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Architekturbeispiel Linux / Unix                                    Architekturbeispiel Mach




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Prozesse leben und sterben...                                                                           Grundlagen: Dateie...
Grundlagen:
                        Handhabung von Dateien                                                                ...
“Ummantelung” des Systems durch                                                                              Monolithische...
Virtuelle Maschinen                                                                               Client-Server-Architektu...
Alles klar ??
 1. Nennen Sie die Aufgaben von Betriebssystemen
 2. Erläutern Sie den Unterschied zwischen preemptive und n...
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  1. 1. Copyright(C) by Foxit Software Company,2005-2006 Betriebssysteme Überblick am Beispiel q klassische Betriebssysteme s Einführung und Überblick Linux s s s s s Hardware-Grundlagen Prozessverwaltung Speicherverwaltung Dateisysteme Ein-/Ausgabe s Deadlocks q Einführung in Linux/Unix s Überblick, Installation, System-Grundlagen Fachhochschule Pforzheim Edited by Foxit Reader s Dateisystem, die Shell, Task-Management, s Linux administrieren, die grafische Oberfläche For Evaluation Only. Prof. W. Burkard s Linux im Netz: NIS und NFS FB 7, Studiengang Wirtschaftsinformatik q Praxisteil Java-Threads s Threads und Prozesse in Java s die Synchronisationsproblematik und ihre Lösungen s Interprozesskommunikation Prof. W. Burkard 1 Prof. W. Burkard 2 Stichworte Stichworte Notizen Notizen 1 2
  2. 2. Copyright(C) by Foxit Software Company,2005-2006 Organisation der Vorlesung Literatur Teilnehmer s Betriebswirte SG Wirtschaftinformatik [Tannen95] Andrew S. Tannenbaum, Moderne Betriebssysteme, s Bachelor of Information Systems Hanser-Verlag München/Wien 1995 s Ingenieure der Elektrotechnik Diplom/Bachelor [Oechsle01] Rainer Oechsle, Parallele Programmierung mit Java Threads, Hanser-Verlag München/Wien 2001 [Nehmer01] Jürgen Nehmer und Peter Sturm, Systemsoftware oc 1 oc 12 oc 0 14 oc 3 5 (Grundlagen moderner Betriebssysteme), dpunkt-Verlag, Heidelberg 2001 1 3 7 2 6 1 4 1 9 8 1 he he he he he he he he he he he he he he [Kredel02] H. Kredel & A. Yoshida, Thread- und Netzwerkprogrammierung mit Java, oc oc oc oc oc oc oc oc oc oc W W W W W W W W W W W W W W dpunkt-Verlag, Heidelberg 2002 Edited by Foxit Reader [Brause98] Rüdiger Brause, Betriebssysteme, Springer-Verlag, Berlin 1998 For Evaluation Only. Pflichtteil Betriebswirte für Betriebswirte keine Pflicht [Siegert98] H.J.Siegert, Betriebssysteme eine Einf., Oldenbourg-V. München 1998 [Steen95] Maarten van Steen, Computer and Network Organization, Prentice-Hall, München 1995 Pflichtprogramm für alle Ingenieure Thread- [Stucky97] Wolffried Stucky, Der Rechner als System, Betriebssysteme Theorie (7) Linux / Unix-Teil (4) Programming (3) Teubner-Verlag, Stuttgart 1997 Prof. W. Burkard 3 Prof. W. Burkard 4 Stichworte Stichworte Notizen Notizen 3 4
  3. 3. Copyright(C) by Foxit Software Company,2005-2006 Aufgaben der Betriebssysteme Geschichte der Betriebssysteme Definition: Generation 1: Generation2: Das Betriebssystem steuert und verwaltet die vorhandenen Betriebsmittel eines Rechners Rechner ohne Betriebssystem, keine Idee des Stapelbetriebes mit getrennten und stellt den Anwendern und den Anwendungsprogrammen Schnittstellen zur Verfügung, Unterscheidung der Anwender in Systemen für Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe. die den möglichst einfachen und damit effiziente Umgang mit den Ressourcen ermöglichen. Entwickler,Operateur, Programmierer Der teuere Rechner wurde besser ausgenutzt, und Nutzer. ( bis Mitte der 50er) durch Verringern der Stillstandszeiten. Aufgaben: • Verwalten vorhandener Ressourcen: •Prozessoren, Edited by Foxit Reader •Speicher, •Peripherie-Geräte, For Evaluation Only. •Prozesse • Anbieten abstrakter Schnittstellen zu den Betriebsmitteln • Steuern und Überwachen der Anwendungs-Software • Realisieren von Kommunikationswegen zwischen den einzelnen Ressourcen des Systems, den Anwendungsprogrammen und dem Menschen z.B. Zwischenablage Prof. W. Burkard 5 Prof. W. Burkard 6 Stichworte Stichworte -Systemsoftware kümmert sich um die Probleme die wir nur deshalb haben, weil wir einen Computer haben. z.B. Windows Explorer, Compiler, Defragmentierungsprogramm -Anwendungssoftware kümmert sich ausschlieslich um die Probleme die wir auch ohne Computer haben. z.B. Buchhaltungssoftware, Excel Notizen Notizen 5 6
  4. 4. Copyright(C) by Foxit Software Company,2005-2006 Mehrprogrammbetrieb Timesharing q Mehrere Jobs werden im Hauptspeicher gehalten. q Wenn ein Job auf das Ende einer I/O-Operation wartet, wird die CPU einem anderen = Variante des Mehrprogrammbetriebes Job zugeteilt. q Bisheriges Problem: zu lange Antwortzeiten verhinderten interaktives Arbeiten q d.h. es können zu einem bestimmten Zeitpunkt mehrere Jobs “in Arbeit” sein. q Lösung: Betriebssystem weist die CPU den Jobs explizit zu und “entreist” sie q ABER: Nur ein in “Warteposition” gehender Job gibt die CPU frei ihnen wieder, auch unabhängig von deren Bearbeitungsstand !! ==> non-preemptive-scheduling q d.h. das BS stellt sicher, dass die aktiven Jobs innerhalb einer gewissen q Job-Spooling (Simultaneous Peripheral Operation On Line) = Zwischenlagerung der ankommenden Jobs auf Magnetplatte, so dass beim Zeitspanne immer wieder auf der CPU ein Stück weiterlaufen. Freiwerden einer Partition ein neuer Job sofort nachgeladen werden konnte q ==> preemptive-scheduling q Speicherpartitionierung = Aufteilung des Hauptspeichers in separate Teile, in die je ein Job geladen werden kann !!W Forderungen an einen guten Scheduling-Algorithmus:    ide Edited by Foxit Reader ¥ £ rs ¥ q Fairness: Jeder Job erhält gerechten Anteil an CPU-Zeit pr For Evaluation Only. üc ¥ £ Speicher- Speicher- Speicher- Speicher- q Effizienz: CPU ist immer voll ausgelastet hl Speicherbereich für das Betriebssystem partiton 1 partiton 2 partiton 3 ... partiton n q Antwortzeit: Ist für interaktive Nutzer minimal ich “Job 1” “Job 2” “Job 3” “Job n” e Zi §©¨ q Verweilzeit: Stapeljobs bleiben möglichst kurz im System el § ¦ £¤ e !! ¥ q Durchsatz: Möglichst viele Aufträge je Zeiteinheit ¢    ¡ Synonyme Begriffe: Job = Task = Prozeß (aber nur bedingt = Thread ) Prof. W. Burkard 7 Prof. W. Burkard 8 Stichworte Stichworte Notizen Notizen 7 8
  5. 5. Betriebssystem? Copyright(C) by Foxit Software Company,2005-2007 vernetzte Rechner Was ist das eigentlich? neue Herausforderungen: SAP/R3 MS-Office Browser ... Anwendungsprogramme Betriebssysteme mehrerer Rechner müssen miteinander kommunizieren Ressourcenverteilung über Rechnergrenzen hinweg Compiler Editoren MMS Entstehung von Arbeitsteilung und Spezialisierung im Verbund (=Client/Server) Systemprogramme Netzwerkbetriebssystem: BETRIEBSSYSTEM Jeder Rechner im Netz hat sein eigenes Betriebssystem. Die Benutzer sind sich der Netzstruktur bewußt und greifen explizit auf nicht-lokale Ressourcen zu. Maschinensprache Hardware Edited by Foxit Reader verteilte Betriebssysteme: For Evaluation Only. Das gesamte Netz erscheint dem Anwender gegenüber wie ein einziger Rechner. Mikroprogramme Auf welchem Rechner ein Prozeß läuft und/oder wo eine Datei real gespeichert wird, ist dem Anwender nicht bekannt. Der Zugriff auf die verteilten Ressourcen erfolgt automatisch, möglichst effizient und bleibt dem Anwender verborgen. physikalisches Gerät Prof. W. Burkard 9 Prof. W. Burkard 10 Stichworte Stichworte MMS = Mensch-Maschine-Schnittstelle, in der Regel Kommandointerpreter bzw. grafische Benutzeroberfläche Notizen Notizen 9 10
  6. 6. I Copyright(C) by Foxit Software Company,2005-2007 Softwarestrukturen in einem Rechner Wozu brauchen wir ein BS? Es bietet... ... den Anwendungen einen komfortablen Zugriff zu den Hardwareressourcen eines Rechners ... somit wichtige Brückenfunktion zwischen Anwendung und Rechnerhardware ... Koordination von unabhängigen Anwendungen, so dass sie sich bei Mehrbenutzer- bzw. Mehrprogrammbetrieb beim Ressourcenzugriff nicht in die Quere kommen. Was aber heißt „komfortabler Zugriff“ ? Beispiel: Eine Anwendung will Daten persistent auf externem Medium speichern. Edited by Foxit Reader Dafür gibt’s mehrere Alternativen: For Evaluation Only. q Direktes Abspeichern von Blöcken auf einer Festplatte q Benutzung eines Dateisystems, das seinerseits eine Festplatte bzw. Blöcke nutzt q Benutzung eines Datenbank-Systems, das auf einem Dateisystem aufsetzt, das ... q Verwendung persistenter Objekte in einer OO-Programmierumgebung, die eine Datenbank als Unterstützung voraussetzt, die auf einem Dateisystem fußt, das ... Prof. W. Burkard 11 Prof. W. Burkard 12 Stichworte Stichworte MMS = Mensch-Maschine-Schnittstelle, in der Regel Kommandointerpreter bzw. grafische Benutzeroberfläche Notizen Notizen Nach Taylor-Reihe googeln, bzw. Unterlagen vom Gymnasium anschauen. 11 12
  7. 7. II III Wozu brauchen wir ein BS? Wozu brauchen wir ein BS? Das Beispiel zeigt: Der direkte Umgang der Anwendungsprogramme mit der Hardware ist aus mehreren q Es wird immer ein Gerät benutzt (Festplatte) Gründen problematisch: q Es gibt mehrere unterschiedliche Abstraktionsebenen q Schnittstellen zu Geräte-Controllern sind heute zwar weitgehend genormt, aber q Welche Abstraktionsebene gewählt wird ist sehr stark von der Anwendung abhängig dennoch unhandlich. q Wie lassen sich die Dienste einer Abstraktionsebene nutzen ? q Koordination von Prozessor und anderen Komponenten mit den hardwareseitig verfügbaren Hilfsmitteln (Interruptmechanismen, Zyklisches Abfragen (Polling) ) führt q es gibt ein Laufzeitpaket, d.h. einer Anwendung wird eine Menge von Funktionen zu schwer durchschaubaren Progammstrukturen, die wir auf Anwendungsebene nicht   zur Verfügung gestellt, die den Zugang zu den gebotenen Diensten ermöglicht. haben wollen. (Application Programming Interface API ) q Direkter Hardwarezugriff bedeutet in Mehrbenutzerbetrieb schwerwiegende q Die gebotenen Dienste können vom BS selbst oder aber von anderen Serviceleistern Schutzprobleme durch unvermeidbare Benutzung privilegierter Instruktionen erbracht werden (dann aber ist das BS nur als Vermittler tätig) q Ohne unterstützende Software ist die Abwicklung unabhängiger Benutzeraktivitäten in q Die Dienste des Betriebsystems werden also durch einen „ganz normalen“ einem Multiuserbetrieb undenkbar, Koordinationsaufwand zu komplex. Prozeduraufruf angefordert. q Dieser „ganz normale“ Prozeduraufruf wird system call (Systemaufruf) genannt und mündet in aller Regel in einem TRAP (Einsprung in den Betriebssystemkern) Anwender wünschen sich indirekten Zugang zur Hardware über eine Dienstschicht,   die quasi eine virtuelle Maschine darstellt und komfortabel benutzbar ist. Prof. W. Burkard 13 Prof. W. Burkard 14 Stichworte Stichworte Notizen Notizen 13 14
  8. 8. Copyright(C) by Foxit Software Company,2005-2007 Grundlagen: Systemaufrufe System calls Problem: q Anwendungsprogramme kommunizieren mit dem Betriebssystem indem sie q Wie verhindert man, dass bei Verschiebungen des BS im Speicher die Anwendungen neu Systemaufrufe tätigen. == Aufruf von Systemfunktionen kompiliert werden müssen, um die Systemprozeduren korrekt anzusprechen ? q Anwendungsentwicklungssysteme müssen alle Systemaufrufe in Bibliotheken vorrätig halten. Lösung: q Speichern aller Aufrufparameter auf dem Stack und Auslösen eines speziellen q Die Bibliotheksfunktionen rufen durch sogenannte TRAPs das Betriebssystem Hardwaresignals (sogenannter Softwareinterrupt) q Wie bei einem „normalen“ Hardware-Interrupt speichert der Prozessor seinen aktuellen Beispiel: Lesen von Datei Stand, springt in die Interruptbehandlung und erledigt den geforderten Job, um dann an die q im Programmcode stehe: Stelle des Abbruches zurückzukehren. anzahl = read(Dateiname,Zielspeicherplatz-im-Hauptspeicher, Anzahl-zu-lesender-Bytes) q Die Interruptbehandlungsroutine ist somit der zentrale Einsprungpunkt Edited by Foxit Reader q Bibliotheksfunktion read prüft die Parameter und startet dann das BS mit den in den BS-Kern angegebenen Parametern durch einen TRAP For Evaluation Only. q Da nach einem Systemaufruf die q Betriebssystem suspendiert den laufenden Prozeß und erledigt die geforderte nächste Instruktion nicht gleich Aufgabe. Dann schreibt es die Anzahl der gelesenen Bytes in die entsprechende ausgeführt wird, sondern die Prozeßvariable und schaltet den Prozeß wieder “rechenbereit”. Befehlsausführung am BS-Einsprung plötzlich „aufhört“, wird der q Prozeß läuft bei der Bibliotheksfunktion wieder weiter. Softwareinterrupt auch als Falltür q Bibliotheksfunktion liefert der rufenden Funktion die Anzahl gelesener Bytes (trap door, kurz TRAP) bezeichnet Prof. W. Burkard 15 Prof. W. Burkard 16 Stichworte Stichworte Notizen Notizen 15 16
  9. 9. Architekturbeispiel Linux / Unix Architekturbeispiel Mach Prof. W. Burkard 17 Prof. W. Burkard 18 Stichworte Stichworte MMS = Mensch-Maschine-Schnittstelle, in der Regel MMS = Mensch-Maschine-Schnittstelle, in der Regel Kommandointerpreter bzw. grafische Benutzeroberfläche Kommandointerpreter bzw. grafische Benutzeroberfläche Notizen Notizen 17 18
  10. 10. I Copyright(C) by Foxit Software Company,2005-2007 Schichtung und Systemaufrufe bei W2K Ein- und Mehrprozessorsysteme Bei der Rechnerarchitektur, für die ein Betriebssystem Ressourcen verwalten soll, müssen grundsätzliche Konfigurationen unterschieden werden von Neumann Architektur Massen- BS- Anw. 1 Anw. 2 ... Anw. n speicher Kern Edited by Foxit Reader For Evaluation Only. Prozessor Simples Einprozessorsystem Im einfachsten klassischen Fall gibt es nur einen Prozessor, der Hauptspeicher und Massenspeicher benutzt, um das Betriebssystem (BS) und die Anwendungsprogramme auszuführen Prof. W. Burkard 19 Prof. W. Burkard 20 Stichworte Stichworte MMS = Mensch-Maschine-Schnittstelle, in der Regel MMS = Mensch-Maschine-Schnittstelle, in der Regel Kommandointerpreter bzw. grafische Benutzeroberfläche Kommandointerpreter bzw. grafische Benutzeroberfläche Notizen Notizen 19 20
  11. 11. II III Ein- und Mehrprozessorsysteme Ein- und Mehrprozessorsysteme • Einprozessorsysteme können mit mehreren Prozessoren aufgerüstet werden Interessante Beobachtung bei Mehrprozessorsystemen: • Durch unterschiedliche Kopplungskonzepte entstehen unterschiedliche Architekturen Oft spricht jeder Prozessor nur einen eng umgrenzten Speicherbereich an • Die einfachste Architektur sieht nur eine Vervielfachung der CPU vor, alle CPUs hängen dann ( in dem sich die von ihm gerade abgearbeitete Anwendung befindet ) parallel an einem Verbindungsnetzwerk (Multi-Master-Systembus) Daher die Idee: Aufteilen des Speichers und enger an den Prozessor binden • Der Systembus verbindet die Prozessoren auf der einen Seite mit den Speichermodulen auf der BS- Anw. 1 BS- Anw. 2 BS- Anw. n anderen Seite. Kern Kern Kern • Bei intensiver Nutzung wird der Bus zum Flaschenhals Leistungseinbußen   Prozessor 1 Prozessor 2 ... Prozessor n Prozessor 1 Prozessor 2 ... Prozessor n Multi-Master-Systembus Multi-Master-Systembus Massen- Massen- BS- Anw. 1 Anw. 2 ... Anw. n speicher Multiprozessorsystem (lose Kopplung) speicher Kern Massen- Massen- Multiprozessorsystem (enge Kopplung) speicher speicher Prof. W. Burkard 21 Prof. W. Burkard 22 Stichworte Stichworte MMS = Mensch-Maschine-Schnittstelle, in der Regel MMS = Mensch-Maschine-Schnittstelle, in der Regel Kommandointerpreter bzw. grafische Benutzeroberfläche Kommandointerpreter bzw. grafische Benutzeroberfläche Notizen Notizen 21 22
  12. 12. IV Copyright(C) by Foxit Software Company,2005-2007 Ein- und Mehrprozessorsysteme Grundlagen: Prozesse Was geschieht, wenn man jedem Prozessor ein eigenes Betriebssystem gibt? MERKE: Prozesse sind das wesentliche Konzept aller Betriebssysteme Vollkommen unabhängige Rechner mit jeweils eigenem (eventuell unterschiedlichem) Betriebssystem werden lose über ein Netzwerk gekoppelt Ein Prozeß ist ein in Ausführung befindliches Programm! Prozeß Cluster = sehr schnelles Netzwerk räumlich dicht beieinander stehender Rechner Prozeß Er umfaßt: CPU-Register - Kontext BS- Anw. q den ausführbaren Programmcode BS- Anw. MMU-Register Massen- Kern Massen- Kern q die Programmdaten (Variablen und speicher Konstanten des Programmes) Stapel (Stack) speicher ... q q den Programmzähler (zeigt auf die aktuell zu bearbeitende Anweisung) Stack und Stackpointer ( Zwischenpuffer Daten (Heap) Kernel-Stack Datei-Info, Zugriffsrechte Edited by Foxit Reader Prozessor 1 Programmcode Prozessor 2 für beim Programmlauf anfallende Daten) For Evaluation Only. q alle weiteren Informationen, die das Betriebssystem zur Ausführung des Programmes benötigt Prozeßtabelle= Tabelle des Betriebssystems, in der alle Infos eines jeden Prozesses gespeichert sind Verbindungsnetzwerk LAN, WAN ... Threads („Handlungsfäden“) = leichtgewichtige Prozesse innerhalb von Prozessen, vom Anwendungsprogrammierer definiert! Rechnernetz / Cluster Prof. W. Burkard 23 Prof. W. Burkard 24 Stichworte Stichworte MMS = Mensch-Maschine-Schnittstelle, in der Regel Kommandointerpreter bzw. grafische Benutzeroberfläche Notizen Notizen 23 24
  13. 13. Prozesse leben und sterben... Grundlagen: Dateien Das Betriebssystem erzeugt, verwaltet und eliminiert Prozesse. Prozeß A q Zur Erinnerung: Das BS verbirgt die Physik einer Festplatte (Zylinder,Spuren...) und schafft dem Anwender eine einfache Schnittstelle: Dateien Ein Prozeß kann andere Prozesse erzeugen == Prozeßbaum Prozeß B Prozeß C gängige Systemaufrufe (System-Calls): q Das Konzept der Dateien und Dateiverzeichnisse s “erzeuge Kindprozeß B“ s “lösche mich” Wurzelverzeichnis (root directory) Prozeß D Prozeß E Prozeß F s “Ich warte auf Ende meines Kindprozesses E” s “Ersetze im Prozeß F den Programmcode durch Code yyy” s “ich brauche mehr Speicher” Pogramme System Benutzer Prozesse können miteinander und mit dem BS “reden” == Interprozeßkommunikation Prozesse in Timesharing-Systemen haben einen Besitzer == Sicherheitsproblem MS-Office SAP/R3 Anna Karl Ute uid = user identification gid = group identification Urlaub DA Studienangelegenh. Prof. W. Burkard 25 Prof. W. Burkard 26 Stichworte Stichworte Notizen Notizen 25 26
  14. 14. Grundlagen: Handhabung von Dateien Kommandointerpreter q Vor dem Lesen oder Schreiben muß man eine Datei öffnen q Das Betriebssystem ist also das Programm, das alle Systemaufrufe ausführt. == Zugriffsrechte regeln den Zugriff q Idee: Eine Datei sei ein Ding, in welches man hineinschreiben oder aus dem man q Der Kommandointerpreter ist das Programm, das dem Anwender einen Zugang lesen kann == dann sind viele Geräte auch “Dateien” !!! zum Betriebssystem verschafft, wenn keine Anwendung da ist, die das tun Also: könnte !!! q normale Datei: blockorientierte Byteansammlung auf der Festplatte/Diskette q spezielle Form: zeichenorientierte „Dateien“, z.B. Tastatur, Bildschirm, Drucker q textuelle Kommandointerpreter (z.B. DOS: Command.com) q Pipe, eine „Datei“ für die Interprozesskommunikation stellen eine einfache Sprache zur Verfügung, um Systemaufrufe sinnvoll zu nutzen. Beispiel: DIR DEL COPY A B q grafische Benutzeroberflächen: (grafische Interpreter) stellen eine erweiterte MMS (Mensch-Maschine-Schnittstelle) zur Verfügung: Der Computer ist für den Anwender das, was die MMS ihm zeigt. Zwei Prozesse, die durch zwei Pipes verbunden sind. Eine Pipe ist unidirektional, man kann sie nur lesen ODER schreiben! q Alternativ-Begriff: shell Prof. W. Burkard 27 Prof. W. Burkard 28 Stichworte Stichworte Notizen Notizen 27 28
  15. 15. “Ummantelung” des Systems durch Monolithische Kommandointerpreter Betriebsystemstrukturen Das Betriebssystem ist EIN Programm, eine unstrukturierte Ansammlung von Systemfunktionen, die sich auch gegenseitige uneingeschränkt nutzen können. Es unterscheidet lediglich User- und Kernel-Modus: shell-Kommandos Dienstprogramme Anwendungen grafische oder textuelle Shell (z.B. Windows-Oberfläche bzw. command.com) Betriebssystemkern mit allen Systemfunktionen Treiber A Treiber B Treiber C ... Treiber n Gerät A Gerät B Gerät C ... Gerät n Prof. W. Burkard 29 Prof. W. Burkard 30 Stichworte Stichworte Notizen Notizen 29 30
  16. 16. Virtuelle Maschinen Client-Server-Architektur Idee: Bau eines leistungsfähigen Multiuser-Multitasking-Systems durch Verwendung in einem Rechner: vorhandener, einfacher Betriebssysteme, denen ein “Verteiler” untergeschoben Client- Client- Client- Server- Server- wird. (Beispiel PC/MOS386) Prozeß Prozeß Prozeß ... Prozeß Prozeß Benutzermodus virtuelle MS-DOS-PCs Kernmodus Betriebssystemkern BS-Kern bzw. Netzwerk sichern die Kommunikation zwischen C+S DOS DOS DOS hier: Systemaufruf in einem Netz: Rechner 1 Rechner 2 Rechner 3 Rechner n hier: Ein- /Ausgabe- operation modifiziertes MSDOS-BIOS Klient Klient Klient Klient hier: TRAP (unter DOS sind dies Kern Kern Kern ... Kern SW-Interrupts) hier: TRAP ins MOS PC-MOS386-Betriebssystem Netzwerk die “nackte” Hardware des PC Nachricht vom Client zum Server Prof. W. Burkard 31 Prof. W. Burkard 32 Stichworte Stichworte Notizen Notizen 31 32
  17. 17. Alles klar ?? 1. Nennen Sie die Aufgaben von Betriebssystemen 2. Erläutern Sie den Unterschied zwischen preemptive und non-preemptive scheduling 3. Warum wird Spooling heute insbesondere bei der Ausgabe auf Drucker verwendet? 4. Worin liegt der Vorteil, wenn die Shell nicht Teil des Betriebssystems ist? 5. Warum macht das in verteilten Systemen beliebte Client/Server-Modell auch in Einzelplatzrechnern Sinn ? 6. Warum benötigt ein PC mit nur einem Prozeß keine Prozeßtabelle? 7. welche der nachstehenden Aktionen sollten nur im Kern und niemals im Benutzermodus laufen? - Sperren aller Unterbrechungsleitungen - Lesen der Tageszeit - Setzen der Tageszeit Prof. W. Burkard 33 Stichworte Notizen 33

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