Seite 1 von 3
Copyright ANXO MANAGEMENT CONSULTING GmbH 2011
Optimierung von Fertigwarenbeständen – Grand mit Vieren
Von R...
Seite 2 von 3
Copyright ANXO MANAGEMENT CONSULTING GmbH 2011
In vielen Unternehmen (nicht nur bei Händlern) greift eine sc...
Seite 3 von 3
Copyright ANXO MANAGEMENT CONSULTING GmbH 2011
über Modifikationen bei Auftragsdurchlaufzeiten, kennt Auswir...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Optimierung von Fertigwarenartikeln

257 Aufrufe

Veröffentlicht am

Veröffentlicht in: Bildung
0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
257
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
3
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
0
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Optimierung von Fertigwarenartikeln

  1. 1. Seite 1 von 3 Copyright ANXO MANAGEMENT CONSULTING GmbH 2011 Optimierung von Fertigwarenbeständen – Grand mit Vieren Von Ralf Strehlau Fertigwarenbestände werden je nach Blickwinkel des Betrachters verteufelt bis ersehnt: Sind die Bestände zu hoch, schlägt das Controlling wegen zu hoher Kapitalbindungskosten Alarm. Der hauseigene Logistiker gerät im übervollen Lager ins Schwitzen. Sind die Bestände zu niedrig, ist der Vertrieb aufgebracht, da Kundenaufträge nicht erfüllt werden können. Die Produktion versucht hektisch, A-Produkte zu fertigen und opfert optimierte Losgrößen zugunsten der Lieferfähigkeit des eigenen Unternehmens. Schon diese kleine Episode zeigt, dass viele Bereiche die Bestandshöhe an Fertigwaren mit anderen Maßstäben messen. Wo aber liegt für alle Beteiligten das Optimum? Wie kann man Lieferfähigkeit sicherstellen, ohne dem Controller graue Haare ob der Liquidität zu bescheren? Wie kann man Produktionslosgrößen optimieren, ohne die Kapazitäten des Lagers zu sprengen? Wir haben 7 Faktoren für eine erfolgreiche Optimierung des Fertigwarenbestandes zusammengestellt. Lesen Sie hier: Faktor 1: Legen Sie die Lieferfähigkeit für Ihr Sortiment fest Eine Lieferfähigkeit von 100% gibt es nicht. Das ist Wunschdenken. Es würde bedeuten, dass Sie in jedem Falle lieferfähig wären – egal was passiert. Die Kosten zur Sicherstellung dieses Zieles sind kaum bezifferbar. Legen Sie die Lieferfähigkeit pro Produktgruppe oder Kategorie fest. Stufen Sie Ihr Sortiment entsprechend der Unternehmensstrategie ein und halten Sie diese Lieferfähigkeit aufrecht. Sowohl die Festlegung als auch die Einhaltung sind ein anspruchsvolles Ziel für alle Beteiligten – wie die Diskussion mit vielen Vertriebs- und Logistikleitern in der Vergangenheit zeigte. Faktor 2: Überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen Ihre Variantenvielfalt Natürlich ist jeder Kunde wichtig und natürlich möchte der Vertrieb gern auf Kundenwünsche eingehen, um Kunden enger zu binden und mehr Umsatz generieren zu können. In regelmäßigen Abständen ist es dennoch vonnöten, das Produktportfolio auf Absatz, Umsatz und Rendite zu überprüfen. Erstellen Sie z.B. die berühmte Renner-Penner-Liste. In der anschließenden Diskussion sollte es auch keine „heiligen Kühe“ geben – wie es mir in einem Projekt passierte, als ich das Lieblingsprodukt des Unternehmensgründers zu Disposition stellte.
  2. 2. Seite 2 von 3 Copyright ANXO MANAGEMENT CONSULTING GmbH 2011 In vielen Unternehmen (nicht nur bei Händlern) greift eine schleichende Sortimentsausweitung um sich. Nicht selten passiert es, dass Produkte vergleichbar oder identisch sind und damit die Variantenvielfalt ohne Mehrwert für den Kunden nach oben treiben. Faktor 3: Beleuchten Sie die Anzahl der Lagerstufen näher Je mehr Lagerstufen Sie haben, desto höher sind die bestandsbezogenen Kosten. Dabei geht es nicht nur um Kapitalbindungskosten, sondern auch um Handlingkosten (die Ware muss mehrmals angefasst werden), um Lagerungskosten (sie lagert 2x) sowie um den erhöhten Bestand durch Vorhaltung von Sicherheitsbeständen in mehreren Lagerstufen. In meiner Praxis habe ich nicht nur ein Unternehmen kennengelernt, das neben dem Zentrallager am Produktionsstandort die Bestände zusätzlich in den Regionen nah am Kunden vorgehalten hat. Hier ist zu prüfen, ob bei Wegfall einer der beiden Lagerstufen die festgelegte Lieferfähigkeit gehalten wird. Faktor 4: Legen Sie eindeutige Verantwortlichkeiten für die Lagerbestände fest Wer beeinflusst bei Ihnen die Höhe der Bestände? Die Produktion – weil sie stets nach produktionsoptimalen Losgrößen fertigt und eine hohe Maschinenauslastung im Blick hat? Oder der Vertrieb – weil alle Produkte immer auf Lager sind, damit jederzeit alle Kundenwünsche befriedigt werden können? Oder die Logistik – weil sie den Abverkauf nach Historiendaten prognostiziert? Nicht in allen Unternehmen können die Beteiligten auf die eingangs gestellte, einfache Frage eine klare Antwort geben. Bei der Besichtigung einer mittelständischen Brauerei stellte ich diese Frage beim Rundgang an Geschäftsführer, Produktionsleiter, Leiter Logistik und Leiter Vertrieb. Die folgende sehr emotional geführte Diskussion in der Führungsebene begann bereits auf dem Hof und wurde am Besprechungstisch ergebnislos abgebrochen. Faktor 5: Bündeln Sie das Wissen über Einflüsse auf den Bestand entlang der Wertschöpfungskette Jeder Bereich kann und muss etwas zur Transparenz beitragen. So hat z.B. nur der Vertrieb Kenntnis über geplante Aktionen, über Änderungen von Sortimenten und Kollektionen oder über Veränderungen auf der Kundenseite. Die Produktion kennt Auswirkungen technologischer Veränderungen auf Produktionsabläufe, Rüstzeiten, Produktionsausstöße oder geplante Maschinenausfallzeiten. Die Logistik hat Informationen
  3. 3. Seite 3 von 3 Copyright ANXO MANAGEMENT CONSULTING GmbH 2011 über Modifikationen bei Auftragsdurchlaufzeiten, kennt Auswirkungen unterschiedlicher Auftragsgrößen und weiß über die Besonderheiten bei der Auftragszusammenstellung einiger Kunden. Alle Bereiche müssen auf Augenhöhe miteinander arbeiten und gemeinsam miteinander reden – nicht übereinander. Sehr häufig wird mein guter Rat bzgl. einer wöchentlichen Lieferrunde auf Abteilungsleiterebene dankbar aufgenommen und im Unternehmen umgesetzt. Faktor 6: Stellen Sie Ihr Dispositionsmodell zur Planung des Bestandes in Frage Wissen Sie, welches Prognoseverfahren Ihrem Dispositionsmodell zugrunde liegt? Sind dies fundierte und erprobte mathematische Algorithmen? Wie werden z.B. Verkaufsaktionen der Vergangenheit berücksichtigt und kenntlich gemacht, um diese singulären Effekte zu werten? Können Ihre Disponenten mit der Software kleine Simulationen durchführen, um die Auswirkungen ihres Handelns abschätzen zu können? Es kommt immer wieder vor, dass ein Mal angeschaffte Softwareunterstützung nicht mehr in Frage gestellt wird. Damit nehmen Sie sich eine Chance, die Bestände zu optimieren. Seien Sie also skeptisch. Faktor 7: Überprüfen Sie die in Ihrer Software hinterlegten Stammdaten auf Aktualität Stammdaten sind in vielen Unternehmen ein kritisches Thema. Einmal erfasst, wird nie wieder etwas daran geändert, um „nichts kaputt zu machen“ oder weil es schlicht vergessen wird. Stammdaten haben eine wichtige Funktion. Auf diesen Daten basieren die wesentlichen Abläufe. Sind diese Informationen falsch oder nicht mehr aktuell, werden Prozesse falsch gesteuert. Dann läuft es nach dem Prinzip MIMO: Mist in – Mist out. Untersuchen Sie, wann welche Daten das letzte Mal aktualisiert wurden und legen Sie Verantwortlichkeiten und Routinen dazu fest. Welche Maßnahmen haben welche Bereiche Ihres Unternehmens in letzter Zeit auf den Weg gebracht, um Lieferfähigkeit, Kapitalbindungskosten, Produktionskosten und Lagerungskosten in Balance zu halten oder zu bringen? Viele Faktoren aus unterschiedlichen Bereichen beeinflussen das Optimum. Bestandsoptimierung ist aus diesem Grunde nichts für Leitwölfe, die einsam ihre Runden ziehen; sprich: Entscheidungen treffen. An der Optimierung des Bestandes müssen mehrere Parteien teilnehmen – wie beim Skat. Erst dann wird ein Spiel daraus – vielleicht sogar ein Grand mit Vieren. Den größten Gewinn erzielt im Übrigen das Unternehmen: Die Verringerung des Bestandes um einen einstelligen Prozentpunkt hat die gleiche Auswirkung auf die Liquidität wie ein Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich. Sollten Sie Fragen zu den 7 Faktoren haben, dann sprechen Sie uns unter ralf.strehlau@anxo-consulting.com oder 06192 / 402 69 0 an. Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung. ANXO. Wir verändern Ihre Welt.

×