Seite 1 von 3
Copyright ANXO MANAGEMENT CONSULTING GmbH 2011
Outsourcing ist wie Ehe auf Zeit. Himmelhoch jauchzend – zu T...
Seite 2 von 3
Copyright ANXO MANAGEMENT CONSULTING GmbH 2011
Definieren Sie, was Sie erreichen wollen. Geht es darum, den ...
Seite 3 von 3
Copyright ANXO MANAGEMENT CONSULTING GmbH 2011
Punkt 4: Regelmäßige und geplante Abstimmung auf operativer E...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Controlling Outsourcing

361 Aufrufe

Veröffentlicht am

Veröffentlicht in: Business
0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
361
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
2
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
0
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Controlling Outsourcing

  1. 1. Seite 1 von 3 Copyright ANXO MANAGEMENT CONSULTING GmbH 2011 Outsourcing ist wie Ehe auf Zeit. Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt? Von Ralf Strehlau Der Auftraggeber hat in einem Verfahren den Logistikdienstleister ausgewählt. Gemeinsam wurde der Vertrag sowie die Service Level Agreements (SLA) unterzeichnet. Der Dienstleister zieht ggfs. beim Auftraggeber ein und beide starten hochmotiviert in die gemeinsame Zukunft – wie in der Ehe. Alles ist in bester Ordnung. Damit nach erster Euphorie und blumigen Pressemeldungen nicht Katerstimmung einsetzt, sollten ein paar wichtige Punkte berücksichtigt werden, die häufig im Tagesgeschäft untergehen. Punkt 1: Verantwortungen festlegen und im Tagesgeschäft umsetzen Legen Sie gemeinsam vor dem Start der Zusammenarbeit fest, wer wofür verantwortlich ist. Bitte bedenken Sie, dass Verantwortung unteilbar ist. Das gilt nicht nur im Innenverhältnis zwischen Auftraggeber und Dienstleister, sondern auch im Außenverhältnis zum Kunden. Auch, wenn Sie als Verlader Ihre Lagerbewirtschaftung in fremde Hände gelegt haben, sind Sie gegenüber Ihren Kunden immer noch für die Lieferung der Ware (bei frei Haus- Lieferungen) verantwortlich. Und das wird dieser auch einfordern. Fragen Sie Ihren Vertrieb! Stellen Sie zu den Verantwortlichkeiten gemeinsame Regeln auf und überlegen Sie auch, wie bei bestimmten Ausnahmen vorzugehen ist. Dabei hilft häufig das Denken in Szenarien und die Erstellung einer „Erste-Hilfe-Unterlage“: Was ist zu tun, wenn…? Die Einhaltung der Regeln muss im Tagesgeschäft von beiden Seiten sichergestellt werden und sollte ein Agendapunkt im Tagesmeeting sein. In einer guten Ehe gibt es auch Spielregeln, wie das richtige Aufrollen der Zahnpastatube, der richtige Lagerort der TV-Fernbedienung oder die richtige Höhe des Weinbestandes, deren Einhaltung häuslichen Frieden beschert; Zuwiderhandlungen aber ungeahnte Folgen haben können. Punkt 2: Die richtigen Kennzahlen an den richtigen Stellen definieren Der gemeinsame Wunsch, durch die neue Geschäftsbeziehung schlummernde Potenziale heben zu können und ständig besser zu werden, führt häufig zu einer Flut an Kennzahlen die im Tagesgeschäft erhoben werden sollen – oder liegt die Ursache eher im mangelnden Misstrauen? Gehen wir von Ersterem aus! Dann ist es sinnvoll, gemeinsam nicht mehr als 5 Kennzahlen festzulegen. Dies gilt dabei für jede Hierarchieebenen separat: Entscheider werden eher Kostenkenn- zahlen in den Vordergrund stellen; Operative eher Performance-Kennzahlen.
  2. 2. Seite 2 von 3 Copyright ANXO MANAGEMENT CONSULTING GmbH 2011 Definieren Sie, was Sie erreichen wollen. Geht es darum, den Kunden schneller zu beliefern, sollte der Auftragsdurchlauf vom Abruf bis zur Kundenrampe (bei Frei-Haus-Lieferungen) gemessen werden. Ist das Ziel, den Kunden pünktlich zu beliefern, werden zugesagter Liefertermin und tatsächlicher Anliefertermin gegenübergestellt. Legen Sie auch fest, an welcher Stelle im Prozess die Kennzahlen gemessen werden und welche Faktoren einfließen sollen, damit es im Nachgang nicht zu Missverständnissen kommt. So habe ich in einem Projekt erlebt, dass die gemessene Lieferperformance (vollständig und pünktlich ausgesendete Sendungen) zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer um 25% differierte, weil der exakte Messpunkt nicht abgestimmt war. Damit ist Stress vorprogrammiert. Wie wird dieses Thema in einer guten Ehe angegangen? Es ist sicher illusorisch, dass Kosten- oder Perfomance-Kennzahlen gebildet werden. Sind wir aber ehrlich, bildet sich auf beiden Seiten eine Erwartungshaltung z.B. über gewisse Budgets heraus, deren Einhaltung i.d.R. gebilligt, deren Nichteinhaltung jedoch zu Missstimmungen führt. Dabei gibt es Klassiker, wie z.B. die Kosten für die Hobbys der Partner oder auch die Friseurkosten. Punkt 3: SLA-Zielerreichung regelmäßig messen und managen SLA und die damit verbundenen Kennzahlen müssen regelmäßig gemessen und besprochen werden. Sonst müssen sie als zahnloser Tiger eingeordnet werden. Die Kennzahlen auf Entscheiderebene sollten einem regelmäßigen Review unterzogen werden und spätestens 1x jährlich zwischen Auftraggeber und Dienstleister diskutiert werden. Ziel ist es, ein Resümee über die bisherige Zusammenarbeit zu ziehen und gemeinsam die nächste Phase zu planen. Das können z.B. Anpassungen der Kennzahlenwerte sein oder auch Performanceverbesserungen. Wichtig ist, dass beide Seiten den Sinn einer solchen Diskussion sehen oder den SLA in der gemeinsamen Arbeit nutzen. Bitte bedenken Sie, dass ein SLA als Steuerungsinstrument dient und nicht nur als Kontrollinstrument. Nach dem „Blick in den Rückspiegel“ müssen gemeinsame Aktivitäten definiert werden, um die Situation zu verbessern und nicht nur Pönale festgelegt werden. In einer guten Ehe werden anhand eines gemeinsamen Verständnisses in regelmäßigen Abständen kritische Themen auf den Tisch gebracht, um diese zu lösen. Jeder von Ihnen kennt die Situation, wenn die regelmäßige Mithilfe im Haushalt eingefordert oder wenn das Jahresgespräch über die familiären Finanzen geführt wird.
  3. 3. Seite 3 von 3 Copyright ANXO MANAGEMENT CONSULTING GmbH 2011 Punkt 4: Regelmäßige und geplante Abstimmung auf operativer Ebene (Tagesgeschäft) Die operativen Kennzahlen müssen in jedem Fall in den Tages- oder Wochengesprächen zur Diskussion kommen. Die Einhaltung oder auch Nichteinhaltung hat wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft und die Kundenbeziehung des Auftraggebers. Wenn die Kennzahlenwerte nicht erreicht werden, muss schnell gehandelt werden. Aktivitäten nach dem Prinzip „Wer macht was bis wann?“ müssen erarbeitet und umgesetzt werden. Ein Aufschieben der Kennzahlenbetrachtung riskiert die Zusammenarbeit der Partner. Dies muss bewusst sein. Dabei sind sowohl der Auftraggeber als auch der Dienstleister in der Pflicht, regelmäßige Zusammenkünfte zu fordern und zu organisieren. In einer guten Ehe finden diese „Gespräche rund ums das Tagesgeschäft“ häufig am sonntäglichen Frühstücktisch statt. Auch hier werden manchmal kritische Themen angesprochen und gemeinsam Lösungen gefunden. Jeder kennt zumindest die Diskussionen um die Terminierung längst fälliger häuslicher Reparaturen. Die Festigung der Partnerschaft muss von beiden Seiten ausgehen und Teil des Tagesgeschäftes sein. Dabei sollte keiner der Partner sich auf die eigene Position zurückziehen, sonst wird das gemeinsame Vorhaben gefährdet. Ein Journalist und Verleger hat mal gesagt: „Je kaputter eine Partnerschaft, umso mehr fällt jedem ein, was der andere zur Verbesserung der Situation tun könnte.“ Denken wir positiv: In einer guten Partnerschaft, denkt jeder darüber nach, was er zur Verbesserung der Situation tun kann. Wenn wir Ihnen dabei helfen können, in Ihrer Outsourcing-Beziehung noch besser zu werden, dann sprechen Sie uns unter ralf.strehlau@anxo-consulting.com oder 06192 / 402 69 0 an. Wir stehen Ihnen gern zur Verfügung. ANXO. Wir verändern Ihre Welt.

×