Health Liteacy -

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Health Literacy (dt. Gesundheitskompetenz) ist vielen ein unbekannter Begriff. Trotzdem wissen wir, dass wir Europäer in diesem Bereich nicht wirklich gut beim letzten Test abschnitten haben. Sollte uns dieser Umstand aber wirklich berühren? Ja, denn die individuelle Gesundheitskompetenz ermöglicht es uns, dass wir unsere Gesundheit selbst in die Hand nehmen können. Wir sind nicht länger von anderen abhängig! Was können wir aber selbst unternehmen, um Kompetenter zu werden? Hier finden Sie eine kurze Zusammenfassung - mehr Informationen dazu auf www.healthliteracy.eu.

Veröffentlicht in: Gesundheit & Medizin
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Health Liteacy -

  1. 1. Alexander Riegler, MPH, EMPH1
  2. 2. Health LiteracyDefinitionAlexander Riegler, MPH, EMPH 2„ Health literacy is the degree to which individuals havethe capacity to obtain, process, and understand basichealth information and services needed to makeappropriate health decisions.”Weitere Informationen dazu:Gesundheitskompetenz- HLS-EU Der Film(www.youtube.com)Healthy People, 2010
  3. 3. Relevanzdes Themas• Nur 12% der Erwachsenen US-Amerikaner verfügenüber umfangreiche Gesundheitskompetenzen.Anders ausgedrückt, 9 von 10 Erwachsenen habenzu wenig Fähigkeiten, um ihre eigene Gesundheit zuerhalten oder Krankheiten vorzubeugen.• Australien: jeder Zweite hat Probleme.• HLS-EU: 51% aller Österreicher und 47% allerEuropäer haben geringe Gesundheitskompetenzen.Alexander Riegler, MPH, EMPH 3http://www.health.gov
  4. 4. US Health Literacy Studienfanden zudem heraus, dass• 26% eine schriftliche Terminvereinbarung nichtverstanden haben.• 33% nicht in der Lage waren, grundlegendeeinfache Gesundheitsempfehlungen zu lesen.• 42% die Anweisung nicht verstehen, einMedikament auf leeren Magen einzunehmen.• 43 % Probleme haben, die Rechte und Pflichten derVersicherung zu verstehen.• 60% verstanden ein standardisiertesGenehmigungsschreiben nicht.Williams et al., 1995Alexander Riegler, MPH, EMPH 4
  5. 5. • eine geringe Inanspruchnahme vonVorsorgeuntersuchungen.• seltenere Hausarztkontakte.• einen generell schlechteren Gesundheitsstatus.• eine häufigere Alarmierung der Notfallsysteme.• häufigere Einweisungen ins Krankenhaus.• für häufigere stationäre Aufnahmen.• für einen längeren stationären Verbleib.Weiss et al., 1992Mangelhafte Health Literacy istein Risikofaktor fürAlexander Riegler, MPH, EMPH 5
  6. 6. Zu den Risikogruppengehören Personen• mit einem höheren Alter• ohne festen Arbeitsplatz• mit vermindertem Einkommen und wenigBildung / niedrigem sozialen Status• mit Zugehörigkeit zu einer ethnischenMinderheit• mit Immigrationshintergrund / fremderMutterspracheAlexander Riegler, MPH, EMPH 6Center for Health Care Strategies, 1998
  7. 7. Ein Bespiel für diealltägliche InformationsflutFrau L.W., 76 Jahre, dialysepflichtige diabetische Nephropathie• Die Ernährung sollte kalium- und phosphatarm sein.• Reduzierte Eiweißzufuhr aber ausreichend Kohlenhydrate.• Auf regelmäßige Bewegung achten.• Halten sie sich an die vorgeschriebene Flüssigkeitsmenge.• Blutzuckerspiegel vor dem Essen messen und einschreiben.• Medikamente richtig einnehmen. Präparat 1: morgens und abends Präparat 2: morgens - nur an dialysefreien Tagen! Präparat 3, 4, 5, 6: … Präparat 7: morgens 1x, mittags 2x, abends 1x – nicht mit Milch einnehmen!Alexander Riegler, MPH, EMPH 7Duvigneau, 2008
  8. 8. IndividuelleWahrnehmung„Nicht zu wissen wie man liest,fühlt sich an wie blind, ignorantoder nicht in der Lage zu seinetwas zu verstehen oderjemanden fragen zu können.Ich schäme mich meinem Arztzu sagen, dass ich es nichtverstehen kann.“Ein anonymer Patient (USA)Markland, 2009Alexander Riegler, MPH, EMPH 8
  9. 9. Welche Faktorenbeeinflussen Health Literacy1. Das bestehende Gesundheitssystem - wie komplexist dieses aufgebaut?2. Die kommunikativen Fähigkeiten von Laien undGesundheitsexperten.3. Das vielfältige Vorwissen über verschiedeneGesundheitsthemen.4. Die Kultur der Betroffenen.5. Die jeweilige Situation6. …Alexander Riegler, MPH, EMPH 9
  10. 10. Wie erkennt man eine geringeGesundheitskompetenz?Beliebte Aussprüche:• Ich kann es jetzt nicht lesen. Ich habemeine Brille vergessen.• Ich bin jetzt leider in Eile. Kann ich späterzu Hause lesen?• Meine Augen sind müde. Können Sie esbitte ausnahmsweise für mich lesen?• Ich fühle mich nicht sehr gut. Können Siees mir bitte vorlesen?• Gibt es auch ein Video davon?• …Alexander Riegler, MPH, EMPH 10
  11. 11. Strategien zurVerbesserung• Aufbau von Kompetenzen, die eine gemeinsameEntscheidungsfindung in gesundheitlichen Belangenzwischen Arzt und Patienten ermöglicht.• Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit vonGesundheitsinformationen.• Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit vonGesundheitseinrichtungen.• Fördermaßnahmen zur Verbesserung von HealthLiteracy.http://www.health.govAlexander Riegler, MPH, EMPH 11
  12. 12. Was kann jeder von unsmachen?• Respektvoller und sozialer Umgang.• Betroffene nicht diskriminieren.• Audio- oder Videoalternativen anbieten.• Teach-Back- & Brown Bag-Methode anwenden.• Bilder und verschiedene Modelle verwenden.• Leicht verständliche Unterlagen anbieten.• Keine Fremdwörter – Keep it simple!• Auf den wesentlichen Inhalt konzentrieren – die meistenMenschen können sich nur 3-5 Schwerpunkte merken.Alexander Riegler, MPH, EMPH 12
  13. 13. Health Literacyin unserer ZeitWer kann eine Verbesserungerreichen?Wir alle !!Alexander Riegler, MPH, EMPH 13
  14. 14. Der 1. Test in EuropaAlexander Riegler, MPH, EMPH 14
  15. 15. Niederösterreich imDetailAlexander Riegler, MPH, EMPH 15
  16. 16. Vielen Dank für IhreAufmerksamkeitAlexander Riegler, MPH, EMPH 16Alexander Rieglerwww.alexanderriegler.atoffice@alexanderriegler.at@AlexRiegler

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