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Interview: Norbert Höfler und Alexandra Kraft; Fotos: Nick Ruechel
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Kolbert

  1. 1. „WIR SINDEIN VERRÜCKTER UNFALL DER EVOLUTION“ Interview: Norbert Höfler und Alexandra Kraft; Fotos: Nick Ruechel Der Mensch zerstört in irrwitzigem Tempo den Lebensraum von Tieren und Pflanzen. Sagt die Wissenschaftsjournalistin Elizabeth Kolbert, die für ihr Buch über „Das sechste Sterben“ gerade den Pulitzer-Preis erhielt Ein klarer Blick auf unbequeme Fakten: die Bestsellerautorin Elizabeth Kolbert in ihrem Haus in Williamstown, Massachusetts DAS STERN-GESPRÄCH 9.7.2015 67
  2. 2. FOTO:IMAGEBROKER Frau Kolbert, welche ausgestor- benenTierehättenSiegernlebend gesehen? DieDinosaurier!Esgibtsoviel,was wir nicht über sie wissen. NichtdieriesigenAmmoniten,die etwa 350 Millionen Jahre lang in denMeerenlebtenundvondenen wirnochvielwenigerwissen? Ja,die auch. OdereinenNeandertaler? Ja,klar. Wir treffen Sie im berühmten Na- turkundemuseum in New York. EigentlichisteseinriesigerFried- hof. Ichbinhieroft.DasMuseumerinnert uns Menschen daran,wie zerbrech- lich und bedroht unsere Welt ist. WirhabenIhrBuchüberdasrätsel- hafteAussterbenundVerschwin- den von Tieren und Pflanzen gelesen. Uns fiel danach auf, dass wirkeineBienenmehrinunserem Gartensehen.Zufall? Das haben Sie gut beobachtet. Wir befinden uns mitten in einem rie- sigen Artensterben. An Land sind Vögel und Fledermäuse betroffen, abervorallemInsekten.IhreBienen zählen zu den Opfern einer Tragö- die, die gerade in aller Stille vor unseren Augen stattfindet. Weristschuld? Die Menschheit.Sie,ich.Wir alle. Saurier,AmmonitenoderPanzer- fische starben jedoch lange vor der Existenz des Homo sapiens aus. Bevor die Menschen auf die Welt kamen,gab es fünf Massensterben, das ist wissenschaftlich erwiesen. Wodurchwurdensieverursacht? Die erste Ausrottung ereignete sich vor etwa 445 Millionen Jahren.Das globaleKlimakühltestarkab,weite Teile der Erde vergletscherten.Über die zweite wissen wir wenig. Die dritte Auslöschung vor etwa 250 MillionenJahrenverliefunglaublich tödlich. Ungefähr 90 Prozent aller ArtenundOrganismenaufderErde starbenaus.Eswarknappdavor,dass nur ein paar Einzeller überlebten. Welche Kräfte vermochten eine solcheKatastropheauszulösen? EnormeMengenKohlendioxidmüs- sen damals freigesetzt worden sein und gelangten in die Atmosphäre. Die Ozeane übersäuerten. Das ge- samte Ökosystem kippte. SiesprecheninIhremBuchdavon, dass die Erde vor einem sechsten Massenaussterben steht. Über- treibenSienicht? Wir befinden uns bereits mitten in diesem Prozess. Die Ausrottungs- zahlen sind extrem hoch, und sie steigen mit einem unglaublichen Tempo. Wir können regelrecht zu- schauen,wie Tierarten aussterben. Bei mir zu Hause in Massachusetts verschwinden gerade die Fleder- mäuse.Für immer. Arten kommen und gehen,das ist hier im Museum gut zu sehen.So istebenderLaufderEvolution. WirredenhiervoneinerMassenaus- rottung,die Aussterberate liegt bei 75 Prozent. Und zwar in einer Zeit- spannevon400bis500Jahren.Evo- lutionsgeschichtlich betrachtet ist das aberwitzig. Welche Arten sind besonders bedroht? Das Wesen eines Massenausster- bens ist,dass es eigentlich alle be- trifft. Es passiert auf der ganzen Welt, und es gibt keine Grenzen. Ein Drittel aller Korallen,ein Vier- tel aller im Süßwasser lebenden Weichtiere,einDrittelderHaieund Rochen,ein Viertel der Säugetiere, einFünftelderReptilien,einSechs- tel der Vögel.Sogar die Amphibien stehen vor dem Ende. Ein echtes Alarmzeichen. WarumbeunruhigtSiedasSchick- salderFröscheundLurchesosehr? Weil Amphibien besonders wider- stands-undanpassungsfähigwaren. Esgabsieschon,alsdieDinosaurier die Erde bevölkerten.Die Chancen sindhoch,dassessiebaldnichtmehr geben wird. Der derzeitige Klimawandel wäre damit gefährlicher als jene Kata- strophen,dienichtvomMenschen verursachtwurden.Warum? Tiere und Pflanzen sind mit einer viel zu schnellen Veränderung der Umwelt konfrontiert, für die sie evolutionär nicht vorbereitet sind. Sie sind gezwungen, ihren ur- sprünglichen Lebensraum zu ver- lassen. Beim derzeitigen Anstieg der Temperaturen müssten sie, so haben Wissenschaftler berechnet, pro Tag zehn Meter nach Norden ziehen. Arterhaltende Maßnahmen: Elizabeth Kolbert sprengt daheim im Garten die Lupinen 68 9.7.2015 F Eine irre Vorstellung. Der ganze Planet in Bewegung. Alles strebt undströmtinkühlereRegionen. Tiere können sehr mobil sein.Aber auch sie werden es nicht schaffen. Wir haben ihnen an vielen Stellen schlichtwegdenWegabgeschnitten. Mit Städten,Straßen und landwirt- schaftlichen Monokulturen. Das sindkeinegutenPlätzefürdiemeis- ten Organismen.Es ist ein Hinder- nisparcoursfürArten,soendetihre Reise schnell und tödlich. DasKlimaändertsichauchunab- hängig vom Menschen. Haupt- auslöser für die gegenwärtige Erwärmung sind jedoch dasVer- brennen von Öl, Gas und Kohle sowie die intensive Landwirt- schaft,diegroßeMengenMethan freisetzt.Können Sie skizzieren, wieunsereWelteinmalaussieht? Es ist gut möglich, dass wir zum Ende des Jahrhunderts Kohlendi- oxidwerte erreichen werden,wie es sieaufderErdezuletztimEozänvor gut50MillionenJahrengab.Damals waressowarm,dawuchsenPalmen in der Antarktis. WaspassiertindenMeeren? Etwa ein Drittel des Kohlendioxids, daswirindieLuftpumpen,nehmen die Ozeane auf. Dadurch sinkt der pH-WertdesWassers.DasMeerwird übersäuert – eine der fatalsten Fol- gen des Klimawandels. Denn die ÜbersäuerungentziehtOrganismen die Lebensgrundlage, die selbst 4 „BEI MIR ZU HAUSE VERSCHWINDEN DIE FLEDERMÄUSE. FÜR IMMER“
  3. 3. GUT ZU WISSEN Erfolg durch Akribie Der ehemalige amerikanische Vizepräsident Al Gore nannte Elizabeth Kolbert „eine der besten Wissenschafts- autorinnen über- haupt“. Ihr erstes Buch „Vor uns die Sintflut. Depe- schen von der Klimafront“ er- schien 2006 und provozierte die US-Öffentlichkeit. Kolberts Stärke sind ihre aufwendi- gen Recherchen. Sie trifft Gletscher- forscher auf Island, Deichbauer in den Niederlanden, sie reist nach Australien, um sich selbst ein Bild von der Zerstörung des Great Barrier Reef zu machen. „Als Mutter dreier Söhne kann ich nur so viel unter- wegs sein, weil mein Mann einen festen Arbeitsort hat“, sagt die 53-Jährige. Für ihren Bestseller „Das sechste Sterben“ erhielt sie kürzlich den renommierten Pulitzer-Preis. Elizabeth Kolbert wuchs in New York auf und studierte Litera- turwissenschaften in Yale. 1983 verbrachte sie ein Semester an der Universität Ham- burg. Seit einigen Jahren schreibt sie für die Zeit- schrift „The New Yorker“ und wurde für ihre Arbeiten mit zahlreichen Preisen geehrt. Sie lebt in Williamstown, Massachusetts. FOTO:MAURITIUS wiederumNahrungsquellefürzahl- reiche Fischarten sind. Was glauben Sie, welche Folgen wirddieserProzesshaben? Ich muss da nichts glauben,ich weiß es. Vor Ischia in Italien gibt es eine Region,inderimMeerKohlendioxid ausunterirdischenQuellenaufsteigt. Dort war ich tauchen und bekam einenBlickindieZukunft:Essahaus wieeinbetonierterParkplatz.Fische schwammendortkaumnoch,unddie wenigen Lebewesen,die existierten, waren beschädigt. Die Säure hatte LöcherindieSchalenderMuscheln gefressen.DieForschervorOrtsind sicher, dass mit dem sinkenden pH-WertvieleArtensterbenwerden. WieweitmussderSäuregehaltdes Wassersdafürnachuntengehen? Wissenschaftlerprognostizierenei- nen pH-Wert von sieben oder acht für das Ende des Jahrhunderts. Das bedeutet für mindestens ein Drittel aller Arten in den Ozeanen den Tod. HinzukommtdieZerstörungderKo- rallenriffe.Noch gehören sie neben den Regenwäldern zu den arten- reichsten Lebensräumen der Welt. DochdieriffbildendenOrganismen kommen mit saurem Wasser nicht zurecht, es zerstört ihre Kalkein- lagerungen. In Regionen wie dem Great Barrier Reef vor Australien wird das Ökosystem kollabieren.In der Karibik haben wir schon die Mehrheit der Riffe zerstört,an den anderen arbeiten wir. Wie fühlten Sie sich,als Sie in Ita- lien diese leblose Unterwasser- landschaftsahen? Eswarverstörend.IchhattedieVer- nichtungunmittelbarvorAugen.Es war für mich wie ein Vorher-nach- her-BildvonderWelt,dieichkenne, und der,die vor uns liegt.Es ist eine sehr traurige und dürre. GibtesOrganismen,dieinderLage sind,sichandieneueSituationan- zupassen–undsoüberleben? Ja,aber wenn wir ehrlich sind,sind es nicht die Lebewesen, mit denen wirunserLebenwirklichteilenwol- len.Quallen sind zum Beispiel gro- ße Gewinner der Entwicklung. Wenn wir die globale Erwärmung stoppenwürden,wäreallesgut? EswürdeleidernichtalleProbleme lösen.DenwenigstenMenschenist bewusst,dassnebenderErwärmung auch allein die Geschwindigkeit, mit der wir uns über den Planeten bewegen, gravierende Folgen für TiereundPflanzenhat.Wirreisenvon LandzuLand,fliegenvonKontinent zu Kontinent.Wir sind grenzenlos. WasistdarandasProblem? Mit uns reisen gefährliche Erreger. EinVirus,einBakteriumodereinPilz, dieirgendwoinEuropaanderSchuh- sohle kleben bleiben, können in Südamerika zur tödlichen Gefahr für Tiere oder Pflanzen werden und verantwortlichfürdasSterbeneiner ganzen Art sein.So wie der Chytrid- pilzfürFröscheundKröten.Erwurde vermutlichausAfrikaeingeschleppt. Wir bringen den Tod, ohne es zu bemerken? Der Mensch hat ein völlig neues System der Ansteckung entwickelt. Und wieder geht es rasend schnell. SollichIhneneinBeispielquasiaus meiner Nachbarschaft erzählen? Ja,wirsindgespannt. Weltweit begannen 2007 plötzlich Fledermäuse tot von den Decken ihrer Höhlen zu fallen.Das Phäno- mentratvoralleminMassachusetts auf,woichwohne.Diekleinenbrau- nen Fledermäuse in einer Höhle dort – eine der größten Populatio- nen überhaupt – hatten plötzlich weißes Puder vor der Schnauze, wenig später starben sie. WashatdieTieregetötet? „ICH HÄTTE GERN DINOSAURIER LEBEND GESEHEN“ 70 9.7.2015 Ein Pilz, den Besucher einge- schleppthatten.HeutesinddieFle- dermäuse in meiner Gegend im Grunde ausgerottet.Der Boden der HöhleistmitkleinenKnöchelchen übersät. Als ich in die Höhle kam, stand ich auf einem Teppich toter Tiere. Dieses Erlebnis hat meinen Blick auf die Welt verändert. Ich kommegeradevoneinerReisenach Italien zurück.Das Land ist schön, aber immer,wenn ich mich umge- schauthabe,merkteich,wieleerdie Landschaft bereits ist. Italien vor 500 oder 2000 Jahren sah ganz an- ders aus. Es gab viel mehr Tiere, Vögel,Insekten.Ich spürte,wie viel Leben schon fehlte. Der Mensch ist Teil der Natur, schon immer hat er sie für sein Überlebengenutzt.Eswärenaiv,zu glauben,dasssichdieWeltniemals änderndarf. Klar,mankannsagen:Mistpassiert! Das Leben wird weitergehen. Aber es wird nicht die Welt sein, die wir Menschen haben wollen. Was können wir tun, um das „sechste Sterben“ doch noch zu verhindern? Vieleswirdpassieren,weilesbereits weit fortgeschritten ist, egal, wie sehr wir uns jetzt anstrengen.Aber esgibteinenUnterschiedzwischen schlimm und verheerend. Unsere letzte Chance ist jetzt, die ganz große Katastrophe zu verhindern. Was tun Sie persönlich, um die Weltzuretten? Ich fahre ein Hybridauto und habe SolarpanelsaufdemDach.Alles,was man eben so macht.Aber für meine RecherchenbinichZigtausendeKi- lometer geflogen. Mein Leben ist, was das angeht, ein totales Desas- ter.EhrlichgesagtkannichdieWelt auch nicht retten. Na ja, Sie könnten Emissions- gutscheine kaufen, für die dann Bäumegepflanztwerden. Aber das ist doch verlogen.Das CO2 ist in der Luft, da hilft ein Baum kaum etwas.Der Schaden ist schon angerichtet.Ichwillmichabernicht als Moralistin aufspielen, die den Leuten erklärt,was sie tun sollen. Wenn Moralisieren und individu- ellerVerzicht nichts bringen,was brauchtesdann? Es muss eine breite politische Ak- tion initiiert werden.Weltweit und mitallenLändern.Wirmüssendie- sen riesigen ökonomischen Motor, der auf fossilen Brennstoffen ba- siert,komplett umbauen zu einem, der das nicht mehr tut.Es gibt der- zeit ein paar Funken der Hoffnung, mehr aber auch nicht. Die G-7-Staaten bekannten sich Anfang Juni zur Dekarbonisie- rung, also zum endgültigen Aus- stiegausdemKohlezeitalter. Sehr wenige von uns und ganz sicher keiner der Regierungschefs derG-7wirdzumEndedesJahrhun- dertsnochleben.Deswegenverste- he ich die Abmachung als leeres Versprechen.Wichtiger ist,was die Regierungen konkret tun. SiehabeninDeutschlandstudiert. DortwirddieEnergiewendevoran- getrieben.TutdasLandgenug? Deutschlandunternimmtviel,aber es reicht längst nicht. Auch die Deutschen lieben das Autofahren und das Fliegen. Mit der Energie- wende macht das Land jedoch vor, was möglich sein könnte.Ein star- kes Signal, das vielleicht in die Geschichtsbücher eingehen wird. Es gehört zum Selbstverständnis desMenschen,dassersichdieNa- turuntertanmacht,wasoffenkun- digböseFolgenfürdieErdehat.Pas- sendasÖkosystemunddieMensch- heitschlichtwegnichtzusammen? Es kann gut sein, dass wir nur ein verrückter Unfall der Evolution sind, der inkompatibel mit dem Leben auf der Erde ist. Wir haben uns von Anbeginn viel schneller entwickelt als unsere Beute. Wir haben alle Waffen. Vielleicht sind wir der Natur zu überlegen. Ich glaube,dieErdewärefroh,wennsie uns abschütteln könnte. Das heißt, wir werden am Ende OpferunsereseigenenHandelns? Auslöschung heißt,dass alle Exem- plareeinerArtsterben,dashalteich fürunwahrscheinlich.Wirsindweit- verbreitet,wir sind smart. In den USA wird eine ernsthafte Debatte darüber geführt, ob der MarsdernächsteLebensraumfür dieMenschheitseinkönnte. Für die Erde eine gute Lösung. UndfürunsMenschen? Wir sollten uns auf ein Leben hier konzentrieren.Ich verstehe ehrlich gesagt das ganze Mars-Konzept nicht.Warumsolltenwirvoneinem Planeten mit Sauerstoff auf einen ohne ziehen? Eigentlich ist es eine lächerliche Idee. Besser wäre es, die Milliarden zu nehmen und sie für die Rettung der Erde zu nutzen. Wer wird nach den Menschen die Weltbeherrschen? Ich tippe auf Ratten. Sie sind zäh und passen sich gut und schnell an. Hier in New York spazieren sie nachtsüberdenTimesSquare... KürzlichsprachichmiteinemWis- senschaftler,der halb im Spaß,halb im Ernst sagte: Vielleicht sitzen Ratten irgendwann im U-Bahn- schacht, eingehüllt in Katzenfelle, undarbeitenanFaustkeilenundan- deren Werkzeugen. 2 „DIE DEUTSCHE ENERGIEWENDE IST EIN STARKES SIGNAL“ Elizabeth Kolbert, Ulrike Bischoff: „Das sechste Sterben. Wie der Mensch Naturgeschichte schreibt“. Suhrkamp, 24,95 Euro Die stern-Reporter Norbert Höfler und Alexandra Kraft trafen Elizabeth Kolbert im Naturkundemuseum in New York 9.7.2015 71

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