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Early Bird oder nachtaktive Eule

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Early birds fällt es leicht früh aufzustehen und sie können sich auch in dieser Zeit am besten konzentrieren. Die Eulen wiederum stehen gern spät auf und kommen im Laufe des Tages erst richtig in Fahrt. Wann ist denn Ihre "Zeit" um konzentriert und kraftvoll zu arbeiten?

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Early Bird oder nachtaktive Eule

  1. 1. Seite 1 von 4 Copyright ANXO MANAGEMENT CONSULTING GmbH 2011 Early Bird oder nachtaktive Eule? Wann ist denn Ihre „Zeit“ um konzentriert und kraftvoll zu arbeiten? Artikel von Dagmar Strehlau Finden Sie es auch erschreckend, wenn Sie Emails von Kunden, Kollegen und Geschäftspartnern erhalten, die auf 05:00 Uhr früh datiert sind oder erschreckt es Sie mehr, Emails die um 24:00 Uhr in der Nacht verfasst wurden, zu erhalten? Wie sind Sie selbst gestrickt? Was ist Ihre ideale Zeit am Tag (oder in der Nacht) um konzentriert und aktiv zu arbeiten? Fällt es Ihnen leicht sich auf unterschiedliche Zeitzonen einzustellen, wenn Sie zu Kunden oder Geschäftspartnern nach Übersee müssen? Wie sieht es aus mit Meetings am frühen Morgen oder auch einmal bis spät in die Nacht? Welche Zeit ist für Sie angenehmer? Wie bei vielem im Leben lassen sich auch hier „Typen“ feststellen. Bei den Zeittypen oder auch „Chronotypen“ genannt, lassen sich Morgen-, Abend- und Mischtypen unterscheiden: der Morgentypus wird dabei als „Lerche“ tituliert, der Abendtypus läuft wie leicht zu erraten ist, unter der Bezeichnung „Eule“. Morgentypen fällt es leicht früh aufzustehen und sie können sich auch zu dieser Zeit am besten konzentrieren und aktiv sein, im Gegenzug gehen sie gerne früh schlafen und reagieren relativ ungehalten, wenn sich die Schlafenszeit nach hinten verschiebt. Die Eulen wiederum stehen gerne spät auf, kommen im Laufe des Tages richtig in Fahrt und arbeiten auch gerne bis spät in die Nacht. Die Einordnung in die verschiedenen Chronotypen verläuft unter Berücksichtigung verschiedener Rhythmen, die uns teilweise biologisch vorgegeben sind – dies ist die sogenannte „innere Uhr“, die unterschiedliche Funktionen im Körper steuert und uns damit einen gewissen Tagesrhythmus vorgibt (angefangen vom Hormonhaushalt, über die Körpertemperatur bis hin zum Blutdruck, etc.).
  2. 2. Seite 2 von 4 Copyright ANXO MANAGEMENT CONSULTING GmbH 2011 Andere Mechanismen kommen von außen, hier sind z.B. das Tageslicht zu nennen oder auch die sozialen und soziokulturellen Tagesrhythmen, die z.B. Arbeit, Essenszeiten, Hobbys, etc. uns vorgeben. Diese innere Uhr ist keine Funkuhr, die einheitlich tickt. So wie wir in unserem Äußeren und in unserem Charakter sehr individuell sind, so ist dies auch mit unserer inneren Uhr. Daher kann man auch nur von Präferenzen in der bevorzugten Tageszeit sprechen. Das Problem unserer Zeit ist aber, dass wir selten individuell mit „unserer Zeit“ umgehen können. Allein die Zeitumstellung jeweils auf Sommer- bzw. Winterzeit bereitet vielen Menschen Probleme. Extremer wird es noch bei Menschen, die viel unterwegs sind und sich permanent auf neue Zeitzonen einstellen müssen oder auch bei Schichtarbeitern, mit ständig wechselnden Arbeitszeitrhythmen. Das Phänomen des Jetlags ist jedem, der einmal weltweit unterwegs war, bekannt und es ist sehr hart für viele, diese unterschiedlichen Zeiten auch rein körperlich zu „verdauen“. Die Mischtypen sind in der Bevölkerung am häufigsten vertreten, gefolgt von den Lerchen, das Schlusslicht bilden die Eulen. Diese Unterrepräsentanz bedeutet aber auch, dass viele der Eulen mit den eher „lerchenhaften“ Arbeitszeiten Probleme bekommen. Manche Forscher gehen sogar soweit von einem „sozialen Jetlag“ zu sprechen (Roenneberg, T.). Die nachtaktiven Eulen kämpfen im Regelfalle mit den zeitlichen Gesetzmäßigkeiten einer „Lerchengesellschaft“ und kämpfen teilweise auch um ihren guten Ruf „fleißige Mitarbeiter“ zu sein. Es gibt inzwischen Arbeitgeber, die ganz bewusst „Meetingzeiten“(von ca. 9:30 Uhr bis 15:00 Uhr) in ihrem Unternehmen definieren, um so sowohl den Lerchen, als auch den Eulen die Chance zu geben, wirklich mit voller Kraft an den Treffen teilzunehmen. Schaut man sich die Typologie genauer an, zeigt es sich, dass die Chronotypen Rückschlüsse auf Eigenschaften wie Persönlichkeit und Intelligenz ziehen lassen. Studien verdeutlichen, dass die Lerchen häufig eher introvertiert und weniger kreativ als die Abendtypen sind. Die Eulen sind eher extrovertiert, kreativ, gelten als eher unkonventionell und innovativ (ist Ihnen schon einmal aufgefallen wie viele abendliche und nächtliche Emails es von Werbeagenturen und sonstigen kreativen Köpfen gibt?), neigen aber auch eher zu Stimmungsschwankungen und Schlafproblemen. Abendtypen sind auch eher Raucher und
  3. 3. Seite 3 von 4 Copyright ANXO MANAGEMENT CONSULTING GmbH 2011 haben einen erhöhten Koffeinverbrauch. Wobei hier auch ein Ursache-Wirkungsphänomen zu beachten ist. Muss ich als „Abendvogel“ den Gesetzmäßigkeiten meines Arbeitgebers bezüglich früher Arbeitszeiten folgen, versuche ich natürlich meine Müdigkeit durch Kaffeekonsum in den Griff zu bekommen. Auch Schlafstörungen treten beim Abendtypus häufiger auf, da er meist gegen den Strom mit seinen eigentlich präferierten Schlafzeiten schwimmt. Interessanterweise ist so die Arbeitswoche für die Lerche im allgemeinen leichter und einfacher zu gestalten, das Wochenende aber mit den Abendaktivitäten bringt sie aus dem Rhythmus, denn sie wird auch bei späten Bettzeiten morgens früh wach. Diese Rhythmusverschiebung bereitet ihr hier große Schwierigkeiten. Auch ein Grund dafür, dass Lerchen meist größere Schwierigkeiten bei Schichtarbeitsplätzen haben. Neben den äußeren Faktoren, die hier unsere innere Uhr mit beeinflussen, gibt es noch den Faktor des Alters, der sich sehr stark auf unsere morgendliche oder abendliche Präferenz auswirkt. Kleinen Kindern oder Grundschulkindern fällt es meist sehr leicht früh aufzustehen – auch wenn sie eigentlich eher Nachteulen sind. Dies ändert sich meist dramatisch, wenn die Kinder zu Teenagern und jungen Erwachsenen werden, hier werden die Probleme immens, morgens früh aus dem Bett und pünktlich zur weiterführenden Schule oder zur Uni zu kommen. Häufig fällt es Ihnen daher schwer sich richtig zu konzentrieren und aktiv am Unterricht zu beteiligen. Als Erwachsener und älterer Mensch wiederum werden wir langsam wieder zum Early Bird und stehen lieber wieder früh auf. Das heißt eine gewisse Verschiebung in der Chronotypologie ist allein durch das Lebensalter gegeben. Interessant ist der Zusammenhang zwischen Chronotypen, Intelligenz und akademischer Leistung. Aus Studien im Bereich der Chronotypologie zeigt sich die Tendenz bei den Abendtypen über ein hohes Arbeitsgedächtnis, hohe Problemlösefähigkeit und ein besseres schlussfolgendes Denken zu verfügen. Im Ganzen zeigte es sich, dass die Tendenz zum Abendtypus zwar schwach, aber positiv mit Intelligenz korreliert (Hahn, E., Preckel & Spinath, F.). Allerdings zeigen über viele Studien hinweg die Abendtypen eine negative Korrelation mit den akademischen Leistungen. Dies zeigt einen interessanten Zusammenhang mit dem oben beschriebenen Phänomen, welches gerade Jugendliche und junge Erwachsene betrifft. Die Schule beginnt meist sehr
  4. 4. Seite 4 von 4 Copyright ANXO MANAGEMENT CONSULTING GmbH 2011 früh, die Abendtypen sind so noch eindeutig in der Schlafphase und nicht bereit sich zu konzentrieren. (Die Lerchen unter den Jugendlichen sind damit eindeutig im Vorteil, denn dies ist „ihre“ Zeit am Tag.) So kommt es leicht zu schlechten Schulnoten und –abschlüssen bei den Nachteulen, obwohl sie von der Intelligenzstruktur weitaus besser dastehen könnten. Dies ist gerade für Führungskräfte und Personalabteilungen ein wichtiger Hinweis, nicht von den Schulnoten automatisch auf das Potenzial eines Bewerbers zu schließen. Schon manch ein Bewerber, den man einlud, weil er an sich einen guten Eindruck machte, aber die Schul- oder Uninoten sich eher im unteren Mittelfeld bewegten, überraschte später mit einer exzellenten Leistung. Nachteulen werden da häufig unterschätzt. Wenn Sie selbst einmal herausfinden möchten, ob Sie eher ein Nachtvogel oder ein Early Bird sind, können Sie dies per Internet auf der Seite www.euclock.org oder über die Webseite der Fakultät für klinische Psychologie der Universität München einmal versuchen. Dieser Artikel kann natürlich die Phänomene der Chronotypologie nur kurz skizzieren. Ist Ihr Interesse aber geweckt, so sprechen Sie uns gerne an! Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne unter dagmar.strehlau@anxo- consulting.com (Tel.: +49 6192 402 69 0) zur Verfügung. ANXO. Wir verändern Ihre Welt. Quellen: - Hahn, E.; Preckel, F. & Spinath, F.M.: Das Eule-Lerche-Prinzip- Report Psychologie (2011) - Dinich, J. Die Auswirkungen des Chronotypus auf Verhalten und Erleben über die Lebensspanne (2003) - Dinich, J;. Merrow, M;. Roenneberg, T. & Wittman, M. (2006): Social Jetlag: Mis- alignment of Biological and Social Time", Chronobiology International

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