Leben erfüllter gestalten. VERMISCHTES © Maksim Kabakou - Fotolia.com
  17. 17. Über Weihnachten und zum Jahreswechsel zieht es etliche Deutsche ins Ausland. Viele wollen dem vorweihnachtli- chen Stress entkommen, andere besuchen Freunde und Ver- wandte jenseits der Heimat und einem nennenswerten Teil macht die Kälte so sehr zu schaffen, dass er sogar lange Flug- reisen in Kauf nimmt, um etwa Weihnachten unter Palmen zu verbringen. 2013 verbrachte mehr als jeder fünfte deutsche Reisende Weihnachten außerhalb Europas. In diesem Jahr pla- nen immerhin gut 14 Prozent eine Flugreise zu einem Fernziel. Ein beliebtes Fernziel der Bundesbürger ist dabei Brasilien. Tat- sächlich lässt sich auch dort prima Weihnachten feiern, denn etliche Weihnachtsbräuche wurden von deutschen Auswan- derern mitgebracht - so zum Beispiel Weihnachtschmuck, der Weihnachtsmann und die Bescherung am Heiligabend. In Brasilien fallen Weihnachten und Sommerferien zusam- men, deshalb wird zum Beispiel in Rio de Janeiro die Ad- ventszeit am Strand verbracht. Auf dem Stadtsee, dem Lagoa Rodrigo de Freitas, schwimmt der größte Weihnachtsbaum der Welt, der mehr als 85 Metern hoch ist und gut 500 Ton- nen wiegt. Am Heiligabend erscheint schließlich “Papa Noël” und verteilt auf spektakuläre Weise Geschenke. So landete er einmal sogar per Hubschrauber im berühmten Maracanã-Fuß- ballstadion. Die Brasilianer sind sehr religiös, deshalb gehen sie zur tradi- tionellen Mitternachtsmesse Missa do Galo und wohnen dem weihnachtlichen Gottesdienst bei. Anschließend feiert die ganze Familie bei einem Festmahl, bei dem es mit Kastanien und Ananas gebratenen Puter gibt. Oft kommen auch Fisch, Feigen und Datteln auf die Festtafel. Den Höhepunkt bildet in vielen Städten ein Feuerwerk um Mitternacht, das symbolisch die Geburt des Christkinds verkündet. Die brasilianische Tourismus-Agentur Embratur hat ein paar weihnachtliche Höhepunkte in Brasilien zusammengestellt: Weihnachtslichter-Show "Natal Luz": Noch bis zum 11. Januar 2015 feiert die Stadt Gramado zum 29. Mal ihre Weihnachts- lichter-Show "Natal Luz de Gramado", die jedes Jahr zahlrei- che Schaulustige anzieht. Die Stadt mit der ausgeprägten Weihnachtstradition bietet zudem atemberaubende Paraden in den Straßen sowie Konzerte vom Orquestra Sinfônica de Gramado und vieles mehr. Mehr Infos Weihnachtsshopping: Viele Malls in Brasilien haben einige Tage vor dem Fest verlängerte Öffnungszeiten und sind dann bis zu 48 Stunden durchgehend geöffnet. Zudem sorgen Weihnachtsdekorationen und Eislaufbahnen für eine festliche Atmosphäre beim Weihnachtseinkauf. Curitiba: Ein sehr beliebtes Weihnachtsspektakel ist der Auf- tritt eines Weihnachtschors am Palácio Avenida in der Stadt Curitiba, die sich auch offiziell Weihnachtsstadt nennt. Mehr als 120 Kinder aus den Casas de Acolhidas-Kinderheimen tre- ten in einer beeindruckenden Show auf. Mehr Infos 17 VERMISCHTES WEIHNACHTEN IN BRASILIEN: TIPPS FÜR DIE VORBEREITUNG Digo_Souza auf flickr.com TIPPS ZUR REISEVORBEREITUNG: • Die Einreise ist für Deutsche seit 2012 visumfrei, ein gültiger Reisepass muss aber mitgeführt werden. • Die Deutsche Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist in Brasilien nicht gültig. Schließen Sie deshalb vorab eine Auslandsreise-Krankenversicherung ab. • Reisende sollten sich gegen Tetanus, Diphtherie, Per- tussis (Keuchhusten) und gegebenenfalls auch gegen Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza impfen lassen. Da aktuell vermehrt Masernfälle in der Region in und um Fortaleza aufgetreten sind, empfiehlt das Auswärtige Amt einen Masernimpfschutz. Als Rei- seimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufent- halt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen. • Grundsätzlich werden überall in Brasilien die gängigen Kreditkartentypen akzeptiert, man sollte dennoch ge- nügend Bargeld in Landeswährung mit sich führen. • Auch wenn Brasilien dank Karneval und Samba als recht freizügig gilt, so sollten Frauen am Strand darauf verzichten „oben ohne“ zu tragen. Dies gilt als Erre- gung öffentlichen Ärgers und kann sogar bis zu einer Haftstrafe führen. • Da die Kriminalitätsrate in Brasilien noch immer über- durchschnittlich hoch ist, sollten Touristen niemals zu viel Bargeld bei sich führen, auf das Tragen von teurem Schmuck und hochwertigen Uhren verzichten. Es emp- fiehlt sich zudem, stabile und abschließbare Koffer für das Reisegepäck zu besorgen. • Ausweispapiere sollten möglichst nicht im Gepäck auf- bewahrt werden. Im Hotel sollten die Originale der Ausweispapiere im Safe des Hotels verschlossen und vorab Kopien erstellt werden, die Reisende mit sich führen können. Laptops sollten unauffällig – beispiels- weise in einer Reisetasche – untergebracht werden.
  18. 18. 18 VERMISCHTES Feiern Chinesen Weihnachten? In China wird zwar kein religiöses Weihnachtsfest zelebriert, aber trotzdem lassen es sich einige Chinesen nicht nehmen, die Zeit im Dezember festlich zu begehen. Auch wenn die Feierlichkeiten anders ablaufen als beispielsweise in Deutschland, wird Weihnach- ten nicht weniger bunt begangen. Was es damit genau auf sich hat? Ein kurzer Erfahrungsbericht aus Xi’an, Shaanxi, verrät mehr. Wodurch unterscheidet sich das deutsche Weihnachtsfest von Weihnachten in China? Ein großer Unterschied besteht darin, dass in chinesischen Großstädten an Heiligabend vor allem das Shoppen im Mittelpunkt steht. Viele Chinesen denken daher auch schnell an Rabatt-Aktionen, wenn sie merken, dass das Weihnachtsfest naht. Inbesondere im kom- merziellen Bereich haben sich in China bestimmte Gewohn- heiten etabliert, wie auch der Blick nach Xi’an zeigt. Schon weit vor Weihnachten findet man – wenn auch nur vereinzelt – weihnachtliche Dekoration in Geschäften und auf den Straßen von Xi’an. Vor allem in den Ecken und Branchen, die westliche Touristen oder Expats anzie- hen oder die modern-westlich wirken wollen, wird mit klassischen Weihnachtssymbolen ge- schmückt. Man sieht sie vor Hotels, Ein- kaufszentren oder in Straßen mit Bars. Aber nicht nur die Vorweihnachtszeit wird durch die Dekora- tion mit Tannenbäumen, Nikoläusen und Geschenken für alle sichtbar. Auch am 24. Dezember verwandelt sich die Stadt. In Xi’an wird das Weihnachtsfest in Form einer Kostümpa- rade begangen! Zahlreiche – vor allem junge – Chinesinnen und Chinesen feiern an Heiligabend verkleidet, mit Masken und Hörnern – leuchtend, püppchenhaft, gruselig und schön anzusehen, auf öffentlichen Plätzen in der Innenstadt und rund um die Große Wildgans-Pagode. Das Beispiel Xi’an zeigt, dass sich in China mittlerweile eine ganz eigene Weihnachtsform entwickelt hat. Zwar wird – wie weltweit üblich – mit viel Kitsch und Kommerz gefeiert. Mit der an Karneval erinnernden Variante hat sich darüber hinaus jedoch eine chinesische Eigenart entwickelt. Und wer weiß: Vielleicht schafft es dieser Trend irgendwann einmal zurück in den Westen und dann feiern wir Weihnachten so wie die Chinesen… Text von ICC-Redakteurin Linda Schwarzl Aktuelle China-Bücher als Weihnachtsge- schenk gibt es übri- gens hier. WEIHNACHTEN IN CHINA: KITSCH, KOMMERZ UND ETWAS KARNEVAL © 3desc - Fotolia.com
  19. 19. 19 GESUNDHEIT Das Geld soll die wirtschaftlichen Auswirkungen abfedern, mehr Si- cherheit herstellen und die langfristige Neuausrichtung von Gesundheits- und Aufklärungsprogrammen fördern. Mit einem Teil der Mittel sollen die Re- gierungen von Guinea und Liberia di- rekt dabei unterstützt werden, die wirt- schaftlichen Auswirkungen der Epide- mie aufzufangen. Auch Maßnahmen zur Bewältigung von Sicherheitsproble- men in den betroffenen Ländern sollen finanziert werden. Außerdem werden bereits laufende Gesundheits- und Aufklärungsprogramme gezielt auf die Ebola-Bekämpfung ausgerichtet. Die EU insgesamt hat bislang mehr als 1,1 Milliarden Euro für die Ebola-Be- kämpfung bereitgestellt; dieser Betrag umfasst sowohl Mittelzuweisungen der Mitgliedstaaten als auch der Europäi- schen Kommission. Davon wurden bis- lang 434 Millionen Euro unterstützt, die für Nothilfe und längerfristige Ent- wicklungsmaßnahmen eingesetzt wer- den. EU ZAHLT WEITERE 61 MILLIONEN EURO IM KAMPF GEGEN EBOLA Laut der Weltgesundheitsorganisa- tion (WHO) konnte die große An- zahl an Malaria-Todesfällen um die Hälfte reduziert werden. Demnach konnte der Tod durch Malaria zwischen 2001 und 2013 bei 4,3 Millionen Men- schen verhindert werden. Bei 3,9 Mil- lionen der Fälle handelte es sich um Kinder unter fünf Jahren, die in Län- dern südlich der Sahara leben. 2004 verfügten nur drei Prozent der Betrof- fenen über einen Zugang zu Moskito- netzen. Heute sind es bereits 50 Prozent. Gründe für den Rückgang sind zum einen das Vorhandensein von besseren Tests zur Diagnose. Zudem erhalten mehr Menschen Präparate zur Behand- lung der Infektion. 2013 meldeten mit Aserbaidschan und Sri Lanka zwei Län- der nur zwei einheimische Erkrankun- gen. Elf weitere Länder erreichten eine Nullmeldung: Argentinien, Armenien, Ägypten, Georgien, Irak, Kirgisistan, Marokko, Oman, Paraguay, Turkmeni- stan und Usbekistan. In Afrika, wo 90 Prozent aller Todes- fälle zu beklagen sind, ist die Anzahl der Infektionen mit einem Viertel deut- lich zurückgegangen. Sie ist von 173 Mio. Menschen im Jahr 2000 auf 128 Mio. im Jahr 2013 gesunken - und das trotz eines Bevölkerungsanstiegs von 43 Prozent in den Regionen, in denen Malaria übertragen wird. "Die meisten Länder, in denen Malaria endemisch ist, sind noch weit von einer vollständigen Abdeckung mit lebens- rettenden Maßnahmen entfernt. Es besteht kein Anlass zur Selbst- zufriedenheit", so WHO-Ge- neraldirektorin Margaret Chan. Re- sistenzen gegen Medi- kamente und Insektizide bleiben laut Chan eine große Bedrohung. Sie können ohne entsprechende Maßnah- men zu einer Zunahme der To- desfälle führen. Zusätzlich wird be- fürchtet, dass die Ebola-Krise in West- afrika zu Rückschlägen im Kampf gegen Malaria führt. Schätzungen gehen davon aus, dass weltweit 3,2 Milliarden Menschen dem Risiko einer Infektion und Erkrankung ausgesetzt sind. Mit 2,7 Milliarden Dol- lar haben sich die Geldmittel für den Kampf gegen Malaria seit 2005 ver- dreifacht. Laut WHO liegen sie jedoch immer noch deutlich unter den 5,1 Milliarden Dollar, die notwendig sind, um die weltweiten Ziele zur Kontrolle und Elimination dieser Krankheit zu er- reichen. 64 Länder sind derzeit auf dem richtigen Weg zur Erreichung des Millenniums-Entwicklungszieles, bis Ende 2015 die Ausbreitung von Mala- ria und anderen schweren Krank- heiten zum Stillstand zu bringen und eine Trendumkehr zu bewirken. Quelle: pressetext.com MALARIA TODESFÄLLE IN DEN LETZTEN ZEHN JAHREN HALBIERT © Visual Concepts - Fotolia.com © andris_torms - Fotolia.com
  20. 20. 20 GESUNDHEIT © beto_chagas - Fotolia.com Manche Teenager weisen Verän- derungen im Gehirn auf, nach- dem sie eine Saison American Football gespielt haben. Auch wenn die meis- ten Spieler keine Gehirnerschütterung in dieser Zeit erlitten haben, zeigten sich Auffälligkeiten, die den Auswir- kungen eines leichten Schädel-Hirn- Traumas entsprachen, wie die Wake Forest School of Medicine http://wake- health.edu ermittelt hat. 24 Spieler zwischen 16 und 18 Jahren wurden untersucht. Geräte auf ihren Helmen maßen die Belastung des Schädels. In den vergangenen Jahren schürte eine Reihe von Studien die Besorgnis über die möglichen Auswirkungen von Kontaktsportarten auf die sich noch entwickelnden Gehirne junger Men- schen. Diese Erhebungen konzentrier- ten sich jedoch auf Veränderungen des Gehirns nach einer Gehirnerschütte- rung. Die aktuelle Erhebung konzen- trierte sich jedoch auf die Folgen für das Gehirn durch Stöße gegen den Kopf. Detaillierte Scans der Gehirne wurden vor und nach der Spielsaison durchge- führt. Dabei konnten die Wissenschaft- ler leichte Veränderungen der weißen Hirnsubstanz nachweisen. Sie enthält Millionen Nervenfasern, die für die Kommunikation zwischen den Gehirn- regionen verantwortlich sind. Jene Spieler, die häufigere und schwerere Er- schütterungen erlitten, wiesen auch eher diese Veränderungen auf. Laut Mitautor Alex Powers sind diese Veränderungen eine direkte Folge der Schläge, die die jungen Spieler in die- ser Saison trafen. "American Football ist ein direkter Kontaktsport. Ziel ist es, Menschen zu Fall zu bringen. Wird ein Spieler getroffen, bewegt sich das Ge- hirn sehr stark im Schädel. Je stärker der Schlag ist, desto stärker bewegt sich auch das Gehirn." Dem US-amerikanischen Wissenschaft- ler zufolge dürfen die festgestellten Veränderungen jedoch nicht als Ge- hirnschäden bezeichnet werden. Denn bisher sei noch nicht klar, ob sie rever- sibel sind. Als nächstes Forschungspro- jekt wollen die Forscher ermitteln, wann sich entwickelnde Gehirne am verletzlichsten sind, um so den Sport sicherer zu machen. Quelle: pressetext.com AMERICAN FOOTBALL VERÄNDERT DAS GEHIRN
  21. 21. 21 WELTWEIT Litauen führt zum 1. Ja- nuar 2015 den Euro ein und wird damit das 19. Mit- glied der Währungsunion. Künftig entfallen Wechsel- kursrisiken und Umtausch- kosten. Davon verspricht sich das baltische Land stei- gende Investitions- und Handelstätigkeiten deut- scher und internationaler Unternehmer am Wirt- schaftsstandort Litauen. Mit einem Bestand an Direktin- vestitionen von 1,04 Milliar- den Euro gehört Deutschland zu den wich- tigsten Investorenländern in diesem osteuropäischen Staat. Rund 1.200 deutsche Unternehmen sind derzeit mit einer Gesellschaft in Li- tauen vertreten. Bereits jetzt zählt die Repu- blik mit einem erwarteten BIP-Wachstum von 2,9 Pro- zent im Jahr 2014 zu den Ländern mit der stärksten wirtschaftlichen Dynamik in- nerhalb der EU. Dass diese wirtschaftliche Stabilität nachhaltig ist, bescheinigt die Weltbank, die Litauen in ihrem “Doing Business Re- port 2015″ unter die Top 3 in Mittel- und Osteuropa reiht. Kriterien sind die Ab- wesenheit staatlicher Barrie- ren bei der Entfaltung unternehmerischer Aktivität sowie Geschäftsklima und Investitionsbedingungen. Im Vergleich der EU 28 rangiert Litauen auf dem neunten Platz. LITAUEN FÜHRT EURO EIN © kovaleff - Fotolia.com Das Fotografieren und Filmen von militärischen Anlagen, Häfen, Flughäfen, Herrscherpalästen, öffentli- chen Gebäuden, Brücken, Industriean- lagen sowie Ölförder- und Erdgasanlagen ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) verboten. Wer sich nicht an das Fotografierverbot hält, muss mindestens mit einer Konfis- zierung der Kamera, des Filmes oder des Chips rechnen. Bei Fotografien von Personen, vor allem von Frauen, sollte man generell sehr vorsichtig sein. Auf die Fotografierverbote wird oft durch Warnschilder hingewiesen, momentan werden Verstöße verstärkt von den emiratischen Behörden geahndet. In Einzelfällen kam es kürzlich sogar zu Verhaftungen. Quellen: www.cibt.de und www.tip.de VAE: BEI VERSTÖSSEN GEGEN DAS FOTOGRAFIERVERBOT DROHT GEFÄNGNISSTRAFE © Maksym Yemelyanov - Fotolia.com
  22. 22. 22 IMPRESSUM HERAUSGEBER: Bund der Auslands- Erwerbstätigen (BDAE) e.V. Kühnehöfe 3 22761 Hamburg Tel. +49-40-306874-0 WWW.BDAE.COM REDAKTION: Anne-Katrin Schulz (verantwortlich) akschulz@bdae.de Sanja Zivkovic LAYOUT: Esther Rudat LEKTORAT: Andrea Kraus COPYRIGHT: Die Beiträge im BDAE- Newsletter sind urheber- rechtlich geschützt und dürfen nicht ohne schrift- liche Genehmigung durch den Herausgeber repro- duziert werden. Die Beiträge des BDAE- Newsletters spiegeln die Meinung der Redaktion und nicht unbedingt die des BDAE wider. WELTWEIT AUCH AUF FOLGEN SIE UNS Railplus, eine kombinierte Fahrkarte, mit der man Eisenbahnen, Busse, U-Bahnen und Schnellstraßen im ganzen Land nutzen kann, ist jetzt erhältlich. Dabei handelt es sich um eine im Voraus bezahlte Fahrkarte, die es für Erwachsene, Teenager und Kinder gibt. Die Karte kostet 2.500 Won (rund 1,80 Euro) und kann an Korail Stationen oder Storyway-Läden (kleine Läden, die von der Korail betrieben werden) gekauft werden. Aufladen kann man die Railplus-Karten an U-Bahnstationen, Bahnhöfen und Storyway- Läden. Der sich auf der Karte befindende Betrag kann auch dazu genutzt werden, um andere Transaktionen durchzuführen: Bei- spielsweise kann man mit der Karte auch Einkäufe aus Läden innerhalb der Stationen oder Parkgebühren bezahlen (Seoul, Gwangmyeong, Daejeon, Dongdaegu, Ulsan, Singyeongju, Busan, Changwon und Masan). Die Karte wird momentan nur in Seoul, Gye- onggi-do, Busan, Chungcheong-do und in den Honam-Regionen (Daejon-Mokpo) ak- zeptiert. Mit der Zeit wird Railplus auf den Rest des Landes ausgeweitet werden. Mehr Infos unter http://railplus.korail.com/index.do sowie unter www.visitkorea.or.kr. Quellen: www.cibt.de und www.tip.de SÜDKOREA: NEUE FAHRKARTE ERHÄLTLICH © apfelweile - Fotolia.com

×