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<ul><li>Kapitalismus – Krisen – </li></ul><ul><li>Krisenausgänge </li></ul>
<ul><li>Mit den in der Krise propagierten Konzepten der »Wirtschaftsdemokratie« oder des »sozial-ökologischen Umbaus« wird...
<ul><li>»What is to be done and who – the hell – will do it? « (David Harvey 2009)  </li></ul>
 
 
<ul><li>Wenn von Seiten der Regierenden verkündet wird, die Krise sei überwunden, wenn der »Zustand vor der Krise« wieder ...
<ul><li>In einer materialistischen Krisenheuristik besteht die entscheidende Funktion ökonomischer Krisen nicht prinzipiel...
<ul><li>» Ausgeschlossen kann werden, dass die unmittelbaren Wirtschaftskrisen von sich aus fundamentale Ereignisse hervor...
<ul><li>Krise ist nicht gleich Krise. Im historischen Verlauf hat sich nicht nur der Typus der Krisen erheblich verändert ...
<ul><li>In »großen Krisen« des Kapitalismus (1929ff; 1974/75ff; 2008ff) ist keine Krisenüberwindung im bestehenden Gefüge ...
Zum Charakter der Krise <ul><li>„ Alles, was auf Erden erfunden wird, / liegt irgendwo schon auf der Lauer“   </li></ul><u...
These (1) <ul><li>Die aktuelle Krise ist das Ergebnis prozessierender Widersprüche der vorhergehenden Prosperitätskonstell...
<ul><li>Zugespitzt ließe sich behaupten, dass es die Krise der gewerkschaftlichen Organisation war, die die gegenwärtige K...
These (3) <ul><li>Krisenausgänge sind weder eindeutig vorherbestimmbar, noch beliebig kontingent: ob sich Krisen des Kapit...
<ul><li>»Was die Situation verschlimmert, ist, dass es sich um eine Krise handelt, bei der verhindert wird, dass die Eleme...
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Problem 1: Betriebliche Strukturen <ul><li>»Die entscheidende Grundlage für die Führung des Kampfes war … die ständige Unt...
Problem 2: Gewerkschaftsidentität <ul><li>„ Es gibt nun mal in der deutschen Gewerkschaftsbewegung sehr viel mehr Rechtsse...
noch Problem 2 <ul><li>»In der zugespitzten Lage der Werftindustrie entstehen Konstellationen, in denen mit den Mitteln de...
Problem 3: Regionale Strukturpolitik <ul><li>» Es ist von der IG Metall vorgeschlagen worden, ohne das Zutun der Kollegen ...
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Problem 4: Makroökonomische Flankierung <ul><li>Auch in autonomen gewerkschaftlichen Arbeitskreisen entwickelte Konzeption...
noch Problem 4 <ul><li>Betriebliche Strategien »alternativer Produktion« (auch: »wie wollen wir arbeiten«) bleiben unter d...
Problem 5: Transnationale Produktion <ul><li>Die Durchsetzung alternativer Fertigungskonzepte auf der einzelbetrieblichen ...
noch Problem 5 <ul><li>Sind alternative Entwicklungspfade nur als Prozesse der »De-Globalisierung« denkbar? Welche Vision ...
Problem 6: Betrieb und soziale Bewegung <ul><li>Die vor allem sich um die Werftenkrise der 1970er und 1980er Jahre gruppie...
Problem 7: Eigentumsverhältnisse <ul><li>»Vor die Demokratie im Betrieb hat das bürgerliche Recht das Eigentum, das Arbeit...
noch Problem 7 <ul><li>Die Durchsetzungschancen alternativer Entwicklungspfade steigen, wenn sie nicht allein von privatka...
<ul><li>Konversion der Produktionsstrukturen kann sich nicht nach einem bereits niedergelegten Schema vollziehen. Die gege...
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Power Point Presentation of Bernd Röttger at the Dialogforum on Peak Oil and Economy in St. Georgen, 8./9.3.2010

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  1. 1. Powerdown – Dialogforum Wirtschaft und Arbeit Konversion von Branchen. » Alternative Produktion « als Krisenpolitik: Strategieprobleme wirtschaftlichen Pfadwechsels Bernd Röttger
  2. 2. Überblick <ul><li>Kapitalismus, Krisen und Krisenausgänge: Zum Charakter der gegenwärtigen Krise </li></ul><ul><li>Traditionslinien alternativer Betriebs- und Produktionspolitik </li></ul><ul><li>Strategieprobleme von »Konversion« und »alternativer Produktion« </li></ul>
  3. 3. <ul><li>Kapitalismus – Krisen – </li></ul><ul><li>Krisenausgänge </li></ul>
  4. 4. <ul><li>Mit den in der Krise propagierten Konzepten der »Wirtschaftsdemokratie« oder des »sozial-ökologischen Umbaus« wird die aktuelle Weltwirtschaftskrise als »große Krise« interpretiert, deren Überwindung nicht nur einen Bruch mit bisherigen Formen der Wirtschaftsregulation, sondern auch die Durchsetzung eines »neuen Produktionsmodells« voraussetzt. </li></ul>
  5. 5. <ul><li>»What is to be done and who – the hell – will do it? « (David Harvey 2009) </li></ul>
  6. 8. <ul><li>Wenn von Seiten der Regierenden verkündet wird, die Krise sei überwunden, wenn der »Zustand vor der Krise« wieder hergestellt ist und zu den »bewährten« Mustern der Wirtschaftsregulation zurückgekehrt werden könne, deutet das auf konservierende Krisenpolitik hin. </li></ul>
  7. 9. <ul><li>In einer materialistischen Krisenheuristik besteht die entscheidende Funktion ökonomischer Krisen nicht prinzipiell in der Bestandsgefährdung der kapitalistischen Produktionsweise, sondern paradoxerweise in ihrer Bestandssicherung . Ökonomische Krisen fungieren dann als »ökonomisches Moment der Regeneration politischer Macht des Kapitals«. Elmar Altvater (1983/71) </li></ul>
  8. 10. <ul><li>» Ausgeschlossen kann werden, dass die unmittelbaren Wirtschaftskrisen von sich aus fundamentale Ereignisse hervorbringen; sie können nur einen günstigeren Boden für die Verbreitung bestimmter Weisen bereiten, die für die ganze weitere Entwicklung des staatlichen Lebens entscheidenden Fragen zu denken, zu stellen und zu lösen. « (Gramsci, Gef., H. 13, § 17, 1563) </li></ul>
  9. 11. <ul><li>Krise ist nicht gleich Krise. Im historischen Verlauf hat sich nicht nur der Typus der Krisen erheblich verändert ( Krisenursachen ), sondern haben sich auch unterscheidbare Krisenausgänge herausgebildet. </li></ul>
  10. 12. <ul><li>In »großen Krisen« des Kapitalismus (1929ff; 1974/75ff; 2008ff) ist keine Krisenüberwindung im bestehenden Gefüge der Regulation mehr möglich; die Krise entfaltet sich als Prozess gesamtgesellschaftlicher Umwälzungen, die einen neuen »Entwicklungstyp« als Ergebnis sozialer Kämpfe generieren (kapitalistische Regulation als »glückliche Fundsache« (Lipietz) . </li></ul>
  11. 13. Zum Charakter der Krise <ul><li>„ Alles, was auf Erden erfunden wird, / liegt irgendwo schon auf der Lauer“ </li></ul><ul><li>(Peter Rühmkorf) </li></ul>
  12. 14. These (1) <ul><li>Die aktuelle Krise ist das Ergebnis prozessierender Widersprüche der vorhergehenden Prosperitätskonstellation (neoliberale Globalisierung), d.h. im Kern das Ergebnis einer gigantischen Umverteilung von unten nach oben sowie der Privatisierung der sozialen Sicherungssysteme und des Sozialstaates (Hypotheken ersetzen den sozialen Wohnungsbau). </li></ul>
  13. 15. <ul><li>Zugespitzt ließe sich behaupten, dass es die Krise der gewerkschaftlichen Organisation war, die die gegenwärtige Krise des Kapitalismus hervorgerufen hat. Ihr ist es nicht gelungen, den Geldhahn, aus dem sich die spekulativen Blasen speisten, abzudrehen, und es ist ihr nicht gelungen, durch tarif- und strukturpolitische Interventionen das industrielle Spezialisierungsprofil exortgestützter Wachstumspfade zu transformieren. </li></ul>These (2)
  14. 16. These (3) <ul><li>Krisenausgänge sind weder eindeutig vorherbestimmbar, noch beliebig kontingent: ob sich Krisen des Kapitalismus zu »großen Krisen« entfalten, lässt sich nur ex post bestimmen; dennoch gibt es in jeder Krise bestimmte objektive Handlungskorridore, in denen kapitalistische Krisenüberwindung möglich ist. </li></ul>
  15. 17. <ul><li>»Was die Situation verschlimmert, ist, dass es sich um eine Krise handelt, bei der verhindert wird, dass die Elemente der Lösung sich mit der nötigen Geschwindigkeit entwickeln; wer herrscht, kann die Krise nicht lösen, hat aber die Macht [zu verhindern], dass andere sie lösen, das heißt hat nur die Macht, die Krise selbst zu verlängern .« (Gramsci) </li></ul>
  16. 18. <ul><li>Traditionslinien alternativer Betriebs- und Produktionspolitik </li></ul>
  17. 19. <ul><li>Krisenpolitik der Gewerkschaften ist Abwehrkampf . Krisen können aber auch mit eingeschliffenen politischen Formen der Konfliktaustragung brechen. Arbeitskonflikte reflektieren in solchen Situationen immer zugleich die »institutionell determinierende Logik« wie sie (oft) einen »Angriff auf diese Logik« darstellen ( Fox Piven/Cloward 1986/8). </li></ul>
  18. 20. <ul><li>In der »Krise des Fordismus « wurden zum einen korporatistische Krisenregulierungen verstärkt. Gewerkschaften wurden zu »Experten für sozialverträglichen Beschäftigungsabbau « . Zum anderen entstanden in Branchen- und Regionalkrisen auch »unkonventionelle « Konzeptionen: »Rüstungskonversion « , »alternative Produktion « , »qualitatives Wachstum « usw. </li></ul>
  19. 21. <ul><li>Uhrenhersteller Lip , Frankreich (Betriebsbesetzungen 1973 und 1976; 1980 Gründung einer Kooperative bis 1985) </li></ul><ul><li>Luftfahrt- und Rüstungskonzern Lucas Aerospace , Großbritannien (1976 Plan zur Rüstungskonversion (Wärmepumpen, Ultraschallgeräte, Hybridmotoren); Entwicklungsingenieur Mike Cooley 1981 entlassen) </li></ul>
  20. 22. <ul><li>Memorandum 1982: Qualitatives Wachstum statt Gewinnförderung </li></ul><ul><li>Herbst 1981: Gründung des ersten AK Alternative Produktion bei der Blohm und Voss AG (bis Mitte der 1980er Jahre entstanden über 40 solcher betrieblichen Arbeitskreise (nicht nur) in Bremen, Hamburg, Emden oder Kiel) </li></ul>
  21. 23. <ul><li>Gemeinsam war diesen Aktivitäten a) die Aktivierung der unmittelbaren Produzentenwissens (»Tradiertes Arbeiterwissen ist auch eine Wissenschaft! « ); b) das Ziel der Demokratisierung betrieblicher Entscheidungsprozesse; c) Forderungen nach einer makroökonomischen Flankierung (»Vergesellschaftung « ) und demokratischer Konstitution der Region (regionale Wirtschafts- und Strukturräte). </li></ul>
  22. 24. <ul><li>Kooperativfabriken: »Ihr großes Verdienst besteht darin, praktisch zu zeigen, dass das bestehende despotische und Armut hervorbringende System der Unterjochung der Arbeit unter das Kapital verdrängt werden kann durch das demokratische und segensreiche System der Assoziation von freien und gleichen Produzenten« (Forderungen der IAA, 16/195). </li></ul>
  23. 25. <ul><li>Gemeinsam ist ihnen auch, dass sie </li></ul><ul><li>a) die Zuspitzung betrieblicher ökonomischer Krisen (Rationalisierungen, Entlassungen, Werksschließungen) voraussetzten, </li></ul><ul><li>b) nur in massiven Konflikten mit dem Kapital (oft: im Zuge von Betriebsbesetzungen) sich bildeten; </li></ul><ul><li>c) scheiterten… </li></ul>
  24. 26. <ul><li>Strategieprobleme alternativer Produktion </li></ul>
  25. 27. Problem 1: Betriebliche Strukturen <ul><li>»Die entscheidende Grundlage für die Führung des Kampfes war … die ständige Unterrichtung der Belegschaft und deren intensive Einbeziehung in Aktionen der vielfältigsten Art. « Getragen waren die Initiativen oft durch einen funktionierenden Vertrauenskörper in den Betrieben und gewerkschaftlicher Bildungsoffensiven. </li></ul>
  26. 28. Problem 2: Gewerkschaftsidentität <ul><li>„ Es gibt nun mal in der deutschen Gewerkschaftsbewegung sehr viel mehr Rechtssekretäre als Arbeitskampfsekretäre – ein völlig ausgefallener, gewissermaßen unmöglicher Begriff. Wollte die Gewerkschaft effektiv um Arbeitsplätze kämpfen und nicht nur über Interessenausgleich, Sozialplan und manchmal auch staatliche Subventionen (mit)verhandeln, so müsste sie ihren Charakter in der Tat ändern. Das würde nicht nur eine andere Bildungsarbeit, sondern auch manche Änderungen in der Organisationsstruktur und einen völlig anderen Einsatz der finanziellen Ressourcen bedeuten“ (Wolfgang Däubler 1984, 196) </li></ul>
  27. 29. noch Problem 2 <ul><li>»In der zugespitzten Lage der Werftindustrie entstehen Konstellationen, in denen mit den Mitteln der traditionellen Tarifpolitik nichts mehr zu machen ist. Man hätte also über neue Kampfformen reden müssen. So blieb während der Zeit der Besetzung immer unklar, ob die IG Metall die Besetzung offiziell unterstützt. Inoffiziell ist die Gewerkschaft auf den Besetzerzug aufgesprungen und ist uns auf Sekretärsebene und mit ehrenamtlichen Kollegen behilflich gewesen. Offiziell ist diese Unterstützung allerdings nie geworden. « (73) </li></ul>
  28. 30. Problem 3: Regionale Strukturpolitik <ul><li>» Es ist von der IG Metall vorgeschlagen worden, ohne das Zutun der Kollegen aus den Betrieben. Weder Betriebsräte noch Vertrauensleute, noch die alternativen Arbeitskreise sind an dieser » Entwicklungsgesellschaft Werfen « beteiligt gewesen. « (Betriebsrat Bremer Vulkan Werft) </li></ul>
  29. 31. noch Problem 3 <ul><li>In der Schiffbaukrise waren die Entwürfe »alternativer Produktion« an die Errichtung regionaler Wirtschafts- und Strukturräte gekoppelt. Die sind jedoch nicht vor »kapitalistischer Landnahme« gefeit (Lehre aus der gewerkschaftlich initiierten regionalen Struktur- und Clusterpolitik). Wie ist eine demokratische Struktur in der regionalen Wirtschaftspolitik denkbar? </li></ul>
  30. 32. noch Problem 3 <ul><li>Arbeitskreise Alternativer Fertigung funktionierten auf dem Hintergrund einer landespolitischen und regionalen Förderkulisse, die explizit auf die Förderung des unmittelbaren Produzentenwissens setzte. Ob managementdominierte Clusterförderung der regionalen Strukturpolitik heute sich diesem Ziel verschreibt, ist hochgradig fraglich (Legitimationsprobleme regionaler Wirtschaftsförderung?) </li></ul>
  31. 33. Problem 4: Makroökonomische Flankierung <ul><li>Auch in autonomen gewerkschaftlichen Arbeitskreisen entwickelte Konzeptionen »alternativer Fertigung « können als Instrumente für die Erschließung neuer »Geschäftsfelder « der Unternehmen in den Dienst gestellt werden, ohne dass makroökonomische Regulationen neu entstehen (Beispiel: Produktion von Blockheizkraftwerken bei VW Salzgitter) . </li></ul>
  32. 34. noch Problem 4 <ul><li>Betriebliche Strategien »alternativer Produktion« (auch: »wie wollen wir arbeiten«) bleiben unter den Bedingungen unregulierter Weltmarktkonkurrenz notwendig restringiert (-> Branchenräte, national, europäisch, global?). </li></ul>
  33. 35. Problem 5: Transnationale Produktion <ul><li>Die Durchsetzung alternativer Fertigungskonzepte auf der einzelbetrieblichen Ebene kann unter den Bedingungen transnational integrierter Produktion vor entscheidenden neuen Problemen stehen: Konzepte »alternativer Produktion« erfordern wahrscheinlich ein stärkeres Maß an transnationaler Koordination. </li></ul>«
  34. 36. noch Problem 5 <ul><li>Sind alternative Entwicklungspfade nur als Prozesse der »De-Globalisierung« denkbar? Welche Vision einer Weltarbeitsteilung verbergen sich dahinter? </li></ul>«
  35. 37. Problem 6: Betrieb und soziale Bewegung <ul><li>Die vor allem sich um die Werftenkrise der 1970er und 1980er Jahre gruppierenden Arbeitskreise Alternativer Produktion und ihr Schwerpunkt der Rüstungskonversion waren ohne die noch breite Friedensbewegung der Zeit nicht denkbar. </li></ul>«
  36. 38. Problem 7: Eigentumsverhältnisse <ul><li>»Vor die Demokratie im Betrieb hat das bürgerliche Recht das Eigentum, das Arbeitsrecht die Kündigung gesetzt. Demokratisierung der betrieblichen Sphäre setzt daher ... Konfliktualität im Sinne erhöhter Konflikt- und Risikobereitschaft einerseits, erhöhter institutionell und rechtlich gesicherter Konfliktfähigkeit andererseits voraus.« (Thomas Blanke) </li></ul>«
  37. 39. noch Problem 7 <ul><li>Die Durchsetzungschancen alternativer Entwicklungspfade steigen, wenn sie nicht allein von privatkapitalistischen Interessen getragen werden müssen (Entstehung einer neuen Mixed Economy (was sind die Schlüsselbranchen und –betriebe?). </li></ul><ul><li>-> Wiederaneignung des Enteigneten; Rekommunalisierung öffentlicher Güter. </li></ul>«
  38. 40. <ul><li>Konversion der Produktionsstrukturen kann sich nicht nach einem bereits niedergelegten Schema vollziehen. Die gegenwärtige Krise als große oder multiple Krise aber erhebt sie in den Rang einer sozialen und ökologischen (Überlebens-)Notwendigkeit. In diesem objektiven Handlungskorridor entsteht transformatorisches Potenzial immer neu… </li></ul>

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